ich bin angemeldet auf 250 Euro brutto, zahle sämtliche Sozialabgaben. Wieviel kann ich monatlich noch per 450-Basis dazuverdienen?

3 Antworten

Vorweg

(Mehrwertsteuer = Umsatzsteuer)

Du kannst Dich als Kleinunternehmer von der Umsatzsteuer befreien bei einem voraussichtlichen Jahrsumsatz von maximal 50.000 Euro. (Finanzamt fragen)

Das hat mit Deinem sonstigen Einkommen und Versicherungen nichts zu tun.  Im Gegenzug kannst Du bei Deiner Steuererklärung keine Vorsteuer abziehen (also die Mehrwertssteuer, die du bei Deinen Einkäufen bezahlst, z.B. der Handwerker beim Kauf eines Sack Zement)

Unabhängig von allem musst Du Dein Einkommen Job / plus Kleinunternehmen in einer Einkommessteuererklärung darlegen und ggf. wird es dann besteuert. (bei Deinem Einkommen wohl nicht so viel)

Eine Versicherungspflicht, also Kranken, Rentenversicherung....etc. entsteht durch Deine Tätigkeit im Kleinunternehmen nicht.

Was mich wundert ist allerdings, wie Du in Deinem Mini Mini Job bei dem Bruttoeinkommen krankenversichert bist? Welcher Arbeitgeber macht das denn mit? Na ja, wenn es so ist, dann Glückwunsch, dann brauchst Du Dich nicht privat versichern.

Wenn ich die Frage lese kriege ich Kopfschmerzen.

  1. Umsatzsteuerpflichtig ist alles, für das keine Befreiung nach § 4 UStG vorliegt.
  2. Die Kleinunternehmerreglung nach § 19 Abs. 1 UStG ist KEINE Befreiung sondern eine Nicht-Erhebung. Im Gegenzug darfst du auch keine Vorsteuer abziehen. Das geht so lange die voraussichtlichen Umsätze des ersten Jahres (Achtung wir haben Juni, nicht Januar, es ist runterzurechnen) 17.500,- € nicht übersteigen.
  3. 450,- € Basis gibt es nur für abhängig Beschäftigte. Ein Gewerbe ist anzumelden sobald die Absicht besteht damit Gewinn zu erzielen. Die Einkünfte sind in jedem Fall in der Anlage G zur Einkommensteuererklärung zu erklären (Frist bis 31.05. des Folgejahres).
  4. Wenn du deinem Gewerbe mehr Geld entnimmst und hierauf mehr Zeit aufwendest als für deine Anstellung, dann wird die Krankenkasse dich nicht mehr länger als hauptberuflich angestellt einstufen (Pfichtversicherung), sondern als freiwilliges Mitglied. Damit wäre dein Arbeitgeber raus aus der Beitragszahlung und du zahlst alleine auf ALLE Einkünfte.
  5. Du hast weder von der Steuerthematik noch der Sozialversicherung Ahnung, dass dies gut gehen kann. Ein Steuerberater ist Pflicht für dich.

wenn ich monatlich 250 Euro brutto verdiene und krankenversichert etc. durch diesen Job bin

Durch einen Minijob bist du nicht krankenversichert und zahlst darüber auch keine SV-Beiträge.

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Umsatzsteuer fallen ja bis zur Grenze von 17.500 Euro weg. Aber wie wieviel Einkommensteuer muss beim obigen Beispiel gezahlt werden (wenn überhaupt). Und was hat es eigentlich mit dem Grundfreibetrag auf sich, denn bis dahin ist man ja auch von der Einkommensteuer befreit.

Bedeutet das, dass ich mir zusätzlich zu meinem Angestellteneinkommen bis zur Höhe des Grundfreibetrages dazuverdienen kann ohne Einkommenssteuer zu zahlen (sprich der Angestelltenlohn wir garnicht beachtet) oder wird jeder weitere Gewinn aus der Kleinunternehmer-Tätigkeit darauf summiert und letztlich von dieser Summe die Steuer fällig.

Ich hoffe ich konnte mich verständlich ausdrücken.

Vielen Dank schonmal für eure Antworten.

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