Mama ist Tod,was tun?

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Deine Mami  wird dich hören, wenn du ihr sagst, dass du sie lieb hast. Ganz bestimmt.

Du wirst sie nie verlieren, sie wird dich immer begleiten, im Herzen und bestimmt auch als Schutzengel. Deine Mami wird dich nämlich immer lieben.

Weine, schreie, egal, denn du bist sehr tapfer. Und weil du das bist, wirst du das schaffen.

Wenn du reden willst, darfst du mich kontaktieren.

Alles erdenklich Liebe <3

Empy

Wow. Sehr schön gesagt. Du bist ein Poet.

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Hallo xmiaxy,

es tut mir sehr sehr leid, dass Du Deine liebe Mama schon in so jungen Jahren verloren hast! Ich verlor meinen Papa, als ich noch ein Baby war (er war erst Anfang 30) und konnte ihn daher leider nie kennenlernen. Dennoch vermisse ich ihn, wie Du Dir sicher denken kannst.

In einer Situation, wie Du sie gerade durchmachst, merkt man, welch ein schrecklicher und grausamer Feind der Tod doch ist! Manchen geht es so, dass sie sich mit dem Geschehen gar nicht abfinden wollen, oder sie können nicht realisieren, was da eigentlich passiert ist. Viele empfinden, dass das Leben nun nicht mehr so ist, wie vorher. Nach dem Tod eines lieben Menschen beginnt ein langer Weg der Trauer. Die Frage ist, wie es einem gelingen kann, die Trauer gut zu verarbeiten.

Für viele gehört Weinen mit zur Trauer. Dass Tränen sinnvoll und nützlich sein können, bestätigen auch Psychologen. Gefühle hingegen zu unterdrücken, schadet mehr als es nützt. Wenn Dir also danach ist, zu weinen, dann lasse deinen Tränen einfach freien Lauf. Hinterher wirst Du sicher merken, dass es Dir wieder besser geht.

Es könnte jedoch auch sein, dass Gefühle der Wut in Dir aufsteigen. Das kann z. B. dann passieren, wenn jemand etwas Gedankenloses oder Falsches sagt. Oder man ist wütend auf den Toten, weil er einen im Stich gelassen hat. Auf keinen Fall wäre es richtig, diese Gefühle zu verdrängen. Es wäre hilfreich, wenn Du Dich einem guten Freund anvertraust, der Dir gut zuhört und in der Lage ist, auf Deine Gefühle richtig zu reagieren.

Falls Du an Gott glaubst, dann kann es Dich sehr erleichtern, wenn Du ihm im Gebet Dein Herz ausschüttest. Das mag dazu führen, dass sich Deine Gedanken und Gefühle wieder beruhigen, denn die Bibel verspricht: "Seid um nichts ängstlich besorgt, sondern lasst in allem durch Gebet und Flehen zusammen mit Danksagung eure Bitten bei Gott bekanntwerden; und der Frieden Gottes, der alles Denken übertrifft, wird euer Herz und eure Denkkraft durch Christus Jesus behüten." (Philipper 4:6, 7)

Ein großer Trost ist es, daran zu denken, dass Gott verheißen hat, die Toten eines Tages wieder aufzuerwecken. Von der künftigen Auferstehung sprach auch Jesus Christus, als er folgendes verhieß: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... einer Auferstehung des Lebens." (Johannes 5:28, 29) Damit ist nicht gemeint, dass wir unsere Angehörigen und Freunde eines Tages im Himmel wiedersehen werden. Die Bibel spricht von einer irdischen Auferstehung, bei der die Toten wieder einen Leib aus Fleisch und Blut erhalten, der dem gleicht, den sie vor Ihrem Tod hatten, allerdings ohne Krankheiten und Gebrechen. Wir werden die Verstorbenen also so sehen, wie wir sie gekannt haben. Kannst Du Dir vorstellen, wie unbeschreiblich groß die Freude sein wird, wenn diese Auferstehung stattfinden wird? Wie schön wird es dann sein, all die Lieben, die man bis dahin durch den Tod verloren hat, wieder in die Arme schließen zu können!

Der Tod ist heute zwar noch, wie eingangs gesagt, ein schrecklicher Feind, doch verheißt die Bibel, dass dieser Feind eines Tages "zunichte gemacht" werden wird, und zwar für immer (1. Korinther 15:26)! Ich wünsche Dir viel Kraft dabei, Deinen Schmerz und Deine Trauer nach und nach zu verarbeiten!

LG Philipp

Hi,

das mit deiner Mama tut mir sehr leid für dich.

Mit Sicherheit belastet es dich, dass du dich mit deiner Mama vor ihrem Tod noch gestritten hast. Doch das darfst du nicht überbewerten, weil Streit eigentlich ein verzweifelter "Meinungsaustausch" ist, um seine Meinung beim anderen durchzusetzten. Oftmals wird man dabei auch laut. Aber ein Streit bezieht sich immer auf ein Thema, nicht auf die Person.

Der Streit ging vielleicht um dein Lernverhalten, deine Noten, dein nicht aufgeräumtes Zimmer, dein Taschengeld usw. Damit geht es dann um einen "Teilbereich deines Lebens", den deine Mutter aufgrund ihrer Lebenserfahrung und Einstellung kritisierte. Du hast ihr im Streit halt zu verstehen gegeben, dass du diesen "Teil ihrer Einstellungen" nicht magst oder verstehst. Damit hast du sie aber nicht komplett als Mutter in Frage gestellt. Und genau das wusste sie auch.

Vielleicht hat sie sich hinterher für sich gesagt: "Wie witzig, den selben Streit hatte ich mit meiner Mutter früher auch und habe genauso argumentiert. Tja, ist halt meine Tochter!"

Hast du mal gehört, wenn in Talkrunden Schauspieler, Künstler, Sänger, Politiker von ihren Kindern erzählen, die gerade in der Pubertät sind, was sie dann mit einem Lächeln sagen: "Ja, ich weiß, dass meine Tochter/mein Sohn mich dann hasst, dass ich ihr/ihm auch mal peinlich bin. Aber mein Gott, das ist NORMAL in diesem Alter!"

Daran siehst du, dass wir Erwachsenen damit umgehen können, so wie es deine Mutter als erwachsene Frau, die als Teenagerin auch in der Pubertät war, natürlich auch konnte.

Gehe davon aus, dass sich deine Mama alleine nur über deine Einstellung oder deine Meinung geärgert hat, aber nicht über dich als Person! Ich vergleiche das jetzt mal mit dem Zimmer eines Hauses. Das Streitthema war das Zimmer und du bist das Haus. Wer verkauft schon das ganze Haus, nur weil ihm der Fußboden oder die Tapete in einem Zimmer nicht mehr gefällt?

Genau, NIEMAND! Man renoviert das Zimmer (löst das Problem) und bleibt aber im GELIEBTEN HAUS wohnen!

Deswegen warst du nach wie vor im Herzen deiner Mama als sie starb! So wie immer!

Lass deine Mutter "in dir" weiterleben. Erinnere dich an ihre Ratschläge, Tipps usw.

Falls deine Mama ein Grab, also kein Urnengrab, hat, und das Grab dann im Frühjahr bepflanzt wird, vielleicht hilft es dir, wenn du das Grab regelmäßig pflegst (bewässern, Grabstein putzen, Kerze anzündest usw.). Vielleicht hilft dir das die erste Zeit.

Vielleicht ist es dir auch wichtig, dass du mit deinem Vater oder mit Oma und Opa zusammen das Grab bepflanzt. Du weisst vielleicht, welche Blumen sie mochte und welche Farben.

Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen, dass du eine andere Sichtweise bekommst und wünsche dir für die Zukunft ganz viel Kraft.

Wichtig ist auch, dass du jemanden zum Reden findest wie Vater, Oma, Opa, Tante, gute Freundin, die Mutter der besten Freundin usw. So hörst du auch, wie deine Familie empfindet und könnt euch gegenseitig Kraft geben.

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