Hundeerziehung, früher vs. heute?

Das Ergebnis basiert auf 6 Abstimmungen

Vertrauen und klare Rangfolge 67%
Alte Schule, harte Erziehung 17%
Nur durch Belohnung 17%

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

ich schwanke zwischen "Vertrauen und klare Rangfolge" und Belohnung, da beides sehr wichtig ist.

Mein Hund soll mir soweit vertrauen können und ich sollte ihm soweit Sicherheit bieten können, dass er mir freiwillig folgt und mich als Führperson ansieht. Ich kann schließlich nicht erwarten, dass mein Hund mir folgt während ich selber Angst zeige, den Hund als zweitrangig abstempel und ihn missverstehe.

Ich halte ehrlich gesagt nichts von Bestrafungen, weder beim Hund, noch bei Pferd und Kind. Ich arbeite gerne über positive Verstärkung. Negatives Verhalten wird von mir einfach ignoriert, was in meinen Augen keine Strafe ist. Strafen wie Elektrohalsbänder, Wasserspritzen, Zeitungsrolle - das sind in meinen Augen respektlose Handlungen, womit nichts erreicht ausser seinen persönlichen Frust abzulassen.

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

Eine Zeitung in der Hundeerziehung ist das beste mittel das es gibt, macht der Hund etwas was du nicht möchtest dann schlägst du dir solange damit auf den Kopf bist der Hund zum lachen beginnt damit lernst du nämlich besser auf deinen Hund acht zu geben und deine Fehler zu vermeiden! 😂

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natürlich gehört eine Vertrauensbasis dazu, nur ohne Sanktionen funktioniert es auch nicht immer, von daher gilt der gesunde Mittelweg. Nimm die Ampelversion. Hund beim Namen gerufen, Hund führt das Gewünschte aus, also Lob = Grün. Hund führt das Gewünschte nicht sofort aus, also folgt ein Zischlaut = Gelbphase. Hund führt das Gewünschte gar nicht aus. und reagiert nicht, hier erfolgt ein körperlicher Kontakt = Rot. Also mach was draus.

Antiautoritär ist Blödsinn. Das führt ja bei den heutigen Kindern schon zu nix. Hunde müssen immer ihren Rang im "Rudel" kennen. Wenn sie tun und lassen dürfen, was sie wollen, ohne eins auf'n Deckel zu kriegen (zumindest verbal) halten sie sich bald für den Gottkönig persönlich und hören auf keinen Befehl mehr. Ganz wie die Kinder.

Unsere Hunde haben damals nen zarten Klaps gekriegt, wenn sie Mist gebaut haben. Nicht so, dass es ihnen wehgetan hat! Aber halt so, dass sie gemerkt haben "OK, das war nicht das Gelbe vom Ei. Lassen wir in Zukunft."

Bin ich persönlich auch für.

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Yessss so machen wir das auch

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Sorry, aber ich kann da gar nichts von unterschreiben.

Vertrauen und klare Rangfolge. Da sich eine Rangfolge nur unter artgleichen ausbildet und mit sanktionierendem Verhalten des Halters dem Hund gegenüber Vertrauen abschwächt, wiedersprechen sich diese beiden Dinge schon per se.

Nur durch Belohnung. Auch das kann ich nicht unterschreiben, denn ich arbeite nicht nur mit Belohnung sondern mit Verstärkern die Verhaltensweisen verstärken und nicht belohnen. Eine Belohnung ist allenfalls ein Leckerchen/Loben aber ein Verstärker, so wie der Name schon sagt, verstärkt das gewünschte Verhalten nachweislich.

Alte Schule, harte Erziehung. Ein absolutes No Go, so erziehen nur Menschen die 1. keine Ahnung haben und die 2. sadistische Verhaltensweisen einem Lebewesen gegenüber zeigen welches eine starke Affinität zum Menschen hin zeigt 3. gehen in ihrer Straferei auf 4. lassen Hunde immer und immer wieder in unerwünschtes Verhalten rennen oder provozieren dieses sogar um es dann endlich abstrafen zu können 5. sind oftmals nicht wirklich informiert und verstehen Hintergründe lerntheoretischer Vorgehensweisen nicht und diese interessieren sie auch nicht.

Die Aussage das dass antiautoritär wäre beweist schon einmal wieder, wie gut Du informiert bist. Anscheinend gar nicht. Es hat nichts aber auch mal so gar nichts mit antiautoritär zu tun wenn man nicht strafend einwirkt, sondern werden auch bei der pos. Verstärkung, die einen extrem deutlichen Unterschied zu Deiner Auffassung zeigt (nur durch Belohnung), Grenzen gesetzt und auch die negative Verstärkung wird eingesetzt.

Auch wird immer wieder noch die Begrifflichkeit antiautoritär falsch aufgefasst, auch bei antiautoritär werden Grenzen gesetzt aber eben und genau das ist der springende Punkt, auf das Individuum bezogen und auf dessen Bedürfnisse und Natur Rücksicht genommen.

Meine Hunde dürfen nicht alles aber ich würde niemals taktile Gewalt einsetzen bei der Erziehung, ich achte auf das Wesen Hund und auf dessen natürliche Auswirkungen. Hier werden immer wieder Hunde die anspringen fälschlicherweise als frech und unerzogen bezeichnet, man informiert Euch doch erst bevor ihr solche Märchen in die Welt setzt. Das ist der ontogenetische Funktionswechsel und warum muß ich den Hund erst springen lassen um ihn dann eine zu watschen als wenn ich doch bevor er überhaupt springt, mich weg drehe, nen Lecker auf den Boden werfe und ein Signal trainiere oder mich zu ihm hinunter bewege. Letzteres ist ja so gar nicht möglich für die Ewiggestrigen die nur mit Unterdrückung arbeiten... oh Gott auf der gleichen Höhe dann denkt der Hund er hätte schon die Hälfte der Welt erobert... Schwachsinn, Ahnungslosigkeit, Lernresistent, Uninformiert, mehr beschreibt das nicht.

Bei der Polizei oh Wunder wird schon sogar nicht zu knapp der Clicker eingesetzt. Natürlich gibt es auch da immer noch die alte Schule nach ala Most, der aber schon in den damaligen ich meine 30ziger Jahren feststellte, dass ein Hund viel schneller und besser lernt wenn man über die pos. Verstärkung arbeitet. Wenn solch ein Mensch wo es damalig ja noch aktuell galt, dass sich eine Rangfolge zwischen artverschiedenen ausbildet, solch eine Aussage tätigt, dann ist es mir ein Rätsel wie lernresistent die Menschen heute sind.

Das größte Problem bei der Hundeerziehung ist IMMER der Halter niemals der Hund, der sich einfach hündisch verhält. Dem werden immer wieder Dinge wie machtheischend, dominant (kaum einer kann Dominanz überhaupt definieren, wendet es aber in fast jedem Satz über einen Hund an), stur, unerzogen usw. unterstellt. Aber das ganze mal verhaltensbiologisch, verhaltensphysiologisch betrachtet bekommt schon wieder einen ganz anderen Aspekt und wenn ich mir dann noch Studien ansehe, worin verdeutlicht wurde, das Hunde die nämlich ohne strafende Einwirkung also taktile Strafe und rumgeschreie erzogen werden signifikant weniger aggressive Verhaltensweisen zeigen wie welche die über die alte Schule der Ahnungslosen erzogen werden, dann stellt sich mir die Frage wie lange Menschen brauchen um endlich mal zu verstehen, dass das Tier es sich nicht aussucht so leben zu müssen.

Hunde beweisen immer wieder ein immenses Anpassungsvermögen, alleine wenn man sich die verlorenen Seelen ansieht, die als Wanderpokal durch die Gegend gehen und das so gar nicht in ihrer Natur liegt, aber sie trotzdem nicht aggressiv werden.

Sie bis ins hohe Alter lernen und lernen wollen, dass ein Hund der von klein auf gerecht behandelt und gut gefördert wird, nicht nur ein treuer Begleiter ist, sondern auch empathisches und altruistisches Verhalten zeigt und das auch gar nicht gegen seine Natur geht sondern komplett natürlich ist, dass diese Hunde auf einmal aufblühen, sie fangen an ein Hund zu sein.

Ich kann das nun mittlerweile gar nicht mehr zählen, wie viele Hunde ich ausgeführt habe, wo ich hinterher schon Probleme hatte diese nach Hause zu bekommen. Da geht man mit nem Hund der sich noch nicht einmal getraut zu schnüffeln, dass was JEDER Hund dürfen sollte, nein verrichten ihr Geschäft und trotten dann neben einem her ohne jemals nur im Ansatz Spielverhalten zu zeigen.

Dann sehen sie bei den anderen Hunden, dass diese dürfen und fangen mal an mitzumachen und man kann ihnen ansehen wie sie sich verändern, wie viel Spaß sie plötzlich haben und wie sehr sie sich freuen mit einem Gassi zu gehen. Klar freuen sie sich noch darüber das sie ihren Besitzer sehen, aber die Tendenz wieder mit mir mitzugehen ist deutlich zu sehen und oftmals sieht man dann aber auch die Hilflosigkeit der Besitzer die diesese Verhalten so gar nicht verstehen können, denn eigentlich muß man ja nur "dominant" genug sein, den Rudelführer mimen und dann folgt einem der Hund. NEIN mehr als ein deutliches NEIN, das wollen Hunde nicht und das geniessen sie erst Recht nicht.

Das aber alles schließt nicht aus, dass man natürlich mal schimpfen kann, auch das ist wieder menschlich aber eben nicht in dem Kontext, seine eigene Unfähigkeit auf den Hund zu übertragen, sondern eben wenn man schimpft, dann zum Stressabbau aber nicht mit dem Hund eher mit sich selbst weil man immer noch auf einem Wissensstand von vor 80 Jahren steht und immer noch nichts aber auch gar nichts dazu gelernt hat!

Ich weiß auch, dass sich das alles nun extrem hart anhört, aber im Bezug darauf wie viele Hunde in TH's sitzen und als unvermittelbar gelten weil sie einzig und alleine von ahnungslosen Menschen gehalten wurden die diese versaut haben, sind meine Aussagen noch mehr als nett und freundlich gestaltet.

Man kann verschiedene Meinungen haben, sogar ohne dass eine davon die richtige ist. Ich habe meine Erfolgsgeschichten, du deine. Da du aber anscheinend keine Ansicht neben deiner tolerierst, bitte ich dich meine Beiträge zum Thema Hund in Zukunft zu ignorieren und dich deinen eigenen Angelegenheiten zu widmen.

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@anaeigenart

Wenn Dich Kommentare auf Fragen oder Beiträge von Usern stören die Dir das sagen, was Du nicht hören willst, solltest Du das vielleicht in ein Tagebuch schreiben, dort kann es keiner kommentieren, hier kann jeder der mag kommentieren ob es Dir passt oder nicht!

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Vertrauen und klare Rangfolge

Wobei die Randfolge ganz ähnlich wie bei einem Wolfsrudel nicht durch Sträke und Druck entsteht, Anführer ist der der es gut macht. Sie ist auch nicht bedingungslos sondern entsteht weil der Hund sich einfach drauf verlassen kann das ich schon weiß was ich tue und er damit entspannt und ohne schwierige Entscheidungen sein Leben genießen kann. Diese "Rangfolge" geht nicht dadurch kaputt das der Hund neben mir auf der Coch liegt, das wir wild miteinamder rumtoben und der Hund auch mal ein Spiel gewinnt, zum Glück denn das würde ich echt vermissen ;)

Von Härte, Kasernenhofton und Kadavergehorsam halte ich gar nichts, genau so wenig wie von "ach lass ihn doch machen" Getüdel. Hunde sind keine Menschen aber die autoritäre wie die antiautoritäre Erzehehung scheitern bei beiden sehr oft. Liebevoll-konsequent würde ich das nennen was bei uns läuft und genau so würde ich es immerwieder angehen. Einer braucht vielleicht eher die Kuscheltour weil er total sensibel ist, ein anderer "verträgt" auch schonmal einen groberen Ton aber Gewalt und Zwang haben in der (Hunde) Erziehung nichts verloren.

Ich habe halt auch schon von Schäferhunderziehung in Form von Würgen gehört, wenn der Hund sehr stur war, das ist mir auch zuwider und ich möchte keinen Hund haben, der sowas "braucht".

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@anaeigenart

ich habe ienne Schäferhund, eine Schweizerin was ja im Grunde ein DSH ist an dem die züchterische Idiotie von gut 80 Jahren vorbei gegangen ist (Hängehintern, Schärfe³) ;)

Sie würde mir quasi den Vogel zeigen wenn ich mit Würger, Kommandoton und ähnlichen Dummfug käme. Es sind Hunde wie andere auch, meistens sogar eher sensibel aber das mag der Halter ja leider oft genug nicht hören. Bei manchem Halter ist es ja auch durchaus gewollt das der Hund "kaputt" ist und gleich auf alles losgeht was nicht bei 3 auf dem Baum sitzt, das lässt sich durch (übertriebene) Härte ganz toll erreichen. Muss ich aber nicht verstehen -.-

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