Ich bin depressiv was soll ich tun?

12 Antworten

jaja immer diese halbwissenden.... Für die meisten Menschen ist Depression eine vorübergehende Stimmung; für manche ist Depression eine fortschreitende chronische Erkrankung mit schweren körperlichen und emotionalen Symptomen. Wenn sie stark und dauerhaft genug ist, um Arbeit, Freundschaften, das Familienleben oder sogar die Körperliche Gesundheit zu beeinträchtigen, gilt die Depression als psychiatrische Erkrankung - sie ist eine der häufigsten und schwersten dieser Krankheiten. Eine Phase schwerer oder voll ausgebildeter Depression kann von Wochen bis hin zu Jahren andauern. Die Opfer der Krankheit verfallen in untröstliches Elend, in Verzweiflung und Schuldgefühle. Sie fühlen sich wertlos und als Versager; Sie haben keine Hoffnung für die Zukunft und grübeln über Tod und Selbstmord nach. Sie denken oft, dass sie ihr ganzes Geld verloren haben, für schwere Sünden bestraft werden oder an unheilbaren Krankheiten sterben. Manche depressive Menschen geben Traurigkeit und Schuldgefühle nicht zu; statt dessen ziehen sie sich aus allen zwischenmenschlichen Beziehungen zurück, verlieren jedes Interesse am Leben und können keine Freude mehr empfinden. Die Zeit vergeht ihnen wie im Schneckentempo, und die Welt erscheint grau und sinnlos. Normale gefühlsmässige Reaktionen sogar normale Mutlosigkeit und normale Trauer werden unmöglich. Depressive Menschen sind oft mürrisch und reizbar. Sie können sich nicht konzentrieren, kleinste Entscheidungen fallen ihnen schwer. Sie wälzen endlos immer wieder dieselben Gedanken in ihrem Bewusstsein. Manche depressiven Patienten sind lustlos und lethargisch, ihre Bewegungen sind langsam, die Sprache matt und das Gesicht ausdruckslos - in extremen Fällen ähneln die Stummheit und Bewegungslosigkeit dem katatonischen Stupor. Andere laufen auf und ab, weinen, klagen und ringen in angstvoller Aufregung die Hände. Bei der Bipolaren oder manisch-depressiven Erkrankung wechselt schwere Depression mit unkontrollierbarem Überschwang, der sogenannten Manie, ab. Die Depression betrifft nicht nur die Stimmung. Depressiven Menschen fehlt die Energie in jedem Sinn, körperlich genauso wie emotional und intellektuell. Die körperlichen Hauptsymptome können Appetit und Schlaflosigkeit sein (manchmal auch übertriebenes Schlafbedürfnis und ein riesiger Appetit), Rückenschmerzen, Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Verstopfung, und vor allem chronische Müdigkeit. Menschen, die behaupten, sie seien "ständig müde", sind manchmal eigentlich depressiv, auch wenn sie ihre Traurigkeit und Verzweiflung nicht zugeben. Manische Menschen auf der anderen Seite sind schlaflos und ruhelos - bis sie erschöpft zusammenbrechen. Die übliche Behandlung bei Depression besteht aus den vielen Antidepressiva, die in den letzten vierzig Jahren entwickelt wurden. Diese Drogen wirken gegen ein breites Symptomspektrum; sie werden nicht nur bei verschiedenen seelischen Erkrankungen, sondern auch bei sogenannten Persönlichkeitsstörungen eingesetzt. Die beliebteste Klasse von Antidepressiva sind die trizyklinischen Medikamente; zu ihnen zählen Imipramin (Tofranil®), Amitriptylin (Saroten®, U.S.A.: Elavil®), Deispramin (Pertofran®, U.S.A.: Norpramin®), und verschiedene andere Medikamente. Ihre häufigsten Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit und verschwommene Sicht. Ausserdem können Gewichtszunahme, Verstopfung, Schwierigkeiten beim Wasserlassen und orthostatischer oder haltungsabhängiger niedriger Blutdruck auftreten (Schwindel, der durch einen reduzierten Blutzufluss zum Gehirn beim Aufsitzen oder Aufstehen entsteht). Das kann für Patienten mit Kreislaufkrankheiten gefährlich sein, da diese Medikamente den Herzschlag beschleunigen und den Herzrhythmus stören können. Eine weitere Gruppe von Antidepressiva sind die Monoaminoxidase (MOA)-Hemmer: Isocarboxaid (U.S.A.: Marplan®, in Deutschland nicht mehr erhältlich), Tranylcypromin (Parnate®) und Phenelzin (U.S.A.: Nardil®, in Deutschland nicht mehr erhältlich). Sie können zu Schwindel, Schlaflosigkeit und Impotenz führen und, wenn sie mit tyraminhaltigen Nahrungsmitteln wie Rotwein, Gurken und bestimmten Käsesorten zusammentreffen, einen gefährlichen Bluthochdruck hervorrufen. Aufgrund dieser potentiell schweren Nebenwirkungen sind sie kaum jemals die Mittel der ersten Wahl bei der Behandlung von Depressionen, aber sie können für Patienten hilfreich sein, denen andere Medikamente nicht helfen. Etwa ein Drittel der depressiven Patienten reagiert nicht auf trizyklische Medikamente und MAO-Inhibitoren oder kann deren Nebenwirkungen nicht ertragen. Manche dieser PatientInnen können mit einem der neuen Antidepressiva, die in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind, behandelt werden; das beliebteste von ihnen ist Fluoxetin (Fluctin®, U.S.A.: Prozac®). Seine Nebenwirkungen sind gelegentliche Übelkeit, Gewichtsverlust und Ruhelosigkeit (bei manchen Patienten auch Schläfrigkeit). Die bevorzugte Behandlung für Manien wie Depressionen bei der manisch-depressiven Erkrankung ist die Verabreichung von Lithiumcarbonat. Es wirkt ebenfalls nur teilweise, und zu den vielen Nebenwirkungen gehören Gewichtszuhnahme, Handzittern, und Schläfrigkeit, exzessiver Durst und Harndrang und eine mögliche Schädigung von Herz, Nieren und Schilddrüse. Die Patienten setzen die Lithiumeinnahme oft wegen dieser Nebenwirkungen ab; mitunter auch, weil das Lithium ihnen mit den manischen Phasen auch einen Teil der Freude am Leben nimmt. Manche bezeichnen Lithium als eine "locker sitzende, emotionale Zwangsjacke". In der westlichen medizinischen Literatur wird Hanf zum ersten Mal Mitte des neunzehnten Jahrhunderts als Antidepressivum erwähnt. 1845 schlug Jaques-Joseph Moreau de Tours seine Verwendung bei Melancholie (besonders wenn sie mit zwanghaftem Grübeln einhergeht) sowie allgemein bei chronischen Geisteskrankheiten vor. In den nächsten hundert Jahren wurde der Nutzen von Hanf für die Behandlung verschiedener Geisteskrankheiten in einer Anzahl medizinische Veröffentlichungen diskutiert und befürwortet. 1947 verabreichte der englische Arzt G.T. Stockings in einer unkontrollierten Studie fünfzig depressive Patienten ein synthetisches Cannabinoid, und sechsunddreissig zeigten eine deutliche Verbesserung ihres Zustandes. Das zwanghafte Grübeln wurde bei sechs von sieben Patienten deutlich reduziert. 1948 versuchte D.A. Pond ohne Erfolg, diese Ergebnisse zu reproduzieren. Eine Doppelblindstudie mit siebenundfünfzig Patienten, die an schwerer Melancholie oder milder Depression litten, wurde 1950 von C.S. Parker und F.W. Wrigley durchgeführt; sie fanden keinen Unterschied zwischen dem synthetischen Cannabinoid und einem Placebo. Aber sie verwendeten eine geringere Dosierung als Stockings (10-20 mg im Gegensatz zu 15-90 mg) und behaupteten, das sei notwendig, weil das Medikament eine stark sedierende Wirkung hätte. Synthetische Cannabinoide mit weniger stark sedierender Wirkung könnten sich jedoch noch als nützlich für die Behandlung von Depressionen erweisen. Die jüngste Studie über Cannabis und Depressionen wurde 1973 durchgeführt. Acht hospitalisierte Patienten erhielten bis zu eine Woche lang entweder THC oder ein Placebo. Das THC linderte ihre Depression nicht, und bei vier der Patienten führte es zu Unbehagen und so grossen Angstzuständen, dass es abgesetzt werden musste. Die Autoren warfen die Frage auf, ob "in anderen Versuchsanordnungen oder bei Patienten mit weniger schweren depressiven Symptomen andere Effekte beobachtet werden könnten. Sie stellten auch fest, dass "die Verabreichung von THC unter Doppelblindbedingungen in diesem Versuch den Aufbau positiver Erwartungen bei den Patienten ausschloss. Die Tatsache, dass die Patienten sich nicht auf die Erfahrung eines veränderten bewusstseinszustandes einstellen konnten, kann ebenfalls zu den vorwiegend negativen Auswirkungen des Medikamentes bei diesen depressiven Patienten beigetragen haben. Schliesslich muss die relativ kurze Versuchsdauer (eine Woche) berücksichtigt werden, das Standart-Antidepressiva zwei oder drei Wochen brauchen, um eine klinische Verbesserung zu erzielen." teil 1

Das Wort Depression ist das Gegenteil von Expression, also "Ausdruck". Finde Dinge, die dir Freude bereiten, wo DU DICH ausdrücken kannst. Tust du gerne tanzen, oder malen, oder singen, ein Instrument spielen, schreiben, egal was, drück dich aus, sprich dich aus, gib deinen Gefühlen Ausdruck, lass sie raus irgendwie kreativ, schreibe Tagebuch, male Bilder, rede mit einer Therapeutin, tanze usw. Depression ist nicht "schlecht", sie ist einfach ein Signal dafür, dass du vielleicht etwas in dir nicht ausleben kannst oder dass dein Umfeld dir nicht richtig zuhört... wenn du gerne liest, probier mal die Bücher von Susanne Hühn, es gibt auch CD's von ihr. viel Kraft wünsche ich dir. Glaube an dich, vertraue dir selbst und sieh zu, dass du eine passende TherapeutIn findest, probier mal Shiatsu aus, das wirkt auch wahre Wunder! Ebenso Akupunktur... und finde ein schönes kreatives Hobby, das dir Freude macht, wo du deine Energie ausdrücken kannst :-)

Hi, mir gings ähnlich wie Dir (vermute ich). Stimmung wurde immer schlechter, ich müder, irgendwann hab ich auf der Arbeit und zu Hause nur noch geheult. Internet-Tests brüllten mich förmlich an, zum Doc zu gehen :-) Das hab ich dann auch gemacht, war total nervös (gehe nicht oft zum Arzt) und ich habe viel gegrübelt, was sie so von mir denken wird bei einem geheulten "mir gehts nicht gut". Ich wurde sehr ernst genommen und habe sofort eine Überweisung zum Neurologen bekommen, um körperliche Ursachen auszuschließen. Der hat mir dann erste Medis verschrieben und eine Therapie vorgeschlagen. Eine Krankschreibung wurde mir angeboten, ja. Bei mir hatte der "Ausbruch" aber auch viel mit der Arbeitssituation zu tun.

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