Hund wurde im Wald gebissen, Hundehalter des beißenden Hund lässt gebissenen Hund nicht zum Tierarzt fahren?

10 Antworten

War der andere Hund denn angeleint?

ich muss ehrlich sagen leider seid ihr in dem Fall „schuld“ wenn dort leinenpflicht war und euer Hund auf einen angeleinten Hund zulief.

Aber das rechtfertigt nicht das Verhalten dieses Mannes! Das geht echt gar nicht. Ich weiß es nicht aber ich denke man könnte ihn dafür anzeigen dass er euch nicht gehen hat lassen. Ihr habt schließlich schon Adresse dagelassen und euer Hund war in Not. Er hat nicht das Recht zu bestimmen ob ihr in die Klinik fahrt oder nicht. Es ist euer Auto und dürft damit fahren wann und wo ihr wollt.

gute Besserung an euren kleinen <3

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Besitzern eines Golden Retrievers

Danke.

Wie ist das wenn die leinenpflicht nicht wegen der Hunde ist, sondern nur dass die Hunde nicht die rehe jagen, Wie es in dem Fall ist?

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@Bnuzer287

Gleich wie vorher. Es ist ja egal aus welchen Gründen es war. Fakt ist dass dort leinenpflicht war und ihr dagegen verstoßen habt. Aber ich denke dass es trotzdem zu euren Gunsten spricht wenn euer Hund nicht gejagt hat und er deshalb frei war. Schwierig. Jedenfalls haben beide in dieser Sache „schuld„. Für wen der Fall ausgeht ist halt die Frage

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Ja der andere war angeleint, so wies aussieht ist der Besitzer aber nicht in der Lage ihn davon abzuhalten, IM Gegenteil! Er lobt ihn auch noch..

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§ 323 c StGB
Unterlassene Hilfeleistung

Gesetzestext:
"(1) Wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not nicht Hilfe leistet, obwohl dies erforderlich und ihm den Umständen nach zuzumuten, insbesondere ohne erhebliche eigene Gefahr und ohne Verletzung anderer wichtiger Pflichten möglich ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft."

Interpretation bezogen auf Tiere: "Unterlassene Hilfeleistung gegenüber einem Tier kann gem. § 323 c StGB auch begehen, wer nicht hilft, obwohl ein Tier in Lebensgefahr schwebt bzw. ihm der Eintritt oder die Fortdauer vermeidbarer Schmerzen oder Leiden droht."

Dass er euch den Zugang zu eurem Fahrzeug verwehrt hat könnte zusätzlich noch Nötigung sein.

Andererseits hatte der Förster das "Jedermannsrecht" nach § 127 StPO euch für die Personalienfeststellung für die Ordnungswiedrigkeit festzuhalten.

Es muss also am Ende ein Gericht entscheiden wer in diesem Fall im Recht war.

Warum habt ihr euren Hund nicht zurück gerufen wenn euch jemand entgegen kommt? Dann wäre das nicht geschehen. Wenn ihr euren Hund schon verbotener Weise im Wald freilaufen lasst, dann sollte das zurückrufen schon aus Rücksicht auf andere Menschen die im Wald unterwegs sind geschehen, oder gehört ihr zu denen die nicht in der Lage sind den Hund zu erziehen, so das er auf Kommando zurück kommt? Der Förster hat richtig gehandelt, da ihr euren Hund verbotener Weise habt freilaufen lassen.

Wir wussten nichts von dieser Pflicht, außerdem sieht man dort jeden ohne Leine rumlaufen. Dass unser Hund hätte sterben können ist allen wohl egal.

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@Bnuzer287

Wenn alle von der Brücke springen, springst du hinterher? Es ist Pflicht in jedem Wald den Hund anzuleinen, außer es wird mit Schilder das freilaufen lassen des Hundes erlaubt. Als Hundehalter solltest du dich darüber informieren wo du deinen Hund unangeleind laufen lassen darfst. Es tut mir leid das dein Hund fast gestorben ist, aber schuld daran bist du!

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Wie groß der andere Hund war, und ob Leinenpflicht bestanden hat, ist doch völlig egal.

Der Förster hat eine Nötigung begangen, indem er euch am Wegfahren gehindert hat.

Wie das behindern einer Hilfsmaßnahme an einem Tier rechtlich zu bewerten ist, weiß ich nicht. Da würde ich mich an einen Tierschutzverein oder ein Tierheimm wenden und dort nachfragen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Der Förster hat keine Nötigung begangen. Im Wald haben (Amts-)Förster Polizeirechte und dürfen Personen festhalten.

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@JayCeD

Wenn er denn wirklich Förster oder bestätigter Jagdaufseher war. Und ich glaube nicht, dass die notwendige medizinische Versorgung behindert werden darf, zudem wenn die Daten herausgegeben wurden.

und was ist bitte ein Amts Förster? Ich kennen Landesförderung oder forstangestellte in privaten Forsten oder zahlreichen Stadtforst en.

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@stichelhaar
Wenn er denn wirklich Förster oder bestätigter Jagdaufseher war

Jupp. Ich würde allerdings davon ausgehen aufgrund des Ablaufs. In wieweit der Hund tatsächlich verletzt bzw. einen Schaden erlitten hat, ist zudem auch unklar. Das Ganze klingt doch etwas nach Hysterie.

Erinnert mich an die Debatten, wenn mal wieder jemand einer trächtigen Mutterkuh oder einem Kalb mit Mutter zu nahe kommt, und dann jammert, dass er oder sein Hund angegriffen wurden, als sie über die Weide gingen. Man sollte halt soviel Hirn haben, zu bedenken, dass sich Tiere nicht immer erwartungsgemäß verhalten, entsprechend achtsam sein bei Annäherung, und wahlweise die Leine kurz nehmen resp. entsprechend laufen lassen (falls tatsächlich ein Angriff durch Weidetiere bspw. erfolgt). Leider kann sich jeder ein Tier kaufen oder verschaffen, ohne Verpflichtung, sich und sein Tier entsprechend zu trainieren.

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@FordPrefect

Stimme zu. Gerade die Leute, die über Weiden mit angeleintem Hund gehen, weil Kühe ja so nett sind, und dann die Flucht ergreifen müssen, sind schrecklich. Das sind die, die danach die viehhalter verklagen wollen.

Man darf aber eines nicht vergessen: das Nichtwissen um natürliche Zusammenhänge, die Unkenntnis darüber, was man sieht und hört, wenn man z. B. in den Wald geht, ist immens. Das sind die Leute, die von einem Wochenende „in der Natur „ schwärmen, nachdem sie illegal im Wildeinstandsgebiet gezeltet, die Hunde freilaufen gelassen und bei waldbrandstufe 5 mitten im Wald ein offenes Feuer auf der Orchideenwiese veranstaltet haben. Alles mehrfach erlebt.

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Eine Ordnungswidrigkeit habt ihr begangen und es hätte gereicht das der Förster sich die Personalien abfotografiert um die Ordnungswidrigkeit ahnden zu lassen. Wenn du dich nicht ausweisen könntest, dann darf er dich vor Ort festhalten bis die Polizei die Personalien aufgenommen hat. Du kannst den nicht Anzeigen wegen Behinderung im Notfall deines Hundes, da ein Hund als Sache gilt. Du könntest ihn höchstens anzeigen wegen Tierquälerei.

Da aber der eine Hund den anderen absichtlich gebissen hat, muss der Hundehalter trotzdem haften für den Schaden an dem andern Hund. Und festhalten darf nur die Polizei, sonst ist es eine Straftat.

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@Ab56x

Der Förster darf jemanden festhalten bis die Polizei eintrifft.

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@Ab56x
Da aber der eine Hund den anderen absichtlich gebissen hat

Quatsch.

Und festhalten darf nur die Polizei

Auch das ist Quatsch. Siehe § 127 StPO. Zudem - falls es tatsächlich der zuständige Revierförster war, handelt er in Erfüllung hoheitlicher Aufgaben, und ist somit enstprechend weisungs- und handlungsbefugt qua Amt..

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@FordPrefect

Kann sein. Aber in jeden Bundesland können auch andere Gesetzte dazu existieren...

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@Ab56x

Aber nicht diesbezüglich. Die Jagdgesetze der Länder sind inhaltlich faktisch identisch (wenngleich unterschiedlich nuanciert), und die Zuständigkeiten der Revierförster ebenso.

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