Hundehaftpflicht soll Handy bezahlen, muss ich es einschicken?

5 Antworten

Ja, das musst du leider genau so hinnehmen. Gerade mit Handy-Schäden wird bei Versicherungen derart viel "Schindluder" getrieben, dass die Versicherungen da mittlerweile sehr skeptisch reagieren.

Du bist zwar jetzt der/die Leidtragenden - aber wenn du deinen Schaden u.U. reguliert haben möchtst, dann bleibt dir nichts anderes übrig.

Du kannst dir wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie häufig Hunde dafür verantwortlich sind, dass Handy und Brillen etc. kaputt gehen ...

Und ja, du musst dich selbst um ein Ersatzgerät kümmern (meist hat man ja noch ein altes irgendwo rumliegen) und während der Begutachtungszeit auch keinen Anspruch auf "Nutzungsausfallentschädigung" oder ähnliches.

Das Recht auf eine Entschädigung aufgrund des Nutzungsausfalls besteht natürlich. Und wie auch der Sachschaden ist der vom Verursacher bzw. dem Haftenden einzufordern.

Die Versicherung wird sich jedoch sträuben diesen Nutzungsausfall zu bezahlen, da das ja zwangsläufig vom Geschädigten so gewollt ist, dass das Handy eingesandt wird. Jedoch gibt es dazu eine Entscheidung des OLG München, dass die Versicherung unter Umständen diesen Nutzungsausfall auch zahlen muss. Das wurde auch vom Bund der Versicherten so bestätigt. In dem Fall ging es zwar um einen PC, dürfte aber auch auf ein Smartphone anwendbar sein. Wichtig war hier, dass kein anderes gleichwertiges Gerät in der Zwischenzeit verfügbar war.

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@qugart

In der Regel kann man aber nur einen materiellen Schaden beziffern. Hier entsteht aber, durch die Nicht-Verfügbarkeit des Handys, kein tatsächlicher materieller Schaden. Nur die Tatsache, dass einem das Gerät eine Zeit nicht zur Verfügung steht, entsteht also kein materieller Verlust, der ersetzbar wäre.

Ein socher ersetzbarer Schaden könnte sich allerdings durch die daraus entstehenden und nachweisbaren "Umstände" ergeben - also z.B. durch die Beschaffung eines Leihgerätes. Diese Kosten könnte man wahrscheinlich von der Versicherung einfordern.

Einfaches "nicht haben" begründet noch lange keinen Schadenersatz oder eine Nutzungsausfallentschädigung.

Aber in der Rechtsprechung gibt es viele Gesetze und Paragraphen - und jedes Mal kommt es tatsächlich auf den expliziten Einzelfall an.

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die versicherungen haben tagtaeglich damit zutun , dass leute behaupten der hund von freunden etc haette ihr handy angeknabbert, zerstoert,zerbissen etc.. aus solchen gruenden lassen sie nun die handys ueberpruefen. du koenntes der verischerung eine gegenangebot machen und es von einem unabhaengigen sachverstaendigen pruefen lassen -das geht oft innerhalb einer woche...

passt einfach besser auf eure moblien geraete auf.. mir ist noch nie ein handy runtergefallen oder abhandengekommen....

"mobil phones" besser auf..sollte es heissen

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Die Dame mag zwar unfreundlich gewesen sein, aber vom Grundsatz her hat sie Recht.

Du musst auch alles machen, damit die Versicherung den Schaden begutachten kann. Sie wird prüfen wollen, ob der Schaden so wie geschildert entstanden sein kann.

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