Hypnose bei Zwängen, Zwangsgedanken, emotionaler Abhängigkeit sinnvoll?! Wer hat Erfahrungen?

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3 Antworten

Wenn du einen guten Therapeuten findest, kann er vielleicht durch Hypnose grossen Schmerz, den du erlebt hast, aufloesen. D.h. du musst es aufloesen. Das kannst du ja mal probieren, es wird dir gut tun. Ansonsten, beachte deine Gedanken nicht weiter, du denkst sie nicht und brauchst deswegen kein schlechtes Gewissen zu haben. Beobachte dich selbst mal, wenn die Gedanken dich martern: Frage dich, was wird mein naechter Gedanke sein und du wartest auf ihn wie die Katz vorm Mauseloch. Dann kommt er, mache nichts mit dem Gedanken, lasse ihn wie eine Wolke vorbeiziehen und dann verschwindet er. So, dann wartest du auf weitere Gedanken, aber du beobachtest es nur ohne selbst aktiv einzugreifen und den Gedanken weiterzuspinnen. Nur beobachten, nix machen. Wenn du Glueck hast, koennen nach einiger Beobachtungszeit die Pausen zwischen den Gedanken laenger werden, kein Gedanke = kein Leid. So ist es, kommen wieder Gedanken, beobachten aber nix machen. So, das uebe mal ein wenig, vielleicht macht es dir ja Spass dich selber beim Denken zu beobachten. Wenn nicht, vergiss es wieder. Ist nicht so wichtig. Viel Erfolg.

vielen Dank für Deine Antwort. Ich werde es mal ausprobieren. Ich denke, das klappt gut (habe ne Übung vom Therapeuten in bisschen anderer Richtung bekommen) bei diesen aggressiven Gedanken, diese, die mir Schuldgefühle einreden, aber das mit der emotionalen Abhängigkeit sind weniger klare Gedanken, eher ein Schleier, der sich immer über alles, was ich tue oder denke legt, wie ein Film mit verbundenem Gefühl von Unruhe, nebenherzieht :/ Aber vielen Dank :)

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@cocochambo

Da kommen Gefuehle, dich dich an unschoene Situationen erinnern hervor, aber nur somatisch. Du kannst ja mal in diese Unruhe reingehen, d.h. es kommen lassen. Vielleicht kommen dann Erinnerungen oder Bilder hoch. Viel Glueck

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Liebe Coco,

Hypnose wäre eine wundervolle Ergänzung zu Deiner Psychotherapie. Bist Du aktuell noch in Behandlung? Würde Dein Therapeut eine Hypnose befürworten? Sieht er Kontraindikationen (nicht zu verwechseln mit "hält er was von Hypnose?")? Das Lager der Psychotheraputen spaltet sich ungefähr hälftig in PRO + KONTRA bezüglich Hypnose. Insofern kann es sein, dass er Dir abrät. Hier wäre zu hinterfragen, ob er Kontraindikationen sieht oder schlichtweg zu wenig über Hypnose weiß.

In Hypnose könnten wir prima

  • Dein Selbstbewusstsein aufwerten
  • ungünstige Glaubenssätze durch günstige ersetzen
  • Bedeutungen, die Du gewissen Dingen gibst, umdeuten
  • Kontexte überarbeiten
  • Blickwinkel verändern
  • Paradigmen optimieren

Üblicherweise würden solche Dinge vorab besprochen. Selbstverständlich bekommst Du in Hypnose alles mit. Selbstverständlich entscheidet Dein innerer Kontrollmechanimus zu jeder Zeit, ob eine Suggestion für Dich akzeptabel ist.


Aus dem, was Du hier geschildert hast, kann ich keine absolute Kontraindikation ableiten. Du solltest also mit Deinem Therapeuten sprechen und Dir dann ggfls. einen Hypnose-Therapeuten Deines Vertrauens suchen. Idealerweise erlaubst Du Deinen beiden Therapeuten die Kommunikation über Dich.

Viel Erfolg, HerzKasper

  • Hypnose-Therapeut
  • Coach
  • Hypnose-Ausbilder

Guten Tag,

danke für Ihre Antwort. Was meinen Sie denn mit "Kontraindikation" ??? Mein Therapeut hat mich mal eine halbe Stunde so "halb" hypnotisiert. Er meinte es ginge die Richtung, das hat mir aber leider gar nichts geholfen oder auufgelöst?! Aber er ist auch kein Hypnotieseur.

Grüße

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@cocochambo

Kontra-Indikationen sind Umstände, die die Anwendung einer Therapieform oder die Gabe eines bestimmten Medikamentes verbieten (oder nur eingeschränkt zulassen).

Wenn Dein (wir können gerne beim DU bleiben, solange wir online sind) Therapeut Hypnose schon angewendet hat, hat er ganz offensichtlich keine Bedenken. Kontra-Indikationen sind somit offensichtlich nicht gegeben.

Wenn er kein Hypnose-Therapeut ist, dann fehlt ihm natürlich die Routine und die Erfahrung. Eine kleine Entspannungstrance traue ich aber einem guten Prozentsatz der Psychotherapeuten zu.

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@HerzKasper67

achso, vielen dank für diese kleine begriffserklärung. ich habe mich heute nach einigen erkundigt, die eingetragen in der dgh und der milton erickson gesellschaft, sind. die eine dame ist psychologin und macht hypnose seit vielen jahren in ihrer praxis. sie verwendet aber auch andere methoden, wie dieses "klopfen" - weiß aber nicht, was ich davon halten soll :/ ?!?!? ist die "richtige" hypnose dann noch intensiever, als diese, die da mein psychologe mit mir gemacht hat?!?!

wäre über antwort sehr dankbar :) bin total neu in dem gebiet :)

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@cocochambo

Dein Therapeut hat es sicherlich gut gemeint. Vielleicht wollte er testen, ob Du leicht in Hypnose gehst. Das hätter er sich aber sparen können, da ein guter Hypno-Therapeut jeden in Hypnose führen kann, der da auch hin will.

Auf der anderen Seite kann er als Ungeübter seinem Patienten auch eine negative Referenzerfahrung verpassen, wenn es nämlich bei ihm nicht wirklich funktioniert. Diese Erfahrung kann künftige Hypnose-Versuche erschweren. Oder sie sorgt dafür, dass der Patient Hypnose mit der Begründung "klappt bei mir eh nicht" abtut.

Klopfen: Die Klopftechniken sind unter diversen Bezeichnungen gängig. Dies liegt meines Erachtens daran, dass sich diverse Therapeuten mit ihrer eigenen Methode schmücken wollen. Also erfinden sie das Rad einfach nochmal und nennen es anders. Am gängigsten ist wohl die Bezeichnung EFT (emotional freedom technique). EFT lässt sich grundsätzlich gut mit Hypnose verknüpfen, ist aber auch nicht wirklich notwendig.

Suche nach einem Therapeuten: So wie es gute und schlechte Ärzte gibt (sie sind alle in der Ärztekammer), so gibt es auch gute und schlechte Hypnose-Therapeuten. Die Zugehörigkeit zur DGH oder MEG ist in keinem Fall negativ zu bewerten, man muss aber davon ausgehen, dass es auch dort Therapeuten gibt, die nichts können. ich habe das schon erlebt, wie solche "Therapeuten" ihre Induktionstechnik runtergerasselt, hintendran 2 fragwürdige Suggestionen gesetzt und dann die "Hypnose" wieder aufgelöst haben. Fertig. Das war wie billigste Fließbandarbeit. Und ja, das KANN auch mal funktionieren. Es ist aber weder seriös, noch gründlich oder gewissenhaft. Der Normalbürger-Patient kann dies kaum beurteilen und lässt so etwas mit sich geschehen. Die Wirkung bleibt aber zumeist aus. Mit Glück wirkt noch der Placebo-Effekt.

Schreibe nachher weiter. Hab jetzt Termine. :-)

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@HerzKasper67

Wichtige Punkte:

  • Er darf keine Erfolgsgarantie aussprechen
  • Sehr wohl aber darf er sagen, dass Du gute Chancen hast; dies zu sagen ist sogar sehr sinnvoll.
  • Es braucht eine gründliche Anamnese und sicherlich mehr als 2-3 Sitzungen; es sollte aber auch keine Dauertherapie werden.
  • Ein gutes Indiz ist, wenn er ordentlich gebucht ist. Zu einem Hobby-Therapeuten (mit Home-Office) finden nur wenige Leute. Also ein Praxisbetrieb ist ein MUSS.

Wenn Du magst, kann ich Dir evtl. jemanden empfehlen. Käme auf Deinen Wohnort und Deine Mobilität an. :-)

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Wenn du bereits Therapeuten hast, werden die dich besser beraten als irgendwer. Hypnose kann nicht schaden, wenn sie professionell durchgeführt wird.

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