Ich bin auf der Suche nach einem Christentum (oder etwas Ähnlichem), das ohne die Singularität Jesu auskommt. Habt Ihr Literaturtipps?

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11 Antworten

Es gibt auch andere Jesus-Verständnisse, die Dir vermutlich mehr liegen. Dies in Verbindung mit Mystik wird am besten durch Meister Eckhart repräsentiert:

http://www.marschler.at/eckhart-landauer/meister-eckhart-mystische-schriften.pdf

Darüber hinaus würde ich Dir die Bücher ...

Die Wolke des Nichtwissens (siehe auch Wikipedia),

Theologia Deutsch (super) - gibt's auch im Netz

Von den Namen zum Unnennbaren, von Dionysos Areopagita, und

Predigten, von Johannes Tauler

empfehlen. Alle die genannten Bücher befassen sich mit christlicher Mystik oder christlicher Kontemplation oder beidem. - Ach und google mal Meister Eckhart und Johannes Tauler, falls Du sie nicht schon kennst.

Gronkor 02.01.2017, 10:20

Meister Eckhart kenne ich bereits sehr gut, und auch von Tauler habe ich ein paar Sachen gelesen. Die Wolke habe ich auch schon gelesen, und sie hat mir sehr zugesagt. Den (Pseudo-)Dionysius habe ich mir auch mal vor einer Weile zu Gemüte geführt, konnte damit aber nicht so richtig was anfangen. Vielleicht sollte ich ihm noch mal eine Chance geben - manchmal liest man sowas nach ein paar Jahren ja ganz anders.

Die Theologia Deutsch kenne ich noch nicht, bin aber bereits häufiger über sie gestolpert. Vielleicht sollte ich sie mir mal besorgen. Danke, dass Du mich noch mal daran erinnerst.

Ich hatte zwar eher an moderne Autor-inn-en gedacht, aber natürlich sind prinzipiell auch Texte aus der Antike oder dem Mittelalter willkommen.

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Raubkatze45 02.01.2017, 18:14
@NewKemroy

"Die Wolke des Nichtwissen" und ebenso die Werke von Peter Dyckhoff bekennen Jesus Christus, wie das Christentum ihn verkündet und als  einzigen Weg der Wahrheit - nichts anderes bekennen scholastische Mystiker. Genau das wird aber vom Fragesteller abgelehnt. Da frage ich mich, wie einem etwas zusagen kann, was man ablehnt.

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NewKemroy 02.01.2017, 20:49
@Raubkatze45

Na, da bin ich mir nicht so ganz sicher, ob die genannten Werke mit dem christlichen Glauben im Detail ganz exakt zur Deckung zu bringen sind. Und in eben diesen (vermuteten) kleinen Unterschieden ahne ich einen Korridor durch den Gronkor auch in der Lage wäre sozusagen Hand in Hand mit Jesus zu gehen.

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Gronkor 02.01.2017, 23:02
@NewKemroy

Genau. Ich lehne ja nicht pauschal das Christentum ab.

Mit den von NewKemroy genannten Werken und Autoren, die ich gelesen habe, komme ich bestens klar.

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Gronkor 06.01.2017, 11:02
@NewKemroy

@NewKemroy: Habe das gerade nochmal gelesen und gemerkt, dass ich etwas falsch verstanden habe. Du sagst ja gerade, dass meine Ideen NICHT dem christlichen Glauben entsprechen. Das finde ich interessant. Wer definiert denn, was noch christlich ist - und was nicht?

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NewKemroy 06.01.2017, 16:34
@Gronkor

Das habe ich oben unzulänglich gesagt. Ich meinte auf jedenfall, dass die alten mystischen Texte und seien sie auch von Kirchenvätern sich dem Inhalt nach nicht so in unserer heutigen christlichen Lehre und Praxis wiederfinden.

Bestes Beispiel Johannes Tauler sagt in Predigt 15a, dass das äußere Gebet (Gebet mit Worten und Sätzen) nicht viel wert sei im Vergleich mit dem innerlichen Gebet und dass man wenn die Ausübung des Gebetes mit Worten einen daran hindert das innerliche Gebet zu praktizieren, so solle man das äußere Gebet kühnlich fahren lassen.

Diese "beinahe Schmähung" dessen was wir normalerweise unter Beten verstehen ist eigentlich mit dem heutigen Verständnis der christlichen Lehre und Praxis unvereinbar. Tauler erhöht hier die christliche Kontemplation dermaßen und erniedrigt das einfache Gebet mit Worten, dass heutige Kirchenvertreter dies zurückweisen müssten.

Die Definitionen finden sich im Katechismus (Buch). Und da gibt es Leute, die den festlegen, aber frag mich nicht wie die jetzt genau heißen.

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Ich bin selbst gläubig und verstehe nicht, warum du etwas gegen Jesus hast... Wenn du dich für das Christentum interessiert, Jesus aber "aus dem Weg gehen möchtest" solltest du dir eine andere Religion suchen. Denn das Christentum baut auf Jesus auf. Er ist das Licht, die Wahrheit und das Leben ;) [Erklärung warum Christentum= Jesus] Damals gab es ein Zeichen bei den alten Römern, dass ein Feldherr benutzt hatte. Ein x und ein c = chri xo (weiss es nicht mehr ganz genau) = auf Griechisch christos~  = christus und daher Christentum (Christus wird auch oft in den alten Übersetzungen als Jesus benutzt.

Gronkor 01.01.2017, 23:29

Ich habe nichts gegen Jesus und möchte ihm auch nicht aus dem Weg gehen. Im Gegenteil: ich halte seine Lehre für gut und wertvoll.

Mich stört nur, wenn so getan wird, als sein er ein qualitativ anderer Mensch als alle Anderen gewesen.

Er mag ja "Licht, Wahrheit und Leben" gewesen sein. Aber warum denn nur er? Warum wird von vornherein ausgeschlossen, dass es auch andere Menschen geben könnte, die genau so gottverwirklicht sind oder waren?

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comhb3mpqy 02.01.2017, 00:22
@Gronkor

Jesus hat keine Sünde begangen - andere Menschen haben aber Sünden begangen.

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Gronkor 02.01.2017, 09:59
@comhb3mpqy

Das glaube ich zum Beispiel nicht. Wie sollte es für einen Menschen möglich sein, absolut fehlerfrei zu sein?

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MrIgotaquestion 02.01.2017, 06:59

Jesus ist der Sohn Gottes. Gott macht keine Fehler, daher sein Sohn auch nicht. Jesus wurde in einem irdischen Leib bei und gebohren, un später unsere Sünden am Kreuz mitzunehmen. (Sorry wenn ich dich vorhin falsch verstanden habe)

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Gronkor 02.01.2017, 10:02
@MrIgotaquestion

Ich kenne diesen Sermon nur zu gut - kann ihm aber leider nicht mehr folgen. Du verherrlichst doch ein Menschenopfer - von mir aus eins, in dem Gott sich selbst geopfert wird, um sich zu besänftigen. Ein ganz ganz merkwürdiges Konstrukt meiner Ansicht nach.

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Es gibt die Unitarier und Universalisten, aber auch die Quäker, die das vermutlich auch so sehen wie du. Ich vermute, die drei genannten Gruppen könnten für dich sehr Interessant sein! ;)

https://quaeker.org
http://unitarier.at/
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Unitarian_Universalist_Association
http://www.uubasel.org/
http://unitarier.at

Es gibt aber auch noch die Freireligiöse Bewegung, dir generell alle Dogmen ablehnt. ;)
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Freireligi%C3%B6se_Bewegung

Gronkor 02.01.2017, 10:58

Bei den Unitariern bin ich schon mal gewesen - das war ganz interessant. Ausgehend von Deinem Link habe ich festgestellt, dass es nicht weit von hier auch eine Quäker-Gruppe gibt. Vielleicht nehme ich da mal Kontakt auf - die HP ist für mich auf jeden Fall sehr interessant.

Vielen Dank für die Links schonmal!

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Nach allem, was du schreibst, habe ich verstanden:

Du hast ein mystisches Empfinden und Sehnsucht danach, näher zu Gott zu kommen, an den du glaubst. Dabei soll dir  christliche Literatur helfen, weil du offenbar im Christentum am meisten verwirklicht siehst, wonach du suchst. Aber es könnten auch andere Religionen sein, wenn sie deinen Glaubensvorstellungen entgegenkommen.

Es gibt Literatur, die sich zwar christlich nennt, aber keine ist. Du willst das Wort Irrlehre nicht hören, aber es gibt kein besseres Wort für Lehren, die den Inhalten des christlichen Glaubens widersprechen. Dazu gehört auch Uta Reinke-Heinemann oder Eugen Drewermann.

Was du suchst, ist ein "freies" Christentum ohne alles, was dich daran stört. Danach willst du leben und Gott dienen. Du hast bestimmte Vorstellungen, wie es sein soll und auch, was es auf gar keinen Fall sein soll. Damit müsste dir auffallen, dass du als Suchender einen Gott suchst, der sich deinen Wünschen anpasst und dazu einen Gott, der ebenso begrenzt ist wie wir Menschen, denn offenbar traust du Ihm ja nichts Unmögliches zu. "Das kann nicht sein" und dann gehört es eben in den Bereich der Legenden.  Natürlich ist das dein Weg und niemand will dich daran hindern, den Lehren jener zu folgen, die bereits ihren christlichen Glauben für sich selbst umgeformt haben.

Das Christentum geht davon aus, dass Gott die Wahrheit ist und dass Er uns diese Wahrheit geoffenbart hat. Wer Christ sein will, kann also nur von einer Wahrheit überzeugt sein und wird nicht zugleich andere als wahr hinstellen können. Das Christentum hat somit  Absolutheitsanspruch, weil es auf Gottes Offenbarung aufbaut. Dazu gehört das Glaubensbekenntnis der gesamten Christenheit, wie es für alle verbindlich definiert wurde, um es von nichtchristlichem Gedankengut abzugrenzen. Auch wenn sich die Glaubensgemeinschaften der Reformation von der Kirche abwandten und so verschiedene Konfessionen entstanden sind, bleibt ihnen allen doch eine gemeinsame Wahrheit, die sie eint:

1. Der christliche Gott ist in drei Personen ein einziger

2. Jesus Christus ist als wesensgleicher Sohn des ewigen Vaters von gleicher ewiger Existenz und damit die 2. Person der Dreifaltigkeit. Er hat Menschennatur angenommen, um die Welt durch sein Liebeswerk mit Gott dem Vater zu versöhnen und um aus Liebe alles mit uns zu teilen, auch Leid und Tod. Seine Lehre ist göttliche Lehre, Er ist Erlöser der Welt, der kommende Richter der Lebenden und der Toten. Er ist nicht nur ein guter Mensch oder ein Prophet.

3. Als solcher ist Jesus Christus das, was er selbst von sich sagt: Weg, Wahrheit und Leben. Es kann keine andere Wahrheit, keinen anderen Weg geben, der zum Heil führt - auch wenn jene Menschen gerechtfertigt sind, die diesen Weg nicht kennen. Weil Jesus Christus aus natürlicher Herkunft nicht verstanden werden kann, wurde er empfangen vom Hl. Geist und geboren aus der Jungfrau Maria.

Christen glauben also, dass bei Gott kein Ding unmöglich ist. Das kannst und willst du nicht, indem du  als Legende abtust, was du Gott nicht zutraust. Du hältst es für unmöglich, dass ein Mensch nicht sündigt. Jesus Christus ist ganz ohne Sünde -  weil er auch im Menschsein vollkommen war. Sonst hätte er wohl kaum anderen Menschen die Sünden vergeben können, was er nur kraft seiner göttlichen Natur vermochte.

Nach deinen Vorstellungen und Erwartungen bist du vom Christentum weit entfernt. Was du anstrebst, ist eine Religion ohne Wahrheitsanspruch mit Regeln für ein allgemeines Gutmenschendenken.

Gronkor 03.01.2017, 11:18

Also Danke erst mal für die Nennung von Drewermann - das nehme ich mal als guten Tipp.

Und die ganzen Glaubensdogmen, die Du aufführst, erkenne ich wie gesagt nicht an. Es gab doch in der Geschichte des Christentums x Strömungen, Kirchen und Bewegungen, die dazu andere Positionen hatten als die, die Du als "christlich" benennst. Warum soll denn ausgerechnet Dein Verständnis vom Wesen der Dreifaltigkeit, der Natur und Ausschließlichkeit Jesu, sowie von seinen Wundern oder seiner Sündlosigkeit das einzig richtige sein?

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Es dürfte schwer sein, eine christliche Lehre ohne Jesus Christus aufzustöbern.

Vielleicht hilft dir aber Joh. 1, 12 da etwas weiter. Zwar ist auch da Jesus (wie) der Einziggeborene aus Gott, seine Jünger erhalten aber die Macht, Kinder des Gottes zu werden.

Falls Du Griechisch gelernt hast, übersetze dir mal selbst den ganzen Johannesprolog. Ich glaube, Du wirst staunen. (Vor allem hast Du was zu knacken :-)

Gronkor 03.01.2017, 11:10

Griechisch kann ich leider so gut wie gar nicht. Ich kann gerade einmal mit Mühe das Alphabet entziffern.

Die Evangelien lese ich immer mal wieder und mir fallen jedes Mal neue Sachen auf. Bei der letzten Lektüre des Johannesevangeliums ist mir zum Beispiel aufgefallen, wie unglaublich schlecht "die Juden" dabei wegkommen.

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Wurzelstock 03.01.2017, 22:28
@Gronkor

Schade, dass Du kein Griechisch kannst. Es gibt keine korrekte deutsche Übersetzung des Johannesprologs, das liegt an linguistischen Problemen. Der Bezug zur Genesis, den der Evangelist darin herstellt, geht völlig unter - bereits bei der Übersetzung ins Lateinische. Im Schöpfungsbericht war mir an einer Stelle die Frage nach dem grundsätzlichen göttlichen Funken im Menschen schon vorher aufgetaucht. (Gen. 2, 7.) Darauf nimmt Johannes vermutlich Bezug: "In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen"

Den Jahrhunderte dauernden Zoff mit den jüdischen Theologen kann man auch positiv sehen: Er führte nicht nur zur gegenseitigen Aus- und Abgrenzung, sondern bei beiden Religionen auch zur Fokussierung auf das Wesentliche. Deshalb kann man aber nicht sagen, dass "die Juden" bei ihm schlecht wegkommen. Er war selbst Jude, und alle anderen Gefährten Jesu waren es auch. Außerhalb des Judentums wurde ohnehin kein Unterschied gemacht, worüber sich beide Seiten ausgiebig ärgerten.

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Gronkor 04.01.2017, 20:53
@Wurzelstock

Ich sagte nicht, dass sie bei Jesus schlecht wegkommen - sondern im Johannesevangelium.

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Naja...
Es ist liegt ja schon Begriff Christentum.
Den Christus ist Jesus und somit ist Jesus ausschließlich sinngebend für den Christ.
Daher gibt es keine Alternative in diesen Kontext.
Ohne Jesus als Dreh und Angelpunkt zu sehen geht es auch. Es gibt sogar gut bezahlte Stellen und mit manigfaltigen Sonderrechten. Allerdings ist das leben diesseits wahrscheinlich nicht sehr lang. Was aber für einen Gläubigen mit austauschbaren Definition wohl eher kein Problem ist.

Gronkor 01.01.2017, 23:32

Tut mir Leid, aber ich verstehe überhaupt nicht, was Du mir sagen möchtest.

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blueseenInvest 02.01.2017, 17:03

ja wenn man ein christum ohne jesus im zentrum haben will, so die frage es vermuten lässt

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blueseenInvest 02.01.2017, 23:07

Ja, weul nur diese ihn nicht Respektieren. Da selbst ein guter Moslem Jesus nicht leugnet.

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Nun, da denke ich gibt es ein anders Problem, das vorher geklärt werden muß:

JESUS ist GOTTES SOHN. Gemäß biblischer Lehre hatte er ein vormenschliches Dasein. Allein deshalb hat er eine Alleinstellung. Und ER hat sein Leben für Menschen geopfert - ungefähr so, würde eine Geisel sein/ihr Leben zugunsten aller anderen Geiseln "opfern". Daran ist sicher nichts auszusetzen, da Jesus aber für ALLE Menschen gestorben ist, ist AUCH DAS ein Alleinstellungsmerkmal für Jesus.

Dann wäre da noch die jungfräuliche Geburt Jesu durch Maria. Könnte auch ein Problem sein.....

Sofern Du diese beiden - sagen wir mal ASPEKTE - der christlichen Religion nicht akzeptieren kann, dann dürfte es schwierig werden, Christ zu sein.

Da hilft dann auch keine Literatur, schon gar nicht solche, die Irrlehren über Jesus fördert.....

Gronkor 02.01.2017, 11:05

Du kannst es noch so groß schreiben: ich glaube trotzdem weder daran, dass Jesus auf eine Art Gottes Sohn war, wie wir das alle nicht sein können - noch, dass sein Tod ein Menschenopfer zur Besänftigung Gottes war - und schon gar nicht, dass er ohne irdischen Vater geboren wurde. Das alles gehört für mich ins Reich der Legenden, die allenfalls auf eine metaphorische Weise etwas Lehrreiches beinhalten können.

Du kannst mich jetzt gerne einen Häretiker schimpfen - für mich ist das eher eine Ehre als eine Beleidigung. "Irrlehren", wenn ich das schon lese ...

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gromio 02.01.2017, 11:28
@Gronkor

Immer cool bleiben....

Häretiker , wird der Begriff heute noch verwendet?

Nochmal zum Opfertod - da verstehst Du etwas falsch. Nicht zur Besänftigung Gottes, sondern zum Wohl der Menschen - siehe Geisel-Beispiel.

Und: Meine Antwort ist eine auf Deine Frage: Christentum OHNE Anerkennung des Christus gibt es nicht.

Du darfst aber glauben, was Du willst.......und suchen, was Du willst.

cheerio

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anniegirl80 02.01.2017, 16:00
@Gronkor

Menschwerdung Gottes in der Person Jesus Christus und sein Opfertod sind Tatsachen, ob du nun dran glaubst oder nicht. Und es sind die Kernpunkte des Christentums.

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gromio 02.01.2017, 17:08
@anniegirl80

-der zweite Teil Deiner Ausführung stimmt, der erste nicht: Nicht GOTT selbst wurde Mensch, sondern sein SOHN.......Jesus genannt.

Matthäus 16

13 Als er nun in die Gegenden von Cäsarẹa Philịppi gekommen war, fragte Jesus seine Jünger dann: „Was sagen die Menschen, wer der Menschensohn sei?“+ 14 Sie sprachen: „Einige sagen: Johạnnes der Täufer,+ andere: Elịa,+ noch andere: Jeremia oder einer der Propheten.“ 15 Er sprach zu ihnen: „Ihr aber, was sagt ihr, wer ich sei?“+ 16 Sịmon Petrus gab zur Antwort: „Du bist der Christus,+ der Sohn des lebendigen Gottes.“+ 17 Jesus erwiderte ihm und sprach: „Glücklich bist du, Sịmon, Sohn des Jona*, weil nicht Fleisch und Blut [es] dir geoffenbart haben, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.+

Der Vater ist in den Himmel, während er auf der Erde bei seinen Jüngern war.

cheerio

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Bodesurry 02.01.2017, 17:49
@Gronkor

Was Du suchst Gronkor ist ein Religionsgebastel. Wo willst Du da die Trennlinie ziehen.

Tatsache ist, aus meiner Sicht, dass wenn Du Jesus zu einem besonders sozialen Menschen machst und alles darüber streichst, dass Du dann das Fundament des christlichen Glaubens verwirfst. 

Dann würde ich Dir eher empfehlen, das Heil in einer anderen Religion zu suchen oder eine eigene Glaubensrichtung zu gründen. Ich meine das nicht ironisch und möchte auch Deine Glaubensvorstellung nicht ins Lächerliche ziehen. Nur Christentum ohne Karfreitag und Jesus als Gottes Sohn ist eine Hülle ohne Inhalt. 

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Raubkatze45 02.01.2017, 18:05
@Bodesurry

Gromio: Deine Rede ist nur dann verständlich, wenn du nicht an den dreifaltigen Gott glaubst. Da du das selbst in deinen vielfachen Aussagen bestätigst, magst du dich gottgläubig nennen, ein Christ jedenfalls bist du nicht - ebenso wenig wie die ZJ. 

Grundlage des Christentums ist immer noch die Menschwerdung Gottes in Jesus Christus und die Glaubenswahrheit, dass Jesus Christus wahrer Gott und Mensch zugleich ist und mit seiner göttlichen Natur wesensgleich mit dem ewigen Vater ist. Damit ist er die  2. göttliche Person der Dreifaltigkeit und nicht ein adoptierter und erschaffener  Sohn Gottes.

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gromio 02.01.2017, 19:04
@Raubkatze45

@Raubkatze: DU vertrittst DEINE Ansicht , ich meine , ok?

BIBLISCH begründet ist die Dreifaltigkeit nicht, aber ich denke das weißt Du selbst.

Cheerio

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Gronkor 02.01.2017, 22:59
@gromio

@Gromio: Wer ist in Deiner Geisel-Metapher eigentlich der Geiselnehmer?

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Gronkor 03.01.2017, 11:25
@gromio

Da haben wir also endlich den Schuldigen!

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Gronkor 06.01.2017, 10:56
@Bodesurry

@Bodesurry: Ich "mache" Jesus nicht nur zu einem besonders sozialen, sondern vor allem zu einem besonders gottverwirklichten Menschen. Ich sage lediglich, dass er damit nicht der Einzige ist/war.

Von mir aus kann die Bezeichnung "Gottes Sohn" gerne bestehen bleiben. Das war ja sogar ursprünglich eine Ehrenbezeichnung, die nicht ausschließlich für einen Menschen verwendet wurde. Und Gottes Kinder sind wir doch irgendwie alle.

Wie Du Deine Empfehlung meinst, müsstest Du mir jetzt noch erklären. Meinst Du, wenn ich die Singularität Jesu verwerfe, darf ich auch nichts anderes am Christentum für wahr halten? Dann darf ich nie wieder in eine Kirche gehen? Keine christliche Literatur mehr lesen? Oder was meinst Du genau?

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gromio 02.01.2017, 23:00

Ich😉😆😆

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savedbygod 11.01.2017, 19:24
@gromio

In den ersten Kapiteln der Bibel, welche die Grundlage des Christentums ist, wird bereits auf Jesus hingewiesen: "und er wird der Schlange(dem Satan) den Kopf zertreten" dies ist am Kreuz passiert. Nun können alle Personen zu Gott kommen wenn sie seinen Sohn annerkennen. Die gesamte Bibel dreht sich um Jesus da ist es einfach unmöglich ihn aussenvor zu lassen.

In 1 Johannes 5,12 steht: "Wer den Sohn hat, hat das leben wer den Sohn nicht hat, der hat das Leben nicht" (nach Schlachter 2000)

Kurz: du bist für ewig verloren, wenn du an einen Gott glaubst aber nicht an jesus.

Ich bete für dich

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Gronkor 12.01.2017, 21:18
@savedbygod

Genesis 3:14-15: "Da sprach Gott der HERR zu der Schlange: Weil du das getan hast, seist du verflucht vor allem Vieh und allen Tieren auf dem Felde. Auf deinem Bauche sollst du kriechen und Staub fressen dein Leben lang. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau und zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen."

Stimmt: damit kann eigentlich nur die Kreuzigung Jesu gemeint sein. Eine andere Interpretation ist völlig undenkbar!

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Da liest du am besten die Botschaft Jesu in den Evangelien.
Da steht nix von Opfertod.
Und machst dir selbst Gedanken statt dir die von Anderen an zu lesen


Gronkor 02.01.2017, 11:10

Die Evangelien habe ich natürlich bereits gelesen. Du meinst wahrscheinlich vor allem die Synoptiker (Matthäus, Markus, Lukas). Und ich würde eben gerne Literatur lesen, die darauf aufbaut und diese Gedanken auf eine andere Weise weiterführt als mit diesem ewig gleichen "Jesus starb für unser aller Sünden, wenn wir nur daran glauben".

Ich kann doch nicht immer nur die selben drei Texte lesen - die sich zudem noch in weiten Teilen gleichen ...

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Viktor1 02.01.2017, 12:41
@Gronkor
Ich kann doch nicht immer nur die selben drei 
Texte lesen - die sich zudem noch in weiten
Teilen gleichen

Wie ich dich verstehe, möchtest du noch mehr "Texte" reinziehen, in der Hoffnung, daß dich dies vom Christentum überzeugt.
Das wird nix. Die "Wahrheit" (Erkenntnis) ist nur in den Evangelien, der Botschaft Jesu zu finden, mehr gibt es nicht.
Alle anderen haben ihre "Erkenntnisse" (Meinungen ?) auch daher oder aber durch die (interpretierten) Schriften der Apostel oder von anderen. (Kirchenlehrern usw.).
Auf welche Weise willst du "diese Gedanken" (welche auch immer) weiter führen ? (oder von andern führen lassen ??)
Hast du nicht erkannt (wenn du die Schriften nicht nur gelesen sonder deren Botschaft verinnerlicht hast) daß die "Wahrheit" dieser Botschaft  nicht in dem Geschwafel vieler Aussagen und Kommentare liegt sondern sie immer wieder (auch in Gleichnissen u.der "Bergpredigt") von Jesus auf den (nachvollziehbaren !) Punkt gebracht wird welcher  z.Bsp. in Mt.7,12   22,37-40 oder auch 25,31-46 (was ist heilsnotwendig !) verdeutlicht wird.
Du willst diesen "Punkt" nicht akzeptieren, ist dir zu einfach.
Du willst auf Nebenschauplätzen grasen wo alle Wichtigtuer sich austoben, welche meinen die Botschaft Jesu verbessern oder ergänzen zu müssen.
Trau dir einfach selbst zu, die Wahrheit (Erkenntnis) zu verinnerlichen. Du hast alles "schriftliche" dazu vorliegen, jetzt mußt du dich nur noch selbst in Wahrheit dazu einbringen (willst du das ?)
ohne andere zu bemühen.

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Gronkor 03.01.2017, 11:29
@Viktor1

Also ich habe die Evangelien ausgiebig und oft gelesen - sowohl die vier kanonischen, als auch eine Reihe von apokryphen Evangelien.

Wenn ich nach dem gehe, was Du schreibst, kann ich ja jetzt mit dem Lesen generell aufhören, da ich alles weiß, was ich wissen muss. Bzw. wahrscheinlich hätte ich schon früher aufhören und die Apokryphen gar nicht erst anfassen sollen ...

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Viktor1 03.01.2017, 19:15
@Gronkor
kann ich ja jetzt mit dem Lesen generell 
aufhören, da ich alles weiß,

so wird es sein, du hast gelesen und willst weiter lesen.
Hast du die Botschaft Jesu überhaupt begriffen, welche sich wie ein "roter Faden" durch die Evangelien zieht ?
Wohl nicht - sonst hättest du die Frage nicht gestellt.
Lies mal schön weiter, was du so in die Hände bekommst, es nutzt wohl eh nix.

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Gronkor 04.01.2017, 20:45
@Viktor1

Nun, nach Deinen Definitionen habe ich wohl gar nichts verstanden. Wie Du schon schreibst, wäre ich sonst wohl zu anderen Schlüssen gekommen, als sie in meiner Frage anklingen.

Aber keine Sorge: ich werde die Evangelien wohl noch einige Male lesen - und jedes Mal neue Dinge missverstehen.

"Ich weiß, dass ich nichts weiß ..."

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Du sagst: "Gerade diese Theologie, die in meinen Augen ein Menschenopfer verherrlicht, ist mir besonders unangenehm."

Der Grund warum er gestorben ist ist der Punkt. Darauf folgte die Auferstehung die für Christen eine sehr wichtige Rolle spielt! 

"Ohne Jesu Opfertod und Auferstehung wären wir der Sünde und dem Tod ausgeliefert (Röm. 5:12; 6:23)."

Vielmehr ist es eine Menschenopfer-Verherrlichung ein 'Kreuz' zu tragen. Quasi das Hilfsmittel am Hals zu tragen, an dem Jesus gestorben ist. 

Ist es schön eine 'Waffe' als Halskette zu tragen, wenn ein geliebter Mensch dadurch gestorben ist???

:)))) 

Auf der Seite JW.org  findest du zu allem eine Bibel-belegte Antwort. 

1.Kor 15,14
14 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.

Gronkor 03.01.2017, 11:24

Das führt uns zu der Frage, was bei der "Auferstehung" damals wirklich passiert ist. Was glaubst Du, Nowka?

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nowka20 03.01.2017, 22:04
@Gronkor

der christusgott ist in seinem bis zur physischen verdichtung sichtbaren lebenskörper auferstanden.

deshalb hat ihn maria magdalena ja auch nicht erkannt.

sie durfte den christus auch nicht berühren, denn materie verunreinigt die lebenskräfte dieses immateriellen körpers.

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mir ist bgewußt, daß sich meine erkenntnis für GF wahnsinnig anhört., aber ich habe trotzdem auf deine frage geantwortet (aus dem fundus der geisteswissenschaft).

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Gronkor 04.01.2017, 10:34
@nowka20

Und glaubst Du auch, dass nur, wer das genau so glaubt, erlöst ist?

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nowka20 04.01.2017, 12:33
@Gronkor

nein, aber derjenige, der das weiß, hat eben kenntnis von den vorgängen:

-jesus ging durch die geschlossene tür und die jüner entsetzten sich

-jesus wurde von den jüngern beim gang nach emmaus nicht erkannt

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Gronkor 04.01.2017, 21:01
@nowka20

Dass Du keinen Alleinvertretungs- oder -erlösungsanspruch auf Deine Wahrheit hast, spricht für Dich.

Ansonsten klingt die Theorie über Jesu Auferstehungsleib für mich nach dem, was ich bei Rudolf Steiner gelesen habe. Liege ich richtig?

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Mit welchen Aussagen aus dem Bereich Buddhismus kannst du denn nichts anfangen ?

Gronkor 06.05.2017, 19:59

Ich glaube zum Beispiel nicht, dass alle Existenz letztlich nur leidvoll ist.

Außerdem möchte ich den Kreislauf des Daseins auch nicht beenden.

Die
Reinkarnationslehre sehe ich auch skeptisch - und vor allem bin ich
ganz grundsätzlich Theist. Klar: "Gott" ist nur ein Begriff - aber die
Realität, auf die er verweist, ist für mich ziemlich fundamental.

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