Hunde zur Arbeit mitnehmen?

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14 Antworten

Hallo,

die Möglichkeiten, einen Hund mit zur Arbeit zu nehmen, sind totale Glücksfälle und solche Arbeitsstellen gibt es nur wenige.

Außerdem - und gerade deshalb - muss man bedenken, dass ein Hund ja nun mal 12 - 15 Jahre unser Leben begleitet. In dieser Zeit wird man meistens den Arbeitsplatz mal wechseln? Was passiert dann?

Das Glück, zwei- oder dreimal so einen Arbeitsplatz zu finden, hat man wahrscheinlich eher nicht.

Daher sollte man solch eine Überlegung NIE einplanen, wenn man über die Hundehaltung nachdenkt.

Hundehaltung bei einer Berufstätigkeit ist immer mit viel Organisation und Planung verbunden. Entweder arbeiten die Partner im gegenläufigen Schichtdienst, man kann auf eine verlässliche Betreuung - und damit ist nicht jemand gemeint, der dann mal eine halbe Std. spazieren geht - zurückgreifen, man kann es sich leisten (dauerhaft!) nur Teilzeit zu arbeiten ...

Und ob sich ein Hund für eine Therapie-Hunde-Ausbildung eignet, stellt sich auch leider erst heraus, wenn er mal älter ist. Ist er nicht geeignet - was passiert dann mit ihm? Wird er dann abgeschafft?

Daher "verteilen" professionelle Trainer (Blindenführhunde, Therapiehunde, Assistenzhunde) viele mögliche Welpen in ausgewählten Familien. Und erst nach ca. 1 Jahr stellt sich dann heraus, welche dieser Hunde überhaupt in eine Ausbildung übernommen werden können. Für die nicht geeigneten Hunde müssen dann geeignete Familien gefunden werden - oder, im besten Fall, verbleiben sie in der "Aufzuchtfamilie".

Wahre Tierliebe zeigt sich darin, dass die Bedürfnisse des Hundes an erster Stelle stehen - und damit sein Bedürfnis, nicht so lange von der Familie getrennt zu sein - und nicht das eigene Bedürfnis, einen Hund halten zu wollen. Das wäre nur Egoismus!

Gutes Gelingen

Daniela

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Als erstes muss geklärt sein, ob Arbeitgeber, Kollegen und Kunden/Patienten überhaupt damit einverstanden sind, dass du deinen Hund mitbringst.

Weiterhin muss dir klar sein, daß sich das auch mal ändern kann, du also deinen Hund auf einmal nicht mehr mitnehmen kannst - entweder weil das Einverständnis zurückgenommen wurde oder der Hund mit der Situation doch nicht zurecht kommt. Dann brauchst du einen Plan B, was mit deinem Hund wird, während du arbeitest.

Eine Freundin von mir macht gerade mit ihrem Hovawart eine Therapiehundeausbildung. An stressigsten für den Hund war der Eignungstest. Dort wird abgeklopft, wie er sich in verschiedensten Situationen verhält. Wenn ein Hund da zu stressanfällig ist, wird er zur Ausbildung gar nicht zugelassen.

Stressiger als der Therapiehundealltag ist die Ausbildung wahrscheinlich nicht.

Aussies sind ja meist etwas nervös - es gibt natürlich wie überall solche und solche - aber ich denke, wenn ich wirklich vor hätte, mit meinem Hund in der tiergestützten Therapie zu arbeiten und mir den Hund auch dahingehend aussuchen würde, würde ich mir wahrscheinlich auch andere Rassen mal anschauen.

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Kommentar von friesennarr
26.01.2016, 09:14

Zu Punkt 2 - Wenn man den Arbeitsplatz wechselt kann es auch vorkommen, das man den Hund nicht mehr mitnehmen darf.

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Ich nehme meinen Hund mit zur Arbeit. Meine Chefin ist da großzügig, allerdings kommen ihre beiden Hunde ja auch mit. Einmal hatte sie sogar eine junge Krähe dabei. (Und wir hatten mal ein Hängebauchschwein zur Pflege in der Dienststelle. LOL)

Man muss halt einen Arbeitsplatz finden, wo das möglich ist. Und das kann sich halt mit einem neuen Chef auch wieder ändern. Die Reihenfolge ist also: erste der adäquate Arbeitsplatz plus Erlaubnis der Vorgesetzen. Dann ein passender Hund.

Da wir Publikumsverkehr haben, habe ich immer darauf geachtet, dass der Hund vom Aussehen her nicht angsterregend ist. Also kein großer, schwarzer Hund, sondern ein mittelgroßer, blonder wuscheliger Hund. Zu kleine Hunde sind ebenfalls nicht so gut geeignet.

Mein Hund hat bei unserer Heilpädagogin oft als "Therapiehund" gearbeitet. Ausgebildet ist er aber dafür nie worden. Das ist auch nicht nötig. Wenn der Hund friedlich und freundlich ist und auch so aussieht, reicht das, um bei Kindern therapeutisch wirksam - im Sinne von Angstabbau - zu sein. "Da, wo ein Hund ist, gibt es keine Spritzen." Von daher würde ich mir wegen einer Ausbildung des Hundes als Therapiehund keine Gedanken machen. Es muss einfach nur ein netter, freundlicher Hund sein. Ob ein Aussie dafür geeignet ist, weiß ich nicht. Es kann sein, dass er schon etwas zu groß ist. Auf die Schnelle würde ich Pudelmixe am geeignetsten halten.

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wie ich Dir bereits bei Deiner letzten, diesbezüglichen Frage beschrieben habe, ist nicht jeder Hund als Therapiehund geeignet.

Erkundige Dich zuerst mal über die Rassen, welche sich dazu eigenen, ohne Dich gleich auf einen Aussie zu versteifen. Dieser wird nämlich als Schafhütehund gezüchtet, und hat ein sehr lebendiges Wesen, und Du würdest seeehr lange suchen müssen, um einen geeigneten Hund zu finden.

Die Ausbildung eines solchen Hundes dauert eine lange Zeit, und geht nicht von heute auf morgen, denn ein falsch ausgebildeter Hund könnte im Zusammenhang mit den zu therapierenden Menschen gefährlich werden.

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Man kann nicht automatisch davon ausgehen, dass man in sozialen Berufen Wuffi problemlos mitbringen kann.

Freundin, Sonderpädagogin, liess ihren Retrieve zum Therapiehund ausbilden. Mitbringen ging, da ihre Klasse ja stets gleich und langsame Gewöhnung der Schüler an Hundi.

Ich arbeitete in einer Herberge, unsere Kids wechselten alle 2,5 Tage..Hund war no go, da eben zu häufig Wechsel und keine Eingewöhnung möglich.

Auch wusste man ja nicht, was für Gäste kommen..da kann man nicht einfach mit Hund dastehen als pädagogischer Anleiten.

Auch in Büro wäre es nicht gegangen.

Kollegin brachte dann mal zu einer Stadtfuhrung ihren Boxer mit weil 'geht doch.  Ear ein Gau, da Klassenlehrerin und 2 Kids totale Panik vor Hunden hatten. 

Sprich: kommt sehr drauf an.

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Generelles zu Hund am Arbeitsplatz kann man nicht sagen. Es kommt in erster Linie auf den Arbeitgeber an.

In sozialen Einrichtungen ist das Arbeiten mit Therapiehunden meist noch im Anfangsstadium bzw. in der Überlegung.

Bis auf eine Ausnahme habe ich von der Therapiehundearbeit in der Palliativmedizin und der Logopädie nur positives gehört.

Folgenden Text habe ich schon in deiner anderen Frage gepostet:

Ich habe zwei ausgebildete Therapiehunde im Bekanntenkreis, beide sind in der Logopädie beschäftigt und einer davon spezialisiert auf Kinder.

Ich kann dir versichern dass wenn die Ausbildung "brutal" gewesen ware hätten beide Therapeuten (Hundehalter) die Ausbildung sofort abgebrochen.

Bei dem Berner Sennenhund war es von Anfang an klar das er eine Therapiehundeausbidung bekommt während der Aussie bei Ausbildungsbeginn bereits 2 1/2 Jahre alt war. Der Aussie und Halter mussten erst eine Art Aufnahmeprüfung machen bei der das Sozialverhalten überprüft wurde.

Näheres über Therapiebegleithunde kannst du hier erfahren: http://www.mittt.de/

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Ich bin Sozialpädagogin und habe einen Hund. Er kommt täglich mit in die Arbeit. Es hängt natrürlich vom Vorgesetzten ab, ob dieser das erlaubt. Einen Australian Shepart halte ich dafür nur begrenzt für geeignet, da diese Tiere viel Beschäftigung und Auslauf brauchen. Das kannst du während der Arbeit nur schwer gewährleisten. Den Hund mit in die Arbeit zu nehmen ist auch nicht immer leicht. Ich muss recht viel dem Hund unterordnen. In meinen Pausen Gassi gehen, dafür sorgen, dass er einen guten Platz hat, dafür sorgen, dass sie Hund und Kollegen bzw. Klienten miteinander wohl fühlen. Ohne Frage ist es auch eine Bereicherung, aber eben auch eine Belastung. Oft bin ich mir sicher, dass geht nur, weil meiner schon recht alt ist (habe ihn erst bekommen als er schon 9 Jahr alt war, jetzt ist er 15). Deshalb braucht er einfach nicht mehr so viel Auslauf, ist gut erzogen und hört auf mich und ist meist froh, wen er in seinem Körbchen liegen darf und seine Ruhe hat.

Von der Therapiehunde Ausbildung habe ich sehr viel sehr gutes gehört. Ich habe noch nie gehört, dass sie für den Hund brutal sein soll. Aber da kommt es wohl auch auf den Anbieter an.

Es gibt im sozialen Bereich wenige Stellen die speziell tiergestützte Therapie anbieten. In so einem Job wärst du mit Hund und Ausbildung natürlich ideal, aber wie gesagt, die Stelle sind rar.

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Kommentar von SiViHa72
26.01.2016, 07:25

Stimmt, von dem 'brutal' hab ichauch noch nie gehört, das irritierte mich auch sofort.

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Huhu :)

Zunächst kommt es natürlich auf die arbeitsstelle an.

Eine bekannte von mir ist ergotherapeutin und in diesem beruf kann man zusätzlich mit einem hund arbeiten. Der vorgesetzte hat die ausbildung ihres hundes zum therapiehund bezahlt. Sie hat ihn von klein auf.

Jedoch ist der hund am ende mehrmals durch die prüfung gefallen und sei als therapiehund nicht geeignet. Der hund knurrt und bellt menschen an die ihr suspekt vorkommen.

Schwangere, dickere menschen, männer, alte menschen.

Woran das liegt weiß ich nicht. da es nicht mein hund ist kann ich das auch gar nicht beurteilen ich weiß es nur aus der erzählung. Für sie ist das denke ich nicht optimal, weil sie zum einen ihren hund nicht wie geplant mit zur arbeit nehmen kann und der vorgesetzte ist meines wissens nicht so happy darüber, weil er ja die ausbildung des hundes bezahlt hat und dieser nun nicht zur therapie genutzt werden kann.

Ich würde mir schon etwas früher einen hund holen und ihn soweit gut trainieren. Erst wenn er über das alter der pubertät hinaus ist, als therapiehund ausbilden. Nicht von klein auf schon. 

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-Erst abklären ob dies erlaubt ist

-Falls ja soll er nicht agressiv auf anderen sein wirkt sich schlecht aus wenn ihn am ersten Tag mitbringst und er einen anderen beisst

-schau ob er genug auslauf bekäme wenn dir ein 2. Holst

-auf der Arbeit besonderst Hitzewelle soll dein Hund gur versorgt sein 

- und sollte nicht dauerhaft bellen

-und er soll zufrieden sein

Paar kleine Tipps

Solang sie nicht so enden..

Hab mal Praktikum gemacht Cheffe hatten Hunde auf der Arbeit der eine hat nur Herzzerreisend gejault ein Mops im großen Raum er wollte nicht eingesperrt sein und das im Raum mit kleinen Fenster wenig Licht

Und der andere saß nur in ecke war ein großer Hund Tischgröße fast und saß im kleinen Raum hatte zu wenig auslauf

Du sollst dir in Kopf ganz genau auch ne Pro und Kontra nur für den Hund seine sicht machen und für dich dann weißt du was das beste ist aber sorg wenn du es tust für das wohl diesen Hund

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Erstens ist es schon mal gar nicht erlaubt einen Therapiehund täglich einzusetzen.

Die Ausbildung an sich ist nicht brutal, wohl aber muss ein Therapiehund einiges an Schmerzen ohne Murren aushalten können. Das Klientel mit dem der Hund zusammenkommt ist durch die Beeinträchtigung zuweilen sehr unsanft mit dem Hund, Haare ausreissen etc..

Deine bevorzugte Rasse ist sicher auch nicht zu empfehlen.

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Wenn du Sozialarbeiter bist, kannst Du in den meisten Fällen deinen Hund gerne mitnehmen. Wenn du zB in einer Jugendwohngruppe für verhaltensoriginelle Jugendliche arbeitest, wirkt sich das positiv aus.

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Kommentar von Dahika
26.01.2016, 13:31

gerade bei solchen Jugendlichen muss man aber auch aufpassen. Auf den Hund nämlich.  Verhaltensoriginelle ;-) Jugendliche gehen nicht immer gut mit dem Tier um.

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Als aller erstes musst du das mit deinem AG absprechen, ob er überhaupt Hunde auf der Arbeit (egal ob ausgebildet oder nicht) zulässt.

Was soll denn an einer Theraphiehundausbildung/Begleithundausbildung brutal sein?

Natürlich gibt es Unterschiede bei den Hundeschulen, aber bei einer guten ist diese Ausbildung absolut nicht brutal.

Eine sehr gute Freundin, macht das mit ihrem Hund, der die Patienten im Behindertenheim betreut.
Ihr Hund muss dabei halt lernen in jeder Situation souverän zu sein.
 Die Prüfung ist maximal etwas stressig, da hier einige Situationen simuliert werden, die der Hund souverän überstehen muss. Aber das halte ich nicht für brutal.

Ich nehme meinen Hund übrigens auch mit zur Arbeit. Sie hat keinerlei Ausbildung, lediglich ein ruhiges Wesen, und liegt während der Arbeitszeit unter meinem Tisch im IT Büro. Also wir haben keinen wirklich sozialen Beruf, auch wenn wir mit vielen Idi*ten zu tun haben :-p. Man muss es auf jeden FAll vorher mit dem Chef und den Kollegen abstimmen. Wenn da jeder seine Zustimmung gibt und sich der Hund ruhig verhalten kann, steht dem nichts im Wege.

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Kommentar von dsupper
26.01.2016, 09:06

Ja, aber das sind eben Glücksfälle - bei uns in der Redaktion war es auch so. Nun haben wir einen neuen Kollegen, der erstens Angst vor Hunden hat und zweitens "eine Hundehaarallergie". Schon sind alle Absprachen dahin - für die eine Kollegin, als Single, eine katastrophale Situation - für ihren Hund ebenfalls.

Auf diese "Glücksfälle" kann man keine verantwortungsvolle Hundehaltung gründen!

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Ich bin jemand der Angst vor Hunden hat und finde es nicht o.k., wenn man mit seinem Hund andere Leute belästigt. Ich gehe in keinen Laden, vor dem ein Hund liegt und würde nicht mit jemandem ein ernsthaftes Gespräch führen, der seinen Hund dabei hat. Das würde mich völlig ablenken.

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Kommentar von Berni74
26.01.2016, 07:06

Ich gehe mal davon aus aus, daß sowas vor der Therapie besprochen wird. Aber du hast recht, für jeden Menschen wär eine tiergestützte Therapie nicht geeignet.

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Kommentar von Certainty
26.01.2016, 08:45

Nur weil ein Hund anwesend ist, heißt das ja noch lange nicht, dass er einen belästigt.

Meine liegt ausschließlich unter dem Tisch und hat niemanden zu nerven, belästigen, zu begrüßen oder sonst was.

Nicht für jeden Mensch ist eine Therapie mit Hunden geeignet, aber ich würde mir mein Leben nicht von einer Angst diktieren lassen. Wäre für mich persönlich ein Grund etwas dagegen zu tun.

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Was soll denn an einer Therapiehund Ausbildung brutal sein???

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