Hund wird bald eingeschläfert: Was kann ich gegen die Trauer tun?

13 Antworten

Hallo,

es ist immer schlimm, den guten Freund zu verlieren. Es tut mir so leid für dich.

Aber leider können uns unsere vierbeinigen Freunde nur immer ein Stück unseres Lebensweges begleiten, dann müssen wir Abschied nehmen.

Verbringe die Zeit, die euch noch bleibt, sehr intensiv mit ihm. Eine ganz liebe Freundin hat mir beim letzten Mal geraten, den Hund ganz intensiv in sich "aufzunehmen", ihn zu "inhalieren".

Und wenn es dann so weit ist, dann begleite ihn bitte auf seinem letzten Weg und sag nicht, das kann ich nicht sehen. Dein Hund möchte in deinem Arm ganz bis zuletzt geborgen sein - so fällt auch ihm der Abschied leichter.

Stell ein schönes Foto von euch auf und weine ruhig - diese Tränen hat er verdient - er war dir immer ein treuer Freund - und um den darf und sollte man trauern. Das hilft.

Und irgendwann kann dich vielleicht die schöne Geschichte von der Regenbogenbrücke ein wenig trösten:

Die Regenbogenbrücke !

Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde. Wegen der vielen
Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens. Auf dieser Seite der
Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem Gras. Wenn ein
Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist, geht es zu diesem
wunderschönen Ort. Dort gibt es für immer zu fressen und zu trinken, und
es ist warmes Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere sind wieder
jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen.

Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen. Sie sind nicht mit ihren
Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben. So rennen sie
und spielen den ganzen Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von
ihnen innehält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf,
und die Augen werden ganz groß! Plötzlich rennt es aus der Gruppe
heraus und fliegt über das grüne Gras. Die Füße tragen es schneller und
schneller. Es hat Dich gesehen. Und wenn Du und Dein spezieller Freund
sich treffen, nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest. Dein
Gesicht wird geküsst, wieder und wieder, und Du schaust endlich wieder
in die Augen Deines geliebten Tieres, dass so lange aus Deinem Leben
verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen. Dann überschreitet Ihr
gemeinsam die Brücke des Regenbogens, und Ihr werdet nie mehr getrennt
sein...

(irgendwoher aus dem Internet)

Gibt deiner Trauer Zeit und Raum - irgendwann wird es nicht mehr so weh tun.

Daniela

Das ist leider der Weg des Lebens - und auch der unsere. Wir werden geboren, leben eine Weile, haben die eine oder andere Krankheit, uns geht es gut, mal geht es uns schlecht und irgendwann ist die Lebenszeit zu Ende. Wir werden dann krank oder der Körper kann seinen Stoffwechsel und die Arbeit der lebensnotwendigen Organe nicht mehr aufrecht erhalten. Das Lebewesen stirbt.

Gerade im engsten Kreis sind solche Erfahrungen mit Menschen und Tieren, die uns verlassen, sehr schmerzhaft und mit tiefem Kummer verbunden. Wir müssen uns dann Raum und Zeit für die Trauer geben, um das Erlebte zu verarbeiten, den Verlust und die Leere, die es hinterlässt, wenn ein Mensch oder ein Tier aus unserem engsten Umfeld stirbt und in unserem Leben fehlt. Es mag helfen, mit der Familie darüber zu sprechen und über die Gefühle, die uns mit dem Familienmitglied verbinden. Vielleicht macht Ihr auch noch ein paar Fotos, die Euch an diese Zeit - auch, wenn sie schwer ist - erinnern.

Du solltest die Zeit, die Euch noch zusammen bleibt, so schön und innig wie möglich gestalten. Noch ein paar schöne Leckerchen, vielleicht gemeinsam Spazieren, wenn das noch möglich ist, kuscheln, mit Deinem Tier reden und Dir bewusst machen, dass das Ende eines Lebens nicht das Ende von Allem bedeutet, sondern dass es eine Erfahrung ist, die uns das Leben gibt und wenn Dein Hund sanft hinübergehen darf, die Gewissheit, dass alles so richtig ist wie es kommt, dass wir alle in Gottes Hand aufgehoben und behütet sind und dass in unserem Universum nichts verloren gehen kann. In irgendeiner Form existieren wir alle weiter bis zum Ende des Universums.

Vielleicht können diese Zeilen Dich ein bisschen trösten, ich wünsche Euch viel Kraft, aber auch Zuversicht für das Neue. Anbei zwei Bilder von meinen beiden Süßen, die ich in den Jahren 2009 und 2013 gehen lassen musste.

Bin ich dereinst gebrechlich und schwach

und quälende Pein hält ständig mich wach -

was Du dann tun musst - tu es allein.

Die letzte Schlacht wird verloren sein.



Dass du sehr traurig, verstehe ich wohl.

Deine Hand vor Kummer nicht zögern soll.

An diesem Tag - mehr als jemals geschehen -

muss Deine Freundschaft das Schwerste bestehen.



Wir lebten zusammen in Jahren voll Glück.

Furcht vor dem Muss? Es gibt kein Zurück.

Du möchtest doch nicht, dass ich leide dabei.

Drum gib, wenn die Zeit kommt, bitte mich frei.



Begleite mich dahin, wohin ich gehen muss.

Nur - bitte bleibe bei mir bis zum Schluss.

Und halte mich fest und red' mir gut zu,

bis meine Augen kommen zur Ruh.



Mit der Zeit - ich bin sicher - wirst Du es wissen,

es war Deine Liebe, die Du mir erwiesen.

Vertrautes Wedeln ein letztes Mal -

Du hast mich befreit von Schmerzen und Qual.



Und gräme Dich nicht, wenn Du es einst bist,

der Herr dieser schweren Entscheidung ist.

Wir waren beide so innig vereint.

Es darf nicht sein, dass Dein Herz um mich weint.

Mein "Schneckle" - Dschinny 2009 - (Hund, Trauer) Unser "Bubi" - Arthus 2013 - (Hund, Trauer)

Hallo Schmusebear123,

aus welchem Grund soll er denn eingeschläfert werden?

Gegen die Trauer selber kannst Du nichts unternehmen. Es ist wichtig die Trauer zuzulassen und vielleicht hilft es Dir, wenn Du mal mit jemanden darüber redest. Irgendwann ist jeder von uns an der Reihe. Das ist leider für viele der schlimmste Teil des Lebens. Ich kann Dich da voll verstehen. Mir ging es auch nie anders. Aber viel kann man leider nicht dagegen machen. Du solltest Deine Gefühle nur nicht unterdrücken.

L.G.
XxXLesemausXxX

Er ist krank:(

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@Schmusebear123

Dann lässt es sich wohl leider nicht anders regeln. Wenn man ihn durch Medikamente ins Leben zwingt, wird er sich irgendwann nur noch quälen. Es tut mir wirklich furchtbar Leid für Euch.
Genieße noch die Zeit, die Ihr miteinander habt und wichtig ist, dass die Bezugsperson dann dabei ist, wenn es soweit ist. Auch wenn es schwer fällt, damit tätet Ihr dem Hund einen letzten großen gefallen.

Mit der Zeit wird das alles dann besser werden. Wir haben unseren Hund 2012 verloren und kurz darauf meinen Opa. Ich war fertig mit der Welt. Aber wenn man sich nicht versteckt und den Gefühlen freien Lauf lässt, fühlt man sich irgendwann nicht mehr so schrecklich.

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