Hunde zur Arbeit mitnehmen?

15 Antworten

Hallo,

die Möglichkeiten, einen Hund mit zur Arbeit zu nehmen, sind totale Glücksfälle und solche Arbeitsstellen gibt es nur wenige.

Außerdem - und gerade deshalb - muss man bedenken, dass ein Hund ja nun mal 12 - 15 Jahre unser Leben begleitet. In dieser Zeit wird man meistens den Arbeitsplatz mal wechseln? Was passiert dann?

Das Glück, zwei- oder dreimal so einen Arbeitsplatz zu finden, hat man wahrscheinlich eher nicht.

Daher sollte man solch eine Überlegung NIE einplanen, wenn man über die Hundehaltung nachdenkt.

Hundehaltung bei einer Berufstätigkeit ist immer mit viel Organisation und Planung verbunden. Entweder arbeiten die Partner im gegenläufigen Schichtdienst, man kann auf eine verlässliche Betreuung - und damit ist nicht jemand gemeint, der dann mal eine halbe Std. spazieren geht - zurückgreifen, man kann es sich leisten (dauerhaft!) nur Teilzeit zu arbeiten ...

Und ob sich ein Hund für eine Therapie-Hunde-Ausbildung eignet, stellt sich auch leider erst heraus, wenn er mal älter ist. Ist er nicht geeignet - was passiert dann mit ihm? Wird er dann abgeschafft?

Daher "verteilen" professionelle Trainer (Blindenführhunde, Therapiehunde, Assistenzhunde) viele mögliche Welpen in ausgewählten Familien. Und erst nach ca. 1 Jahr stellt sich dann heraus, welche dieser Hunde überhaupt in eine Ausbildung übernommen werden können. Für die nicht geeigneten Hunde müssen dann geeignete Familien gefunden werden - oder, im besten Fall, verbleiben sie in der "Aufzuchtfamilie".

Wahre Tierliebe zeigt sich darin, dass die Bedürfnisse des Hundes an erster Stelle stehen - und damit sein Bedürfnis, nicht so lange von der Familie getrennt zu sein - und nicht das eigene Bedürfnis, einen Hund halten zu wollen. Das wäre nur Egoismus!

Gutes Gelingen

Daniela

Als erstes muss geklärt sein, ob Arbeitgeber, Kollegen und Kunden/Patienten überhaupt damit einverstanden sind, dass du deinen Hund mitbringst.

Weiterhin muss dir klar sein, daß sich das auch mal ändern kann, du also deinen Hund auf einmal nicht mehr mitnehmen kannst - entweder weil das Einverständnis zurückgenommen wurde oder der Hund mit der Situation doch nicht zurecht kommt. Dann brauchst du einen Plan B, was mit deinem Hund wird, während du arbeitest.

Eine Freundin von mir macht gerade mit ihrem Hovawart eine Therapiehundeausbildung. An stressigsten für den Hund war der Eignungstest. Dort wird abgeklopft, wie er sich in verschiedensten Situationen verhält. Wenn ein Hund da zu stressanfällig ist, wird er zur Ausbildung gar nicht zugelassen.

Stressiger als der Therapiehundealltag ist die Ausbildung wahrscheinlich nicht.

Aussies sind ja meist etwas nervös - es gibt natürlich wie überall solche und solche - aber ich denke, wenn ich wirklich vor hätte, mit meinem Hund in der tiergestützten Therapie zu arbeiten und mir den Hund auch dahingehend aussuchen würde, würde ich mir wahrscheinlich auch andere Rassen mal anschauen.

Zu Punkt 2 - Wenn man den Arbeitsplatz wechselt kann es auch vorkommen, das man den Hund nicht mehr mitnehmen darf.

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wie ich Dir bereits bei Deiner letzten, diesbezüglichen Frage beschrieben habe, ist nicht jeder Hund als Therapiehund geeignet.

Erkundige Dich zuerst mal über die Rassen, welche sich dazu eigenen, ohne Dich gleich auf einen Aussie zu versteifen. Dieser wird nämlich als Schafhütehund gezüchtet, und hat ein sehr lebendiges Wesen, und Du würdest seeehr lange suchen müssen, um einen geeigneten Hund zu finden.

Die Ausbildung eines solchen Hundes dauert eine lange Zeit, und geht nicht von heute auf morgen, denn ein falsch ausgebildeter Hund könnte im Zusammenhang mit den zu therapierenden Menschen gefährlich werden.

Ich bin Sozialpädagogin und habe einen Hund. Er kommt täglich mit in die Arbeit. Es hängt natrürlich vom Vorgesetzten ab, ob dieser das erlaubt. Einen Australian Shepart halte ich dafür nur begrenzt für geeignet, da diese Tiere viel Beschäftigung und Auslauf brauchen. Das kannst du während der Arbeit nur schwer gewährleisten. Den Hund mit in die Arbeit zu nehmen ist auch nicht immer leicht. Ich muss recht viel dem Hund unterordnen. In meinen Pausen Gassi gehen, dafür sorgen, dass er einen guten Platz hat, dafür sorgen, dass sie Hund und Kollegen bzw. Klienten miteinander wohl fühlen. Ohne Frage ist es auch eine Bereicherung, aber eben auch eine Belastung. Oft bin ich mir sicher, dass geht nur, weil meiner schon recht alt ist (habe ihn erst bekommen als er schon 9 Jahr alt war, jetzt ist er 15). Deshalb braucht er einfach nicht mehr so viel Auslauf, ist gut erzogen und hört auf mich und ist meist froh, wen er in seinem Körbchen liegen darf und seine Ruhe hat.

Von der Therapiehunde Ausbildung habe ich sehr viel sehr gutes gehört. Ich habe noch nie gehört, dass sie für den Hund brutal sein soll. Aber da kommt es wohl auch auf den Anbieter an.

Es gibt im sozialen Bereich wenige Stellen die speziell tiergestützte Therapie anbieten. In so einem Job wärst du mit Hund und Ausbildung natürlich ideal, aber wie gesagt, die Stelle sind rar.

Stimmt, von dem 'brutal' hab ichauch noch nie gehört, das irritierte mich auch sofort.

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Ich nehme meinen Hund mit zur Arbeit. Meine Chefin ist da großzügig, allerdings kommen ihre beiden Hunde ja auch mit. Einmal hatte sie sogar eine junge Krähe dabei. (Und wir hatten mal ein Hängebauchschwein zur Pflege in der Dienststelle. LOL)

Man muss halt einen Arbeitsplatz finden, wo das möglich ist. Und das kann sich halt mit einem neuen Chef auch wieder ändern. Die Reihenfolge ist also: erste der adäquate Arbeitsplatz plus Erlaubnis der Vorgesetzen. Dann ein passender Hund.

Da wir Publikumsverkehr haben, habe ich immer darauf geachtet, dass der Hund vom Aussehen her nicht angsterregend ist. Also kein großer, schwarzer Hund, sondern ein mittelgroßer, blonder wuscheliger Hund. Zu kleine Hunde sind ebenfalls nicht so gut geeignet.

Mein Hund hat bei unserer Heilpädagogin oft als "Therapiehund" gearbeitet. Ausgebildet ist er aber dafür nie worden. Das ist auch nicht nötig. Wenn der Hund friedlich und freundlich ist und auch so aussieht, reicht das, um bei Kindern therapeutisch wirksam - im Sinne von Angstabbau - zu sein. "Da, wo ein Hund ist, gibt es keine Spritzen." Von daher würde ich mir wegen einer Ausbildung des Hundes als Therapiehund keine Gedanken machen. Es muss einfach nur ein netter, freundlicher Hund sein. Ob ein Aussie dafür geeignet ist, weiß ich nicht. Es kann sein, dass er schon etwas zu groß ist. Auf die Schnelle würde ich Pudelmixe am geeignetsten halten.

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