Hunde nach vereinbarung

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2 Antworten

Als rechtsmissbräuchlich ist das "Nein" zur Hundehaltung dann auszulegen, wenn schon andere Mieter im Haus mit Wissen des Vermieters - und damit zumindest mit seiner stillschweigenden Duldung - Tiere gleicher Art haltenWas meint ihr? Bzw. hat schon jemand damit Erfahrungen gemacht?

Mit einer entsprechenden Begründung kann der Vermieter eine Hundehaltung verbieten.

Nur weil eine andere Partei einen Hund hat, bedeutet das nicht, dass Ihr auch einen haben dürft.

Der Vermieter muss die Interessen aller Parteien berücksichtigen; das steht in dem Urteil..

Eine unwirksame Klausel führt auch nicht dazu das man jetzt einfach eine Hund halten darf.

MfG

Johnny

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Kommentar von chriskatja
07.06.2014, 02:17

Es ist der Grundsatz der Gleichbehandlung zu beachten. Hiernach gilt, dass dasjenige, was der Vermieter einem seiner Mieter zugesteht, er einem anderen nicht (grundlos) verweigern darf. Als rechtsmissbräuchlich ist das "Nein" zur Hundehaltung dann auszulegen, wenn schon andere Mieter im Haus mit Wissen des Vermieters - und damit zumindest mit seiner stillschweigenden Duldung - Tiere gleicher Art halten.

Es gibt keine Begründung ...

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Ich spreche jetzt nur für mich und das ist auch nur meine Erfahrung. In unserem Mietvertrag ist Hundehaltung auch verboten allerdings stand mal eine Wohnung im Haus sehr lange leer und es gab nur eine Interessentin, mit Hund. Meine Vermieter haben zugestimmt weil sie die Wohnung endlich belegen wollten. So, ich habe mir dann auch einen Hund geholt (eigentlich war sie schon vorher da) und es gab natürlich Ärger, die Vermieter haben vor Wut gekocht. Aber mehr als Ärger und böse Worte für mich kam dann doch nicht, wahrscheinlich konnten sie nicht einer Partei einen Hund erlauben, der anderen aber Hundehaltung verbieten. Meine Hündin war so extrem ruhig, dass sie niemand gesehen oder gehört hat also konnten die Vermieter nicht groß was dagegen sagen. Es wurde mir schriftlich mitgeteilt, dass ich unerlaubt einen Hund halte, der aber geduldet wird solange er nicht stört. Meine Hündin hat nicht gestört, der erlaubte Hund, der sogar im Mietvertrag aufgenommen wurde hat das ganze Haus verrückt gemacht. So, so ist es bei mir gelaufen, ich denke, dass ihr so argumentieren könnt, dass ihr benachteiligt werdet weil euch etwas verboten wird was anderen wiederum erlaubt ist. Ob ihr damit durchkommt ist eine andere Sache. Aber probieren könnt ihr es. Sollte es klappen müsst ihr dann aber auch alles dafür tun, dass der Hund wirklich nicht stört sonst wird die Zustimmung widerrufen.

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