Hundehaltung Mietrecht

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7 Antworten

Tiere dürfen nicht gehalten werden mit Ausnahme von Kleintieren wie z.B. Zierfische, Wellensittiche, Hamster. Dies gilt uch für die zeitweilige Verwahrung von Tieren. Sofern die Parteien etwas anderes wollen, bedarf es einer Vereinbarung.

Da die Zustimmung der Vermieterin zur Hundehaltung nicht vor der Anschaffung der Schäferhündin eingeholt wurde, darf die Vermieterin hier eine Abmahnung aussprechen.

Schäferhündin angeschafft, nach Absprache mit der anderen Mietpartei, dies habe ich nur mündlich, aber mit Zeugen.

leider ist hier nur die Zustimmung der Vermieterin maßgeblich, mit den anderen Mietern besteht ja kein Vertragsverhältnis.

Zwar hat der BGH im letzten Jahr festgestellt, daß eine generelles Hunde- bzw. Katzenverbotsklausel im Mietvertrag zwar unwirksam ist. Weiter hat der BGH klargestellt, daß dieses Urteil kein Freibrief für Mieter ist und diese vor der Anschaffung eines Hundes oder Katze trotzdem noch die Zustimmung ihres Vermieters einholen müssen.

http://www.rab-friedrich-ramm.de/beitrag14.html

"er Nachbar informierte die Vermieterin über die Hundehaltung."

...Tut mir Leid aber du schaffst dir einen Hund an ohne das mit dem Vermieter abzuklären? Obwohl der nach Mietvertrag nicht gestattet ist? Oder hab ich das grad mit den Parteien nur nicht richtig verstanden?

Tja, so lange es keine Probleme mit den Nachbarn gibt ist es gestattet ohne Zustimmung des Vermieters einen Haustier zu halten . Das idealste jedoch ist und es liegt eigentlich auf der Hand, das man sich mit dem Vermieter im Moment des Einzuges, solange es noch um den Mietvertrag geht, einigt . Gibt es doch Gesetze für das Mieterrecht die auf der Seite des Mieters stehen . Doch so wie man hofft es könnte schon klappen, passiert das was ihnen passiert ist und da könnte es sein, logischer Weise, das der Vermieter im Recht ist und man dann kaum gegen ankommt . Versuchen sie sich mit dem Nachbarn im Guten zu einigen . Es wird nichts helfen oder sind sie Schwerbehindert mit einen eingetragenen Buchstaben B für eine ständige Begleitung, die u.U. auch von einem Hund ausgeübt werden kann . Wie Blindehunde und Begleithunde usw. doch all das zieht auch wieder nur im Zeitpunkt des Mietvertrages . Hinterher ist selten was möglich, ausser das was ich erwähnte, die gütige Einigung .

ist es gestattet ohne Zustimmung des Vermieters einen Haustier zu halten

Nein, das ist falsch. Nur Kleintiere dürfen ohne Zustimmung gehalten werden. Hunde bedürfen immer der Zustimmung des Vermieters und das ist ja im Mietvertrag auch ausdrücklich erwähnt. Wenn man sich darüber hinwegsetzt, muss man sich nicht wundern.

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Du hättest als allererstes den Vermieter fragen müssen.
ER hat nur Kleintiere erlaubt. Wenn er jetzt dir den Hund genehmigen würde dann dann hätten alle anderen im haus die gleichen Rechte. Ich denke das wird er nicht wollen. Eine Möglichkeit könnte es aber gehen. Für Blindenhunde bzw. Hunde die dem Menschen helfen bzw. auf die ein Mensch angewiesen ist können eine Ausnahmeregelung bekommen. Ich würde mich da an Deiner Stelle mal beim Amt erkundigen. Ob das mehr Gewalt hat als das Mietrecht kann ich nicht sagen. Alles Gute und ich hoffe es geht gut aus für Euch.

Es gibt ein grundlegendes Gerichtsurteil des BGH aus dem letzten Jahr, wonach die Haltung von Hunden pauschal nicht untersagt werden darf, nur weil es zum Beispiel so im Mietvertrag steht. Schaust Du dazu zum Beispiel auch hier: http://www.bild.de/ratgeber/recht/mieterrecht/hundehaltung-in-mietpbjekt-darf-nicht-pauschal-verboten-werden-29593736.bild.html

Verweise also den Vermieter insbesondere auch auf diese Rechtslage.

Die Hundehaltung wurde ja auch nicht pauschal untersagt, sondern es wurde ausdrücklich erwähnt, dass die Zustimmung erforderlich ist. Hier das BHG Urteil als Begründung anzuführen ist also für die Katz!

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Hunde bedürfen immer der Zustimmung des Vermieters! Ergo holt man sich die Zustimmung bevor man sich einen Hund anschafft. Das ist im Mietvertrag eindeutig geregelt. Der Vermieter kann dich nun abmahnen, den Hund wieder abzuschaffen. Dies muss begründet werden und das hat er getan, es liegen Beschwerden der Nachbarn vor. Desweiteren hast du dir durch die fehlende vorherige Zustimmung ein Eigentor geschossen. Du kannst nun den Vermieter auf Zustimmung verklagen, was ich als vergebene Liebesmüh einstufen würde , den Hund wieder abschaffen (was du hättest vermeiden können) oder in eine Wohnung zu ziehen, in der Hunde von vornherein gestattet sind. Deine Sozialphobie ist hier irrelevant. Einzig Blindenhunde wären vom Vermieter zu akzeptieren.

Leider findet man einen Grund, wenn man einen finden will. Wenn es um Hundehaare geht, kann man noch öfter fegen, die meisten menschlichen Mieter machen mehr Dreck, der oft liegen bleibt.

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@vanillaschote

Aber wenn man sich über die mietvertragliche Vereinbarung hinwegsetzt und sich ohne Zustimmung des Vermieters einen Schäferhund !!! anschafft, dann braucht man sich wirklich nicht zu wundern, dass dann das kleinste Hundehärchen zum Problem wird. Und ein Schäferhund ist nun wirklich kein Schoßhündchen. Und wenn sie den Hund nun nicht wieder abschafft, dann riskiert sie die fristlose Kündigung.

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@StupidGirl

Gut, gerade bei einem größeren Hund kann es Probleme geben. Ich würde trotzdem abwarten und gucken, der Vermieter kann ja reagieren wenn er unbedingt will. Mit ist ein Schäferhund tausendmal lieber als manch ein Nachbar...

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Irgendein Blöder findet sich immer, der unnötig Stress macht. Es ist schon so, dass du dir die Zustimmung des Vermieters hättest einholen müssen, jetzt würde ich es echt darauf ankommen lassen was der Vermieter als nächstes tut.

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