Ich bekomme negative Erinnerungen durch die Meditation?

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5 Antworten

Ich weiß nicht, welche Methode du zur Meditation nutzt, aber möglicherweise entspricht dir die momentan verwendete Technik einfach nicht.

Meiner Meinung nach ist der Zustand der Meditation etwas ganz natürliches und deshalb nichts, wofür man eine Begabung, oder ein Talent braucht.

Sofern bei dir keine psychische Erkrankung besteht, sehe ich keinen Grund, weshalb du nicht irgendeine meditative Praxis üben solltest.

Aggression ist etwas völlig normales, das im Menschen durch die Evolution angelegt ist und damit nichts, das man irgendwie unterdrücken müsste.

Es ist aber notwendig, einen gesunden Umgang mit der eigenen Aggression zu finden, denn letztlich richtet sich diese Aggression gegen einen selbst.

Wenn wir bestimmte Persönlichkeitsaspekte von uns nicht akzeptieren, etwa weil uns beigebracht wurde, dass sie "schlecht" sind, dann fördert das Aggression.

Zynismus ist nach meiner Ansicht eine Lebenseinstellung, die auf emotionalen Enttäuschungen und seelischen Verletzungen basiert.

Zynismus ist wie ein Panzer aus dem man mit spöttischem Blick die Umwelt betrachtet und sich dabei völlig abschottet. Man hebt sich auf ein Podest.

Meditation kann dazu beitragen, dass wir uns wieder mit uns selbst versöhnen können und diesen emotionalen Panzer nicht mehr benötigen.

Dann findet man auch zu einem konstruktiven Umgang mit der Aggression.

Meditation bedeutet offen zu sein - für das Leben, den Moment - und somit Teil des Ganzen zu sein, als sich als egoistisch zu separieren und für etwas besonderes zu halten.

Daher könnte Meditation dir meiner Ansicht nach durchaus gut tun - womöglich wäre aber auch eine Psychotherapie sinnvoll.

Ansonsten brauchst du vermutlich einfach eine für dich passende Praxis der Meditation.

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Wusstest du, dass der Dalai Lama sich selbst als absolut jähzornigen Menschen beschreibt? Er sagt, nur durch die Meditation wäre er so ruhig und ausgeglichen.

Was dich wütend macht, sind nicht deine Erinnerungen. Die Wut ist dein Umgang mit ihnen. Du kannst jetzt zeitlebens versuchen, das zu unterdrücken, oder du änderst deinen Umgang damit.

Wenn du versuchst, die Erinnerungen zu unterdrücken, verbraucht das sehr viel Energie und kostet dich Kraft. Außerdem züchtest du dir damit einen Drachen heran, den irgendwann niemand mehr bändigen kann, auch du nicht.

Ich weiß nicht, was passiert ist in deinem Leben. Das ist aber auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass du es schaffst, die Situation zu vergeben. Das Ziel wäre, dass du es anschauen und sagen kannst, ich habe es überstanden, es hat mich stark gemacht.

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Wenn das passiert ist dein Schmerzkörper sehr voll und du stehst unter dessen Druck.

Meditation hat langfristig den Sinn, dass du liebevoll, freundlich und verzeihend wirst und so in Einklang mit dem Leben kommst.

Meditation ersetzt aber keine Therapie.

Sie sollte erst ernsthaft betrieben werden, wenn dein Schmerzkörper (Die Summe aller gestauten Emotionen) halbwegs entlastet ist. Das kann über tiefgehende Gespräche mit emotional kompetenten Menschen erfolgen oder in Ausnahmefällen mit Hilfe eines Therapeuten.

Wenn du dann meditierst passiert ähnliches, denn die Liebe holt alles hoch, was nach Heilung ruft, doch dann kannst du damit viel besser umgehen.

Eigentlich möchte ich dir sagen, suche für den Einstieg in die Meditation kompetente Anleitung..

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Kommentar von TaoEnergy
05.03.2017, 17:20

Eine Frage: Kann kontrolliert atmen in der Meditation? Ist sowas überhaupt Meditation?

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Ja, das ist richtig, wenn man wütend ist kann man nicht meditieren.

Dass Gedanken auftauchen kannst du nicht verhindern, nicht kontrollieren. Was du probieren kannst, ist den negativen Gedanken mit Achtsamkeit zu begegnen. Dazu musst du sie nur sofort wenn sie auftauchen einmal kurz ganz bewusst wahrnehmen und dann sagst du dir in Gedanken noch eine treffende, aber nicht zu sehr wertende Bezeichnung: Z.B. Denken, denken, nichthabenwollen nichthabenwollen, oder so ähnlich.

Echte Achtsamkeit ist wie ein Schutzschild. Solange sie da ist kann zwar etwas Negatives wahrgenommen werden, aber es kann sich nicht zu einer Emotion (Wut/ Hass) hochschaukeln.

Außerdem bewirkt Achtsamkeit eine allmähliche Reduzierung des die Emotion verursachenden Potenzials. Du kannst also auf diese Weise die Tendenz nach und nach abbauen.

Ansonsten sich gar nicht lange während der Meditation damit beschäftigen. Diese Gedanken sind da, die gehen auch irgendwann wieder. Mach dir keine Sorgen. Im Prinzip machst du schlicht gar nix (außer den Geist immerwieder sanft zu Meditationsobjekt zurück zu führen). Lass die Zeit für dich arbeiten. Und nur wenn die Gedanken mal zu nervig werden, dann schießt du mit Achtsamkeit darauf. Das ist so ähnlich wie bei den antiken Computerspielen, Space Invader, oder so.

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Sinn der Meditation ist es, zu lernen, Gedanken vorbeiziehen zu lassen ohne voll auf sie einzugehen und sich zum Beispiel aufzuregen. Dass Gedanken beim Meditieren aufkommen ist ganz normal und Teil der Übung.

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