Hundehaltung beim Vererinäramt melden?

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6 Antworten

Hallo,

damit hat das Veterinäramt gar nichts zu tun. Auch, wenn Zigarettenqualm sicher auch für Hunde nicht sonderlich gesund sein wird, fällt dies bestimmt nicht unter "Tierquälerei".

Auch die Größe einer Wohnung - selbst bei einem sehr großen Hund - hat keinerlei Aussagekraft, denn die Wohnung sollte einem Hund nur als Schlafhöhle dienen - und daher könnte sie auch sehr sehr klein sein.

Na ja - und anschreien? Es gibt durchaus viele Eltern, die ihre Kinder ständig anschreien - da schaltet sich auch kein Jugendamt ein - bei einem Hund wird das niemanden kümmern.

ABER: dass der Hund ständig bellt und jault - darüber könnt ihr euch natürlich bei eurem Vermieter beschweren - ebenso sicher auch über die Qualmerei im Aufzug. Der Vermieter hat dafür zu sorgen, dass solche Belästigungen für die anderen Mieter abgestellt werden.

Wird schwierig.


Wenn der Vermieter Hundehaltung erlaubt, dann ist das erstmal so. Es ist auch nicht verboten einen Großhund in einer weniger großen Wohnung zu halten und auch grundsätzlich kein Problem, wenn der Hund genug Auslauf hat. Die Wohnung ist schließlich sein Ruheort und nicht der Spielplatz. Auch gegen das Rauchen in der Wohnung wirst du nix machen können. Du könntest dich höchstens über den Lärm aus der Wohnung sowie das Rauchen im Aufzug beim Vermieter beschweren.
Oder eben, wenn dir auffällt, dass die Haltung des Hundes wirklich tierschutzrelevant ist. Also wenn ihm körperliche Gewalt angetan oder er vernachlässigt wird.

jensarah 01.07.2017, 20:25

Denke auch, dass man da nichts machen kann! Nur weil die Wohnung in deinen Augen zu klein für einen so großen Hund ist und die Besitzer Raucher sind, wird das Veterinäramt nichts machen.

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EvaRelativ 01.07.2017, 20:36
@Berlin123456B

Wie gesagt, du kannst nur etwas unternehmen, wenn dem Hund körperliche Gewalt angetan oder er sichtbar vernachlässigt wird.

Alles andere ist nicht verboten und wenn er genug Auslauf hat, dann ist das auch eigentlich kein Problem, dass sie Wohnung klein und der Hund groß ist.

Die Schreierei ist für den Hund sicher nicht schön, aber so lange er ausreichend gefüttert wird und regelmäßig vor die Tür kommt ist da wohl leider nix zu machen.

Kannst dich wie gesagt höchstens über das Gebell beim Vermieter beklagen. Evtl kann so etwas erreicht werden.

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Als Tierhalter muss man jegliche Tierhaltung beim Veterinäramt anmelden und die überprüfen auch gelegentlich, ob das Tier artgerecht untergebracht ist. Von daher hat das Veterinäramt damit schon etwas zu tun.

Ob die sich speziell auch für "einen Riesenhund in einer kleinen Wohnung" interessieren, wird man Dir beim Veterinäramt sagen können. Es kann Dir nix passieren, wenn Du da mal hingehst/anrufst/hinschreibst. Dem Hund könnte es aber helfen.

Ein Hund, der den ganzen Tag winselt und bellt, ist unzufrieden - möglicherweise weil er nicht artgerecht untergebracht ist (zuwenig Bewegungsmöglichkeit) oder unter dem Qualm leidet. Es läßt sich aus der Ferne nicht sagen, ob dem so ist. Es kann auch andere Ursachen haben. Mein Schwager ist Hundetrainer, er sagt, das Dauergekläffe ist Erziehungssache (dass kann man dem Hund also abgewöhnen). Demzufolge könnte das Veterinäramt überprüfen, ob der Hundehalter überhaupt an dem vorgeschriebenen Hundekurs teilgenommen hat. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass man eine artgerechte Haltung nur dann umsetzen kann, wenn man dazu auch geschult wurde.

Du kannst also weiterhin gar nix machen und rätseln, ob und wer zuständig ist und alles bleibt wie es ist - oder Du meldest dich da mal kurz und gibst Bescheid, um die Lage für den Hund zu verbessern und Ruhe im Haus zu erreichen.

Oder traust Du Dich nicht, beim V.amt anzurufen? Vielleicht , weil Du das Gefühl hast, Deinen Nachbarn "zu verpfeifen"? Dann denk einfach an den Hund, der sich nicht selber helfen kann und auf Leute wie Dich angewiesen ist. So eine Überprüfung vom V.amt ist ganz normal! Damit muss man als Tierhalter einfach rechnen. Das kriegt man bei der Anmeldung auch gesagt. Und sollte Euer Nachbar sich zufällig nicht angemeldet haben - dann ist die Folge ganz allein sein Problem! Dann hätte er für einen zufriedenen Hund sorgen müssen, über den sich niemand Gedanken macht, damit seine Mogelei nicht auffällt.

Und sollte man beim V.amt wirklich nicht zuständig sein, wird man dir sagen, was Du nun tun kannst, an wen Du Dich wenden kannst.


Bis das Veterinäramt einschreitet muss richtig was an Beweisen vorliegen! Bin grade in der Situation das ich jemanden gemeldet hab der 3 Wochen alte Welpen verkauft! Und die Antwort vom Veterinäramt: die Käufer selbst müssen das melden. Aussagen von dritten reichen nicht. Unfassbar. Also hier wirst du jede Menge Beweise sammeln müssen das es dem Hund wirklich schlecht geht. Sonst bewegt sich da leider gar nichts. 

VanessaxMe 02.07.2017, 01:00

Dass ist echt eine Unverschämtheit die armen Welpen, solche Leute gehören weggesperrt... würde dass Veterinäramt wenigstens den glaubwürdigen Hinweisen wie zB dass Jugendamt nachgehen wäre sowas in den meisten Fällen echt gut...

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Jesaya007 02.07.2017, 11:01
@VanessaxMe

Ich habe sogar Bilder von zwei Welpen gemacht, vom Flohbefall und den Zähnen die grade so erst am durchbrechen sind. Reicht denen trotzdem nicht. Und das ein Käufer sich wohl kaum als Zeuge meldet, weil er sich ja selbst strafbar macht, ist wohl klar. Das ist echt zum heulen. Diese Menschen kommen einfach mit allem durch. 

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Halte Dich nicht an Argumenten wie zu kleine Wohnung und Raucherhaushalt auf, denn das sind keine Gründe zum Einschreiten.

Wenn Du Dich belästigt fühlst, melde es dem Vermieter. Wenn Du nachweisen kannst, dass der Hund nicht artgerecht gehalten wird, melde es dem Veterinäramt und dem Tierschutz.

Der Tierschutz kann kontrollieren, das Veterinäramt muss es. Versprich Dir nicht zu viel. Macht der Hund keinen sichtlich vernachlässigten Eindruck, passiert nichts. Winseln und Gebell ist Erziehungssache, so wird es gern ausgelegt.

Beobachte und protokolliere, wie oft und wie lange der Hund an die Luft kommt, wie lange die Geräusche des Hundes anhalten und wie seine Leute mit ihm umgehen.

Ich verstehe, dass Dir der Hund leid tut und Du einer Ohnmacht gegenüberstehst. Nur mit akribischer Beweisführung findest Du vllt. offene Ohren.

Es gibt soviel schlechte, grenzwertige Tierhaltung, wo man sofort gern reinschlagen würde, aber man muss den bürokratischen Weg auszuhalten lernen und dass man Tierleid nicht einfach beenden kann.

Ich fürchte, dass das Vet Amt nichts dagegen macht. Wegen der ständigen Kläfferei könntest du dich an deinen Vermieter wenden. Auch die Dauerraucherei im Treppenhaus ettc.. musst du nicht hinnehmen.

Die  Wohnung ist kein Argument gegen das Halten eines großen Hundes. Du kannst eine dt Dogge in einer Einzimmerwohnung halten, wenn der Hund genug rauskommt.

Berlin123456B 01.07.2017, 20:08

Mir sind das Rauchen und der Lärm eigentlich egal. Mir tut der Hund einfach wirklich leid.

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