Ich arbeite gern, und würde es auch gern ohne Gehalt tun (ist ohnehin wenig) Ist Arbeit Lebenserfüllung?

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12 Antworten

Für manche ja. Allerdings gehört Gurken eintopfen da eher nicht zu. Es handelt sich dann gewöhnlich um sehr anspruchsvolle Berufe.

Meine Chefin war ein Workaholic. Sie arbeitete eigentlich immer, wenn sie nicht gerade schlief. Und hatte mit dem Personalchef auch großen Streit, weil sie sich den Urlaub auszahlen lassen wollte, er das aber nicht zuließ. Sie nahm dann den Urlaub, war aber trotzdem jeden Tag im Büro.
Mich hat sie einmal, als sie neu bei uns war, wegen einer banalen Frage angerufen, als ich mit Freunden im Kino war. Gott sei Dank, waren wir da noch im Kinorestaurant.Sie konnte überhaupt nicht nachvollziehen, warum ich etwas verschnupft reagierte. Seitdem hatte ich mein Handy abends meist auf Flugmodus stehen.

Als sie in Pension ging, hat sie ihren Arbeitsplatz kurzerhand nach Hause verlegt, eine eigene Praxis aufgemacht und natürlich weitergearbeitet. 7 Tage in der Woche.

Allerdings hat sie auch einen Beruf, der ihre Leidenschaft ist.Sie ist Psychotherapeutin und eine sehr gute, noch dazu.

"nebenbei" studiert sie jetzt auch noch Jura.

Allerdings ist sie nicht so weltfremd, dass sie kostenlos arbeitet. Als sie noch angestellt war, hat sie ihr Gehalt bekommen und jetzt wird sie halt bezahlt. Von den Patienten selbst. (Sie arbeitet nicht über die Kasse). Manche Patienten behandelt sie sogar kostenlos. Das gibt es also alles.

Ich selbst lebe nicht, um zu arbeiten. Auf der anderen Seite arbeit ich nicht nur für das Geld, das ich verdiene. Ich brauche schon einen Beruf, der mich interessiert und der mir Spaß macht. Aber Urlaub, mein Pferd, ein gutes Leben macht mir halt auch Spaß- Und manchmal auch mehr! Darum wird aus mir auch nichts. ;-)

Arbeit ist nicht gleichzusetzen mit Erwerbstätigkeit. Es gibt Menschen, die erwerbstätig sind, aber dafür nicht arbeiten und es gibt auch Menschen, die arbeiten, aber dabei nicht erwerbstätig sind.

Arbeit ist eine zielgerichtete menschliche Tätigkeit, dazu gehören eine Aufgabe, ein Zielzustand, Mittel und Wege, um diesen Zustand zu erreichen und auch die Tätigkeit, diese Mittel und Wege einzusetzen. Diese Form der Arbeit ist etwas, was alle Menschen tun und was auch durchaus wichtig ist.

Arbeit gibt der Zeit eine Strukturierung (Arbeitszeit und Freizeit), fördert i. d. R. den Kontakt zu anderen Mitmenschen, erfüllt also eine soziale Funktion und trägt regelmäßig dazu bei, dass man Dinge lernt oder zumindest nicht verlernt. So gelebt ist Arbeit persönlichkeitsförderlich, gesundheitsförderlich und auch selbstwertsteigernd.

Wie viele User hier schon geschrieben haben, hat Erwerbstätigkeit damit oft nicht viel zu tun. Hier gibt es zwar auch Arbeitsaufgaben und Arbeitstätigkeit, aber die Arbeit wird durch eine falsche Passung zwischen Mensch und Arbeit zur Belastung, ein notwendiges Übel, um die Miete zu bezahlen. So wird Arbeit sinnentleert und bedrückend.

Arbeit kann ganz schön erfüllend sein - befriedigend, ja! 

Ohne Geld dafür zu bekommen, ist man aber ganz schnell ganz unten. 

Arbeit ist für die meisten, und für mich auch, nicht lebenserfüllend, sondern notwendiges Übel, um Geld zu verdienen und somit sein tägliches Auskommen zu haben und sein Überleben zu sichern.

Abgesehen davon, wovon willst Du denn leben, wenn Du ohne oder mit wenig Lohn arbeiten willst?

Ich könnte auch gerne ohne Arbeit auskommen.


keinfacebook 19.02.2017, 18:46

Ich bin immerhin 53 und habe mein Leben mit Kitas verbracht (keine Abwertung!!°!) oder Schulen für Lernbehinderte....

...und war sehr glücklch damit.

Irgendwann (sogar sehr früh) wußte ich, daß die Dinge nicht mehr paßten...

ich habe Dozenten immer sehr bewundert,

sie redeten und redeten....

"und sie saßen zu meinen Füßen und staunten. Und schweigen konnten sie auch, und so, dass alles lange schwieg..."

 Wie sollte ich jetzt nicht glücklich sein, nach all den langen Jahren Redeangst, und endlich meine Erfüllung gefunden habe ?

Ich gebe offen zu - das ist nicht unbedingt die Regel.

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Also es gibt durchaus Menschen welche eine Arbeit haben, die ihnen so viel Freude macht, das sie für sie Lebenserfüllend ist. Aber das ist eher die Ausnahme denn die regel. Also verlass Dich nicht darauf das Du so eine Arbeit findest.

Unabhängig davon besteht kein Grund für Arbeit auf den Lohn zu verzichten. Selbst wenn sie Lebenserfüllend ist. Denn Ohne eine finanizell sicheren Stand kannst Du Deine Arbeit auch nicht erfüllen. Also solltest Du das immer im Hinterkopf behalten.

Wenn es etwas ist das einem Spass macht, dann sicher. Wenn es eine Arbeit ist, die einem eigentlich keinen Spass macht und man es trotzdem umsonst machen würde, dann hat das etwas bedenkliches.

Helfe bei der Tafel deiner Stadt. Da machst du dich nützlich und ein gutes Werk tust du auch noch.

Ich arbeite auch gern. Aber ich käme nie auf die Idee, das ohne Gehalt zu tun. 

Die Miete will nämlich bezahlt werden. Und beim Bäcker bekomme ich auch kein Brot umsonst, weil ich gern arbeite, aber dafür kein Geld bekomme. Auch nicht wenn der Bäcker seine Arbeit gern macht. 

Die Frage ist: welche Art der Arbeit? 

9-5 Job im Büro oder als Selbstversorger auf dem Land?

Arbeit kann ein Teil der Lebenserfüllung sein, muss aber nicht, das hat erst mal nichts mit dem Verdienst zu tun. Außerdem muss das Jeder selbst entscheiden.

Für Millionen Deutsch ist Arbeit der letzte Scheiß und nicht lebenserfüllend. Drangsalierung durch den Arbeitgeber, Leiharbeit und Niedriglohne sind die zu selten erwähnten Schattenseiten unserer Gesellschaft.

Hallo! Manche schaffen es in ihren Traumjob einzusteigen und dann ist das auch erfüllen.

Meistens geht das aber nicht aber man will auf einem gewissen Niveau überleben.

Ich mag meinen Job nicht aber ich weiß ihn geschickt zu händeln und verdiene super.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Arbeit ist nicht Lebenserfüllung. Wenn du magst kannst du meine Arbeit erledigen und mir das Geld geben :D

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