Hypochonder der "Psyche" möglich - was tun?

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7 Antworten

Patient: "Herr Doktor, ich bin unheilbar krank!" Arzt: "Sooo? Na, was haben sie denn Schlimmes?" - "Ich habe Hypochondrie!" Arzt: "Ach was, das bilden sie sich bloß ein!"

Menschen die an Hypochondrie erkrankt sind, sind sich ihres übertriebenen und irrationalen Verhaltens oft sehr bewusst - können es jedoch nicht kontrollieren. Bei vielen Mitmenschen stößt dieser Zustand auf Unverständnis und führt nicht selten dazu, dass Betroffene sich von ihren Angehörigen und Freunden im Stich gelassen fühlen. Rückzug und Vereinsamung sind nicht selten die Folgen.

Obwohl es nach wie vor noch keine endgültige Erklärung für die Entstehung der Hypochondrie gibt, kann man nicht davon ausgehen, dass sich die Personen ihre Beschwerden nur einbilden. Ganz im Gegenteil: Hypochonder haben tatsächlich die Symptome und Schmerzen, die sie beschreiben.

Alles über Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie und Prognose bei Hypochondrie auf der beigefügten Seite.

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Hypochondrie/

spiritualheart 29.11.2013, 22:51

"Herr Doktor,der Hypochonder aus Zimmer 4 ist tot !" "Ach,jetzt übertreibt er aber!!"

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Ja, das hat schon was von einem Hypochonder, aber im Prinzip überprüft man sich bei solcher Lektüre ja immer automatisch selber. Hab ich das? Fühlt sich das so an? Wenn Du es genau so schnell vergisst, wie ich die Horoskope, die ich lese, ist es in Ordnung. Du solltest nur die gelesenen Probleme nicht zu Deinen machen.

Das ist jetzt so allgemein geschrieben, dass jemand auf jeden Fall sagen kann: Klar sind Sie ein Hypochonder… das hätten Sie wohl gerne, nicht wahr?

Tatsache ist jedoch, dass jeder die Symptome einer psychischen Erkrankung besitzt, wenn nur einzelne isolierte Symptome betrachtet werden.

Zum Beispiel die Niedergeschlagenheit einer Depression. Diese alleine macht aber noch keine Depression aus. Oder das Morgentief einer Depression. Dies alleine macht auch noch keine Depression… da müssen noch andere Symptome zusätzlich zutreffen - und zwar über einen bestimmten definierten Zeitraum hinweg.

Genauso zeigt jeder im Laufe seines Lebens Zwangsverhalten. Oder sind Sie als Kind noch nie spazieren gegangen mit dem inneren Auftrag "nur ja nicht auf die Linie zu treten" oder eben "nur auf die Linie zu treten"? Zwangsverhalten kann helfen Angst zu vermeiden - nur diese Schrulligkeit alleine macht noch keine Zwangserkrankung aus.

Bei dem was Sie hier schreiben kann man also nur sagen: Ja, jeder kann sich in den einzelnen Symptomen von psychischen Erkrankungen wiederfinden. Wenn Sie jedoch ernsthaft die Vermutung haben, an einer psychischen Erkrankung zu leiden und auch den Wunsch verspüren, dass sich etwas ändern soll, dann suchen Sie doch einen Psychologischen Psychotherapeuten auf (falls Sie noch unter 21 J sind wären Sie beim Kinder- und Jugendpsychotherapeuten richtig) und bitten ihn um seine Einschätzung. Dann können Sie ganz sicher gehen ob Ihre Symptome einfach nur die Stimmungsschwankungen eines ganz normalen Jugendlichen (nehme ich jetzt mal so an weil Sie Ihr Alter nicht schreiben) sind - oder ob es sich um eine behandlungsbedürftige Krankheit handelt.

Wenn Sie ein Hypochonder wären, dann litten Sie unter einer Zwangserkrankung. Es könnte jedoch auch einfach sein, dass Sie ein etwas mehr mitfühlender Zeitgenosse sind als andere...

Solange sich das in Grenzen hält, ist es normal. Was meinst Du was Medizinstudenten während Ihrem Studium alles an eingebildeten Krankheiten haben. ;-) Das ist völlig normal, sollte aber auf einen Zeitraum beschränkt sein und nicht den Alltag beeinträchtigen.

Muss noch kurz war los werden.

oder weil ich glaubte einen an der Meise zu haben..?

Menschen mit einer hypochondrischen Störung haben keinen an "der Meise" ;-) ! Es ist eine psychische sehr belastende Krankheit wie jeder andere auch.

Das ist normal ... wenn es sich irgendwann wieder legt.

Und das ist bei sehr vielen Menschen so oder so ähnlich. Sprich mal mit Medizinstundenten oder mit Ärzten. Die meisten von ihnen bemerken sämtliche Symptome von Krankheiten, welche sie gerade studieren, an sich selbst. Und sie fragen sich, ob sie hypochondrisch oder tatsächlich krank seien ... das legt sich aber mit der Zeit, und irgendwann bekommen die meisten von ihnen wieder genügend Abstand und beziehen nicht mehr alles auf sich.

So wie du dein Mitfühlen-Können oder Müssen beschreibst, habe ich nicht den Eindruck, dass du hypochondrisch seist. Ich denke, du gehörst zu den Menschen, welche sehr einfühlsam sein können.

Das Phänomen ist so alt wie die Medizin selbst und betrifft natürlich auch die klinische Psychologie. In Grenzen ist es völlig normal.

In dem Buch "Drei Mann in einem Boot" von Jerome K Jerome (1889) z. B. unterhalten sich die Protagonisten (Medizinstudenten) über ein Lehrbuch und stellen fest, dass sie die Symptome aller dort verzeichneten Krankheiten zeigen - mit Ausnahme des Kindbettfiebers.

In Ärztekreisen sind die Hypochondrie und ihre uneheliche Schwester, die Ökochondrie, auch als "Morbus Mohl" oder als "Kühnemann'sche Krankheit" bekannt.

Mohl war lange Leiter der ZDF-Sendung "Gesundheitsmagazin Praxis", Frau Kühnemann einer ähnlichen Sendung bei der ARD. Immer, wenn diese Sendungen über eine bestimmte Krankheit berichtet hatten, waren am nächsten Tag die Wartezimmer voll von Leuten, die glaubten, an eben dieser Krankheit zu leiden.

Besonders schlimm ist die Ökochondrie-Form der Krankheit, etwa, wenn sich Menschen einbilden, ihre Kopfschmerzen oder was auch immer seien auf Mobilfunkstrahlen zurückzuführen, die sie wahrzunehmen glauben. Das ist aber Unsinn: Untersuchungen haben ergeben, dass die Betroffenen, wenn man ihnen zehn Mobiltelefone vorlegt, von denen eines eingeschaltet, die anderen neun aber abgeschaltet sind (Akku entfernt), nicht sagen können, weches denn das eingeschaltete sind.

Insbesondere die Ökochonder kosten unsere Gesellschaft jährlich einen Multimilliardenbetrag.

Ja ,das ist wie im Krimi! Alles spricht dafür,dass der Koch der Mörder war,dann war es aber doch der Gärtner;-)

Mach dich nicht verrückt,man kann durchaus "Einen abkriegen"wenn man sich da hineinsteigert!

Horoskopen kann man auch nicht trauen!

Ich rate dir ,lies mal was anderes Interessantes,sonst treffen eir uns beim Psychologen wieder :O

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