Ich (18) möchte mein erstes Auto auf meine Mutter versichern, die seit 25 jahren den Führerschein hat, aber noch nie ein auto hatte, wäre es für mich billiger?

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8 Antworten

Hi marki9898,

da helfen wir gerne.

In der Kfz-Versicherung gibt es viele Faktoren, die den Beitrag beeinflussen, deshalb ist eine Auskunft über einen Beitrag leider nicht möglich.

Unsere Empfehlung, kurzer Anruf bei dem Betreuer/Vertreter Deiner Mutter, dieser kann Dir den Beitrag genau mitteilen.

Wir haben hier mal die wichtigsten Faktoren erläutert die den Beitrag einer Kfz-Versicherung beeinflussen.

Typklasse
Jedes in Deutschland zugelassene KFZ-Modell wird einer Typklasse zugeordnet. Sie sagt aus wie hoch das Risiko (AUTO) ist. Berücksichtigt wird hier unter anderem, ob das Modell besonders oft gestohlen wird? Ist es häufig in Unfälle verwickelt? Die Typklasseneinstufung wird jährlich auf Basis der Schadensstatistik vom GDV (Gesamtverband der Deutschen Versicherer) aktualisiert. Bei der Haftpflicht gibt es die Klassen 9 bis 25, in der Vollkasko 12-34 und in der Teilkasko 12 bis 33. Je höher die Typklasse, desto teurer wird der Beitrag.

Regionalklasse
Jedem Kennzeichen ist eine Regionalklasse zugeordnet. Sie ergibt sich nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aus der Unfallbilanz, dem Fahrverhalten, der Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge sowie den örtlichen Straßen- und Witterungsverhältnissen. Je niedriger die Zahl, desto günstiger die Versicherung. Für die Haftpflicht gibt es zwölf, die Teilkasko 16 und die Vollkasko 9 Regionalklassen.

Schadenfreiheitsklasse
Hier geht es um die bekannten Einstufungen. Bin ich Fahranfänger oder hab ich bereits Erfahrung? Die Tabelle und die hinterlegten Prozente sind von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Je höher der Schadenfreiheitsrabatt, desto niedriger der Prozentsatz nach dem sich der Beitrag auch berechnet. Zum Beispiel werden bei einem Fahranfänger SFR 0 = 100% zu Grunde gelegt. Bei einem Versicherungsnehmer der bereits 2 Jahre Unfallfrei gefahren ist wären es SFR 2 = 55 %.

Fahrerkreis
Ein weiterer Punkt ist der Fahrerkreis. Wer fährt das Fahrzeug und wie alt sind die Fahrer? Der Beitrag wird günstiger, wenn die Zahl der Nutzer möglichst klein und ihr Alter über 23 Jahren liegt.

Selbstbeteiligung
Ein Anteil, den der Versicherungsnehmer bei der Reparatur eines Schadens selbst übernimmt. Üblich sind Vereinbarungen zwischen 150, 300, 500 oder 1000 Euro. (Auch hier ist es wieder von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich) Der Beitrag wird günstiger, je höher die Selbstbeteiligung ist.

Werkstattbindung
Eine Werkstattbindung bedeutet, der Kunde wird bei einer Reparatur zu einer Partnerwerkstatt des Versicherers verwiesen. (Natürlich nur wenn man selbst den Schaden verursacht hat und nicht der Geschädigte ist)
Hier gibt es Vergünstigungen auf den Beitrag für den Kunden, da die Partnerwerkstätten Verträge mit den einzelnen Gesellschaften abgeschlossen haben. Der Versicherer kommt durch solche Rahmenverträge mit den Werkstätten natürlich auch günstiger weg.

Wie Du letztlich siehst, gibt es eine Vielzahl an Merkmalen für die Preisberechnung zu berücksichtigen.

Viel Spaß mit deinem ersten Auto. :-)

Grüße, Ferdinand aus dem Allianz hilft Team

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Das kann man so nicht pauschal beantworten.



Insbesondere bei Fahranfängern geht die Preis-Schere enorm auseinander.
Preisunterschiede von über 1000€ jährlich sind keine Seltenheit.  

Es hilft nur ein breit angesetzter Vergleich und Spezialwissen.



Diesen Fall hatte ich vor kurzem aus dem Tisch….

Ein Kunde kam ins Büro und sagte, dass er Fahranfänger ist und über keine „ Prozente“ verfügt.  Seine Eltern seien seit Jahren bei der DEVK versichert. Der DEVK-Vermittler empfahl ihm die „ Eltern-Kind-Regelung mit SF1/2 und legte ihm ein Angebot mit einem monatlichen Beitrag von knapp 130,00€ vor.

Auch ich kam nach Prüfung  des Vorgangs zu dem Ergebnis, das eine
Eltern-Kind-Regelung für den Kunden den größten Vorteil hat. Jedoch  bei einer anderen Gesellschaft. Meine Empfehlung hatte den Vorteil, dass der Kunde direkt mit SF2 hätte starten können und mit einem monatlichen Beitrag von 78,00€ und das bei einem vergleichbaren Versicherungsschutz.

Leider waren die Eltern nicht bereit mit ihren Fahrzeugen die Gesellschaft zu wechseln. Dadurch konnte ich meinen Vorschlag nicht umsetzen und es musste eine neue Option her.

Letztendlich musste der Kunde mit SF0 eingestuft werden.  Doch trotz der „schlechten“ Einstufung, musste er nur 96,00€ monatlich an die Versicherung zahlen.

Das sind rund 400€ weniger im Jahr, als wenn er die vermeintlich bessere SF1/2 Einstufung angenommen hätte.


Lange Rede kurzer Sinn…

Agiere professionell und  schnapp dir einen
unabhängigen Versicherungsmakler!

Weshalb willst du denn selbst suchen, wenn es Profis gibt,
die es kostenlos für dich übernehmen?
;-)



 

 

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Kommentar von DerHans
31.05.2016, 13:32

Eltern-Kind-Regelung funktioniert hier ja nicht. Die Mutter hatte ja kein Fahrzeug angemeldet.

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Es gibt unterschiedliche ersteinstufungen.  Auf Grund der Fahranfanger Regelung würdest Du bei mir SF 1 bekommen,  bei anderen SF 0, SF 1/2 oder auch SF 1 bekommen.  Bei mir ist es günstiger wenn der Fahrer gleichzeitig auch Versicherungsnehmer ist.  Da deine Mutter während der letzten sieben Jahre kein Kfz versichert hatte,  ergeben sich daraus keine Vorteile bei mir. Am besten lässt du dir bei einem oder mehreren Agenturen ein persönliches Angebot erstellen und kannst dann vergleichen.  Ist nicht teurer als im Internet und Du erhältst vernünftigen Service..

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Deine Mutter kann mit SF 1/2 anfangen, Dafür muss man 3 Jahre den Führerschein haben. Natürlich muss sie dich als Fahrer mit anmelden. Trotzdem ist das erheblich billiger, als ob du selbst anmeldest.

Am 1. Januar erfolgt dann die erste Abstufung auf SF 1

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Kommentar von Apolon
29.05.2016, 01:04

 Trotzdem ist das erheblich billiger, als ob du selbst anmeldest.

Na dann nehmen wir mal an:

Marki9898 ist Beamtenanwärter und bekommt den Beamten-Tarif.

Die Mutter ist schon über 70 Jahre und erhält den Alterszuschlag (Nicht-Öffentlicher-Dienst).

Sorry - aber in diesem Fall wäre dein Hinweis völlig daneben, denn dann könnte der Sprössling, wenn er alleine das Auto fährt, einen günstigeren Beitrag bekommen, als die Mutter.

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Warum sollte es billiger sein? Wurde denn überhaupt die Eltern-Kind-Regelung geprüft bzw. gerechnet?

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Ich denke folgende Variante wäre am günstigsten (funktioniert nur wenn du den Führerschein vor dem 01.07. schaffst):

- Mutti lässt das Auto auf ihren Namen zu und macht auch die Versicherung (SF1/2 wegen Führerscheinregelung). Du musst dich unbedingt als Nutzer in den Vertrag mit eintragen lassen!

- Zum 01.01. wird auf SF1 weitergestuft (Schadenfreiheit vorausgesetzt)

- Danach meldest du das Auto auf dich um (zusätzliche Kosten), lässt dir die SF Klasse deiner Mutter übertragen und machst einen eigenen Versicherungsvertrag. Du kannst dann nämlich gleich die SF1 übernehmen (bei Führerschein vorm 01.07.).

Grund: Die junge Person als Versicherungsnehmer und einziger Nutzer ist meist günstiger als eine ältere Person als Versicherungsnehmer mit eingetragenem jungen Nutzer.

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Kommentar von Apolon
29.05.2016, 01:00

  (funktioniert nur wenn du den Führerschein vor dem 01.07. schaffst):

Wie kommst du nur auf diese Idee.

Warum sollte er nicht das Fahrzeug ab dem 01.07.2016 auf sich selbst versichern können, wenn er erst ab dem 15.07.2016 den Führerschein besteht ?

 - Mutti lässt das Auto auf ihren Namen zu und macht auch die Versicherung (SF1/2 wegen Führerscheinregelung).

Na ... jetzt geht aber alles daneben - Mutti hat doch schon seit 25 Jahren den Führerschein. Hat doch dann überhaupt nichts mit der bestanden Führerscheinprüfung des Sprösslings zu tun.

 Danach meldest du das Auto auf dich um (zusätzliche Kosten), lässt dir die SF Klasse deiner Mutter übertragen und machst einen eigenen Versicherungsvertrag. Du kannst dann nämlich gleich die SF1 übernehmen (bei Führerschein vorm 01.07.).

Und dies geht mit Sicherheit nicht. denn er hat zum 01.01.2017 noch kein JAHR den Führerschein, also kann er SF 1 nicht übernehmen.

Eine Bitte.... nur dann schreiben, wenn man auch etwas davon versteht.

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Diese Frage, kann dir am besten der Versicherungsvermittler beantworten, bei dem du die Kfz-Versicherung abschließt.

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Nein. Du kannst höchstens den Rabatt , SF1/2, in Anspruch nehmen.Dieser ist für 3Jahre Führerschein. Weiteren Rabatt gibt es für versicherte unfallfreie Jahre.

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Kommentar von schleudermaxe
28.05.2016, 19:51

Die SF 1/2 gibt es bei meiner auch in der Eltern-Kind-Regelung. Da kann also etwas nicht stimmen, in Deiner Behauptung.

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Kommentar von Mija2605
28.05.2016, 20:52

Wenn ich länger als 3 Jahre einen Führerschein habe bekomme ich autom. SF1/2 . wieso sollte die versicherung deiner Mutter Prozente gewähren wenn diese noch nie einen Wagen angemeldet hatte und ihre Prozente nicht "runterfahren" konnte ?? und wenn er kein elternteil hat würde er mit sicherheit nicht fragen ob er den wagen daruf anmelden kann !

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Kommentar von Mija2605
28.05.2016, 20:54

edit: wenn ich sofort nach der Führerscheinprüfung ein Auto anmelde habe ich SF0. Da die Mutter aber länger als 3Jahre einen hat würde er bzw. sie in SF1/2 eingestuft.

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