Hundehaltung erst erlaubt, dann verboten - DRINGEND!

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9 Antworten

Entscheidend ist, was im Mietvertrag steht.

Bei einem Rechtsstreit hättest du aber vermutlich gute Chancen aufgrund der langen Duldung.

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Kommentar von Gerhart
18.06.2011, 12:35

Eine Duldung kann durch Verbot entzogen werden. Wenn im Mietvertrag die Tierhaltung erlaubt war, bedurfte es keiner ausdrücklichen Erlaubnis für die Hundehaltung. Die Erlaubnis zur Haltung des Zweithundes kann nur der Vermieter erteilen. Im Mietvertragrecht gibt es kein Gewohnheitsrecht! Die richtige Reaktion des Vermieters wäre eine Abmahnung mit Aufforderung zur Abschaffung des Zweithundes. Bleibt die Abmahnung aus, musst du den Hund nicht abschaffen.

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Noch etwas zu Deiner Frage:

Klage auf Unterlassung statt Kündigung bei unerlaubter TierhaltungKann der Mieter gekündigt werden wegen unerlaubter Tierhaltung? Zunächst muss der Mietvertrag vorsehen, dass im Mietvertrag die Tierhaltung verboten ist oder zumindest die Zustimmung des Vermieters einzuholen ist. Aber auch dann kann wegen der nicht eingeholten Zustimmung allein in aller Regel dem Mieter nicht gekündigt werden. Fordert allerdings der Vermieter den Mieter auf, das Tier wegen wichtiger Gründe abzuschaffen, dann muss der Mieter diesem Verlangen entsprechen. Nur in besonderen Ausnahmefällen (z.B. Blindenhund) wird sich der Mieter durchsetzen können.

Kommt der Mieter dieser Aufforderung nicht nach, dann besteht immer noch kein Vermieterrecht auf Kündigung. So muss der Vermieter auf Unterlassung (Entfernen des Tieres) klagen und kann nicht einfach dem Mieter kündigen. Anders ist die Situation, wenn das Tier erheblich stört und / oder für das Wohnobjekt bzw. die Mitbewohner erheblich gefährlich ist. Dann kommt unter Umständen auch eine Kündigung des Mietverhältnisses in Betracht (LG Berlin, GE 95 S. 621, GE 80 S. 660).

http://www.finanztip.de/recht/mietrecht/tierhaltung.htm

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Da Du ja schon schreibst, dass Dein Vermieter Angst vor Hunden hat war Deine Wahl auf einen Dogo nicht gerade diplomatisch :-( Ich vermute, dass genau da ein Teil des Problems liegt. Ein Husky sieht nett aus, ist ein wirklich hübsches Tier. Bei einem Dogo gehen die Geschmäcker schon weit auseinander und er sieht eben auch nicht so harmlos aus. Ich kenne das Problem der Vorurteile wenn es sich um Rottweiler handelt. Enge Freunde haben sich vor einigen Jahren einen Rottweiler in einem Mehrparteienhaus gekauft. Die Zustimmung des Vermieters wurde schriftlich erteilt. Ich habe nur positive Erfahrungen mit diesen Hunden, aber die Nachbarn meiner Freunde sind nicht sonderlich begeistert, haben Angst vor diesen Muskelpaketen, etc. Dabei ist der Rauhaardackel eine Etage tiefer weitaus bissiger und total verbellt. Aber so ist das leider mit den Vorurteilen und der Angst.

Ich drücke Dir die Daumen, dass die Zeit der Duldung lang genug ist. Ich habe keine Ahnung, ob 4 Wochen dazu ausreichen. Denn wenn das Tier wieder "abgeschoben werden muss" ist das die größte Tragödie an der Geschichte. Das schadet dem Tier mit Sicherheit, denn so schnell wird sich kein neuer Besitzer finden.

Viel Glück !!

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Kommentar von Tinkerbelly88
18.06.2011, 19:12

ich danke dir für deinen lieben kommentar :) was auf jeden Fall feststeht ist, dass ich keinen der beiden Hunde weggeben werde, ich würde wegen meinen beiden vierbeinern umziehen!

Meine Vermutung ist, dass der Eigentümer erstmal nichts macht, solange die Hunde ruhig sind und sich keiner beschwert... mal schauen, ich hoffe es nimmt ein gutes Ende!

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Hunde in einem Mehrfamilienhaus sind meist ein Problem und wenn ein Vermieter einem Mieter ein Hund erlaubt, dann können sich auch die anderen Mieter darauf berufen, was hat ein Vermieter und die Mietmieter davon Angst, Krach und Dreck

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Tu einfach gar nichts - die Frau des Vermieters hat es mündlich erlaubt. Darauf konntest du vertrauen.

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Kommentar von Tinkerbelly88
17.06.2011, 21:44

sorry an alle, wegen dem ewig langem text :(

können die mich nachträglich aber kündigen? Im Prinzip dulden sie es ja... Und die Hunde bellen nicht einmal, selten wenn mal ein Laut von ihnen kommt.Meine Nachbarin auf meiner Etage ist ein ältere Dame und die ist so hinterhältig, das die schon unten beim Eigentümer war und dem erzählt meine Hunde würden im Treppenhaus pinkeln, und es sei nicht normal 2 Hunde in einer Wohnung zu halten. Meine Hunde haben reichlich Auslauf und es geht die alte Dame nicht an was ich wie mache... und die beiden haben niemals im Treppenhaus gepinkelt, denn sie werden die Treppe hoch und runter getragen! Ich fühl mich hier total eingeschränkt, weil ich eben nicht weis, was Sache ist.

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Sei mir bitte nicht böse, aber den Hund würde ich nicht erlauben. Man muß die Freundlichkeit des Vermieters nicht überstrapazieren. Ich kenne mehrere Hunde von der Sorte, die sind alle total lieb und verschmust. Trotzdem bleiben es Hunde, die mit Vorurteilen belastet sind!

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Kommentar von MichaelKus
17.06.2011, 21:47

Solange im Mietvertrag nicht ausdrücklich eine Hunde- bzw. "Hundehaltung bedarf das Einverständnis des Vermieters" bzw. "Listenhundhaltung untersagt" zu finden ist, können sie rechtlich eigentlich nicht dagegen angehen.

Natürlich wäre es schöner gewesen, die Rasse im voraus abzuklären und den ET direkt zu informieren.

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Kommentar von Tinkerbelly88
17.06.2011, 21:49

mir ist bewusst, dass Listenhunde nicht gerade die Favoriten-Hunde für manche Personen sind. Hätte mir die Haltung von einem 2 Hund nicht gestattet worden sein, hätte ich mir keinen 2. geholt. Das ich mit Vorurteile im Bezug auf Listenhunde konfrontiert werde, war mir von Anfang an bewusst. Allerdings ist das Ansichtssache und Erziehungssache. Ich würde keinen Hund halten, der scharf ist!

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Solange keine offizielle Abmahnung kommt, abwarten.

Dann mit dem Verweis auf die mündliche Vereinbarung (es gibt auch mündliche Verträge bzw. Vereinbarung) ggf. Mieterbund einschalten.

Was seht denn im Mietvertrag? Hundehaltung erlaubt oder verboten?

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Kommentar von Tinkerbelly88
17.06.2011, 21:46

Im Mietvertrag steht, dass das Halten von Tieren nur mit Erlaubnis vom Eigentümer gestattet ist.

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Ich würde nochmal mit ihnen reden.Du hättest eigentlich schon mit dem eingetragenen ET reden müssen...

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Kommentar von Tinkerbelly88
17.06.2011, 21:54

eine Bekannte, die beim Anwalt arbeitet sagte mir, ich solle abwarten, solange sie nichts sagen, ist alles in Ordnung. Und wenn sie mich darauf verweisen, den Hund zu entfernen, solle ich "nein" sagen und auf die Kündigung warten und dieser dann widersprechen...

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