Hundeerziehung/ Mensch-Hund-beziehung

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8 Antworten

Das mit dem Füttern aus der Hand hast Du etwas falsch interpretiert.

Der Mensch teilt auf diese Art und Weise dem Hund das Futter zu! der Hund bedient sich nicht selber, was er aus einer Futterschüssel, die man ihm überlässt tun würde.

Scheue, schwierige, unausgelastete oder auffällige Hunde lässt man sich ihr Futter auch erarbeiten, indem man sich die Tagesportion Trockenfutter in einen Beutel abfüllt, diesen bei sich behält und dem Hund als Belohnung für erwünschtes Verhalten etwas gibt, bzw. aus dem geöffneten Beutel kurz fressen lässt.

Nichts anderes machen die Wolfsvorfahren:

erst müssen sie sich die Beute erjagen und dann gibts die Belohnung :-))

Der Begriff Alpha ist schon ein wenig abgenutzt und wurde, in meinen Augen, auch viel zu sehr überbewertet. Viele Leute setzen den ALPHA gleich mit einem König, einem Unersetzbaren: autoritär, nicht kompromissbereit und nach Macht strebend. Dies passt aber zu dem Sozialverband Rudel nicht! Wenn die ranghöchste Hündin (übrigens, nur diese werden trächtig) Welpen hat, kann sie ihre Aufgabe nicht wahrnehmen und der ranghöchste nächste Hund, meist der Vater-Rüde, übernimmt dann diese Position. Es wechselt also nach Bedarf.

Ein Hundeartiger lebt in einem Sozialverband. Die menschliche Familie ist heutzutage der Sozialverband des Hundes. Damit aber alles eine Ordnung und für die "Rudel"-mitglieder erkennbare Struktur hat, gibt es den "Bestimmer" den klügsten, ältesten, weisesten, den Chef halt - nenn es wie Du willst ;-)) - dem Hund ist es egal, hauptsache einer gibt ihm Schutz und Sicherheit, sonst muss er sich für diese wichtige Aufgabe "opfern", denn einer MUSS es machen......

Diese Position kann wechseln, je nachdem wer aus dem "Rudel" anwesend ist, übernimmt als nächster diese Position. Auch im Wolfsrudel ist der Ranghöchste nicht immer und ständig anwesend, dann übernimmt sofort die oder der nächsthohe/kluge/ältere diese Aufgabe.

Für unseren Haushund in der Familie bedeutet dies: er ist derjenige, der am letzten dran ist..... ;-))

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bignose 19.05.2010, 08:55

Dieses Sternchen ist wirklich verdient :-)

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Denny13 19.05.2010, 09:28

Sorry, aber deine Auffassung über die Art und Weise eines Alphas, ist nicht korrekt. Die Art und Weise des Alphas ist nur darin zu finden das er einen schützt und versorgt. Das was für dich ein Alpha ist, ist eine Menschliche Einstellung, keine Tierische. Ansonsten bist du schon mal auf der richtigen Spur. Und noch eins, der Begriff Alpha, kann aus der Sicht eines Hundes niemals abgenutzt werden. Nur aus der Sicht der Menschen kann er abgenutzt werden. Der Hund hat immer damit zu tun, es sind Instinkte denen er unterliegt.

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ENDLICH ENDLICH Endlich mal jemand der anfängt zu verstehen. JA, das mit dem Rudel Verhalten kommt von den Wölfen und ist noch in unseren Hunden drin. Der Alpha isst zuerst und dann der Rest. Hunde können nichts anderes tun als wie auf unser Verhalten zu reagieren. Und, selbstverständlich ist die Familie in die der Hund hinein kommt sein Rudel. Lies das Buch "Mit Hunden sprechen" von Jan Fennell. Da wirst du ne Menge Beispiele erfahren und dein Bewusstsein in die richtige Richtung lenken. Ich würd dir ja meines schicken, aber ich habe meines schon einige male weg gegeben und derzeit kein neues am Start. Aber schau ins Netz, bei amazon.de wirst du fündig.

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Die Theorien sind meinr Meinung nach nur teilweise richtig. Vor allem stört mich das mit dem Füttern aus der Hand. Okay, ich verstehe, daß der Mensch damit meint, deutlich zu machen, daß er die Ressource(n) zuteilt. Aber ganz ehrlich: wenn man so einen kleinen Happen in der Hand bereits "sicher" hat, wieso sollte man das dann seinem Hund überlassen? Klar: es ist Hundefutter. Aber: geben wir nicht auch manchmal Wurst oder ein Stück Brot ab und "teilen" so mit dem Hund? Wo liegt der Sinn, kann der Hund das wirklich nachvollziehen, warum sein Mensch sich so verhält? Ich bin für einen anderen Weg: Futterbeutel, also natural-dogmanship. Für mich das natürlichste, artgerechteste in der Hundeerziehung, was es überhaupt gibt. Und das, was mit Abstand am meisten Spaß macht!

Der grosse Vorteil bei dieser Phliosophie ist, daß man dem Hund auf unspektakuläre Art jeden Tag aufs Neue klarmacht, wer die Ressourcen verwaltet und daß der Mensch so nett ist, dem Hund etwas abzugeben. Dabei gbt es allerdings keine respektlose "Selbstbedienung", wie sie manche Hunde bei der Handfütterung drauf haben. Sondern der Hund darf erst auf Signal seines Herrchens/Frauchens seinen Teil der "beute" nehmen. Somit werden die Signale des Menschen für den Hund nachvollziehbar und er wird gern diese Signale befolgen, da sie für ihn Sinn ergeben. Und das Beste daran: wie in der Natur darf der Hund sein Futter mit der gemeinsamen Beschäftigung, also der Futterbeutel"jagd", verdienen. Somit werden die Aktionen mit seinem Menschen für den Hund nachvollziehbar und sinnvoll. Und der Mensch erarbeitet sich den Respekt seines Hundes, weil der den Hund auf der "Jagd" IMMER (also täglich) ZUM ERFOLG bringt und somit dafür sorgt, daß sein Hund satt wird. Damit sind die wichtigsten Instinkte des Hundes befriedigt: Sozialinstinkt: gemeinsame Beschäftigung und Spaß Rudelinstinkt: gemeinsam mit seinem menschlichen Sozialverband oder "Rudel" unterwegs gewesen Jagdinstinkt: erfolgreich den Futterbeutel "erjagt"/"erbeutet" und Überlebensinstinkt: durch die gemeinsame Beschäftigung mit der Nahrungs"Suche" (z.B. Fährte oder Beutel verstecken usw.) erfolgreich satt geworden

Wenn man das richtig anstell, kann man ständig Fortschritte bei seinem Hund beobachten und man wird bemerken, wie der Hund sich mehr und mehr an seinem Menschen orientiert.

Wie gesagt: für mich genial!

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Unser Hund bekommt immer erst etwas zu fressen, wenn wir fertig sind mit essen. Verbinden könnte man das wahrscheinlich, wenn du zuerst isst und ihn dann aus der Hand fütterst. Und mit dem Wolfshund vergleichen, na ich weiß nicht, aber auf jeden Fall bestehen noch einige der Triebsteuerungen beim Hund wie beim Wolf und das mit dem Fressen und dem Alpha könnte da gut zugehören.

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Eine gute Hund-Menschbeziehung entsteht meines Erachtens dann,wenn der Hund dich für so vertrauenswürdig erachtet,dass du die Führung in dieser Beziehung übernehmen kannst. Dazu ist es notwendig einiges über Hunde und ihr Verhalten zu wissen z.B.wie Hunde untereinander kommunizieren. Hier sind Bücher von Thurid Rugaas eine große Hilfe. Zur Dominanz- diese Theorie wurde als erstes wissenschaftlich an "Hühnern" erforscht und dann eins zu eins auf Hunde übertragen. Meistens wird dieses Thema verwendet wenn ein Hundetrainer mit seinem Latein am Ende ist. Dann ist der Hund dominant und dann wird der beste Freund des Menschens meistens mit so einem Blödsinn wie Alphawurf und Leinenruck gegwält.Eine gute Hund Menschbeziehung erreicht man durch gegenseitiges Vertrauen - auch das Vertrauen, dass der Mensch dem Hund nicht Schmerzen zufügt, sich um Trainingsmethoden bemüht die langfristig genau so erfolgreich sind und auf Motivation und Lob beruhen.

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Eine komplette Theorie wirst Du nicht finden, weil sich brauchbare Theorien auch immer in einigen Punkten widersprechen. Komplett passende Theorien für alle Phänomene gibts noch nicht mal in den Naturwissenschaften, Also schmink dir die ultinative Theorie ab, die existiert nicht. Was Hund/Wolf betrifft, sind Hunde Wölfe, denen bestimmte Wesensmerkmale speziell verstärkt wurden, je nach Rasse und Bestimmung (Hütehund, Jagdhund, Apportierhund, Rennhund etc.). Brauchbare Bücher, die sich in ein paar Punkten dann auch widersprechen: "Mit Hunden sprechen", "Hunde sind anders", "Wölfisch für Hundehalter", wobei das zweite am flüssigsten zu lesen ist, das dritte sehr interessant, aber nicht allzu sehr Aufschluss darüber gibt, was man denn als Hundehalter daraus machen soll. DAs zweite ist auch am billigsten. Wichtig ist, niemals Gewalt anzuwenden, es geht alles ohne.

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Denny13 20.05.2010, 07:17

Sorry aber auch du denkst nur mit deiner menschlichen Einstellung und hast nicht wirklich recht. Erstens, wenn du das Buch "Mit Hunden sprechen" aus der Nähe betrachten würdest, würdest du erkennen das alle Hunde auf die selbe Art behandelt werden können. Was Zweitens, als Ultimative Theorie gesehen werden kann. Bevor man aber eine neue Theorie in sich aufnehmen kann, sollte man seinen Geist ein wenig Freiraum gönnen. Versuch das mal und schau über deinen, von Menschen uralt Denkweisen überfüllten, Tellerrand. PEACE ;-)

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Ribose 20.05.2010, 10:08
@Denny13

Ich hab das Buch gelesen und damir als "Leie" schon fehler und wiedersprüche aufgefallen sind stehe ich nur sehr wenig hinter ihrer Theorie...

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Ribose 20.05.2010, 10:16
@Ribose

außerdem habe ich die praktische erfahrung gemacht, dass es Hunderassen gibt die anders komunizieren als andere.

Am besten zu beobachten ist das beim spielen und meiner erkenntnisnach am deutlichsten bei den Galgos. In den meisten Fällen können nur Galgos untereinander richtig schön spielen. Mit z.B. einem Labrador kommt esimmer wieder dazu das einer der Hunde verängstigt bzw. verunsichert stehen bleibt. Weil er das spiel verhalten des anderen nicht kennt/ nicht einschätzen kann/ nicht erwiedern kann.

Und da spielen die Grundlage für das Sozialverhalten ist (der Welpe erlernt das Sozialverhalten spielerisch bei Mutter und geschwistern) bin ich der Meinung das es da keine rasseunabhängige allgemeine Theorie geben kann. Sie muss zumindest rassespezifisch angepasst werden

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Denny13 20.05.2010, 11:18
@Ribose

Ich weiss was du meinst, aber du läßt etwas sehr wichtiges auser acht. Glaubst du wirklich das du schon viele Hunde erleben durftest die als Hunde leben? Ich glaube eher du siehst am meisten nur Menschenhunde. Und dann ist es ganz klar das du glaubst wiederspruche zu sehen. Aber wenn ich ein Buch lese und alles was mich und mein Umfeld betrifft außer Acht lasse, dann kommt ganz automatich mein eigenes Logik Denken zum Vorschein und ich kann SEHEN.;-) Ich für meinen Teil wusste schon als kleiner Junge das Hunde anders zu behandeln sind als wie es ALLE andern machen. Und dadurch habe ich sehr, sehr, sehr schöne Erlebnisse mit Hunden gehabt. Selbst die größte Kinderhasserin die ich damals kennen lernte, eine Zwerg-Pudel Dame die bei meiner Oma lebte, durfte ich behandeln wie kein anderer in Ihrem Umfeld. Die ist auf Kinder abgegange wie ein Tornado. Und ich wollte unbedingt raus bekommen wieso. Und noch was, begebe dich mal auf alle Viere und schau an einem Menschen hoch, da hast du dann schon mal ein ganz kleinen Blick wie es Hunde sehen.

PEACE

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Ribose 20.05.2010, 12:19
@Denny13

Ich hab größtenteils nur mit Hunden zu tun die wirklich keine Menschenhunde sind. Sie haben ihre ersten lebens jahre mehr oder weniger Wild in Spanien auf der Straße, in Tierheimen, oder am Strand verbracht und auch bei diesen Hunden untereinander kann man wunderbar beobachten das die von mir so geliebten Galgos, Galgo geselschaft bevorzugen und von anderen hergeholten Streunern beim spielen ehr gemieden werden ^^

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Denny13 20.05.2010, 12:27
@Ribose

Autsch Ich kenne diese Art von Hunden gut. Ich habe mal ne Zeit in einem Tierheim gelebt und da haben wir auch versucht Hunde aus Spanien zu erziehen. Aber das geht nur sehr langsam. Das gößte Problem bei Ihnen liegt darin das sie sehr wohl Menschenhunde sind. Aber nicht solche wie bei uns sondern Hunde die von Menschen sehr übel behandelt werden. Und wirklich Wild sind Sie nicht, denn Sie sind trotz alle dem vom Menschen abhängig. Was die Spanier sich ja immer zu nutze machen um die Hunde zu fangen, zu sammeln und zu Vergasen.

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Wenn du den Hund aus der Hand fütterst, bestärkst du dein Rang, weil du entscheidest wann er fressen darf und wann nicht. Du bist der Chef und er bekommt das essen nur von dir, wenn du es ihm geben möchtest. Auch wenn du das Futter auf den Boden legst, darf der Hund erst dran, wenn du es ihm erlaubst. Dadruch stärkst du deine Chefposition. Er darf nichts, egal was, nicht ohne deine Erlaubnis nehmen.

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Denny13 19.05.2010, 08:12

Ja und nein, der Hund muss schon mitbekommen das du Ihn Fütterst, aber nicht wen du selbst am essen bist. Ein gleich gestellter Hund ist gefährlicher als ein Alpha. Der Alpha hat seinen Rang, der gleichgestellte Hund muss ihn sich noch erkämpfen. Und wenn du gemeinsam mit deinen Hund isst, kommt er schnell drauf mit dir gleich gestellt zu sein und in seinen Instinkten ist fest verankert es muß einen Alpha geben. Wenn er keinen sieht dann ist er genötigt uns Große Wesen zu leiten.

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Ich habe eine Wolfshündin.

Sie sieht mich als Rudelsführer (also Deine These bestätigt)

Sie hört absolut sofort nur auf mich. Wenn meine Kinder oder mein Mann sie rufen, dann kommt sie nur vielleicht (sie sieht sie mehr als Spielgenossen).

Sie wird von mir auch manchmal von Hand gefüttert. Meist dann, wenn sie etwas sehr spezielles gut gemacht hat, also mit Leckerli.

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Ribose 18.05.2010, 10:15

Mit dem Leckerchen spricht ja er dafür, dass der Hund uns als einen Vorteil für sich empfindet und nicht als Rudel.. Da ein Rudelboss ja nie die leckersten stückenchen (Leckerchen) abgeben würde.Oder?

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Nellina 18.05.2010, 10:46
@Ribose

sie sieht es ja nicht als ihr Fressen, sondern als eine Belohnung für etwas.

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