Hypochondrie mit Panikkattacken und leichter Depression?

7 Antworten

Die Angst vor einem Hirntumor nennt man in der medizinischen Fachsprache "Meningitophobie". Wie jede Phobie gehört sie den Angststörungen untergeordnet.

Das Problem einer Phobie ist oft, dass obwohl Untersuchungen das Gegenteil beweisen man an der Theorie festhält. Auch kann passieren, dass man sich ein neues "Problemfeld" sucht, also die Phobie vor etwas anderem entwickelt.

Eine Phobie ist grundsätzlich am besten mittels einer Psychotherapie behandelbar. Im Falle von Angststörungen kommt vorwiegend eine sogenannte Verhaltenstherapie zum Einsatz. Dort lernst du dich in geschütztem Rahmen deinen Ängsten zu stellen und diese Schritt für Schritt zu überwinden.

Eine Psychotherapie ist eine enorm anstrengende Angelegenheit, da man sich immer wieder den angsterzeugenden Reizen aussetzen muss. Zudem dauert es oft Monate bis sie wirkt. Doch sie ist ein hoch effektives und nachhaltiges Verfahren ohne Nebenwirkungen.

Bei schwersten Phobien, welche die Lebensqualität massiv einschränken können auch Medikamente zum Einsatz kommen. Allen voran Antidepressiva der SSRI und SNRI Gruppe. Diese haben jedoch viele Nebenwirkungen und greifen in den Botenstoffhaushalt des Gehirns ein. Ein Einsatz bei einer spezifischen Phobie ist also eher selten.

Was immer hilft sind Medikamente aus der Gruppe der Benzodiazepine (angstlösende Beruhigungsmittel). Das Problem ist jedoch, dass Benzodiazepine bei längerem und regelmässigem Gebrauch (nach ca. 4-8 Wochen) schwer abhängig machen. Sie sind also nur absolute Notfallmedikamente wenn eine Situation unaushaltbar wird.

Gegen Panikattacken hilft ebenfalls eine Psychotherapie und auch Medikamente wirken sehr zuverlässig. Allerdings kommt es darauf an, was du mit Panikattacken genau meinst. Panikattacken kommen meist wie Wellen und werden von den Betroffenen als lebensbedrohlich empfunden. Sie sind nicht mit "Panik haben" im alltäglichen Sinn vergleichbar.

Gegen Depressionen helfen die gleichen Medikamente und natürlich auch eine Psychotherapie. Jedoch ist die Behandlung meist schwieriger und die Medikamente schlagen nicht an.

Ich empfehle dir, dich an einen Verhaltenstherapeuten zu wenden. Schliesslich ist das Leben so nicht gerade lustig.

Geh zum Artzt und lass dich Untersuchen. Du wirst sehen dass der Test negativ ausfällt.

Das bringt natürlich eine Menge Überwindung mit sich aber das ganze ist nur eine Illusion.

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