Ich 23, massiver Streit zwischen mir und meiner Mutter - wie ausziehen?

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9 Antworten

An deiner Stelle würde ich die Streitigkeiten mit deiner Mutter völlig außen vor lassen, das interessiert nicht unbedingt und wirft auch ein schlechtes Bild auf dich und deine Familie. In dem Alter ist es völlig normal, wenn man zu Hause auszieht, in deinem Fall ist das lange überfällig. Aber du solltest jetzt nicht impulsiv handeln, sondern versuchen, dir erst einmal zu überlegen, wohin zu ziehen willst und was du arbeiten willst. Hast du eine Ausbildung? Falls nicht, kannst du das immer noch nachholen. JobCenter gibt es in jeder Stadt, du kannst dich per Internet erkundigen. Du musst auch nicht sofort eine eigene Wohnung beziehen, sondern vielleicht erst einmal in einer WG unterkommen. Für den Anfang ist das sicherlich preiswerter.

Versuche mit deiner Mutter irgendwie auszukommen und gehe lieber an die frische Luft und kühle dich ab. Handgreiflichkeiten sind völlig daneben, egal von wem sie ausgehen. Denke jetzt an DEINE Zukunft und handele danach.

Wenn du zu Hause ausziehen willst und Unterstützung vom Amt, in dem Fall also dem Jobcenter, brauchst, dann musst du mit denen Klartext reden.

Wenn du schon Leistungen beziehst, musst du schon sehr deutlich erklären, warum du a) nicht mehr zu Hause wohnen kannst und b) warum du keinen Job in deiner Heimatstadt annehmen kannst.

Ansonsten wird das Jobcenter dich immer versuchen an deinem Heimatort zu vermitteln. Und wenn du nicht ganz deutlich erklären kannst, warum euer Zusammenleben nicht mehr zumutbar ist, wird man dich auf die Altersgrenze 25.Lebensjahr hinweisen, bis zu der kein Anspruch auf eine eigene Wohnung besteht.

Wenn du sofort einen Job antreten könntest in der neuen Stadt, einen, mit dem du aus dem Leistungsbezug rauskommst - also Vollzeit, dann würde man sicher eher bereit sein, dir einen Umzug und eine Erstausstattung zu bezahlen, als wenn du diese Kosten und  dort dann höhere Wohnkosten (als jetzt zu Hause) verursachst und zudem noch ergänzende Leistungen zu deiner Regelleistung benötigst.

Du siehst, du wirst gute Argumente brauchen, wenn du deinen Wunsch beim Jobcenter durchkriegen willst.

Wenn du allerdings deine persönliche "Schieflage" mit deiner Mutter völlig raushalten willst, dann sehe ich null Chancen für dich.

Wieso hast du denn so lange gewartet? Du bist 23 und längst nicht mehr minderjährig.. Mach dich schnellst möglich an die Suche nach einem Arbeitsplatz, damit du ausziehen kannst. Natürlich kannst du in Notsituationen auch Leistungen beantragen, aber du solltest dich in deiner Situation nicht allzu sehr drauf verlassen. Der Steuerzahler muss natürlich nicht dein Leben finanzieren, nur weil du dir bis jetzt keinen Job gesucht hast und du ständig mit deiner Mutter streitest. Versuch dein Leben endlich selbst in die Hand zu nehmen, ständig von anderen abhängig zu sein, bereitet nur immer wieder Probleme.. 

du kannst mit 25 hinziehen wohin du willst. die kosten für den umzug musst du aber selber tragen. für die wohnung kannst du dann eine erstausstattung beantragen. sozialleistungen stehen dir dann natürlich auch zu.

Ist leider nicht ganz richtig.

Eine Erstausstattung kann beantragen, wer Leistungen nach dem SGB II bezieht, also nicht JEDER.

Wir wissen gar nicht, wie es um die Einkommens-/Vermögenssituation des FS bestellt ist.

Wer sich z.Bsp. 10.000 € zusammengespart  oder das Sparbuch, das Oma mal angelegt hat für das erste Auto, mit so einem Betrag zurückgelegt hat, der hat gar keinen Anspruch auf derartige Sozialleistungen, weil sein derzeitiges Vermögen das zulässige Schonvermögen von 150 € pro Lebensjahr überschreitet.

Der muss erst mal ans Sparbuch ran, bevor er etwas bekommt.

Deshalb warne ich immer vor derartigen Pauschalaussagen.

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@EstherNele

über das geld muss er dann auch verfügen können. läuft z.b. das sparbuch nicht auf seinen namen geht es das amt nichts an.

erst mal kann umgezogen und leistungen beantragt werden, auch wenn kein vermögen vorhanden ist

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@martinzuhause

@ martinzuhause

Überlege doch mal - wenn ich unter 25 bin, kann ich nicht ohne Zusage des Jobcenters erst eine Wohnung anmieten und dann erst Leistungen beantragen - die kriege ich dann nämlich nicht.

(Wenn ich sie selbst bezahle, dann kann ich das natürlich.)

Umzugskosten müssen vorher beantragt werden - auch dafür braucht es die Zustimmung zum Auszug, sonst kriegst du nämlich nichts. Das gleiche gilt für ein Darlehen für eine eventuelle Kaution.

Jeder Vermieter will einen Nachweis über Einkommen, einen Bürgen für die Miete oder einen Leistungsbescheid vom Jobcenter, aus dem hervorgeht, dass du die Miete in der entsprechenden Höhe bewilligt bekommst.

Die erste Miete würde sowieso das "abgebende" Jobcenter übernehmen, denn du kannst in der neuen Stadt erst dann Leistungen beantragen, wenn du dort polizeilich gemeldet bist, also eine Wohnanschrift hast.

Und wenn du dem alten Jobcenter nicht glaubhaft machen kannst, warum du weg musst, dann werden die dir den Umzug zwar nicht verbieten (freie Wahl des Wohnortes), aber den Umzug als nicht notwendig einstufen - also kein Geld dafür geben.

Umziehen mit Hartz IV-Bezug ist so schon eine Wissenschaft für sich, und wenn du diese Falle mit dem "Alter 25 Jahre" aushebeln willst, dann brauchst du gute Argumente und eine richtige Strategie.

Glaub mir, ich begleite als Sozialberater seit 15 Jahren Leute mit diesen Problemen, ich weiß ganz genau, wovon ich rede.
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Was dein Argument mit dem Sparbuch betrifft - natürlich muss es ihm gehören. Und natürlich muss es "verfügbar" sein.
Aber die wenigsten Leute, die zum Beispiel auf ein Auto sparen, legen das Gesparte fest an für längere Zeit.

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@EstherNele

ab 18 darf sich jeder eine wohnung nehmen wenn er einen vermieter findet. das geht kein amt was an. sobald er sich am neuen wohnsitz angemeldet hat kann er natürlich auch sozialleistungen beantragen.

genause wie jemand der mit 18 ein ausreichendes einkommen hat und sich eine wohnung nimmt und nach 3 monaten dann arbeitslos und pleite ist

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kein Amt wird dagegen reden wenn du an einem anderen Ort einen anständigen Job oder Ausbildungsstellen annimmst. Wenn du aber einfach nur ausziehen willst nen 450 Euro Job und den Rest vom Amt, dann wird es schwierig sein das zu begründen und durchzusetzen.

Du bist 23 Jahre alt und hättest schon seit 5 Jahren ausgezogen sein können. Hast du keine Ausbildung gemacht und warum arbeitest du jetzt nicht, damit du dir eine Wohnung mieten kannst? Der Staat kann nicht deine persönlichen Familienkonflikte finanzieren.

Also wegen "massiven Streits" wird dir das Amt nicht alles bezahlen, wäre ja zu schön.

Was machst du denn zurzeit? Gar nichts? Sozialgeld beziehen?

Denk mal über dein Leben nach. Du bist 23 und willst einen billigen 450€ Job haben.

Zieh aus und sei unabhängig ,villeicht will das deine Mutti auch 😊

wie kommst du drauf, dass der steuerzahler dein leben finanziert?

weis sich ab volljährigkeit jeder einen wohnort selber aussuchen kann. er dfarf also hinziehen wohin er möchte. die eltern sind dann bis zum ende der erstausbildung unterhaltspflichtig. können sie nicht zahlen muss da leider der steuerzahler einspringen

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@martinzuhause

Das stimmt so nicht ganz... Der Steuerzahler muss bei sowas nur zahlen, wenn der Auszug zwingend notwendig war. Ein volljähriger Azubi, der keinen zwingenden Grund hat, muss nach wie vor bei den Eltern bleiben und kann nur ausziehen, wenn die Eltern alles finanzieren..

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@KleinToastchen

das gilt schon seit jahren nicht mehr. ab volljähriglkeit kann ausgezogen werden. dafür gibt es dann z.B BAB oä. reicht das nicht und die eltern können keinen unterhalt zahlen springt der steuerzahler ein.

auch wenn ämter da gerne was anderes erzählen

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