Hundehaltung, erlaubt, verboten, generelle Rechtsprechung und dieser Einzelfall?

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11 Antworten

Ein pauschales Haustierhaltungsverbot wäre immer unwirksam. Es hat stets eine Einzelfallabwägung stattzufinden.

Wenn wirklich alle auf die Idee kämen Hunde zu halten und dies zu Lärm- und anderen Belästigungen führt, hat der Vermieter sicherlich auch einen Unterlassungsanspruch.

Der Vermieter darf die Haltung von Katzen und Hunden generell nicht Verbieten außer der Hund stellt für das ganze Haus einen Störfaktor dar  (Az.: VIII ZR 168/12).

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"Zudem seien Vermieter gesetzlich verpflichtet, „dem Mieter den Gebrauch der Mietsache während der Mietzeit zu gewähren“. Zu einem „vertragsgemäßen Gebrauch“ könne durchaus auch die Haltung von Tieren gehören, wenn dem im Einzelfall nicht Interessen des Vermieters oder der Nachbarn entgegenstehen."

"Der Deutsche Mieterbund (DMB) begrüßte das Urteil. „Es ist letztlich kein Grund ersichtlich, warum Mieter nicht einen kleinen Hund halten dürfen, wenn der niemanden im Haus stört und sich kein Nachbar beschwert“, erklärte DMB-Direktor Lukas Siebenkotten in Berlin."

Mag sein, die Richter entscheiden wohl von Bundesland zu Bundesland verschieden. Wenn der Mieter sich im Streitfall auf ein Urteil beruft, wo Hunde verboten sind, dann weiß man letztendlich nicht, wie das Verfahren ausgeht. Ich glaube, wenn man trotz Hundeverbot einem Vermieter einen Hund ins Haus setzt wird er wohl kaum begeistert sein und sich möglicherweise andere Mieter für die Wohnung suchen. Mir persönlich wäre das Risiko zu groß.

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@Super49

Die Thematik ist höchtsrichterlich entscheiden (Grundsatzurteil).

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