Hund zieht extrem an der Leine und geht mit mir spazieren! Hilfe!

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7 Antworten

Tja deine Hündin hat einfach gelernt das an der Leine ZIEHEN zum Erfolg führt, in der Regel wenn man das nicht trainiert, ziehst der Hund um so mehr. Dann sagst du das sie nicht hört und alles andere interessanter findet. Durch Leinen rucken, da sorgst du für Gegendruck und das dann dein Hund an der Leine nur noch von dir weg will, ist verständlich. Wenn du mit einem Hund NUR spazieren gehst, ohne irgendwas zu machen. Ist doch klar das sie ihr Ding macht, weil Frauchen interessiert es eh null was ich mache. Wie wäre es wenn du mal jeden Blickkontakt Lobst und bestätigst Ohne das du was sagst. Zwecks Abruf , hilft nur 10-20 m Schleppleine. Dein Hund muss lernen sich nach dir zu orientieren, und ja das muss er lernen.

Und halte dir vor Augen ZIEHEN sollte niemals zum Erfolg führen. Besorg dir ein Geschirr ne Schleppleine dann wird Freilauf und mit der normalen Leine Leinenführig geübt. Dazu solltest du blickkontakt und Bindungsübungen machen. Erst Zuhause dann mit steigernder Ablenkung!

Meine Hündin hat früher auch immer gezogen, durch das Halti Geschirr würde es viel besser, wegen dem Abrufen kannst du es mal mit einer schleppleine probieren. 

Was wir wollen

Viele Menschen möchten, dass ihr Hund "aufs Wort folgt". Da sind schon zwei Irrtümer enthalten. "Worte" zu verstehen, muss ihm erst gelernt / beigebracht werden. Und was das Folgen anbelangt, geschieht das bei den Welpen von Hundemüttern aus Überlebenswillen und nicht aus menschlichem, ja soldatischem Gehorsam. Bei selbstbewussten und eigenwilligen Hundetypen muss ein Leben lang immer wieder mal die Rangordnung gefestigt, bestätigt oder korrigiert werden. Wie im richtigen Wolfsleben. http://www.hundesportzentrum.com/basisiausbildung/basis-allgemein%20-%201.htm

Anda2910 02.02.2015, 05:27

Hmmm und wie macht man das dann, wenn es im Wolfsleben nachweislich keinerlei Rangordnung gibt, weil das eine echte Familie ist?

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Leinenführigkeitstraining braucht Zeit, zumindest je nach Hund und Hundetyp.

Der eine versteht es schneller, der andere weniger schnell.

Aber Fakt ist, dass ein Hund eben genauso wie ein Mensch Zeit braucht zum lernen.

In dem von mir angehängtem Video findest Du eine Anleitung wie Du einem Hund eine gute Leinenführigkeit beibringst, ganz ohne Gewalt und Rudelführeranfälle.

Es bedarf weder eines Leinenruckens noch eines schreien oder ähnlichen Sanktionen Deinem Hund gegenüber, aber man sollte bedenken, man fängt in ablenkungsarmen Gegenden an und steigert Schritt für Schritt die Ablenkung, dass ist das A und O für fast JEDES erfolgreiche Training. ;-)

Fang anfangs mit Punkt 3 an, power sie aus. Wenn sie nach draußen kommt, ist sie aufgeregt und will erstmal ihr Geschäft erledigen etc. Anfangs braucht man aber Erfolgserlebnisse. Die bekommt ihr schneller und eher, wenn sie nicht aufgedreht uns Programm startet. Stehenbleiben ist Nonsens. Der Hund lernt nur eine Verhaltenskette. Mensch bleibt stehen, Hund kommt zurück, Mensch geht weiter, Hund donnert in die Lein. Das baut sich schnell auf und nur schwer wieder ab.

Wir haben in der Hundeschuleu.a. diese Methode angewendet. Jackpot-Verfahren: Stelle einen Napf in 10 Meter Entfernung auf und fülle den mit suuuper tollem Futter. Nun gehst du an eine "Startlinie", der Hund ist dabei angeleint und muss natürlich sehen/schnuppern, was in dem Napf ist. Es kommt, wie es kommen muss, der Hund donnert in die Leine und will dich zum Napf ziehen. Du gehst mit dem Hund zurück zur Startlinie. Erst wenn er ruhig neben dir sitzt, gehst du wieder los, donnert er in die Leine, zurück zum Ausgangspunkt. Ist die Leine locker, geht`s weiter Richtung Napf. Donnerst er wieder rein, wieder zurück. Er soll lernen, dass das Ziehen ihn eben nicht zum Erfolg bringt. Nur wenn die Leine locker durchhängt, gibts auch die Belohnung am Ende. Das kostet starke Nerven, glaub mir! Aber es lohnt sich wirklich.

Ich möchte das Leinentraining jetzt mal mit einem Handtarget aufbauen, da bin ich mal gespannt. Mein Ziel: Der Hund soll schön neben mir laufen.

Gib die Leckerlies nicht zu schnell als Belohnung!
Trage sie, gut riechbar für den Hund, in oder an der linken Hosentasche!
Nimm ihn an die kurze Leine und lass ihn nicht laufen oder irgendwo rumschnuppern! Du bist der "Rudelführer" und das mußt Du dem Hund ganz klar zeigen!
Wenn ihr an dem Platz angekommen seit, an dem er sich austoben darf, gibtst Du ihm ein Leckerli als Belohnung, lobst ihn und lässt ihn erst dann von der Leine.
Dauert eine Zeitlang, aber er wird es bald kapieren!

Die Leine ist wahrscheinlich zu kurz. Drei Meter sollte sie mind. lang sein, damit der Hund genug Bewegungsfreiheit hat.

Wenn sie total fixiert ist, dann warte auf Augenblicke, in denen sie locker ist. Sprich sie nur dann an und belohne sie für Augenkontakt.

Die Arbeit ist für Deinen Hund. Wenn alles andere interessanter ist, dann soll das doch in Ordnung sein. Unterordnung oder anderes kann später noch in reizärmerer Umgebung gemacht werden. Überfordere Deinen Hund nicht.

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