Hundanschaffung - was muss ich beim Kauf und bei der Haltung beachten?

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2 Antworten

Erstmal schön, dass du dich schon vorab informierst, das machen leider nicht alle.

Zum Tierheim Hund. Ich finde, die kann man recht schlecht beurteilen. Im Zwinger verhalten sich viele ganz anders, als sie sich dann zuhause verhalten würden. Am besten das Personal fragen und öfter mit einem potenziellen Kandidaten Gassi gehen. In manchen Tierheimen kann man sich den Hund auch sozusagen für ein paar Tage "ausleihen", wenns einem mit dem wirklich ernst ist. Zu den Krankheiten: Tierheime haben meißt ihre eigenen Tierärzte, auf die Gesundheit wird viel wert gelegt und sie informieren dich auch darüber, ob dein Traum Hund irgendwelche Weh Wehchen hat. Falls du dir unsicher bist, kannst du sicher auch mit einem Tierarzt darüber reden.

Ein serisörer Züchter? Naja, auf jeden Fall drauf achten, dass die Welpen bei ihrer Mutter sind, und du Mutter und Vater sehen kannst. Dann nach Impfungen, Entwurmungen und Papieren fragen. Aber das wird alles auf dieser Seite erklärt: http://www.vdh.de/welpen/serioese-zuechter-erkennen

Zu den Rassen. Schau mal auf diese Website: http://www.hundeseite.de/welcher-hund-passt-zu-mir/  Da kannst du nach Größe und Aktivität filtern. (Oder einen Test machen) Zu den Windhunden. Ich will dir um Gottes Willen keinen Windhund aufdrücken aber dieses Gerücht hält sich total hartnäckig. Windhunde sind KEINE Langstrecken Läufer, (Wie z.B. der Dalmatiner, Husky oder RR) es sind Sprinter, das heißt, die meißten sind damit glücklich 1,2 Stunden am Tag, je nach dem, rumzurennen (am besten mit Windhundekollegen). Dabei rasen sie immer nur kurze Strecken, machen Pause, rennen wieder rum und so weiter. Kaum der Mühe wert oder? Die 3 anderen Rassen würdest du damit nicht kaputt bekommen!

Zum Equipment. Ich bevorzuge eigentlich immer das Brustgeschirr. Aber viele Hunde lernen mit dem Halsband besser, ordentlich an der Leine zu gehen. (ist halt unangenehmer) Allerdings kann der Hund auch beides tragen, damit er z.B. die Steuermarke und einen Adressanhänger am Halsband hat und du das nicht immer wechseln musst.) Leinen gibt es viele, kommt drauf an was du genau bevorzust. Soll sie einfach nur knallbunt sein? Nylon! Edel? Leder? Wetterunabhängig? Biothane. (Flexileinen sind nicht so super, da lernt Hund nicht, wie er an der Leine zu gehen hat, weil sie ja immer nachgibt..)

Hunde schlafen da wo es passt. Im Sommer meinetwegen auf kühlen Fließen, im Winter eingekuschelt im Körbchen. Mach jeder Hund anders.

Also Futter kann man dir nicht so allgemein beantworten. Es gibt Trockenfutter, Nassfuter, Barfen. Minderwertig, hochwertig, mit Getreide und Zucker, ohne. Billig teuer. Kommt drauf an. Google hilft!

Hundeschule? Am Anfang immer gut. Vor allem Welpenstunden(wenn ein kompetenter Trainer dabei ist, der Welpe nicht alles durchgehen lässt)

Hundebegegnung: Hält sich der andere Besitzer am Baum fest und mit der anderen schmerzverzerrt den 70 kg pöbelnden, knurrenden, bellenden, böse Absicht habenden Hund fest, dann weitergehen. Kommt ein gut gelaunter super sozialisierter Hund freundlich auf euch zu und der Besitzer ruft schon von weitem, "können die beiden spielen? Wäre so schön!" dann beschnüffeln lassen.

Mal im Ernst, das sind total allgemeine Fragen, die nur Hunde-, Menschen- und vor allem Situationsabhängig beantwortet werden können...

Wenn du deinen Hund von Anfang an gut sozialisierst, ihn von nem vernünftigen Züchter holst, ihn Rassegerecht auslastest und mit ihm in Welpenspielstunden und Hundeschule gehst, wird das kaum passieren. Wenn doch, geh zum Hundetrainer! (Außerdem ist dieses Bellen wieder zu allgemein dargestellt, in welcher Situation sollte er denn wie bekloppt bellen? Bei Hundebegegnung, beim allein sein? Verschiedene Gründe, verschiedene Lösungen!)

Falls du Fragen hast. Immer her damit!

Kommentar von Loeffelqualle
18.04.2016, 16:36

Nun, bei uns gibt es in der Nachbarschaft einen Hund, der sofort bellt wie ein Verrückter und an seiner Leine zieht und auf die zu will, wenn Jemanden (egal wen) sieht. Und selbst ich Brillenschlange kann sehen, dass dieser Hund nicht nur spielen will. Wenn man an dem seinen Garten ganz normal vorbei geht, bekommt der dahinter fast einen Herzkollaps (und ich übrigens auch) so verrückt und aggressiv bellt der. Frauchen schreit und keift dann halt immer viel rum, aber passieren tut nix. Er bellt dann halt lauter und ignoriert sie. Was macht man da? Ich weiß nicht, warum der Hund so mega aggressiv und aufdringlich ist, aber was man dagegen tun könnte, weiß ich auch nicht ^^' Klar, Beschützerinstinkt hin oder her, aber was der tut, geht überhaupt nicht. Der ist mir schonmal lautstark bellend und zähne fletschent und knurrend hinterhergerannt :/ ich glaube nicht, dass das gesellschaftsfähig ist. ich hatte gott sei dank ein fahrrad und bin geflüchtet. 

was tut man mit so einem hund

oh und danke für diese produktive antwort :)

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Kommentar von JulePule321
01.05.2016, 18:02

So allgemein kann man das jetzt auch nicht beantworten. Eventuell hat der Hund in seiner Vergangenheit mit fremden Menschen schlechte Erfahrungen gemacht. Eventuell ist er gar nicht aggressiv, sondern nur sehr territorial veranlagt und verteidigt Haus und Frauchen. Eventuell hat sie auch einfach total bei der Sozialisierung versagt und ihn von Welpen an nicht in seine Schranken gewiesen. Auch wenn Welpen soo süß aussehen, wenn du ihnen als kleine Flauschballen alles durchgehen lässt und dann mit einem Jahr, wenn er seine 30 Kilo hat, dann plötzlich alles richtig machen soll, und sich alles ändert macht das schlichtweg keinen Sinn. Was für eine Rasse ist das denn? Nur als Beispiel, Spitze, HSH oder auch Berner Sennenhunde sind potenziell Territorial veranlagt. Da muss man sich nicht wundern, dass die (bei falscher Erziehung) jeden ankläffen, die sich dem Grundstück nähern. Hilfe kann eigentlich nur ein guter Hundetrainer, Lernwillen seitens dem Frauchen, Geduld und Konsequenz schaffen. So ein Hund ist eine Gefahr für Mensch und Umwelt. Ich weiß nicht, wie es passieren konnte, dass er dir auf dem Rad nachgerannt ist, aber anscheinend war er unangeleint auf offener Straße und sein Frauchen hatte ihn nicht unter Kontrolle. Ich wäre sofort zum Veterinäramt. Die würden sich das Tier ansehen und Maßnahmen ergreifen. Geht GAR NICHT! Kein Ding!

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Lies dich am besten erstmal beim VDH ein:

Da kannst du für den Anfang mal die verschiedenen Gruppen durchstöbern welche Rassen am ehesten zu dir passen. Falls es ein Rassehund werden soll kommt auch nur einer aus VDH Zucht in Frage (das sind meist die seriösen Züchter obwohl man auch da Pech haben kann), auch dazu findest du dort Infos.

http://www.vdh.de/welpen/rasse

Ins Tierheim zu gehen lohnt sich immer, am besten schaust du mal in ein paar Tierheimen in deiner Nähe jetzt schon rein wenn zB Sommerfest dort ist, da gibt es auch immer eine Menge Infos zur Adoption. Oft muss man eine Weile suchen bis man den passenden Hund dort findet aber man kann doch schon viel besser erkennen wie der Hund so ist als bei Welpen die immer ein Überraschungspaket sind.

Wenn du weißt was du dir an Rasse/Mix vorstellen kannst findest du dann auch leichter passende Webseiten/Bücher mit Infos zur Gesundheit und Erziehung dieser Hunde.

Um Bücher und ggf. einen Hundesportverein kommst du dann kaum rum, die meisten Fragen beantworten sich dann im Lauf der Zeit aus verschiedenen Quellen. Google hilft da immer schonmal weiter.

Kommentar von KIttyHR
17.04.2016, 21:22

Ich finde es generell falsch zu sagen, dass man nur beim VDH nach Züchtern suchen sollte und, dass es nur da seriöse Züchter gibt.
Ich habe zwei Hunde von Nicht-VDH Züchtern. Eine Rhodesian Ridgeback Hündin und einen Bully Rüden. Beide Züchter sind trotzdem super und ich habe nur Gutes zu berichten. Ich persönlich habe sogar schlechte Erfahrungen mit dem VDH gemacht. Mein Bully stammt aus einer Zucht, die generell Wert darauf legt, dass die Rasse wieder lange Nasen hat, sportlicher und athletischer wird und wieder etwas längere Rücken und Ruten bekommt. Eine Französische Bulldogge, die eine Centimeterlange Schnauze hat, super hochbeinig ist und unglaublich schlank (ohne zu breite Schultern und Kopf und ohne zusammengedrückten Rücken), hätte niemals eine Chance im VDH. Es ist nunmal nicht mehr der FCI Rassestandard und der nimmt in Kauf, dass die Hunde unendlich krank sind und ihr Leben lang leiden.

Deine Antwort ist super und ich möchte sie auch nicht generell kritisieren, bitte nimm das nicht böse. Aber ich finde es dennoch kritisch zu sagen, dass nur VDH Züchter seriös sind und man bei anderen gar nicht erst gucken braucht. Wie gesagt: ich besitze zwei Hunde, die nicht von VDH Züchtern stammen. Sie sind beide super gesund, haben einen tollen Charakter, haben natürlich trotzdem alle Papiere und die Züchter stehen mir noch immer mit Rat und Tat zur Seite, wenn mal Not am Mann ist. 😌

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