Hypertrophie des Herzmuskels?

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Das ist auch richtig, ein über lange Zeit chronische Druckbelastung führt (nachdem das Herz kompensatorisch zunächst konzentrisch hypertrophiert) ebenfalls zu eine Dilatation (->Dekompensation) 

Chronische Druckbelastung bedeutet, dass die Nachlast erhöht ist, gegen welche das Myokard pumpen muss. Wie auch die anderen Skelettmuskeln, hypertrophieren sie, wenn mehr Arbeit anfällt und passen sich der notwendigen Leistung an (z.B. bei Aortenklappenstenose). 
Chronische Volumenbelastung (z.B. bei Aortenklappeninsuffizienz) bedeutet, dass andauernd das Blut das Myokard derart belastet, dass es "ausleiert". Es kann bei permanenter zu hoher Vorlast nicht mehr optimal pumpen. Zwar unterliegen die Myofibrillen dem Frank-Starling-Mechanismus, aber auch nur bis zu einem gewissen Dehnungspunkt. Darüber hinaus "reißen" sie zwar nicht direkt ab, aber verlieren ihre optimale Kontraktilität.

(Die Folgen bzw. Herleitung zur Wandspannung, kann man sich mit der La-Place-Gleichung veranschaulichen)

Ich hoffe ich konnte helfen ;)

ledesp 01.08.2017, 16:08

Alles klar, perfekt. Vielen Dank für die Antwort!

0

Die Druckbelastung bezieht sich auf den Druck, der in der Systole aufgebaut werden muss. Der Druck wird ja aktiv vom Herzmuskel erzeugt und wirkt nicht auf ihn wie das erhöhte Volumen.

Die Umbauprozesse des Herzmuskels werden durch unterschiedliche Veränderungen getriggert. Bei der Druckerhöhung verändert sich die systolische Wandspannung - das löst die konzentrische Verdickung aus. Bei der Volumenüberlastung wird zunächst der Muskel gedehnt.

Weil Druck und Volumen einander bedingen.

Ein erhöhter Zustrom erhöht entweder das eine oder das andere.

Was möchtest Du wissen?