Hunde, Tierheim, Störung?

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11 Antworten

Je nach dem bedeutet das Monate bis jaher lange Arbeit. Und es kann auch sein das es sich nur mildert aber immer bleibt. So was ist selten nur mit ein wenig liebe und Pflege zu beseitigen.

Das hängt vom Hund selbst und dem was er erlebt hat ab.

Aber nicht alle Tierheim Hunde haben eine schlechte Vergangenheit.

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Der Hund muß erstmal eine Beziehung zu dir aufbauen und lernen, dir zu vertrauen. Das kann, je nachdem, eine ganze Zeit lang dauern.

Wenn er dir vertraut, dann wird er sich von dir leiten und anleiten lassen und dann kannst du vorsichtig mit der Arbeit anfangen.

Es ist ratsam, bei schweren Störungen einen Hundetrainer zu Rate zu ziehen, und nicht alles geht weg, manches sitzt so tief, daß es nicht ganz weg geht.

Unser Hund hatte wahnsinnige Angst vor unserer Werkstatt. Er war als junger Hund schon mal wo gewesen, bevor wir ihn bekommen haben. Ich vermute, man hat ihn dort immer eingesperrt und er hatte furchtbare Angst. Er war ja noch ein Baby mit 12 Wochen, wo er zu uns kam.

Und ich denke "Werkstatt" riecht auch gleich,nach Metall und Öl und die Gerätschaften machen Geräusche. Er hatte immer Angst vor metallischen Geräuschen.

Nach langer Zeit haben wir es geschafft ,daß er sich zu uns in die Werkstatt getraut hat, wir haben ihn nie gezwungen, sondern ihm die Wahl gelassen. Dann natürlich wie toll gelobt, aber immer die Tür offen gelassen. Manchmal ist er nur reingetrippelt zu uns und schnell wieder raus.

Irgendwann war das Vertrauen so groß, daß er bei uns geblieben ist und wir konnten die Tür zu machen. Und irgendwann war "Werkstatt" völlig selbstverständlich, er ist manchmal alleine da reingegangen um zu schnüffeln.

Aber die Angst vor metallischen Geräuschen ist ihm bis zum Tode geblieben. Wenn z.B. eine Säge geschnappt hat oder ein Hammer runtergefallen ist. Das konnten wir ihm nicht abgewöhnen.

Ich hoffe, du kannst aus diesem Roman dir eine hilfreiche Information ableiten.

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Wir haben einen spanischen Tierheimhund mit 6 Monaten adoptiert.
Er ist der beste Hund der Welt. Ja anfangs konnte er nicht viel. Treppen steigen mussten wir ihm erst beibringen, mit dem menschen zu spielen hat er nie gemacht und auch vor fremden Umgebungen hat er angst aber damit kommen wir gut klar.
Dann nehmen wir ihn nicht mit zu Familienfeiern oder mit in den Urlaub.
Ansonsten hat er seine ängste mit der zeit abgelegt und das obwohl er als Straßenhund geboren wurde und dann in der Tötungsstation sicher nichts gutes erlebt hat.
Es lohnt sich.
Es kommt aber auch darauf an wie alt der Hund schon ist.
Bei einem Hund der schon 8 Jahre seines Lebens misshandelt wurde sieht das vielleicht etwas anders aus

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Vieles davon verschwindet bei liebevoller Behandlung. Eine Faustregel besagt: Je jünger ein Hund ist, desto leichter lässt er sich erziehen. Da fließen auch diese Aspekte hinein.

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Hallo,

viele "Störungen" oder Ängste sind u.U. so tief im Hund manifestiert, dass sie trotz liebevoller Betreuung und Geduld nicht wirklich verschwinden.

Ein Hund, der viel Schlechtes von Menschen erlebt hat, und das über eine lange Zeit und sich immer vor Menschen fürchten musste, wird z.B. niemals das gleiche bedingungslose Vertrauen in die Menschen haben, dass z.B. ein liebevolle aufgezogener Welpe haben wird.

Ängste und "Störungen" schwächen sich ab - aber muss man oft damit leben, dass der Hund nun einmal Eigenarten etc. hat - diese muss man akzeptieren. Das ist manchmal schwer - aber dies gehört bei einem solchen Hund einfach dazu. Außerdem ist jeder Hund ja ohnehin ein völlig individuelles Wesen, mit einem ganz eigenen Charakter, einen eigenen Verhalten etc. Immer muss man den Hund so akzeptieren, selbstverständlich kann und muss man versuchen, viele Dinge in die richtigen Bahnen zu lenken, aber ein Hund sollte niemals so dressiert werden, dass er wie eine Maschine funktioniert.

Und bitte lass dich davon nicht abhalten, einem Hund aus dem Tierschutz ein neues Zuhause schenken zu wollen. Auch diese Eigenarten machen einen Hund aus.

Gutes Gelingen

Daniela

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brandon 27.05.2016, 23:21

@ dsupper

Auch wenn wir nicht immer die gleiche Meinung haben.

Danke für diese Antwort der ich in allen Punkten zustimmen kann.

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dsupper 28.05.2016, 10:38
@brandon

so, wie jeder Hund ein Individuum ist und mit all seinen "Macken" akzeptiert werden sollte, so ist es auch jedem Menschen gegeben, seine eigene Meinung zu haben und zu vertreten - das dies nicht immer mit den Meinungen seiner Mitmenschen konfern geht, liegt in der Natur der Sache.

Mich wundert deine Zustimmung eher, habe ich doch vermehrt den Eindruck gewonnen, dass du ziemlich vehement abstreitest, dass Hunde aus dem Tierschutz vielfach mit großen und größeren Problemen belastet sind, die ein Zusammenleben ersteinmal oft sehr schwierig gestalten.

Sollte ich diese deine Meinung falsch interpretiert haben, dann würde mich das freuen.

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Völlig unterschiedlich

Ist ähnlich dem Menschen, mancher verarbeitet seine traumatischen Erlebnisse, mancher nie...

Ich hatte eine Katze, die war trotz aller liebe von mir 18 Jahre lang keine kuschelkatze. Sie wurde zwar im Laufe der Zeit weniger panisch, aber die hielt bis zum Ende einen Sicherheitsabstand zu jedem Menschen. Aber sie und mein Kater waren ein Herz und eine Seele und ich habe sie so leben lassen wie sie das wollte - ohne korperkontakt zu mir 

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brandon 27.05.2016, 23:26

ich habe sie so leben lassen wie sie das wollte - ohne korperkontakt zu mir 

Das ist wahre selbstlose Tierliebe. 🌷

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Hi! Stell Dir vor, Du hast einen Grossteil Deines Lebens ohne Bezugsperson und ohne geregeltes Essen und immer in Angst gelebt und musstest Dich immer irgendwie behaupten. Und jetzt schnappt Dich jemand und setzt Dich bei wildfremden Menschen in die Wohnung und verlangt oder erwartet Sachen von Dir, die Du nicht mal verstehst - so ungefähr stelle ich mir das vor.

Wir haben inzwischen den 4. Hund aus der Nothilfe und wirklich jeder war bzw. aktuell ist anders. Man muss die Kerlchen erstmal ankommen und Vertrauen fassen lassen - natürlich einwirken aber nicht zu viel erwarten und überfordern. Ja, es ist Arbeit und manchmal erreicht man einen Punkt wo man Rückschritte macht und vielleicht auch akzeptieren muss, dass es hier nicht weitergeht.

Ich würde immer wieder zuerst bei der Nothilfe schauen, wenn man es geschafft hast, Zugang zu so einem Kerlchen zu bekommen, dann sind das absolute Hauptgewinne. Aber Du musst zwischen einem halben Jahr und Jahr rechnen bis das gröbste durch ist. Hol Dir die Fellnase :-) Gruss Don

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Also ich hab meinen kleinen jetzt seit 3 Monaten... er hatte vor allem Angst und hat dann immer gekläfft.... nachdem wir uns besser kennengelernt haben hatte er mehr Vertrauen und fühlt sich bei mir sicher... Fußgänger umd Radfahrer meistern wir jetzt schon ohne Probleme, nur andere Hunde sind immer noch zu viel für den kleinen... darum sind wir jetzt in ner Hundeschule, was auch schon was gebracht hat. Du solltest am besten Vertrauen zu ihm aufbauen, also am besten viel Zeit gemeinsam verbringen und ihm erstmal Zeit lassen... bis ein Hund sich eingelebt hat kann es schonmal mehrere Wochen dauern... wenn du denkst da kommt eine "Gefahr" auf euch zu würde ich versuchen ihn davon abzulenken und ihm zeigen dass nichts schlimmes passieren wird bevor er ausrastet, weil sonst steigert er sich immer weiter rein und dann hast du keine Chance mehr wenn er erstmal so richtig kläfft und so

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Manche Ängste verschwinden, andere nie. Mein erster HUnd war ein
span. Straßenhund, der zeit seines 17 j. Lebens nur mit Angst meine
Küche betreten hatte. Auch wenn ich ihn lockte, kam er zwar, "sagte"
aber gleichzeitig mit seiner ganzen Körpersprache: "Tu mir nichts, tu
mir nichts." Ich habe ihn 15 Jahre gehabt und ihm natürlich niemals
etwas getan. Aber die Angst vor Küchen hat er nie verloren.

Vermutlich hat er in Spanien, wenn er in Küchen etwas Essbares suchte, viele Fußtritte bezogen. Der arme Kerl.

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das ist von Hund zu Hund unterschiedlich....wenn du ihm Sicherheit gibst wird er wohl einige Ängste ablegen können. Ich hab seit neun Wochen einen Hund aus dem Tierschutz und er macht sehr gute fortschritte. Fremden gegenüber ist er noch sehr ängstlich taut aber mittlerweile wesentlich schneller auf als anfangs. Bei lauten Geräuschen ist er sehr verschreckt, ist die Frage ob er das irgendwann ablegt oder auch nicht.

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Also wenn es ein sehr traumatisches in der Vergangenheit des Hundes gab, hat dieser in den meisten Fällen eine Störung. Aber genau diesen Hunden kannst du helfen und ihnen ein schönes Leben bereiten.

Eine Freundin von mir hat einen Hund aus dem Tierheim, und der hat wahsinnige Angst vor kleinen Kindern, weil irgendwann ihn welche geärgert hatten, ziemlich schlimm wahrscheinlich.

LG Smarty

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