Ich habe eine Frage zum Schnorchel?

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5 Antworten

Wenn du dir ein paar sehr alte Bilder anguckst, siehst du Taucher mit Luftschlauch.

Die hängen aber an einem Kompressor, der auf einem Schiff/Boot steht. Wie beim Regulator an den Druckluftflaschen wird auch hier der Luftdruck bei steigender Tiefe reguliert.

Würdest du in ein langes Rohr reinatmen, würdest du einen großen Teil der verbrauchten Atemluft nicht aus dem Rohr raus, sondern in das Rohr rein pusten und somit beim nächsten Atemzug wieder einatmen. Das ließe sich durch ein Ventil zum Ausatmen wie an der zweiten Stufe des Atemregulators lösen.

Außerdem ist in den Tiefen der Druck höher. Du atmest nach Lungenvolumen, deshalb verbrauchst du in größeren Tiefen auch mehr Luft aus der Flasche, da du für das gleiche Volumen mehr Menge einatmen musst, um den großen Druck zu kompensieren (für gleiches Volumen bei höherem Druck brauchst du mehr Masse). Der Atemregler an der Tauchausrüstung reguilert das.

Als Sauger kämst du da nie hin. Durch den immer höheren Druck von Außen würdest du trotz gleicher Masse immer flacher atmen und nicht mehr auf Volumen kommen. "Aufgeladen", also mit einer Druckluftflasche oder einem Schlauch mit Kompressor/Luftpumpe schon. Der Schlauch würde dich aber in deiner Bewegungsfreiheit einschränken. Knickt oder platzt der Schlauch, kannst du auch nicht mehr atmen, es ist also gefähricher, als mit einer Druckluftflasche.

Und zuletzt: Selbst wenn du deine Reichweite durch externe Luftzufuhr erhöhst, kannst du trotzdem nicht länger unten bleiben ohne steigende Gefahr einer Dekompressionskrankheit. Die Luft in einer Druckluftflasche reicht Pi*Daumen so lange, wie deine Nullzeit ist, nach deren Überschreiten du beim Auftauchen sonst einen Notfall-Dekompressionsstop einlegen müsstest (und immer noch nicht weißt, ob sich nicht doch noch Komplikationen ergeben). Man bleibt nicht länger unten, als seine Nullzeit, außer man muss (als Kampftaucher bei der Marine vielleicht). Ein Sporttaucher überschreitet sie nicht. Punkt.

Damals als man noch keine Druckluftflaschen hatte, dürfte das legitim gewesen sein. Aufgrund der Einschränkungen in Bewegungsfreiheit und Sicherheit (Schlauch kann knicken/blockieren, kaputt gehen/platzen...) braucht man sowas im Zeitalter von Druckluftflaschen nicht mehr.

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Genau aus diesem Grund sind Schnorchel maximal 25 bis 30 cm lang, weil ansonsten Die verbrauchte Atemluft im Schnorchel verbleibt und wieder eingeatmet wird.

Endergebnis ist, dass man nach wenigen Minuten ohnmächtig wird und ertrinkt.

Einen Schnorchel also selbst zu verlängern wird tödlich sein.

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In fünf Metern Tiefe ist der Wasserdruck so hoch, daß Du Luft unter höherem Druck brauchen würdest, um problemlos atmen zu können. Das von Dir erwähnte Problem der Pendelatmung ließe sich noch durch ein Ventil lösen - der Wasserdruck auf den Brustkorb jedoch nicht. Der Druck der einzuatmenden Luft muß ständig im Verhältnis zur Wassertiefe angepaßt werden.

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Wenn Du das machst, bist Du in 5 Minuten tot !

Wie Du schon selber richtig erkannt hast, atmest Du lediglich immer wieder Deine Ausatemluft ein, und die ist irgendwann ohne Sauerstoff.

Dein Atemvolumen reicht nicht aus, um die gesamte Luft aus dem Schlauch auszutauschen.

Das würde nur funktionieren, wenn Du am Mundstück ein Ausatemventil hättest, durch das die "alte" Luft ins Wasser abgeleitet wird und so im Schlauch nur Frischluft ist.

Wenn Du das mal praktisch testen willst, dann nimm Deinen langen Schlauch und einen Eimer mit Wasser. den stellst Du neben einem Hochhaus auf die Straße. Dann gehst Du in die vierte oder fünfte Etage und versuchst von dort aus, das Wasser aus dem Eimer mit dem Schlauch hochzusaugen...

Das ist das gleiche Prinzip - nur anders rum ;-)

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BCgamer007 11.07.2017, 12:23

Aber was ist wenn ich es mit einem Ameo Powerbreather mache? Das ist ein Schnorcel bei dem die eingeatmete Luft durch einen anderen Kanal abgegeben wird.

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Andreas703 11.07.2017, 12:31
@BCgamer007

Ganau das meine ich ja, die Ausatemluft muss über einen anderen Weg abgeleitet werden, als die Einatemluft. So funktioniert der Powerbreather auch, mit zwei Ventilen, die beim Ein- bzw. Ausatmen jeweils einen Schlauch verschließen.

Sei aber vorsichtig! Einfach einen Schlauch anstecken dürfte ebenfalls lebensgefährlich sein. Die Ventile dürften für den höheren Luftdruck nicht ausgelegt sein, so dass diese ab einer bestimmten Schlauchlänge nicht mehr richtig funktionieren werden.

Deshalb weist der Hersteller ja auch ausdrücklich darauf hin, dass das Teil nicht zum Tauchen geeignet ist.

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BCgamer007 11.07.2017, 12:33
@Andreas703

Schade, aber könnte ich nicht durch den Mund ein- und durch die Nase wieder ausatmen?

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Das ist eine sehr blöde Idee,die dein Leben beenden könnte.

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