Hundebiss - Besitzer anzeigen oder nicht?

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Hallo,

also vorab mal eine Frage meinerseits.Wie kann der Hund auf Dich "zuschießen", wenn der Mann ihn an der Leine hatte.

Ebenso kann der Biss nicht so schlimm gewesen sein, sonst wäre Dir egal gewesen welchen Termin oder sonst was Du gehabt hast. Du beschreibst es im Grunde als Lappalie und das kann bei einem kleinen, aber tiefen Loch nicht sein.

Du meinst, der Hundebesitzer könne nix dafür, wegen dem parkenden Auto.

Das ist vollkommen falsch gedacht. Es ist immer der Besitzer schuld, wenn, wie in Deinem Fall, der Hund die Möglichkeit hat, jemanden zu attackieren , sogar zu beißen und das bereits in diesen jungen Hundejahren.

Er hat die Erziehung des Hundes überhaupt nicht im Griff.

Was Du auf jeden Fall machen musst, dass Du zum Arzt gehst, denn wenn Du tatsächlich ein tiefes Loch hast, dann muss das auch ärztlich versorgt werden, sonst hast Du ganz schnell eine Entzündung, was bis zu einer Blutvergiftung gehen kann.

Ebenso, wenn es eine tiefe Wunde wäre, dann hätte sicherlich ein Pflaster nicht gereicht - ist nicht böse gemeint, aber irgendwas passt da nicht.

Eine Anzeige ist auf jeden Fall nötig, da der Hund gebissen hat. Es gibt keine Ausrede dafür, der Hund muss das noch lernen, weil er jung ist. Was muss er noch lernen, dass er nicht beissen darf oder wie? 

Er sagt schon, Du sollst ihm eine Rechung schicken. Ich glaube kaum, dass er eine Rechnung von Dir privat akzeptiert. Vor allem, was willst Du ihm denn in Rechung stellen . Ein Pflaster und ein Spray und die Hose, ist ja wohl lächerlich. Schmerzensgeld kann sich nicht jeder einfach so aussuchen und wird er sicherlich nicht bezahlen.

Wenn, dann brauchst Du eine Rechnung von Deinem Arzt!

Das ist auch nicht der springende Punkt, denn ich glaube nicht, dass Du jetzt so großen Schaden davon getragen hast, sonst wärst Du sicherlich nicht gleich weiter gefahren. 

Es geht also in erster Linie darum, dass der Besitzer das Verhalten des Hundes auch einfach so hin nimmt und das geht überhaupt nicht.

Zeig ihn an, damit ihm auch mal klipp und klar wird, dass der Hund am Besten in einer Hundeschule - mit ihm, denn er ist das Problem - erzogen wird.

Er und auch Du, sehen es als gerade zu "normal", wie sich der Hund verhalten hat und das ist grundsätzlich falsch.

Ein selbst ernanntes Schmerzensgeld von genannten 500,-- wird er Dir sicherlich nicht zahlen.

Wer so "salopp" mit einem Hundebiss umgeht, den wird auch Deine Forderung nur zum Schmunzeln bringen.

Wenn Du nicht zum Arzt gehst, brauchst Du auch keine Anzeige machen, denn "jeder" wird sich denken, dass es wohl nicht so schlimm gewesen sein kann, wenn Du nur ein Pflaster gebraucht hast.

Ich weiß jetzt echt nicht, ob Du übertreibst oder die Angelegenheit runter spielst.

Viele Grüsse!

Danke für die ausführliche Antwort!

Ich möchte noch ein paar Unklarheiten ausräumen:

Wie kann der Hund auf Dich "zuschießen", wenn der Mann ihn an der Leine hatte

Der Hund war wohl nur ein paar Meter entfernt. So genau weiß ich das aber nicht mehr, da ich dem Hund kaum Beachtung schenkte, bevor ich gebissen wurde. Der Besitzer meinte, er war in dem Moment etwas unaufmerksam.

Ebenso kann der Biss nicht so schlimm gewesen sein, sonst wäre Dir egal gewesen welchen Termin oder sonst was Du gehabt hast.

Der Biss war nicht sehr schlimm. Es hat aber genug weh getan, dass ich es nicht nochmal erleben will.

dann muss das auch ärztlich versorgt werden, sonst hast Du ganz schnell eine Entzündung, was bis zu einer Blutvergiftung gehen kann.

Ich war ein paar Tage später beim Arzt. Dieser hat eine leichte Infektion festgestellt und mir eine antiseptische Creme verordnet.

Es geht also in erster Linie darum, dass der Besitzer das Verhalten des Hundes auch einfach so hin nimmt und das geht überhaupt nicht.
Zeig ihn an, damit ihm auch mal klipp und klar wird, dass der Hund am Besten in einer Hundeschule - mit ihm, denn er ist das Problem - erzogen wird.

Mir kam es nicht so vor, als ob der Besitzer den Vorfall nicht ernst nehmen würde. Er hat mir versichert, dass er längst jeden Samstag mit dem Hund eine Hundeschule besucht.

Was die Rechnung betrifft: Anstatt sie selbst schreiben, werde ich eine neue Hose kaufen und dem Besitzer den Kassenzettel geben. Der Hundebesitzer hat sich damit bereits einverstanden erklärt.

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Jeder Hundebiss ist einer zu viel! Trotzdem kennst Du die Ursache nicht. Der junge Hund kann sich erschrocken haben. Im Alter von 8 Monaten kann er auch noch nicht perfekt erzogen sein. 

Im ländlichen kennt man seine Pappenheimer. Da hätte der Eine oder Andere gewiss Gründe zur Anzeige, wenn Hunde verletzen, beschädigen, verschmutzen, belästigen, jagen usw. Doch aus Rücksicht auf gutes Auskommen miteinander, unterlässt man derlei Anzeigen und findet den Geschädigten gut ab. Doch manchmal wäre ein Denkzettel für gewissenhafteres Umgehen mit den Hunden besser, dann stünde man allerdings auf Kriegsfuß, was keiner will. 

Was kommt bei einer Anzeige heraus? Der Halter bekommt Besuch und eine Verwarnung vom Ordnungsamt bei einmaligem Vorkommnis, mit Empfehlungen wie er seinen Hund zukünftig zu halten hat. 

In Deinem Fall würde ich den Nachweis der Hundehaftpflichtversicherung verlangen, im Fall von späteren Folgen (Entzündung, OP, Schadenersatz usw.). Was weißt Du ob der Halter für alles finanziell selber aufkommen kann. 

Ist er in der Lage Deine Rechnungen und den Schadenersatz zu bezahlen (dazu gehören auch Arztkosten) ohne Versicherung ist es o.k., aber dumm von ihm es nicht der Versicherung zwecks evtl. Spätfolgen zu melden. 

Eine Anzeige kann bei Nichterstattung aller Kosten auch im Nachhinein erfolgen. Wichtig ist, den Hergang mit Schäden schriftlich festzuhalten und vom Halter bestätigen zu lassen. Das vereinfacht evtl. rechtliche Schritte. 

Dem Halter würde ich die Chance geben, um ohne Anzeige gewissenhafter auf seinen Hund zu achten, denn der hat garantiert auch so das große Flattern bekommen. 

Auf die Rechnung kommen Deine Ausgaben und der Gebrauchswert Deiner Hose. Schmerzensgeld ist nur auf dem Rechtsweg einklagbar und dies entscheidet bekanntlich der bessere Anwalt. 

Man kann aus jeder Mücke einen Elefanten machen und daraus mit gutem Anwalt profitieren. Kostet aber entsprechenden Einsatz. Bringt es das im Sinne des Hundes, der vielleicht im Tierheim landet?

Sorry, bin gebrandmarkt und versetze mich in die Lage des Halters. Obwohl meine Hunde noch nie einen Menschen verletzten, bedrohten, hinderten, bekam ich mehrfach Anzeigen aufgrund ihrer Größe. Nichteinheimische fühlten sich durch bloßen Anblick meiner Doggen bedroht. Ja, auch so was gibt es leider, weil mein als Halter von Riesenhunden gern in Frage gestellt wird. 

 

Auch ein Hund der sich erschrickt hat nicht zu beißen!
Ein Hund der sich erschrickt versucht normalerweise erstmal wegzukommen. Beißen wäre hier eine Verteidigungshandlung, was nicht mit der Schilderung zusammen passt, dass der Hund auf den Geschädigten "zuschoss" - also aktiv zu ihm hin ist um ihn zu beißen.

Ich als Hundehalterin habe ja für vieles Verständnis. 
Aber nicht für Hunde die beißen, da gehört ein Maulkorb drauf und für freilaufende "Der-tut-nix", welche die Halter nicht im Griff haben, die gehören an die Leine.

Wenn jeder auf jeden einfach mal Rücksicht nimmt/nehmen würde. klar dann wäre vieles entspannter.
Aber wenn ich einen Hund habe der beißt, dann habe ich dafür zu sorgen, dass nix passieren kann. Punkt.

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Schmerzensgeld kannst du auf die Rechnung nicht drauf schreiben. Das kannst du nur übers Zivilgericht einklagen. Und das würde ich nicht auf mich nehmen.

Ich persönlich würde den Besitzer nicht anzeigen. Es ist ein junger Hund, der Besitzer hatte ihn an der Leine und vielleicht hat er sich ja bloß erschreckt. Der Besitzer hat sich entschuldigt und ja auch angeboten, alle draus entstandene Kosten zu übernehmen. Da dir der Termin wichtiger war, kann es auch keine schlimme Wunde gewesen sein. Sonst hattest du dich zuerst darum gekümmert. Ich würde ihm höchstens die Hose in Rechnung stellen. Aber das ist meine persönliche Ansicht.

Du solltest den Besitzer aber fragen, ob der Hund ordnungsgemäß geimpft ist. Nicht das noch eine böse Überraschung hinterher kommt. 

Ob du ihn anzeigst oder nicht, ist deine Entscheidung. Ich würde das so klären. Weniger Stress für beide Seiten. Nur wenn er dann doch nicht zahlen will, würde ich ihn anzeigen.

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Das Ordnungsamt hat sich auf unser Schreiben schon rückgemeldet und sie wollen den Fall kontrollieren. Nun meine Frage: Geht das Ordnungsamt eigentlich mit Ankündigung zum Hundebesitzer oder kündigen die ihren Besuch nicht an?

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