Hundetraining? Klicker oder stimme?

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Clicker und Pfeife erzeugen immer dasselbe Geräusch - das heißt, wenn der Hund einmal verlässlich darauf konditioniert wurde, klappt das Abrufen mit einer Pfeife meistens besser. Siehst du beispielsweise, wie dein Hund auf eine stark befahrene Straße zuläuft, kannst du Panik in deiner Stimme nicht verhindern, bist du gerade genervt, hört dein Hund auch das raus. Hunde können Emotionen extrem gut herausfiltern und werden dadurch beeinflusst - nicht immer positiv. Es kann also sein, dass du deinen Hund (auch wenn du das nicht möchtest) durch Gefühle in deiner Stimme oder eine veränderte Stimmlage auch zu einem anderen Verhalten bringst. Da die Pfeife immer gleich ist, kann dir das da nicht passieren.

Der Clicker ist optimal, um neue Kommandos zu erlernen. Natürlich musst du gleichzeitig mit Stimme arbeiten - der Clicker ist nur die Belohnung bzw. die Bestätigung, dass der Hund etwas richtig ausgeführt hat; den "Kommandonamen" muss man natürlich immer noch selbst aussprechen (während die Pfeife der Kommandoton an sich ist - kann man also nicht so ganz vergleichen). Der Clicker ist so beliebt, weil dieser Ton sehr schnell gegeben werden kann. Manchmal führen Hunde eine Bewegung nur für eine Sekunde oder noch schneller aus, heben nur kurz die Pfote an, und bis du dann "super" zu Ende gesagt hast, ist auch die Pfote wieder am Boden. Da ein Klick aber ein sehr schnelles und kurzes Signal ist, ist es viel einfacher, Hunde damit zu erziehen. Natürlich hat man dafür ganz am Anfang ein bisschen mehr Arbeit, weil man dem Hund erst einmal "erklären" muss, dass der Clicker etwas Gutes ist, aber danach läuft das Training sehr viel schneller.

Ich würde es einfach mit beidem machen. Man kann den Clicker nutzen, um dem Hund zu zeigen, welche Bewegung genau die richtige war, aber man darf natürlich immer noch mit Stimme, Streicheleinheiten oder Leckerlies belohnen - das sollte man auch, auf Dauer hat nämlich kein Hund mehr Lust aufs Training, wenn er nur mit einem Klick bestätigt wird. Bezüglich der Hundepfeife ist es eigentlich egal was man wählt - ich mach das mit Stimme (man kann ja auch selbst pfeifen), ich wäre nämlich viel zu vergesslich, um jedes Mal eine Pfeife einzustecken. Und wenn man den Hund dann nur auf die Pfeife und nicht auf die Stimme konditioniert hat, steht man blöd da, wenn man die Pfeife vergessen oder verlegt hat. Letztendlich ist das aber jedem selbst überlassen - jeder wie er mag.

Hallo,

Der Clicker ist emotionsfrei und kommt in normalen Umweltgeräuschen nicht vor. Ausserdem klingt er immer gleich. Der Hund muss hierauf aber "mehr" konditioniert werden (die meisten Hunde freuen sich bei hohen Tonlagen eh schon ein Loch in den Bauch) - hoffe ich habe mich verständlich genug ausgedrückt. Die Stimme hast du immer "griffbereit" und kannst du auch nicht vergessen^^. Ich persönlich finde Stimmlob praktischer, da ich den Hund auch im Alltag damit lobe und vorallem bei der Arbeit gar nicht wüsste wie ich da auch noch clickern soll. Die emotionen sollte man als Tierbesitzer ja eh gut im Griff haben und einen signifikanten Unterschied habe ich bei meinen noch nie bemerkt auch wenn ich mal einen richtigen sch*** Tag hatte oder mein Jungspund die Ohren als Deko trug^^. Im Endeffekt liegt es bei dir und deinem Hund womit ihr beide besser klarkommt. Zur Pfeife kann ich nichts sagen, da ich sie nur als Rückruf benutzte und somit nicht als Lob.Sie war bei uns eine Art "Superpfiiff" und wurde nur in besonderen Situationen (Jagd) eingesetzt. Der Vorteil ist, dass der Hund sie sehr gut wahrnimmt und sie sich von andertne Hintergrundgeräuschen deutlich abhebt.

der vorteil beim clicker ist,das der ton immer gleich ist. deine stimme kann mal höher,mal tiefer sein,in manchen situationen vielleicht unsicher klingen,das vermittelt dem hund dann auch unsicherheit. bei einer pfeife triffst du den ton auch nicht immer gleich,der clicker ist also am besten fürs training geeignet. ich arbeite bei meinen hunden mit clicker,und vor diesen hunden hatte ich 2 border collies,die ebenfalls viel spaß beim clickern hatten.

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