Ich bin für ein Wahlalter ab 16. Ab wann möchtet ihr wählen dürfen?

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Die Frage wurde im Rahmen der Aktion „Wahl-Special“ von einem ausgewählten Politiker an die gutefrage-Community gerichtet. Ab Montag, den 13. September 2021, bis Freitag, den 17. September, stellen Spitzenpolitiker und angehende Parlamentarier Fragen an ihre potentiellen Wähler auf gutefrage.

Weitere Informationen zur Aktion findest Du hier: https://www.gutefrage.net/aktionen/wahlspecial/

45 Antworten

Hallo,

ich bin auch für eine Herabsenkung des Wahlalters auf 16 Jahre in Deutschland.

Ich lebe in Österreich, da darf man schon ab 16 wählen, das ist bei mir in einem knappen halben Jahr der Fall, momentan bin ich 15.

Ich denke, das ist wichtig, weil vor allem die jüngere Generation die Entscheidungen der Politik "ausbaden" muss. Egal, zu welchem Thema, die Generation Z muss das mittragen. Deswegen ist es auch schon sinnvoll, mit 16 zu wählen. Ich traue jedem, der so alt ist, zu, sich eine Meinung zu bilden, das gehört zur Entwicklung dazu. Und wenn man früher wählen darf, ist vielleicht auch das Interesse früher geweckt.

Früher als 16 sollte es aber auch nicht sein, weil da viele noch nicht die Ernsthaftigkeit politischer Wahlen verstehen (wollen), was ich ja auch verstehen kann. Eine gewisse Reife sollte erreicht sein. Die mag bei einigen schon ab 14 erreicht sein, bei anderen mit 15, aber die meisten sollten mit 16 reif genug sein.

Daher ja, ich finde 16 ist ein gutes Alter.

LG

Woher ich das weiß:Hobby – Habe mich viel mit Corona befasst und bin vollimmunisiert

Mit 16 würde ich wohl die Grünen wählen weil sie Cannabis legalisieren wollten, was interessieren mich mit 16 Mindestlohn, Renten, Arbeitsplätze etc.

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Ich persönlich bin der Meinung, dass es vollkommen ausreichend ist, wenn man das Wahlrecht, genau wie auch viele andere Rechte, mit Vollendung des achtzehnten Lebensjahres erwirbt.

Warum sollte jemand über die politische Zukunft des Landes mitentscheiden dürfen, der noch nicht einmal eigenständig rechtsgültige Verträge abschließen darf?

Warum sollte jemand über die politische Zukunft des Landes mitentscheiden dürfen, der noch nicht einmal eigenständig rechtsgültige Verträge abschließen darf?

Weil dieser jemand teil des landes ist und weil dieser jemand die entscheidungen von heute noch ausbaden darf wenn alle politiker die das heute ensctheiden schon längst tot sind.

Das gleiche argument könnte man auch für alte menschen anführen. Warum z.b. sollten leute die über 80 sind wählen gehen dürfen wenn sie die meisten früchte der entscheidungen gar nicht mehr bekommen?

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@FouLou

Zu deinem ersten Absatz: da machen zwei Jahre keinen ausreichend großen Unterschied, um eine solche Reform zu rechtfertigen. Mit achtzehn ist man auch noch sehr jung und hat im Idealfall etwa 60-70 weitere Lebensjahre vor sich - manchmal weniger, nicht selten sogar noch deutlich mehr.

Zu deinem zweiten Absatz: es gibt keinen einzigen Präzedenzfall im deutschen Recht, bei dem einem Menschen allein aus Altersgründen einmal erworbene Rechte wieder aberkannt werden. Man braucht jetzt nicht mit solchem Unsinn anfangen.

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@Indecisive
Zu deinem zweiten Absatz: es gibt keinen einzigen Präzedenzfall im deutschen Recht, bei dem einem Menschen allein aus Altersgründen einmal erworbene Rechte wieder aberkannt werden.

Das ist aber irrelevant in bezug darauf das man das argument: Die sind nicht reif genug. Auch auf alte menschen beziehen kann.

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@FouLou

Wenn du meine Antwort noch einmal durchliest, wirst du feststellen, dass ich nirgendwo von der "Reife", sondern immer nur von der Gesetzeslage geschrieben habe.

Man kann die Reife überhaupt gar nicht als Maßstab für solche Entscheidungen verwenden, da diese bei allen Menschen jeden Alters und aus sämtlichen Gesellschaftsschichten sehr unterschiedlich ausfällt. Abgesehen davon: wie soll man die individuelle Reife objektiv bestimmen?

Und: warum sollte man gemäß deiner Argumentation erst mit sechzehn wählen dürfen? Schließlich ist ein neunjähriger auch "Teil des Landes" und muss die heutigen Entscheidungen in der Zukunft "ausbaden".

Wo soll man die Grenze ziehen?

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@Indecisive
Wo soll man die Grenze ziehen?

Die 18 Jahre grenze ist imgrunde ja genauso willkürlich.

Meist werden die grenzen für junge menschen gezogen aufgrund von Reife. Deswegen habe ich es mit ins spiel gebracht.

Das die rechte so sind ist ja fein und gut. Aber wenn man über rechte Redet und eine änderung derer muss man mit einbeziehen warum denn die rechte so sind.

So kann man auch fragen warum denn menschen erst mit 18 rechtsgeschäfte erledigen können etc.

Andere rechte bekommen menschen ja schon früher. Nehmen wir die Religionsfreiheit z.b. Da traut man den 14 jährigen das entsprechend zu.

In anderen wahlen wie z.b. Bürgermeister und ich glaube auch landtag aber da bin ich mir nicht sicher. Darf man ja bereits ab 16 wählen.

Also gibt der staat 16 jährigen grundsätzlich schonmal ein wahlrecht.

Wo soll man die grenze ziehen? Nach meiner ansicht durchaus ab 16. Wobei man das durchaus mit einschränkungen machen kann. z.b. wie ich in meiner antwort geschrieben habe das es nicht Per se jedermann gegeben wird sondern nur wenn man aktiv dafür was tut. Das würde nämlich das argument "die jugend inetressiert sich eh nicht dafür" aushelben.

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Ich bin ganz stark gegen ein Wahlrecht ab 16. Das sind noch Kinder.

Man muss auch erst mal zur Solidargemeinschaft beitragen, die Kosten tragen, mit all den Problemen der Erwachsenenwelt konfrontiert sein, um solche Entscheidungen treffen zu können.

18 passt schon, obwohl bei vielen die Reife eher später eintritt.

Ganz ehrlich: Nur linke Gruppierungen fordert Wahlrecht mit 16, weil sie sich erhoffen, dass junge Menschen weit überwiegend links wählen. Das ist leicht durchschaubar und eigentlich ganz perfide.

Mit 14 ist man kein Kind mehr. Demzufolge mit 16 erst recht nicht. 14-jährige sind reif genug, um eine Wahlentscheidung treffen zu können. Ansonsten müsste man es 80-jährigen mit Demenz auch verbieten. Und apropo Links: GERADE Menschen, die bereits das Berufsleben kennengelernt haben, dürften Links wählen.

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Ich bin für eine Herabsenkung des Wahlalters.

"Wählen ab 16" ist nicht nur "Wählen mit 16"

Da Bundestagswahlen ja alle 4 Jahre stattfinden, wären die Erstwähler bei einer Herabsenkung entweder 16, 17, 18 oder 19, also im Durchschnitt ca. 17,5 Jahre alt. Bei der aktuellen Regelung sind Erstwähler 18, 19, 20 oder 21, also im Schnitt ca. 19,5 Jahre alt, was von der 18 weiter weg ist als nach der Herabsenkung.

Kommunal- und Landtagswahlen

Bei Kommunalwahlen in Baden-Würrtemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen kann man jetzt schon ab 16 Jahren wählen.

Bei Landtagswahlen in Brandenburg, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein kann man auch schon ab 16 Jahren wählen.

"Idioten" gibt es in jedem Alter

Jugendliche (nicht alle) können leicht beeinflussbar sein, ob mit 16 oder 18, da sehe ich keinen großen Unterschied. Erwachsene können sich aber genauso einfach manipulieren lassen, merkt man doch an Verschwörungstheoretikern oder Querdenkern.

Altersstruktur der Wahlberechtigten

Die Menschen werden immer älter, entsprechend steigt das Durchschnittsalter der Wähler. Schon bei den Wahlen 2013 und 2017 war der Anteil der über 60-Jährigen deutlich höher als der der unter 40-Jährigen. Bei der diesjährigen Wahl wird der Unterschied noch größer.

Wer 1 Tag nach der Wahl 18 wird, der darf das erste Mal erst mit knapp 22 Jahren wählen gehen. Das Durchschnittsalter dürfte eher bei rund 20 Jahren liegen. Nach der Herabsenkung auf 16 Jahre, wäre das Durchschnittsalter für Erstwähler 18 Jahre. Aber gut, dass du das ansprichst. Diese Gedanken hatte ich schon die ganze Zeit. Man tut immer so, als könnte jeder mit 18 wählen. Dabei ist das ja nur der aller früheste Zeitpunkt.

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Die Vollendung des 18. Lebensjahres ist in vielfacher Hinsicht relevant. Hier beginnt die volle Geschäftsfähigkeit, das Erwachsenenstrafrecht auch die derzeit theoretische Wehrpflicht. Die Übernahme der Mitverantwortung für die Zusammensetzung des Bundestages ist damit völlig zu Recht ebenfalls an dieses Alter geknüpft.

Wenn die SPD an die Macht kommt, wird das Wahlalter auf 16 Jahre reduziert werden. Das hat Olaf Scholz bereits angekündigt. In Hamburg, wo er Bürgermeister war, hat er das auch bereits umgesetzt. GUT SO :) Die Menschen müssen endlich aufhören, Minderjährige zu diskriminieren.

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@ShortsFanatiker

Von “Diskriminierung“ hier zu reden. So ein Unsinn.

Auf die stille Treppe mit dir und denk nochmal darüber nach.

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