HVV Abo Schulden durch Eltern bin ich haftbar?

2 Antworten

Bin ich haftbar für die Unterschrift meiner Mutter vom HVV?

Grundsätzlich ja. Es geschah mit deinem Wissen, es war (so vermute ich mal) ein Jahresticket für dich. Die Mutter darf das im Rahmen ihrer Vertretungsbefugnisse, da du noch keine 18 warst/bist.

Gegenüber dem Unternehmen bist also durchaus du zur Zahlung verpflichtet. Anders sähe es nur aus, wenn das nichts für dich war, sondern für die Mutter selbst. Dann kannst du ggf. diesen Vertrag angreifen. Kläre das also schnellst möglichst mit deiner Mutter.

Du musst hier zwei Dinge unterscheiden: Das Außenverhältnis mit dir als Vertragsnehmerin und dem HVV. Das ist eindeutig.

Dann musst du das Innenverhältnis zwischen dir und deiner Mutter unterscheiden. Deine Mutter ist ggf. dir gegenüber verpflichtet, im Rahmen des Unterhalts genau diese Zahlung für die Fahrkarte zu leisten. Du hast also durchaus einen Anspruch, dass dir der Schaden, der aus ihrer Nicht-Zahlung entstand, irgendwann ersetzt wird. Das interessiert aber den HVV nicht. Die Anwälte haben ganz Recht, dass es irgendwer von euch bezahlen muss.

Nein der Vertrag wurde ohne dein Wissen geschlossen und du warst noch Minderjährig. Was will man da auf dich abwälzen. Das müßten die Herren Anwälte aber wissen

Ohne mein Wissen war es ja nicht. Sie hat es ohne mein Wissen nicht bezahlt. Auf dem Vertrag muss ja der Name von mir drauf sein mit der Unterschrift der Mutter. Ich habe das den Rechtsanwälten erzählt, deren Antwort war dass es jemand bezahlen muss..

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@tingtank

Okay aber trotzdem nicht du. Er mag auf dich ausgestellt sein aber es gilt die Unterschrift die das ganze gültig macht und das warst nicht du

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@ghasib

Das ist schlichtweg falsch, was du schreibst. Das, was die Mutter gemacht hat, nennt sich letztendlich Vertretungsbefugnis. Mit anderen Worten: Sich darf als Erziehungsberechtigte sinnvolle Verträge auf den Namen des Kindes abschließen.

Und ein Jahresticket für Bus/Bahn ist durchaus sinnvoll, wenn Bub/Mädel zur Schule muss.

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@mepeisen

Jetzt mach mal nen Punkt. Er soll dafür jetzt aufkommen das ist doch unsinnig er hat nicht unterschrieben. Das ist der Oberhammer

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@ghasib

Man muss nicht zwangsläufig irgendwo unterschreiben, um in Haftung genommen zu werden.

Im übrigen hat mepeisen völlig Recht, das ergibt sich alles aus §§1626 ff. BGB und §§164 ff. BGB. Einfach mal nachlesen

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@ghasib

Ich habe von sinnvollen Verträgen auf den Namen des Kindes gesprochen. Und das meine ich exakt so, wie ich es geschrieben habe. Wortwörtlich.

Wenn die Mutter Verträge auf das Kind abschließt, dann aber alles selbst nutzt, ist das womöglich sogar eine Straftat (Betrug/Urkundenfälschung wegen der Unterschrift). Und dann kann man sich auch gegebenenfalls dagegen zur Wehr setzen.

Aber bei einer Fahrkarte für die Schule ist das etwas, was erlaubt ist. Im Gegenteil: Sie ist sogar verpflichtet, dafür zu sorgen, dass das Kind zur Schule kommt.

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