Hund zieht an der Leine ........ßß...

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4 Antworten

Locker an der Leine laufen:

Zuerst sollteman sich klarmachen, dass ander Leine laufen für Hunde ersteinmal unnatürlich ist. Das heißt sie müssen erlernen, dass sie das Eingeengt sein durch die Leine akzeptieren und die Leine mit etwas positiven verknüpfen. Das kostet eine ganze Menge Zeit, Geduld und Ausdauer.

Hunde gehen nicht gemütlich spazieren, sie sind aufmerksam, schnüffel, checken ihre Umgebung und laufen nicht auf gerader Strecke. Sie bewegen sich auch nicht in unserem Schneckentempo, sondern laufen in einem langsamen Trab. Der Hund muss also auch lernen sich an unserer Gehgeschwindigkeit anzupassen (einem kleinen Hund fällt das oftmals leichter, da sein "Trabtempo" nicht so hoch ist). Versuche beim Gassigang stets an diese Einschränkung zu denken.

Zudem muss bedacht werden, das Druck beim Hund Gegendruck erzeugt. Die Leine ist stramm, er möchte nach vorne und stemmt sich mit noch mehr Kraft rein , und siehe da - er kommt zum Erfolg. Herrchen oder Frauchen folgen. Das sollte natürlich nicht der Lerneffekt sein.

Der Hund muss also unsere "Regeln" an der Leine ersteinmal erlernen, dabei gilt als Grundgedanke, dass die Leine immer positiv für den Hund sein sollte und Anleinen das normalste der Welt. Man sollte es sich tunlichst nicht durch rucken oder gar schlagen mit der Leine verderben.

Es ist nicht das Ziel, dass der Hund permanent seine gesamte Aufmerksamkeit auf mich gerichtet hat, ich bin nicht das Zentrum der Welt! Er soll zwar aufmerksam sein, und meine Signale im Blick haben, aber nicht in Hundeplatzmanier, sich eine Genickstarre beim Hochgucken zum Menschen holen. Ziel sollte ein Hund sein, der sich individuell an den verfügbaren Leineradius hält und sich meinem Tempo und meiner Richtung anpasst. Was tun?

Nimm deinen (ausgelasteten) Hund, eine ca. 3m lange Leine, ein paar Kekse und eine ablenkungsarme Gegend.

Bring deinen Hund zu Anfang ins Sitz neben dich, laufe zügig und motiviert los, wenn er vor stürmt:

bremse ihn mit einem Stimmkommando

Gewinne seine Aufmerksamkeit durch Schnalzen/ans Bein klopfen

wechsel (mit Ansprache) die Richtung

Bleibt er an deiner Seite/ an der lockeren Leine gibt es ein ruhiges (!) Lob und ab und an ein Lekkerlie. du kannst anfangs auch jede Umorientierung in deine Reichtung belohnen, und ggf. mit dem Klcikre die Übung verfeinern.

Gestalte das Training abwengslungsreich (tempovariieren, richtung wechseln,..) und kurz.

Am besten verwendets du für das Training ein Brustgeschirr das ihr noch nicht benutzt habt und welches er später, bei fertiger Führigkeit trägt. Oder aber lege ihm zusätzlich zum Geschirr ein Halsband o.ä. um (daran keine Leine anschnallen). Die meisten Hunde lernen recht schnell - oh wenn das um ist, ist ordentliches laufen angesagt. Bei stark ziehenden Hunden ist ein Spaziergang mit Training sonst nur sehr schwer möglich.

Knallt er doch einmal voll in die Leine, bleib stehen, gehe notfalls einen Schritt rückwärts, und belohne die erste Umorientierung in deine Richtung.

Bleibe immer ruhig, nicht aufregen,übe nur wenn du selbst gute Laune hast und auch Lust auf das Training. Bleibe konsequent und fair.

Schnüffeln

Hunde erkunden mit ihrer Nase die Umgebung, im "Volksmund" nennt man das "Zeitungslesen". Genau wie du dir Veränderungen in deiner Umgebung anschaust und betrachtest, macht dein Hund das mit seiner Nase, und er sollte dazu auch ausreichend Gelegenheit bekommen. Wenn ich mit meinem spazierne gehe, darf er soviel rumschnüffel wie er will, bin ich sehr in Eile oder will mit ihm zu einem bestimmten Punkt, wird er ins Fuß "beordert" und hat gelernt, dass dann ordentlich laufen ohne Nase am Boden angesagt ist. Genau wie alle anderen Sachen kann ein hund das lernen, der Halter muss sich nur Zeitnehmen und es dem Hund beibringen ;-)

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hey also das was du gemacht hast ist die "logische" Lösung des Problems, leider ist das gegenteil der Fall... Wenn du an der Leine Ziehst erzeugst du gegendruck.......

Was du probieren kannst ist das du ihm ein Brustgeschier kaufst, manche Hunde wollen den Druck am Halsn´band endpfliehen und ziehen deshalb.

Ist dies nicht der Fall hab ich hier ein Link für dich mit dem auch mein Hund die Leinenführichkeit gelernt hat. Du mussst nur austesten was für dich und deinen 4Beiner am besten passt.

Das wegen den Schnüffeln ist halt mal so. Andere Hunde ( so wie meiner) schnüffeln nur ganz kurz und andere ( so wie deiner) brauchen sehr lange um die Gerüche zu verabeiten und sind sehr neugirig wer hier alles war. Du musst ihn seine Zeit zum Schnüffeln lassen, denn das ist sehr wichtig. Hast du es aber eilig such einen Weg wo nicht sehr viele Hunde unterwegs sind :)

Viel Glück BorderFanatin ;)

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Was Du machst, ist ein Kampf! Das ist kein Mitinadner, das ist ein Gegeneinadner und der Anfang vom Ende einer Beziehung mit und zu einem Hund.

Ein Hund MUSS schnüffeln dürfen, so sind Hunde. Wußtest Du das nicht? Ist jetzt eigentlich nichts Ungewöhnliches, was man erst nachlesen muss. Also lass Deinen Hund schnüffeln. Und wenn Du von A nach B gehen musst, dann geh auch von A nach B, ABER: Bitte immer nur mit einem Brustgeschirr! Ein Hund muss atmen dürfen, auch wenn er zieht! Und dann nimmst Du eine kurze Leine (1 Meter) und gehst gaaaaaanz entspannt, ruhig und gelassen, ohne Zurückziehen, ohne Wut, ohne Zorn. Nimmes erst mal hin, dass er zieht. Sobald die Leine durchängt lobst Du ihn ganz leise. Sobald er Dir seinen Blickkontakt schenkt, ebenfalls. Ein Hund hört dann auf zu Ziehen, wenn es sich sein Besitzer verdient hat. Durch achtsames, souveränes, freundliches und klares Verhalten. Das geht nicht von heute auf morgen, ist aber dafür umso nachhaltiger.

animal-learn.de/images/tipps/Brustgeschirr.pdf

mit www davor eingeben

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Also: Zurückziehen bringt nichts, das sag ich dir gleich mal!

Du bestimmst wo hingegangen wird! Wenn er also nach vorn weggeht und anzieht, dreh dich um und geh mit ihm in die andere Richtung! Dann wartest du, bis er auf gleicher Höhe mit dir ist und bleibst stehen! Wenn er auch stehen bleibt, loben und in die vorherige Richtung weitergehen! Wenn er zieht, wieder umdrehen, solange, bis ers kapiert hat!

Wenn er stehen bleibt und schüffelt lass ihn, Hunde in seinem Alter müssen so viele Gerüche in sich aufsaugen, wie möglich!

Wenn du weitergehen willst, mach ein akustisches Signal (schnalzen, pfeifen), und geh weiter!

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Anda2910 14.06.2014, 21:05

Hier ist die Rede von einem Hund nicht von einem Roboter in den man was reinprogrammieren kann!!!

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Rivuser94 14.06.2014, 22:02

Hmmm! Hab ich leicht Roboter geschrieben? Ich lese eigentlich immer Hund ;)

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MitHundenSein 14.06.2014, 22:19

Würdest Du Dich so jemandem anschließen, ihm vertrauen, ihm glauben? Jemandem, der nicht mal geradeaus gehen kann? So kann man sich seinem Hund gegenüber als absolut nicht zurechungsfähig verkaufen.

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Rivuser94 14.06.2014, 22:41

Wenn ein Hund zieht, versucht er dich in eine gewisse Richtung zu lenken! Das mag bei kleineren Exemplaren noch "süß" sein, bei einem 40 Kilo Hund ist das weniger witzig! Also muss man solange sie noch klein sind, zeigen, dass ziehen genau garnichts bringt! Actio-Reactio! Der Hund lernt! Ich ziehe, mein Herrchen geht in die andere Richtung! Leinenführig ist ein Hund zwar dann noch lange nicht, aber man kann mit ihm entspannt spazieren gehen, ohne dass man Angst haben muss, dass einem der Arm fast abgerissen wird!

Und @MitHundenSein: Ich kann deinen Kommentar (auch den, den du als Antwort auf die Frage geschrieben hast) nicht wirklich nachvollziehen!

Zu deinem Kommentar hier: Was ich da beschreibe ist ein weg seinem Welpen das ziehen abzugewöhnen! Ein Hund wird einen deshalb nicht für verrückt halten so ein Blödsinn!

Man muss einem Hund grenzen setzen und das geht bestimmt nicht indem man sich durch die gegend schleifen lässt und darauf hofft, dass er iwann mal stehen bleibt!

Schnüffeln muss man ihn lassen, hab ich doch auch geschrieben, aber nicht so, dass er mich zu jeder geruchsquelle hinreisst!

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Anda2910 15.06.2014, 07:57
@Rivuser94

Könntest Du das dann mal im Hinblick auf die Lerntheorie erklären, warum Du diesen Trainingstipp so empfiehlst?

Sorry, dann muß ich mich wohl verlesen haben, ich las immer Roboter...

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Rivuser94 15.06.2014, 10:57

Du meinst Konditionierung?

Hab ich ja vorhin beschrieben! Der Hund erreicht durch sein ziehen nichts, ich bringe ihn dazu hinter mir zu laufen! Wenn er neben mir stehen bleibt, bekommt er ein Leckerli, wenn er zieht wiederholt sich das ganze, bis er es verstanden hat! Konsequenz ist da immens wichtig, denn lässt man den Hund dann iwann wieder ziehen muss man nochmal von vorne beginnen!

Er lernt dabei, dass ziehen nicht zur gewünschten Reaktion führt, sondern zu einer gänzlich anderen! Er lernt, dass er wenn er in meiner Nähe bleibt wiederfährt ihm etwas gutes! Und er lernt indirekt, dass er nicht den Weg vorgibt, das ist Dominanzverhalten! (Der Rudelführer sagt wos langgeht)

Jajaja lass deine Kritik stecken, ich halte Hunde nicht für Roboter, ich halte sie für das was sie sind: Hunde! Und ein Hund liebt einen bedingungslos und er bekommt das, was er braucht: Liebe, Aufmerksamkeit (aber nicht immer), Geduld und Führung! (Und Futter, Wasser und Auslauf versteht sich)

Diese Hundeerziehubgsmethoden, wo man ja nicht zu streng zum lieben Hundi sein darf halte ich für vollkommenen Blödsinn! Klar, man darf seinen Hund nie schlagen, das würde sein Vertrauen zerstören, allerdings muss man konsequent sein und manchmal sogar recht streng! Wie sagt unsere Hundetrainerin immer (wir erziehen nach Lindart): "Wir bitten unseren Hund nicht"

Heißt, wir sind der Mensch, er ist der Hund! Und wir laufen dem Hund sicher nicht hinterher und betteln "och bitte, mach das doch nicht, schau ich hab ein leckerlie für dich"! Und dann wundern sie solche Hundehalter wenn der Hund ein Fehlverhalten entwickelt, dass sie nicht in den Griff bekommen!!!

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