I Abfindung bei der Krankenkasse sozialversicherungspflichtig?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zunächst einmal ist eine Abfindung NICHT sozialversicherungspflichtig !

Aber: Wenn die Abfindung vielleicht auch deshalb vom AG bezahlt wurde, um die normale Kündigungsfrist zu verkürzen, so wird von der Arbeitsagentur neben der Sperre auch eine Ruhefrist "verordnet". Innerhalb dieser Zeit musst Du Deine Abfindung aufbrauchen und u.a auch KV/PV Beiträge in voller Höhe selbst bezahlen. Leider hast Du nichts von einer Arbeitslosmeldung und Ruhezeit erzählt, aber die 2,5 Monate deuten für mich darauf hin. Oder woher kommt diese Zeit sonst ?

Wenn Du hingegen nicht arbeitslos gemeldet bist, musst Du ohnehin Deine KV/PV Beiträge selber zahlen. Auch die KK berechnet eine Ruhezeit nach den selben Regeln wie die Arbeitsagentur. Und danach berechnet sich Dein Beitrag aus der Summe deiner Einkünfte. Dazu zählt NICHT die Abfindung, Aber natürlich die Kapitaleinkünfte und sämtliche sonstigen Nebeneinkünfte.

Bist Du aber doch arbeitslos gemeldet, dann zahlt nach Sperr- und Ruhezeit die Arbeitsagentur wieder deine Beiträge zur KV/PV. Und dabei spielen dann deine Kapitaleinkünfte keine Rolle.

Mir ist es so ähnlich ergangen (s. Profil) und ich konnte meine Beiträge von zunächst ca. 650 Euro (im ersten Monat) auf jetzt ca. 150 Euro senken. Dies aber nur deshalb, weil ich noch einige Verluste aus Kapitalvermögen habe, so dass meine Einkünfte zumindest in diesem Jahr noch unter der Minimalgrenze (ich glaube ca. 850 Euro/Monat) bleiben werden.

Gruß, Peter Ranning

Hallo Peter,

vielen Dank für Deine Antwort.

Also bevor das Arbeitsverhältnis (normale Kündigung) beendet wurde, bin ich noch in den Krankenstand geraten, in dem ich noch immer bin. Also arbeitslos war ich bisher noch nicht, werde es erst dann, wenn ich nicht mehr krank geschrieben bin. Das ich KV+PV Beiträge auf das Krankengeld zahlen muß ist okay, aber die Krankenkasse behält auch KV + PV von meiner Abfindungssumme ein und dies für einen Zeitraum von 2,5 Monate und das sind immerhin 700 Euro pro Monat (also ca. 1.750 Euro gesamt).

Gruss Bernd

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@BernieF

Mir fallen dazu noch folgende Punkte ein:

  • Wenn Du nicht arbeitslos gemeldet bist, musst Du als freiwillig Versicherter an der Höchstgrenze den ersten Monat selber zahlen (nimm es einfach mal so hin - es ist so!)
  • Die anderen 1,5 Monate kann ich mir nur so erklären, dass bei der Kündigung die Kündigungsfristen nicht eingehalten worden sind. Dann müsstest Du in dieser Zeit deine Abfindung "verbrauchen".
  • Wenn Du nicht arbeitslos bist, musst Du Deine KV/PV aufgrund Deiner Einkünfte selber bezahlen. Und das sind ALLE Einkünfte (Selbständig, Vermietung; Zinsen, etc.) Auch das könnte die Berechnungsbasis für die 1,5 Monate sein.
  • Am besten einfach mal bei der KK nachfragen. Die werden Dir das sicher erklären können. Und sind oft ganz nett. Einfach mal die Lage erklären. Vielleicht liegt auch einfach nur ein Fehler vor.

Viel Erfolg und Gruß,

Peter Ranning

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Ja - war bei mir auch so.

Jobwechsel - muss das einem Amt mitgeteilt werden?

Guten Morgen!

Mein Cousin und ich saßen gestern abend zusammen, haben uns über seinen Job und baldiges Praktikum unterhalten und hatten hier eine kleine Diskussion. Folgendes:

Er ist 19 und hat letztes Jahr keinen Ausbildungsplatz mehr bekommen. Deshalb hat er 7 Monate lang auf 400 Euro-Basis gearbeitet (nicht sozialversichert, Krankenkasse wurde von ihm direkt bezahlt). Dort wurde er "befördert" und hat die letzten 4 Monate 800 Euro brutto bekommen und war dann auch sozialversichert. Jetzt hat er zum 30. Juni 2012 diesen Job gekündigt, da er ab dem 16. Juli 2012 ein bezahltes Praktikum (sozialversichert) in einem Unternehmen anfängt, wo er die Chance hat, ab dem 1. September eine Ausbildung anzufangen.

Nun zur Diskussion: er ist der Meinung, er müsse sich bei keinem Amt melden und bescheid sagen, dass er den alten Job gekündigt hat und in 3 Wochen ein Praktikum beginnt. Ich war der Meinung, er müsse das doch irgend einem Amt mitteilen. Welches Amt das interessieren könnte, wusste ich allerdings nicht ;-(

Daher zu meiner Frage: Muss mein Cousin den Jobwechsel irgendwem mitteilen oder regelt das das neue Unternehmen (wo er Praktikum macht)?

Ich würde mich über ehrliche Antworten freuen (auch, wenn ich dabei feststellen muss, dass ich nicht Recht hatte^^). Danke!

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Hallo zusammen!

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Also: Jährlicher Gewinn "X" : 12 = monatlicher Gewinn "Y". ("Y" x 0,153) = monatlicher Krankenkassenbeitrag... so in etwa.

Um meinen tatsächlichen Gewinn zu ermitteln mache ich ja meine Einkommenssteuererklärung. Hierbei werden Krankenkassenbeiträge ja, soweit ich richtig informiert bin, von dem Bruttoeinkommen abgezogen. Also errechnet sich mich tatsächlicher Gewinn in etwa.. Bruttoeinkommen-Krankenversicherungsbeiträge = zu Versteuerndes Einkommen. zu versteuerndes Einkommen-Steuern= Gewinn !!!

Also wie läuft es im ersten Jahr der Selbstständigkeit wo ich mein Einkommen nur schätze und danach meine Krankenkassenbeiträge ermittelt werden. Ich kann ja bei der Einkommensteuererklärung nicht sagen ich habe 600€ monatlich in die Krankenkasse gezahlt, wenn ich nach einreichen der Steuererklärung feststelle oh ich hätte nur 500€ zahlen müssen.. bekomme also 1200€ zurück. Und bei der Krankenkasse können ohen richtigen Einkommenssteuerbescheid meine tatsächlichen Beiträge nicht berechnet werden....

Bekomme ich zu viel gezahlte Beiträge wieder und nehme diese als Gewinn/Einkommen einfach mit in das nächste Steuerjahr ??? Oder habe ich grundsätzlich was nicht verstanden???

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Nun habe ich folgendes Problem:

Ich habe einen Arbeitsvertrag in der Gleitzone, das heißt, ich bekomme für 9 Arbeitstage pro Monat den Betrag "X". 3 Arbeitstage war ich krank, also bekam ich die logischer Weise auch nach meinem Stundenlohn abgezogen.

Die Krankenkasse teilt nun mein Arbeitsentgelt durch 30 Tage und NICHT wie im Vertrag stehend und vom Arbeitgeber extra nochmal bescheinigt, durch 9 Tage. Somit berechnen die einen Tageslohn von "Y", der aber vom tatsächlichen Betrag um 51 Euro täglich abweicht!!!

Somit zahlt mir die Krankenkasse anstatt den min. 70 % tatsächlich nur knapp 40 %.

Wer kennt sich damit aus und kann mir sagen, an wen ich mich wenden kann, wenn die Krankenkasse "falsch" berechnet?

Danke für die Antworten

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