Hundebiss - Reisestorno - Haftpflicht?

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5 Antworten

Keine absoltut rechtsverbindliche Auskunft, nur meine Einschätzung der Lage:

Für Schäden, die ihr Hund verursacht, hat die Halterin/der Halter aufzukommen. Das gilt selbstverständlich auch für die unmittelbaren Folgen dieser Schäden. Die Behandlung, Schmerzensgeld, ein Attest vom Hausarzt um Verletzungen und den Rat zu belegen, keinen Urlaub anzutreten und auch die notwendigen Auslagen zur Stornierung der Reise sind zu übernehmen.

Die Sorge um die eigene Gesundheit ist vorrangig genug, um auch die Stornogebühren zu fordern.

Im Zweifel würde ich einen Anwalt hinzuziehen, der das (inkl. seiner eigenen Kosten) durchsetzt. Mit diesem sollte man zudem über eine Schadensersatzforderung reden, die möglicherweise durch den Ausfall der Reise gerechtfertigt sein könnte.

Ob alles genannte die Haftpflichtversicherung allein übernimmt, hängt wohl eher von den enthaltenen Vertrags-Klauseln ab. Für sicher halte ich die Haftbarkeit der Halterin und eigentlich ist gerade für solche Fälle eine Haftpflicht-Versicherung da.

Der unmöglich gewordene Reiseantritt verursacht Kosten für die Umbuchung / Stornokosten. Derartige Vermögensschäden sind - genau wie die unmittelbaren Personen- und Sachschäden - von der Tierhalterin resp. deren Tierhalterhaftpflichtversicherung zu ersetzen.

Genau so sehe ich das auch.

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Absolut korrekt - danke Suzi

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Oh je, weshalb ist denn eine Infektion zu erwarten? Hat deine Mutter einen gesundheitlichen Defekt? Wie stark ist sie denn gebissen worden? Da hättet ihr leider eine Reiserücktrittsversicherung haben müssen; die sind ja eigentlich relativ günstig und bezahlen ja auch bei unvorhergesehener Erkrankung! LG manteltiger

Also, ich weiß nicht ob die Mutter meiner Freundin weitere gesundheitliche Probleme hat, jedenfalls hat das "liebe Tier" zweimal zugebissen und die Wunde sah bei der heutigen Kontrolle "nicht so gut aus".

Den Tipp mit der Reiserücktrittsversicherung werde ich ihnen sicher ans Herz legen!

Danke, lg mel

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Nein, das wird die Haftpflicht nicht übernehmen. Sie übernimmt die Kosten für die Behandlung der Wunde, aber nicht die Kosten für evtl. Folgen davon!

Eine Anzeige gegen die Besitzerin solltet ihr aber auf jeden Fall erstatten! Wenn sie nichts dagegen tut in Form von Hundeschule, dann soll sie die Kosten halt so auf's Auge gedrückt bekommen!

Danke dir. Ist halt blöd, weil die beiden Frauen Nachbarinnen sind :-( Jedenfalls hast Du mit Hundeschule absolut recht!

lg mel

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Eine Anzeige?

Die ist mit Arbeit, Lauferei und Schriftkram verbunden. Wer soll denn diesen Aufwand ausgleichen?

So ein Vorgehen bringt a) böses Blut in der Nachbarschaft, b) völlig überflüssigen Stress für die Verletzte und c) finanziell nur Nachteile für alle Beteiligten.

Voreilige Ratschläge in diese Richtung beweisen nur eines, nämlich dass der Ratgeber sich ganz leicht tut, wenn er anderen Schwierigkeiten und Arbeit verursacht, ohne selbst den Hintern zu bewegen.

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@Peterthb

Natürlich eine Anzeige oder soll der Hund weiter Menschen angreifen? Habe ich auch schon gemacht! Eine Maulkorbpflicht wäre da echt angebracht! Vor allem, wenn die Beistzer nichts gegen die Aggressionen tun! Und der große Vorteil ist, das man auf die Starße kann ohne Angst vor dem Hund zu haben. Stell dir vor da wird mal ein Kleinkind in eine Beisserei verwickelt! Das ist kein Spaß, bei aller Hundeliebe!

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@Janill

Das geht auch ohne Anzeige. Für Maulkorbpflicht ist das Ordnungs-, ggf. auch Veterinäramt zuständig.

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Nein, Haftpflicht tritt nicht für indirekte Schäden ein. Dafür hätte man eine Reisekostenrücktrittsversicherung haben müssen.

Das habe ich schon befürchtet :-(

Danke!

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Wenn durch den Biss der Antritt zur Reise verhindert wurde, ist das m.E. eine direkte Folge. Die zu Grunde liegende Verletzung wurde sofort festgestellt.

Zudem deckt oder wendet eine Hundehaftpflicht (alle) Schadensersatzforderungen ab. Der Schaden in Form der Reisestornierung ist zweifelsfrei existent und eine Bissfolge.

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