Ich bin auch gegen die Waffenpolitik der USA, aber haben in folgendem Punkt die Waffenbefürworter nicht absolut recht?

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5 Antworten

Ja, die Waffenbefürworter haben recht. Und du hast den Grund dafür auch schon benannt, Massenmörder suchen sich immer den Weg des geringsten Widerstandes und am liebsten damit halt Orte, in denen ein "No Guns Allowed" Schild bestätigt, dass sie dort die einzigen Bewaffneten sind. 

Sonst (jaja, ich bin einer der Waffenbefürworter, ich gebs ja zu), ich seh nicht, was es an der Waffenpolitik der USA zu verbessern gibt. Kriminalität erhöht sich nicht durch lockere Waffengesetze und Mass Shootings gibt es auch nicht wegen Waffen, sondern aufgrund einer Kombination von blutrünstiger Presse und Politik, die jeden Massenmörder zum Märtyrer für scharfe Waffengesetze macht, und einer Generation mit ziemlich vielen Persönlichkeitsgestörten, die Berühmt werden wollen.

Gaskutscher 02.07.2016, 23:58

http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_76614724/schusswaffentote-in-den-usa-der-krieg-vor-der-haustuer.html

http://www.stern.de/politik/ausland/grafik-zum-waffenbesitz-viele-waffen---viele-tote--meistens--3890280.html

Beides vermutlich für dich nicht zitierwürdige da unzuverlässige Quellen?  ;)

Deine Überzeugung: »Man kann auch vom Blitz getroffen werden - daher pinkle ich immer gegen Weidezäune. Wenn es so kommen muss, dann ist es eben so.«

Wenn eine Gesellschaft das Recht haben will immer und überall Waffen tragen zu müssen (AR 15 beispielsweise, super handlich und stört auch nicht beim Inlineskaten :D ), werden auch Konflikte damit gelöst. "Spontaner Zugriff" nennt sich das dann.

Warum ich da definitiv anders denke als du? Weil ich davon indirekt betroffen bin. Einer der Vorgänger in meinem Beruf wurde - in Deutschland - von einem Amokläufer erschossen. Mit einer Waffe aus dem Besitz seines Vaters. Was würde wohl passieren wenn jeder mit so einer Waffe herumlaufen könnte?

Deine Argumentation: Nichts, denn dann wäre sicher keiner erschossen werden weil ja Abschreckung herrscht.

Sehe ich anders. Meine Sichtweise wird sich auch nicht mehr ändern. Deine aber vermutlich auch nicht mehr. Mein Fazit daher: Zum Glück ist der Atlantik zwischen uns und den USA mit ihren liberalen Waffengesetzen.

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Galgenvogel1993 03.07.2016, 00:12
@Gaskutscher

Nein, die Quellen sind in Ordnung, ich bin soger überrascht, dass T-Online tatsächlich mal angibt, dass sie Suizide in die Anzahl der Schusswaffentoten mit einrechnen. Dass sie das dann mit den Toten US-Soldaten des 2.WK vergleichen ist dennoch unehrlich. Das war Krieg und von denen hat sich auch keiner ausgesucht zu sterben.

Auch ist unehrlich zu behaupten die Schusswaffentoten in den den USA seiem dem privatem Waffenbesitz zu verdanken. Laut dem Small Arms Survey Bericht "Elusive Arsenals - Gang and Group Firearms" hat die USA die doppelte pro-Kopf Anzahl von Gangmitgliedern wie Europa and sogar mehr als Mexiko (das trotz scharfer Waffengesetze die 4-Fache Mordrate hat). Diese Zustände mit Europa zu vergleichen um gegen Schusswaffenbesitz zu argumentieren ist lächerlich. Es gibt keine Korrelation zwischen Waffenverfügbarkeit und Kriminalitätsraten. Unsere Nachbarländer Österreich, Schweiz und Tschechien machen das vor. Dort ist auch der "Spontanzugriff" kein Problem und das hier in Deutschland der Spontanzugriff nicht gegeben ist, ist ebenfalls falsch, wenn man bedenkt, dass wir mindestens 20 Millionen illegale Waffen im Land haben. 

Wäre der ein Problem, müssten auch die lizensierten Waffenträger in den USA häufig straffällig werden, tatsächlich sind diese aber 5 mal weniger an Gewaltverbrechen beteiligt als die Durchschnittsbevölkerung, das kann man z.B. im Texas Department of Public Safety einsehen:

http://txdps.state.tx.us/rsd/chl/reports/convrates.htm

Mir tut es um deinen Vorgänger leid. Aber man kann einen Einzelfall nicht einfach mal zur Regel machen. Nur weil eine Privatwaffe missbraucht wurde, heißt das nicht, dass alle, oder auch nur die Mehrheit davon missbraucht wird (als das BKA das letzte mal nach legalen und illegalen Waffen unterschieden hat, wurden Legalwaffen bei ca. 3-5% der Schusswaffenmorde verwendet).

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DavidMiller2016 03.07.2016, 02:45

Wo leben hier manche eigentlich? Waffen an der Schule zulassen? Die
Schulen werden meistens durch Sicherheitsbeamte mit Waffen bewacht,
soviel mal zu dem Thema. Waffengesetze bringen gar nichts, wenn es in
den Ghettos trotzdem noch Waffen gibt.

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Hallo

Mir ist es bewusst, dass es viele Leute gibt, die mit mir nicht einverstanden sind, aber:

England hat in Europa das strengste Waffengesetz. England hat aber auch die meisten Schusswaffentoten in Europa. Dies ist einfach erklärbar, alle Gauner und Gangster haben ja so quasi das Monopol auf Schusswaffen.

Mit einer (illegalen) Pistole hat der Räuber die Sicherheit, auch jedem Bobby überlegen zu sein. Schön für seinen Berufsstand!

In der USA hat der Staat New York ein sehr strenges Waffenrecht und dafür die meisten Schusswaffen-Verbrechen in den USA. Begründung siehe oben.

Nun die letzte Szene: Hätte sich der Massenmörder Brevik in Norwegen nur einem einzigen Studenten mit einer Waffe erwehren müssen, könnten heute viele Opfer noch leben. Brevik hatte aber keinen Widerstand zu befürchten, er hatte niemand abzuwehren und konnte ungehindert eine Stunde jagen Menschen jagen.

Merke, es ist nie die Schusswaffe, die tötet, es ist der Mensch der diese "Maschine" missbraucht.

Schönen Abend allen! 

Galgenvogel1993 02.07.2016, 23:14

Kleine Korrektur, England hat mit Sicherheit nicht die meisten Schusswaffentoten in Europa. Laut Wikipedia für "Firearm Related Death-Rate" ist das Land mit den meisten Pro-Kopf Schusswaffenmorden Zypern, danach kommt Italien und Belgien. UK ist ziemlich weit am Ende. Richtig ist dennoch, dass Englands Waffengesetze nach hinten losgegangen sind, denn direkt nach dem Verbot stieg die Rate der Schusswaffenmorde für 7 Jahre an....

https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_countries_by_firearm-related_death_rate

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Namenlos002 03.07.2016, 11:20
@Galgenvogel1993

Na ja, weder in Italien und Belgien sind die Waffengesetze wirklich liberal, und in Zypern erst recht nicht...

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99 % der Argumente gegen die Abschaffung der Waffen in den USA stammen von der Waffenlobbie. Sie scheuen sich auch nicht die Statistiken zu fälschen um ihre Geschäfte zu schützen. Leider nehmen sie auch Einfluss auf die Berichterstattung.

Es hat sich rausgestellt, dass wenn Bewaffnete erwiesenermaßen Unbewaffnete vor sich haben, sie seltener bis zum Äußersten gehen. Somit glaube ich nicht, dass die Gunfreezonen der Grund der Massaker sind. Das ist eine vorgeschobene Behauptung von Interessengruppen. Im Gegenteil, Täter nehmen weniger gefährliche Waffen mit, wenn sie weniger stark bewaffnete Gegner vermuten. Ihr Ziel ist ja nur der Stärkere zu sein, nicht Mord. Mord wird verstärkt eingesetzt, wenn die Todesstrafe droht, um dieser zu entgehen.

Galgenvogel1993 02.07.2016, 23:02

Das letzte mal als ich auf einer Seite der "Waffenlobby" war, haben sie Rohdaten vom CDC und vom FBI zitiert. Von Statistikfälschung keine Spur, aber wenn du eine Bemerkt hast kannst du die mir auch gerne zeigen.



Es hat sich rausgestellt, dass wenn Bewaffnete erwiesenermaßen Unbewaffnete vor sich haben, sie seltener bis zum Äußersten gehen.

Um einen Beweis hierfür will ich dich auch bitten. Der amerikanische National Research Council fand nämlich heraus, dass Verbrechensopfer, die mit Schusswaffen bewaffnet sind und diese einsetzen das geringste Risiko für Verletzungen und Eigentumsverlust haben, auch Verglichen mit Widerstandslosigkeit (von der ja mitlerweilse generell abgeraten wird). 

Und was denn eine "weniger gefährliche Waffe" ist, will ich auch wissen. Für ein unbewaffnetes Opfer ist nämlich ein Messer genauso gefährlich wie eine Pistole und Messer werden generell schneller eingesetzt.


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Nein Gun Free Zones bildet ein Schritt in die richtige Richtung. Aber da es hunderte millionen Waffen in der USA gibt werde ich 90 sein und dort hätte sich nichts geändert. Die Ammis sind total nationalistisch und patriotisch erzogen und da die gesamtem Geschichte Amerikas nur aus Blut und Unterdrückung besteht und dies indirekt von Generation zu Generation weitergegeben wird ist das ein hoffnungsloser Fall

Gaskutscher 02.07.2016, 23:48

Sie haben vermutlich noch immer Angst vor den bösen Rotröcken da die Franzosen ihnen nicht mehr beistehen können? :D

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Ernst gemeinte Gegenfrage: Also sollte man in Kindergärten und Grundschulen Schnellfeuergewehre zulassen?

DerGuteAlteBud 02.07.2016, 18:09

Ja, komplett abschaffen wie gesagt. Das heißt ja nicht, dass dort die Kindergartenkinder mit Schnellfeuergewehren rumrennen.

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Gaskutscher 02.07.2016, 18:12
@DerGuteAlteBud

Aber sie wären u.U. im Zugriff auf die Waffen. Beziehungsweise die Eltern schleppen entsprechende Waffen mit rein wenn sie ihre Schützlinge (bewusst dreifach-deutig) abholen wollen.

Der GFSZA von 1990 macht durchaus Sinn.

Im Kontext dazu:

http://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/usa--zweijaehriger-erschiesst-bei-autofahrt-seine-mutter-6818232.html

Pro waffenfrei: »Ein Beispiel dafür, dass Waffen verboten gehören!«

Contra waffenfrei: »Ein Beispiel dafür, dass Kinder so früh wie möglich den korrekten Umgang mit Waffen lernen müssen!«

Gesunder Menschenverstand: »Wieso liegt eine geladene und entsicherte Waffe in Reichweite von einem Zweijährigen bei einer Autofahrt?«

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Galgenvogel1993 02.07.2016, 23:05

Niemand redet von Schnellfeuergewehren im Kindergarten. Gehts auch ohne Strohmänner?

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Gaskutscher 02.07.2016, 23:42
@Galgenvogel1993

Nun ja...

Openly carrying a firearm is a "visual deterrent" to violence, Reiley said.


"There's a saying, 'The only thing that can stop a bad guy with a gun is a good guy with a gun.' Well, I believe it," he said.

Quelle: https://www.victoriaadvocate.com/news/2014/mar/30/open_carry_march_ss_033114_236205/

Nicht nur in Texas herrscht in gewissen Kreisen die Meinung vor, dass man sich mindestens so gut ausrüsten muss wie ein "bad guy with a gun". Halbautomatik und Vollautomatik gehören dann  zum Alltag dazu wie McDonalds und Übergewicht (schön dargestellt im Beitrag :D ).

Warum ich Kindergarten und Grundschule anspreche? Sandy Hook, 2012. Sollte ja noch in Erinnerung sein?

Damit man sich vor "bad guys with a gun" schützen kann, muss man seine AR 15 mit in Schule und Kindergarten bringen - ist doch logisch, oder? Darum soll - so auch diverse Forderungen - GFSZA nicht mehr angewendet werden.

_____

Das das Problem deutlich vielschichtiger ist hat der Fragesteller ja schon erklärt. Passend hierzu:

https://www.youtube.com/watch?v=BKGZnB41_e4

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Galgenvogel1993 03.07.2016, 00:21
@Gaskutscher

Vollautomatische Waffen gehören nirgendwo in den USA zum Alltag, die sind seid 1987 verboten und nur noch Waffen dieser Art die vor diesem Jahr hergestellt worden sind dürfen gekauft werden. Meist für mehrere 10.000 Dollar.

Und bei Sandy Hook hat das "Gun Free Zone" Schild eben niemanden davon abgehalten, in der Schule ein Massaker anzurichten. Deshalb gibt es ja Initiativen bewaffnete Security und Lehrer zu haben. Von Ar-15 hab ich da noch keinen reden hören, aber wieso nicht?`

Und ja, die Polizei in den USA wird wohl bei einem offen tragendem Schwarzen schärfer reagieren. Schwarze begehen laut FBI 50% der Morde in den USA obwohl sie nur 13% der Bevölkerung stellen. Ich heiße es nicht gut, dass manche Polizisten wohl Vorurteile gegen Schwarze haben, aber man muss dieses Problem auch vollständig sehen.

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