Ich bekam einen Brief von meinem Vermieter, Warmmiete möchte er auf 20,00 € monatlich erhöhen -Details unten lesen-?

11 Antworten

Man muss rechtlich gesehen unterscheiden, ob die Nettomiete erhöht wird, oder die Nebenkostenpauschale. Das sind zwei unterschliedliche Dinge. In deinem Fall geht es offenbar um die Nebenkostenpauschale, da der Vermieter dies mit den Energiepreisen begründet.

Bezüglich der Erhöhung der Nebenkostenpauschale lesen wir in §560 BGB:

Bei einer Betriebskostenpauschale ist der Vermieter berechtigt, Erhöhungen der Betriebskosten durch Erklärung in Textform anteilig auf den Mieter umzulegen, soweit dies im Mietvertrag vereinbart ist. Die Erklärung ist nur wirksam, wenn in ihr der Grund für die Umlage bezeichnet und erläutert wird.

Du siehst selber das Fettgeschriebene. Es kommt also darauf an, ob eine Erhöhung laut Mietvertrag erlaubt ist. Das müßtest du mal nachauen. Wenn es drin steht, dann muss es aber genauer erklärt werden vom Vermieter.

Jetzt kommt noch das große ABER: Für die Heizkosten muss der Vermieter die Kosten gemäß der Heizkostenverordnung abrechnen. Das bedeutet verbrauchsabhängig. Eine Pauschale ist für die Heizkosten also nicht zulässig. Der Vermieter muss Meßgeräte anbringen lassen. Das er das nicht gemacht hat, dürftest du gemäß §12 HeizKV den Anteil der Heizkosten um 15% reduzieren.

Soweit das Rechtliche. Aber überlege dir bitte auch, was denn eigentlich fair wäre. Du weißt selber dass im Leben alles was kostet, was der Vermieter erst mal zahlt. Nun weiß ich natütlich nicht, ob die Nettomiete viel ist oder eher günstig. Vielleicht ist diese vergleichsweise eher niedrig. Dann könnte der Vermieter diese erhöhen, was dich evtl teurer kommen könnte. Und wenn der Vermieter nun Messgeräte einbauen wird, kann es sein, dass auch dadurch du mehr zahlst. Daher überlege gut, ob 420 nicht auch noch angemessen sind und man akzeptieren kann.

Du bezahlst nicht "Warmmiete" sondern Gesamtmiete oder Inklusivmiete.

Im BGB wird der Begriff "Warmiete" nicht benutzt, weil er auch irreführend interpretiert werden kann.

Nach Erhalt des Mieterhöhungsverlangen des Vermieters solltest du deinen Mietvertrag durchsehen, ob denn eine Mietanpassung überhaupt vereinbart wurde. Eine Mieterhöhung kann sich nur auf die Grundmiete beziehen.

Wichtig wäre daher zu wissen, ob diese Gesamtmiete zusammengesetzt ist und aus Grund- oder Nettomiete und Betriebskostenpauschale besteht.

Findest du im Mietvertrag keine Entsprechungen, dann ist das Mieterhöhungsverlangen des Vermieters obsolet. Du kannst widersprechen oder dem Begehren des Vermieters einfach nicht nachkommen.

Wenn du allerdings auf der Heizkostenverordnung fußend nun eine verbrauchsabhängige Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung verlangst, könnte sich deine Gesamtmiete erhöhen oder absenken.

Immerhin könntest du aktuell den Heiz-/WW-Kostenanteil um 15% mindern, falls dir der Vermieter die Kosten überhaupt nennen kann, es liefe auf eine Schätzung hinaus.

Die Abrechnung für 2017 muss der Vermieter bis zum 31.12.2018 vorlegen.

Wenn er seine eigene Abrechnung vorliegen hat, ist es durchaus möglich, dass es sich nur um die Anpassung der Nebenkosten handelt.

Im übrigen handelt es sich nur um 5 %. Das ist durchaus im Rahmen des Üblichen.

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