Hunde/Mietrecht?

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5 Antworten

Habe eine Frage bezüglich Mietrecht. Seit knapp 3 Jahren habe ich meine Eigentumswohnung vermietet, damals noch mit der Klausel das keine Hunde gehalten werden dürfen.

Solche Klauseln sind laut BGH unwirksam

Der Mietvertrag ist befristet auf 3 Jahre, wobei der Mieter im Mai um Verlängerung gefragt hat.

Hier mal ein Link:

http://www.mietrecht.org/mietvertrag/befristeter-mietvertrag/#IV

Was war der Grund der Befristung? Steht der Grund der Befristung im Mietvertrag?

Wenn kein Grund angegeben wurde oder er nicht zulässig ist.

Dann hat der Mieter einen unbefristeten Vertrag.

 Jetzt bin ich draufgekommen das seine Freundin schon länger bei ihm in der Wohnung wohnt( ohne Anmeldung und mein ok) das wäre mir ja egal,

Grundsätzlich darf ein Mieter sein Lebenspartner aufnehmen, aber er muss dieses dem vermieter mitteilen,

Du darfst die Nebenkosten anpassen.

aber seit heute hat er eben auch einen Hund. Finde das sehr frech, aber was kann ich jetzt machen?

Z.B. mit ihm reden und sich darauf einigen, das er kein weiteren Hunde aufnimmt und Du in Zukunft vorher gefragt werden musst.LG

johnnymcmuff

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Finde das sehr frech, aber was kann ich jetzt machen?

Auch mit deiner - in einem Formularmietvertrag - mittlerweile
unwirksamen Hundehaltungsverbotklausel gilt, dass die Haltung von Hunden
ohne die vorherige Zustimmung des Vermieters immer beseitigt verlangt
werden kann. In einem individuellen MV hat sich der M an das zu halten, was er unterschrieben hat: Keine Hunde.

Ebenso ist es ungerechtfertigte Gebrauchsüberlassung Dritter, jemanden ungefragt einziehen zu lassen.

Nun hast du die Wahl: Du beauftragst einen Fachanwalt für Mietrecht mit kostenträchtiger Wahrnehmung deiner Interessen, d. h. Beseitigungs- bzw. Auszugsverlangen unter Ankündigung einer frislosen Kündigung bei fruchtlosem Fristablauf oder nimmst das hin, lässt den Mietvertrag vereinbarungsgemäß bis zur Beendigung auslaufen und stimmst einer Verlängerung nicht zu. Wie lange wäre das denn noch hinzunehmen?

G imager761

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Die Klausel mit dem Hundeverbo ist, obwohl es sich um einen alten MV handelt, ungültig. Das bedeutet aber nicht, dass der Mieter sich nun einfach so einen Hund anschaffen kann. Lt BGH bedürfen Hunde immer noch der Genehmigung des Vermieters, der das aber nur begründet ablehnen kann. Nun hat sich dein Mieter ohne zu fragen einen Hund angeschafft und sich damit ein kräftiges Eigentor geschossen.

Du kannst ihn nun abmahnen und auffordern den Hund wieder abzuschaffen. Tut er das nicht, kannst du ihm fristlos kündigen.  Denn du benötigst auch nun keinen Grund mehr, die Hundehaltung abzulehnen. Eine fristlose Kündigung könnte nun nicht wegen der Hundehaltung erfolgen, sondern weil der Mieter sich nicht an die Vorgabe des BGH gehalten hat und eigenmächtig gehandelt hat. Schäden, die am Parkett durch den Hund verursacht wurden (soweit denn welche bestehen) hat der Mieter natürlich zu tragen.

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Hallo also naja wenn du ein hundeverbot gemacht hast für deine Wohnung dann sollte man sich auch dran halten logisch. Aber da ich selber Hundebesitzer bin und du ja auch vll hat er sich noch nicht getraut zu fragen weil er Angst hat das er dann aus der Wohnung muss .
Ich an deiner Stelle würde ihn an reden und mal schauen was für einen Hund er hat weil wenns ein kleiner ist wird er sicher keinen Schaden machen bei einem großen Hund spiel die Erziehung ein große Rolle .
Wenn ich du wäre wäre es wenns ein großer Hund ist möglich das du den Vermieter auf eine Haushaltsversicherung erinnerst wo Hunde Schaden übernommen werden die dann alles bezahlen was in der Wohnung Schaden genommen hat zu deiner Sicherheit würde ich aber die Wohnung noch mal durch gehen und Filmen oder fotogarphieren so das du selber schauen kannst was Schaden genommen hat und der Vermieter keine linken Sachen ziehen kann .
Weil ganz ehrlich ich würde es auch nicht übers Herz bringen zu sagen der Hund muss weg  

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Was, wenn überhaupt, steht als Grund zur Befristung im Mietvertrag?

Wenn keiner oder keiner von 3 zulässigen gem. § 575 BGB, ist die Befristung unwirksam und somit der Vertrag unbefristet. Die Bitte um Verlängerung folglich unnötig.

Die Haltung von Hunden darf nicht mehr unbegründet untersagt werden. Darum ist die diesbezügliche Klausel in Deinem Mietvertrag unwirksam.

Dennoch könntest Du, weil der Mieter es versäumt um Erlaubnis zu fragen, die Abschaffung des Hundes, natürlich mit nachvollziehbarer Begründung, fordern.

Ob Du damit durch kommst ist die andere Frage.

Des weiteren könntest Du den Mieter wegen unerlaubter Gebrauchsüberlassung der Wohnung bzw. Teilen davon abmahnen. Er hätte Dich über den Zuzug der Freundin zumindest informieren müssen.

Sollte die Befristung des Vertrages jedoch wirksam sein würde ich kein großes Trara mehr machen, außer einer Verlängerung nicht zustimmen.

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