Hunde: stimmt es, dass mischlinge länger leben?

5 Antworten

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Wenn Mischlingshunde nicht gerade aus zwei eng ingezuechteten Rassehunden stammen welch zufaellig mit derselben Erberkrankung (HD, ED, etc. pp.) behaftet sind stehen die Chancen nicht schlecht-

Deshalb - Ja!

Der Gen-Pool unter Mischlingen, wie ehedem den Vorläufern von professionell gezüchteten Tieren, ist grösser als der gegenwärtiger Rassehundezucht. Und je grösser der Gen-Pool, desto geringer die Wahrscheinlichkeit von Erbdefekten. Aber damit wir uns da nicht verrechnen: dies ist nur eine Chance, keine Qualitäts-Automatik.>

Entnommen aus der Hundezeitung.de

Die Untersuchungen belegen, dass auch hier die Lebenserwartung der Mischlinge der verschiedenen Gewichtsklassen jeweils beträchtlich höher ist als bei vergleichbaren Rassehunden. Dies zeigt die so oft abgestrittene Bedeutung der genetischen Variabilität für eine lange Lebensdauer. Die meisten Hunde, die 15 Jahre alt wurden, wiesen einen Inzuchtkoeffizienten unter 20 Prozent auf.>

Quelle: Hundezeitung.de

Der Wiener Tierzucht-Experte Dr. Hellmuth Wachtel: "Der Mischling ist eindeutig gesünder, auch wenn dies gern bestritten wird. Dies ergibt sich schon von der populationsgenetischen Überlegung her, die auch die grosse Mehrzahl diesbezüglicher Studien bestätigt.>

Herr Dr. Wachtel reist durch die Hundewelt und hält viele Reden, gibt Interviews zu diesem Thema und hat darüber zwei Bücher geschrieben.

Grundlektüre für jeden Hundezüchter: http://www.amazon.de/Hundezucht-2000-genetisches-Populationsgenetik-Hundez%C3%BCchter/dp/393807132X/ref=sr12?s=books&ie=UTF8&qid=1306766648&sr=1-2

@YarlungTsangpo

Die Hundezeitung - Impressum:

ForumFactory Inh. Carsten Grentrup Bruchstraße 54a 67098 Bad Dürkheim Deutschland

Wo bitte ist dies wissenschaftlich fundiert? Überhaupt nicht. Das ist die Meinung eines privaten Forenbetreibers, der eine EINZELPERSON, einen TA aus Österreich zitiert. Das ist kein wissenschaftliches Vorgehen.

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@MichaelKus

Quelle: Dr. Hellmuth Wachtel, Zoologe, Biologe und Kynologe sowie mit Genetik vertraut ist wohl die "Einzelperson" aus Österreich (kein Tierarzt = ein Dr. Titel ist nur mit einem "vet" dahinter ein Tierarzt) welche du meinst. Im Buch "Hundezucht 2000" schreibt dieser als Autor über diese Themen incl. Erklärungen & Nachweisen. In jedem Anhang eines derartigen Buches sind die Quellennachweise zu den einzelnen wiss. Arbeiten anderer Autoren aus der Wissenschaft. Das 2 Buch von Dr. Wachtel "Das Buch vom Hund" baut dieses Thema der Populationsgenetik noch aus. Also bitte die notwendige Grundlektüre für Grundkenntnis der Genetik lesen. Oben ist der Link zu diesen Büchern angegeben.

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@YarlungTsangpo

In Österreich gibt es keinen VET im Titel. Ich glaube mit dem "Grundkenntnisse" solltest Du Dir mal an die eigene Nase fassen ;)

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@MichaelKus

Zusatz: Von dem vet-Umstand mal abgesehen. Der gute Herr Wachtel ist keineswegs studierter Biologe, noch Zoologe, noch Kynologe (den Studiengang gibt es überhaupt nicht), wie von Dir angegeben. Er hat Landwirtschaft studiert und ist seit 1985 im Ruhestand. Kann man alles prima unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hellmuth_Wachtel nachlesen.

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@MichaelKus

Noch ein letzter Kommentar: Herr Wachtel hat sicherlich recht wenn es um große, von Rassezucht relativ unberührte Mischlingshundepopulationen geht. In Deutschland jedoch gibt es viel mehr Rassehunde als Mischlinge. Seine Aussage kann also für den westlichen Raum gar nicht gelten, sondern wahrscheinlich eher für die südlichen und östlichen Länder.

Die Chance auf eine reine Mischlingsvermehrung ist in Deutschland verschwindend gering, bedingt durch die hohe Anzahl der Rassehunde.

Hält man sich eine Gesamtpopulation von ~5 Millionen Hunden, wobei 2/3 Rassehunde und nur 1/3 Mischlinge sind, vor Augen, sollte es niemanden verwundern, dass eine reine Mischlings"zucht" bzw. Vermehrung pure Utopie darstellt und entgegen der sicherlich logischen Aussage "Mischlinge sind gesünder" also gar nicht zu bewerkstelligen ist. Gäbe es eine hohe Populationsdichte von Mischlingen hierzulande, würde seine Aussage zutreffen. Aber diese gibt es nicht, deshalb sollte man Vorsicht walten lassen pauschale Zitate zu übernehmen. Hierzulande sind Mischlinge einfach meist das Resultat der Verpaarung von Rassehunden und damit keineswegs robuster oder langlebiger - belegt durch die Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover im Jahre 2007.

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@YarlungTsangpo

DAS IST GENAU DIESELBE BIOGRAFIE WIE AUF WIKI BZW EINE 1:1 KOPIE ... Bitte mal richtig durchlesen bevor gemeckert wird. Auch dort steht: Studierte LANDWIRTSCHAFT!!!

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@YarlungTsangpo

@MichaelKus

Du solltest wirklich erst einmal das Buch "Hundezucht2000" lesen.

Natürlich werden ein HD Kranker Schäferhund und ein HD Kranker Neufundländer zusammen keine zu 100% HD gesunden Nachkommen haben. Das sagt hier auch niemand. Doch allein durch den Mechanismus der Populationsgenetik ist durch die hier wieder erhöhte Varianz der Gene zumindest bei weiteren erblich verdeckten Erbkrankheiten, zb. verschiedene Formen von Augenerkrankungen z.B. PRA- Formen in beiden Rassen (nur ein Beispiel) auf diesem Gebiet dann höhere Chance auf Gesundheit gegeben. Zudem darf man auch in Deutschland nicht sagen, dass alle Mischlinge annähernd nur aus Rassehunden in 1. Generation bestehen.

Das ist ebenfalls natürlich kein Freibrief für angebliche Gesundheit bei Designerdog-Mischungen. Deren Eltern werden von Menschen nicht nach alleiniger Gesundheit, sondern rein nach Aussehen ausgewählt. Derartige Mischungen führen nur nach dem Zufallsprinzip zu gesünderen Nachkommen = Populationsgenetik...

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@MichaelKus

Studierte Landwirtschaft mit den Schwerpunkten Tierzucht und Genetik>

Bitte im Gesamten nennen. Vor ca. 70 Jahren wurden manchen Studiumsrichtungen noch anders bezeichnet. Was hast denn Du studiert wenn ich fragen darf - jedenfalls nicht das Buch zur Populationsgenetik in der Hundezucht und deren Regelmechanismen.

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@YarlungTsangpo

Der gute Mann hat in den 40er - 50er Jahren studiert. Auch zu dem Zeitpunkt gab es bereits den Studiengang Biologie. Ich habe Wirtschaftswissenschaft und Anglistik studiert, also kenne ich mich schon aus was die Historie des Studiums angeht.

Du hast 3 Begriffe aufgeführt ( Zoologe, Biologe und Kynologe ), die absolut NICHTS mit seiner Studienrichtung zu tun haben. Biologie und Zoologie gab es auch schon zu seiner Studienzeit. Kynologie ist überhaupt KEIN Studiengang. Das sind schlichtweg Falschinformationen und Du kannst es drehen und wenden wie Du lustig bist.

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@YarlungTsangpo

Darf man nicht? Dann erkläre mir bitte anhand simpelster Mathematik wie wahrscheinlich die reine Mischlingsverpaarung in Deutschland ist bei einem Verteilungsverhältnis von 2/3 zu 1/3 ist und dem Wissen, dass sich Mischlinge in Deutschland "schlechter" an den Mann bringen lassen, da es sich hier um ein Land der Rassehunde handelt.

Ich bin mir auch nicht sicher, was Du mit der Varianz der Gene sagen möchtest - im humanen Bereich verschwinden auch keine Prädispositonen für Erbkrankheiten selbst wenn Deine Partnerin aus Timbuktu stammt. Nein, auch dann werden dominante Veränderungen am Erbgut fröhlich weitervererbt unabhängig davon wie unterschiedlich der Genpool auch sein mag. Auch die rezessiven Veränderungen können in späteren Generationen wieder auftauchen.

Wenn Du Dich auch nur ein wenig mit dem Thema Zucht auseinandersetzt müsstest Du doch eigentlich wissen WARUM gerade in der Leistungszucht so großer Wert darauf gelegt wird - nur mal als Beispiel -, dass KEIN Elternteil HD, Kryptochismus, Spondy & Co. aufweist. Es geht dabei zum Einen um das Resultat der direkten Verpaarung, also dem unmittelbaren Wurf, als auch um mögliche spätere Generationen von Hunden.

Einmal etablierte Prädispositionen für Krankheiten verschwinden nicht einfach so mir nichts, dir nichts.

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@MichaelKus

Vielen Dank für das Fähnchen, Uff....

@MichaelKus Natürlich lasse ich Deine Fragen nicht unbeantwortet.

Zu Dr. Hellmuth Wachtel: Über seine berufl.& fachl.Qualifikationen, seine Reputation (und weil du ja studiert hast weisst du was das bedeutet) in anerkannten Fachkreisen (auch der Nicht Studienrichtung Kynologie - Kynologen anerkannte gibt es trotzdem) solltest Du Herrn Dr. Wachtel selbst befragen. Er ist immer offen für wirkliche Wissensfragen betreffend seiner Arbeit.

Zu deiner Argumentation, dass aus überwiegend Rassehunden entstandene Mischlinge gleich automatisch genauso kranke Mischlinge entstehen müssen: Hier erweckst du den Eindruck, dass es ausschliesslich nur noch erblich kranke Rassehunde gäbe. Zum Glück ist das nicht der Fall!!!

Auf dieselbe Weise entstehen also im Durchschnitt Mischlinge aus Rassehunden die auch gesund sind. Der von dir erweckte Eindruck Mischlinge würden nur aus direkt erkrankten Rassehunden entstehen ist falsch!!

Prädispositionen zu dominanten Erberkrankungen sind leichtestens aus der Zucht zu entfernen weil diese optisch sofort festzustellen sind - nicht nur beim Hund! Lediglich wird mit solchen Praedispositionen z.b. Merlefaktor wegen der Optik "bewusst" bei den Rassehunden gezüchtet (Collie,Sheltie,Border,Aussie, Dt.Dogge Harlekin u.v.a. Rassen mehr) dass dann daraus bewusste "Mischlingszuechtungen" von Menschen gesteuert (Mini-Aussie) ebenso dominant damit betroffen sind ist dann auch kein Argument. Leider wurde das Argument der verdeckt erblichen Erkrankungen z.B. beim Hund vergessen. Hier müssen sich dann zwei verdeckt erblich eine Erkrankung tragende Hunde in ihren Nachkommen treffen. Das schafft man leichter bei Hunderassen, welche sexuell isoliert und abgeschlossen miteinander verzuechtet werden.

Genauso wie das Langhaar beim DSH immer wieder einmal in Wuerfen wieder kommt durch verdeckte Genetik und das seit über 100 Jahren, so kommen - bei allen Bemühungen - auch in der Leistungszucht immer wieder einmal HD, ED, Spondyl. Etc. vor. Auch wenn beide Eltern HD frei sind und das Merkmal nicht zeigen. multifakorieller Erbgang nennt sich das....

Wäre das anders wäre der DSH ja rundum gesund - das Gegenteil ist durch Inzucht der Fall. Gene lassen sich durch Züchter in der bisherigen Weise nicht merzen sondern multiplizieren sich. Deshalb ist Verstehen von Populationsgenetik & Dr.Wachtel so wichtig....

Uebrigens ca. 25% der Dt.Hundepopulation sind Mischungen. Als Rasse betrachtet der beliebteste und häufigste Vertreter des Hundes = deshalb auch anteilig im Tierheim am häufigsten vertreten. Rassehunde finden sich auch dort. Eine Statistik darüber müsste dann aber auch "Rassehund in Not" (Name d Rasse auf Google einsetzen) bzgl.Aussagen berücksichtigen. Hier gibt es noch andere "Vertriebswege" um Statistiken zu schönen.

Weitere Antworten gebe ich dir gerne via PN Das sprengt hier den Rahmen, also schreib mich an.

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Klare Antwort: Nein!

Das hängt zunächst mal von der Größe des Hundes ab-kleine werden älter. Dann die Haltung und das Futter. Und dann die Genetik. Und auch Mischlinge (sind ja Verpaarungen verschiedener Rassen) können "negative Gene" in sich tragen (Krebs, Merle, HD,....).

also 22 werden sie nur in hächsten ausnahmen .. aber es gibt auch ausnahmen das reinrassige hunde so lange leben . der älteste hund ist ein reinrassiger berner-sennenhund, und der ist 25 Jahre alt. Allerdings sind Mischlinge wirklich robuster !.. Es liegta ber auch dran ob die reinrassigen Hunde überzüchtet sind oder nciht .. ein züchter der wirklich ahnung vom Züchten hat, der vermehrt seine Hunde nicht pausenlos , sondern mit abstand sodass sowas wie überzüchtig nicht eintritt.

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