Hypoxischer Hirnschaden, wirklich keine Hoffnung?

4 Antworten

Guten Abend,

erstmal wünsche ich dir ganz viel Kraft. Es ist keine leichte Situation, in welche du dich befindest. Ich bin seit 8 Jahren in der Pflege und betreue seither auch eine Dame, welche einen Schlaganfall hatte und nun seit 9 Jahren mit dieser Diagnose lebt. Auch die Bewohnerin, welche ich pflege, wurde lange reanimiert. Wach ist sie nicht. Eine genaue Einschätzung kann ich nun nicht wirklich geben. Nur von meinen Erfahrungen sprechen. 

50 Minuten sind sehr lang. Mit hoher Wahrscheinlichkeit können die Ärzte schon die Diagnose treffen. Ansonsten würden sie dir nicht nahe legen, dir darüber Gedanken zu machen, was deine Mutter gewollt hätte. Was natürlich eine sehr schwere Frage ist. 

Ich habe nun 8 Jahre den Verlauf der Dame beobachten können. Dies hat mich persönlich zu dem Entschluss gebracht, dass ich selbst niemals künstlich ernährt werden möchte. Ich muss dazu sagen, dass die Bewohnerin einen sehr hohen neurologischen Bedarf hat, mit einer sehr hohen Muskelanspannung. Diese lassen sich medikatös etwas mildern. Jedoch nicht gut. Mittlerweile hat sie Kontrakturen in sämtlichen Gelenke, so dass man sie nicht mal mehr in einem Stuhl setzen kann. Dies hatte sie zuvor eine Stunde geschafft. 15 Minuten länger und sie hätte eine Druckstelle.

Dies ist ein kurzer Einblick, welchen ich dir geben könnte. Sicherlich gibt es da noch etliche andere Beispiele und Erfahrungen. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen.

Liebe Grüße

Hallo DollySchnecke,

also mein Bruder hat auch einen hypoxischen Hirnschaden. Dabei ist das Hirn, im Gegensatz zu einem Schlaganfall ganz betroffen. Es sind sehr viele Hirnzellen abgestorben. Aber es werden täglich neue gebildet und die müssen sich erst miteinander verknüpfen. Deshalb kann die Genesungszeit bis zu drei Jahren gehen. Frühreha kommt erst in Frage, wenn sie wach ist. Bekommt sie Physiotherapie, das wäre auch sehr wichtig. Und bekommt sie denn noch Narkosemittel? Wenn sie selbstständig atmet, könnte man dies ausleiten. Es ist eine sehr schwere Zeit, auch für die Angehörigen. Fünf Wochen sind wirklich noch keine Zeit, um das beurteilen zu können. Warum bekommt sie Morphium? Das beeinflusst natürlich auch die Genesung und macht abhängig. Nochmal alles Gute für Sie und Ihre Mutter. Liebe Grüße und viel Kraft.

0
@Bresiana

Hallo Bresiana,

vielen Dank für deine Antworten. Leider ist meine Mama dann im Juli gestorben. Mit meiner Hoffnung stand ich in meiner Familie und auch unter den Ärzten ziemlich alleine da und niemand sah irgendwie einen Anlass es überhaupt mit Frühreha bzw. Physio zu beginnen. Es wurde dann die Ernährung und, um alles zu beschleunigen, die Flüssigkeitszufuhr abgestellt. Das Morphium hat sie bekommen gegen die Schmerzen. Es wurde zwar immer gesagt, dass sie überhaupt nichts mitbekommt bzw. spüren kann, aber das wohl dann doch noch.

Ich weiß, dass meine Mama alles dafür getan hätte, dass wir nie so etwas erleben und entscheiden müssen. Auch ist es klar, dass sie nie lange in diesem Zustand hätte sein wollen. Dennoch denke ich schon, dass sie es wert gewesen wäre, länger gemeinsam zu kämpfen.

Ich wünsche dir, deinem Bruder und deiner ganzen Familie nur das Beste und vor allem viel Gesundheit.

0

Guten Abend, ich möchte Ihnen mal etwas Mut machen. Mein Bruder, 59 Jahre alt, hatte am 2. Februar 2016 vor einer geplanten Rücken-Op bei Narkoseeinleitung eine Lungenembolie. Er wurde 65 Minuten reanimiert. Dabei wurden ihm sämtliche Rippen und das Brustbein gebrochen. Die Rippen haben ihm wiederum die Lunge verletzt, sodass die Lunge zusammen gefallen ist. Er wurde dann ins künstliche Koma versetzt. Nach zwei Wochen wurde ein Luftröhrenschnitt gemacht. Es entwickelte sich dann eine Lungenentzündung. Dann lagerte sich sehr viel Wasser in seinem Körper ein. Nach zwei Wochen Koma ließen sie ihn aufwachen. Er reagierte so gut wie nicht. Es wurde auch ein CT vom Kopf gemacht. Darauf waren auch keine Hirnwindungen zu sehen, praktisch eine Masse. Dann wurde eine PEG gelegt, weil er sich die Nasensonde immer rausgezogen hat. Nach dreieinhalb Wochen wurde er in die neurologische Frühreha verlegt. Von da an wurde er wacher. Nach drei Wochen bekam er eine Sepsis. Er hatte ca. zwei Liter Wasser im Pleuraraum und wieder oder immer noch eine Lungenentzündung. Wurde wieder für drei Tage ins Koma gelegt und auf die Herz-Thorax-Intensivstation verlegt. Nach 16 Tage wieder in die neurologische Frühreha. Er hat dann wahnsinnige Fortschritte gemacht. Er konnte nichts mehr. Weder schlucken, sprechen oder laufen. Zumal bekommt er schon seit März Morphium wegen seinen Rückenschmerzen. Er ist seit fast drei Wochen in einer neurologischen Reha. Er läuft einwandfrei. Er spricht mit uns ganz klar. Er versteht uns zu 100%. Natürlich fällt ihm das eine oder andere Wort nicht ein, ist aber nicht schlimm. Er hat auch noch immer eine Amnesie. Das Kurzzeitgedächtnis ist auch noch nicht fit. Aber es würde keiner merken, dass er so krank War und auch noch ist, wenn man sich mit ihm unterhält. Er macht alle paar Tage Fortschritte und kann sich jetzt auch an manche Sachen von früher erinnern. Auch muss er natürlich lernen, was er mit bestimmten Gegenständen machen kann, aber es wird immer besser. Wir haben unterschiedliche Meinungen von Ärzten erhalten. Von es wird nicht mehr, bis es wird wieder alles gut. Wir sind sehr optimistisch und auch mein Bruder freut sich, dass er überhaupt noch lebt. Er weiß, dass er noch viel lernen muss, er will aber auch wieder gesund werden. Es kann bis zu drei Jahren dauern, bis er vollkommen gesund ist. Wenn man bedenkt, was er in fünf Monaten alles gelernt hat, obwohl er zweimal im Koma lag, hat er wahnsinnige Fortschritte gemacht. Wir haben auch von Anfang an viel mit ihm gesprochen und ihn berührt. Ich hoffe, Ihnen ein wenig Mut gemacht zu haben und wünsche Ihnen und Ihrer Mutter alles Gute.

Vielen lieben Dank! Auch wenn ich weiß, dass es naiv wäre aus Ihrer Geschichte für meine Mama Hoffnung zu schöpfen, tut es einfach gut zu hören, dass es auch gute Geschichten in so schrecklichen Situationen gibt. Und dafür danke ich Ihnen.

Ich weiß einfach nicht, was wir tun sollen. Darf ich fragen wie es zustande gekommen ist, dass Ihr Bruder Frühreha bekommen hat? Uns wird gesagt, dass es dafür ein Potenzial geben muss, sonst ist das Ganze sinnlos. Und das sieht bei ihr nun keiner.

Seit nun gut einer Woche bekommt sie dauerhaft Morphium. Seitdem habe ich das Gefühl, dass sie "noch abwesender" ist. Für einfach jeden gibt es nur den Weg der Palliativmedizin. Aber man kann doch nicht einfach so schnell aufgeben. Es ist doch erst 5 Wochen her. War die Palliativmedizin eine Option für Ihren Bruder?

Wie konnten sie trotz all der Tiefschläge weiterkämpfen?

0

So traurig es ist, aber vermutlich ist durch zu langen Sauerstoffmangel das Gehirn irreparabel geschädigt. Den Rückgang der Schwellung würde ich auch noch abwarten, aber wenn auf dem CT praktisch nichts zu sehen ist, besteht wenig Hoffnung. Eien ganz kleine Hoffnungschimmer gibt es, da sie ja eigenständig atmet und die Atmung wird aus einer Gehirnregion gesteuert (im Gegnsatz zum herz, das arbeitet ohne Befehle vom Gehirn!), daher muß ein Teil des Gehirns jedenfalls arbeiten.

Künstliches Koma wacht man darauß wieder auf oder nicht?

Hey, meine Tante liegt im Krankenhaus... Sie hat seit mehr als nem halben Jahr Leukämie... Sie lässt sich nicht behandeln... Sie ist mit Gürtelrose ins Krankenhaus gekommen... Sie hatte es am Auge... Wärend sie im Krankenhaus war hat sie eine Wasserlunge bekommen... Sie hätte bald raus dürfen... Aber dann ist es gestern abend passiert... Sie ist aus dem Bett gefallen und hatte einen Herzstillstand... Sie wurde nach ca. 8 min gefunden oder so und wurde Reanimiert... Sie liegt jetzt im Künstlichen Koma... Sie wiegt nur noch halbsoviel wie früher... Meine Fragen sind: Wie bekommt man eine Wasserlunge? Was passiert beim Künstlichen Koma? Wacht man da wieder auf? Wenn der Körper extrem geschwächt ist, wacht man da auf? Und ist man danach der alte wie davor oder hat man schäden davon? Sie bekommt ein starkes Schmezmittel, ist das schädlich? Danke schonmal ..

...zur Frage

Intensivstation lungenembolie

Hallo Ich habe mal eine frage geschrieben betreffend meiner freundin thrombose

Bei ihr wurde letze woche eine thrombose wade+unterschenkel festgestellt die mit blutverdünner behandelt wurde.. Gestern hatte sie atembeschwerden trotz blutverdünner Jaaaa in notfall gebracht diagnose lungenembolie...:-( jetzt liegt sie auf der intensivstatiion zustans stabil nimmt heparin.. Aber ich habe soolche das sie plötzlich stirbt... Intensivstation ist sie gut aufgehoben? Was meint ihr? Liebe grüsse

...zur Frage

Ich hab einen hypoxischen Hirnschaden, gibt es wirklich keine Hoffnung?

Hallo, ich hab einen hypoxischen Hirnschaden und suche Erfahrungen damit. Ich kann nicht mehr richtig sprechen und hab ein schlechteres Gedächtnis. Im MRT wurde aber nix gefunden. Hat irgendwer Erfahrungswerte damit?

...zur Frage

Hypoxischer Hirnschaden - 25 Minuten reanimiert. Was bedeutet das?

Hallo,

eine verwandte hatte vor 6 Tagen einen Herstillstand. Der Arzt reanimierte 25 Minuten, danach funktionierte ihr herz wieder. Jedoch stellte man fest, dass ihre lungen und nieren versagt hatten. Ihre Lungen arbeiteten gar nicht mehr und bei den nieren hieß es an grenze der Dialyse. Sie lag im künstlichen koma. Es hieß, dass sie nicht mehr lange leben wird. Es bestand jederzeit die gefahr eines weiteren Herzstillstands.

Am nächsten Tag begann ihre lunge an plötzlich ein kleines bisschen zu arbeiten, aber natürlich wurde sie weiter mit der maschine beatmet und bekam medikamente und war immer noch im künstlichen koma. Ca. am dritten tag begann die niere auch zu arbeiten. Urin-beutel war voll. Der Arzt hatte mit alldem nicht gerechnet und war verwundert. In der zeit wurden die medikamtr nach u d nach reduziert. Ungefähr am 4. Tag bekam sie flüssig Nahrung. Am 4. Tag setzte man schließlich auch die Medikamente für das schlafen ab.an diesem tag wurde sie nicht wach.

Am 5. Tag ungefähr brach man sie zu CT um hirnschäden festzustellen. Ergebnis von CT " hypoxischer hirnschaden ". Der prof meinte massiver hirnschaden. Sie reagierte auf nichts, sie schluckt nicht die augen reaigieren nicht. Sie wurde immer noch nicht wach.

Nun wurde alles abgesetzt Medikamente und schlafmittel. Sie wird nur noch beatmet. Es heißt, dass sie es nicht überleben wird. Am Montag soll ein neurologe kommen um festzustellen, ob sie hirntod ist.

Am abend des 5. Tages hatten wir zufällig ein Gespräch mkt einem pfleger. Er meinte die lungen arbeitet etwas besser als zuvor (Wert 35(was dieser wert genau ist weiß ich leider nicht )). Sie braucht aber trotzdem die Maschine zum atmen, aber die lunge würde trotzdem etwas besser als zuvor arbeiten. Desweiteren sagte der pfleger, dass wenn man die Patientin umzieht und sie dabei etwas rüttelt, also etwas ärgert würde sie auf den schlauch in ihrem mund, womit sie beatmet wird, beißen. Trotzdem gibt es keine reaktion in den auge, aber pfleger meinte die Pupillen seien schön rund. Zu erwähnen ist, dass die Patienten vor ca. 1-2 MONATEN an beiden augen mit ca. eine woche Abstand Katarakt-Operationen hatte. Der pfleger meinte, er ist auch gespannt was der neurologe amkommenden Montag sagen wird.

Heute ist der 6. Tag. Wir sind alle verzweifelt und möchten uns nicht wieder umsonst hoffnungen machen. Kann uns jemand hierzu aufklären, womit alles dieser verlauf zutun hat. Also was bedeutet dieser Befund, was steckt hinter diesem verlauf. Wir sind für jeder Information dankbar.

...zur Frage

Kokain überdosis Herzinfakt 20 minuten ToT besteht die möglichkeit noch weiter zu leben?

Mein Bekannter aus der Familie 24 Jahre alt hat ne überdosis von Kokain bekommen.Hatte dadurch ein Herinfakt und war 20 Minuten lang TOD.Er wurde wieder belebt und in ein Künstliches Koma gelegt.Der Herzstillstand war am 08.01.2016. Am 12 haben die ärtze versucht dass künstliche Koma aufzuheben um zu gucken ob er alleine aufsteht.Am 13 wurde er nachts wach und die Ärtze meinten er Währe unkontrolliert aufgewacht und die haben ihn wieder in Narkose Gesetzt.Seit dem ist er nihct mehr aufgewacht

kennt sich jemand mit dem Thema aus.Hat Jemand selber die Erfahrung gemacht oder was davon gehört wie die chance steht dass er wieder aufsteht.

Die Ärtzte meinten auch das sein Gehirn Schaden angenommen hat, da er tot war

ich hoffe jemand kann uns weiterhelfen in dem wir mehr infos über dieses Thema erhalten und dass unsere Hoffnung nicht zu Ende geht

mfg Die Familienangehörige

PS:Selbst schuld können sich die leute sparen dass hilft uns nicht weiter

Danke im Vorraus

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?