Hundehaltung, Hundesteuer, Haltegenehmigung reine Gemeindesache?

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9 Antworten

Danke schon mal für die rege Beteiligung an dem Thema und für eure Antworten.

Also ein polizeiliches Führungszeugnis von mir und meiner Frau wäre kein Problem. Ich bin mit Hund aufgewachsen, was aber nicht durch Tierarzt oder Kaufvertrag bestätigt werden kann. Ich habe eine Tierärztin im Bekanntenkreis die auch für das Veterinäramt arbeitet. So ein Sachkundenachweis wäre also auch kein Problem und ist finde ich auch gar nicht verkehrt.

Für ernsthafte Hundehalter ist der Sachkundenachweis keine Hürde und wenn es unreife Personen davon abhält große Hunde zu halten, finde ich das eigentlich eine ganz gute Sache.

Das Anmelden eines Hundes sieht hier auf unserer Homepage so einfach und unkompliziert aus:

http://m.schieder-schwalenberg.de/Home/Dienstleistungen-A-Z/Hunde-Landeshundegesetz.php?object=tx|2300.6.1&ModID=10&FID=1882.71.1&NavID=2300.3&La=1 Unten das Formular beachten...

Ich kenne die Frau sogar hier aus dem Dorf die dafür zuständig ist, doch will ich da auch nicht die sprichwörtlichen schlafenden Hunde wecken indem ich die Behörde hier mit Fragen löchere.

Diese Haltegenehmigung macht mir etwas Sorgen, wofür ich ja einen Grund haben muss warum ich einen Listenhunde halten will.

Wie schon erwähnt haben wir eine Ziege. Ich hab schon überlegt ob ich den Hund als Hütehund für die Ziege halten könnte.

Ich habe seit einem Unfall eine 100% Behinderund mit AG als Zusatz. Vielleicht könnte ich den Hund auch als Therapiehund halten...

Hat hier vielleicht jemand Erfahrungen mit der Haltung eines "Listenhundes" aus erster Hand?

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Mir geht es gerade andersrum.

Ich habe seit 20 Jahren Retriever. Steuern bezahle ich brav, Halftpflichtversichert sind sie auch. Derzeit habe ich nur einen und der ist 12, hatte bereits einen Schlaganfall, sieht und hört nicht mehr gut. Kommt kaum die Treppe runter. Da dies aber zwingend erforderlich ist, um in den Garten zu kommen, liegt er meist auf der Terrasse. Spaziergänge finden statt, aber ich muss ihn ins Auto heben und auch hin und wieder auf ihn warten. Wenn wir zu lange gehen, fängt er an zu humpeln. Sein Po rutscht ihm weg. Wahrscheinlich vom Schlaganfall. Ich habe schon an einen Neuen gedacht, will ihm aber so viel Unruhe momentan nicht zumuten.

Nun kam Post. Sachkundenachweis. Wesenstest. Chip und Registrierung. Alles bis 28.02.

Der alte Mann noch einen Chip? Einen Wesenstest? Sachkundenachweis für mich? Ich habe seit 22 Hunde ohne jegliche Zwischenfälle. Meiner geht zurzeit ausschließlich in seinen Garten und Spielwiesen mit Kacktüten brauche ich nicht. Steuer ist sowieso nicht zweckgebunden, was mich schon lange stört, aber die zahle ich ja. Den Rest mag ich irgendwie nicht einsehen.

Registrieren kann ich nur mit Chip. Was soll der alte Mann noch mit einem Chip. Ich bin froh, wenn ich ihn noch eine Weile habe, aber lange wird es nicht mehr sein. Er begegnet kaum jemanden, liegt immer an meinen Füßen. Alles andere interessiert ihn nicht. Ich will ihn einfach in Ruhe lassen und nicht zum chippen und Sachkundenachweis schleppen. Die sind doch MIT Hund, oder? Wenn ein Neuer käme, würde ich das ja alles machen, aber mein alter Faulpelz will einfach seine Ruhe.

Gruß S.

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Kommentar von 20amigo14
02.02.2015, 09:00

Hallo Sinus66: ...dein "alter Mann" braucht das alles nicht mehr über sich ergehen lassen... Du brauchst nur eine entsprechende Bescheinigung vom TA mit einer Kopie aus dem Impfpass oder der Ahnentafel beim Ordnungsamt, Abt. Hundewesen einreichen... (gib die Hundesteuernummer mit an) - dann ist alles gut...

Alles Gute für deinen Oldie

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Schau mal ins Hundegesetz für NRW. Da stehen auf jeden Fall die Listenhunde.

Und alles andere müsste in der Satzung deiner Gemeinde/Stadt stehen.

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Hundesteuer ist Gemeindesache die Verordnungen sind Landessache. Für die Steuer fragst du also die Gemeinde und für die Verordnung das Land. (meist kennen sich die Gemeinden mit den Landesverordnungen eh schlecht bis gar nicht aus)

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Kommentar von Rothskuckuck
02.02.2015, 10:07

@BlackMaverick ... da hast Du aber sowas von recht. ;))

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Du musst daran denken: es macht einen Unterschied zwischen Auflagen die dir die Stadt machen kann = kommunale Verordnung oder Gemeindeordnung und den Länder-Verordnungen = Landeshundegesetz.

Hundesteuer = Kommune = überall unterschiedlich hoch und manchmal höher für "gelistete" Hunde

Maulkorbpflicht (und Befreiung) Wesenstest usw. für gelistete Hunde = Zuständig ist das Veterinäramt (Angaben dort über euer Ordnungsamt)

Du kannst den ganzen Kram auch online "ab-arbeiten"... auch die Vorbereitung auf den Wesenstest usw.

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Es soll sogar Gemeinden geben, die Hunde gar nicht besteuern. Es wäre also denkbar, dass Eure Gemeinde mit gesundem Menschenverstand beschlossen hat, dass es keine rassebedingt gefährlichen Hunde gibt.

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Kommentar von Rothskuckuck
02.02.2015, 10:09

...achja, wenn doch alle Gemeinden reich genug wären und diese sinnentleerte Steuer abschafften. :-/

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wie schön die Frau wird als letztes genannt.

Es gibt Gemeinde die haben die Rassenliste abgeschafft. Was das richtige ist, da wie wir alle wissen die Liste fürn Popo ist.

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Soweit ich weiß, gibt es da unterschiedl. Ebenen. Zum Einen kommunal was die Höhe der Hundesteuer betrifft. Was aber die Umstände von Haltung etc. angeht, ist es Ländersache. Google mal 'Hundegesetz für das Land NRW'

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