Hund während der Ausbildung

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

M.E. würde ich mir erst mal auf keinen Fall einreden lassen, dass man einen Hund bis zur Pubertät nicht alleine lassen darf, geschweige denn danach max. 4 Stunden. Es gibt Hunde die haben mit 10 Minuten schon Probleme, andere dagegen kann man 10 Stunden alleine lassen. Da ein Hund bis zu 20 Stunden am Tag schläft dürfte dies eigentlich auch jeden anderem klar machen. Selbst das Tierschutzgesetz sieht hier erst mal KEINE Probleme.

Meiner Meinung nach ist diese Behauptung auch nur ein weiteres Ergebnisses der kommerziellen Hundeerziehung. Überall wird propagiert wie toll doch Gewaltfreie Hundeerziehung und eine Erziehung nach reiner positiven Verstärkung doch ist. Da wird auch ein gerne mal ein korrekt angebrachter Schnauzengriff (den übrigens auch Martin Rütter anbringt) als physische Gewalt oder das Setzen von Grenzen und Konsequenzen als psychische Gewalt ausgelegt. Ein Leben ohne Grenzen und Konsequenzen hat bei der Kindererziehung schon negative Ergebnisse gehabt. Gar nicht auszudenken wie das bei einem Tier ist. Um zu erreichen, dass du einen ausgeglichenen Hund auf der Arbeit und auch zu Hause hast musst du m.M.n. eine klare Leitfigur sein, die dem Hund wohlwollende Grenzen setzt und auch deren Konsequenzen aufzeigst. Je nach Eigenschaft des Hunde braucht er eben hier mehr oder weniger Führung. Die negativen Schlüsse die ich daraus ziehe sind dann eben auch, dass ich zu Hause, Draußen und auf der Arbeit keinen ausgeglichenen Hund habe. Folge dessen kann ich den Hund auch nicht länger wie 4 Stunden oder gar bis zur Pubertät überhaupt nicht alleine lassen. Irgendwie muss ja m.E. auch ein schlechtes Erziehungsergebnis begründet werden. Darüber hinaus gibt es KEINE anerkannten noch so neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Es gibt diesbezüglich KEIN zugelassenes Forschungsgebiet in Deutschland. Absolut JEDER darf sich Trainer, Psychologe oder sonstirgendwas in der Richtung nennen wenn es um Hunderziehung geht.

Ich würde daher vorab mich in die Erziehungsmethoden in der Rudeltheorie einlesen. Auch wenn diese nicht mehr aktuell sein soll. Über die Forschungsergebnisse habe ich mich ja hier schon geäußert. Dann würde ich gerade die für die ersten Wochen mit dem Welpen Urlaub nehmen. Außerdem würde ich mir einen Welpen schon ab 8 spätestens 10 Woche abholen. Auch wenn auch hier wieder diese unbewiesene Tatsachen auf den Tisch kommen, dass dies Tierquälerei wäre etc. Ist es nicht. Nach dem Tierschutzgesetz und dem VDH dürfen Welpen ab der 8. Woche abgegeben werden. Jede Woche weniger nimmt dir eine Menge Zeit um den Welpen mit dir zusammen an die Welt zu gewöhnen. Dann suche dir eine Welpenschule. Welche Erziehungsmethoden die praktizieren ist völlig unrelevant. Die Gruppen dürfen nicht zu groß sein und auch mal ein erwachsener Hund muss anwesen sein. Das ist wichtig für den Racker, damit er andere Hunde und die rassenspezifische Körpersprache kennenlernt und auch selbst in der Anwendung der Körpersprache sicherer wird.

Die ersten 3. Wochen solltest du auf das Feiern gänzlich verzichten. Selbstverständlich darfst du auch in dieser Zeit aber den Kleinen Schrittweise ans alleine sein gewöhnen. Wenn du selbst eine ruhige, selbstbwusste und dominante Austrahlung hast. Deinem Hund auch in dieser Zeit schon Grenzen setzt, dann vertraut dir der Kleine auch hier schon genug. Ergänzend aber hier noch was. Selbstverständlich schließt eine Konsequente und artgerechte Hunderziehung Dinge wie Zuneigung, Liebe, Kuscheln und Spaß nicht aus. Wenn dein Hund alleine sein kann, dann gehe Feiern. Auch mal länger wie 5 Stunden. Wichtig ist nur, dass der Hund dennoch genügen Auslauf bekommt.

Auch würde ich vorher mir wetterfeste Klamotten anschaffen. Sowohl für Winter und Sommer. Ein zweites Körbchen für die Arbeit. Auch solltest du darauf achten, dass niemand den Kleinen in seinem Körbchen belästigt, streichelt oder spielen will. Das Körbchen ist sein ganz pers. Ort der max von dir und deiner Partnerin etc. besucht werden sollte. Solltest du eine ander Arbeitstelle haben ist auch dies kein Problem. Für so Zwecke kann man sich einen Hundesitter besorgen der Mittags mal eine Runde mit dem Hund dreht.

Ich pers. bin sowohl im Welpenalter als auch später immer mal unterwegs gewesen. Deine Feiergewohnheiten werden sich schon ändern, da du ja Feiner, Haushalt, Schlaf und einen Hund unter einen Hut bekommen musst. Lass dich bloß nicht von deiner Idee abbringen. Aus deinem Beitrag kann ich nichts negativen Entnehmen wo man sich keinen Hund anschaffen kann....

Super schließe mich dir an :-)

0

Eine Rückmeldung, besser spät als nie...

Danke für das Mut machen und den Zuspruch. Ich habe jetzt seit 7 Monaten eine Mischlingshündin. Es läuft alles super, auch das Feier ist im geringeren Maße noch drin...

Allerdings hat sich ein ganz anderes Problem aufgetan, vielleicht habt ihr noch 1-2 Tipps?

Frage: https://www.gutefrage.net/frage/hund-laesst-sich-schlecht-behandeln

0

Die Größe der Wohnung spielt keine Rolle, denn, wie du schon richtig erkannt hast. soll der Hund in der Wohnung ja nicht seinen Auslauf nehemn Die Wohnung ist Schlaf- Kuschel- Fressplatz, alles andere sollte draußen stattfinden. ich könnte mit meinen Hunden in einer Schuhschachtel leben, so entspannt sind sidn die in der Wohnung, die wissen, Party gibts nur draußen, da aber reichlich.

Ich denke schon, daß du einen Hund haben kannst. Auch mit Feierdrang. Den mußt du nur in den ersten Monaten zurückstellen, wenn der Hund erst lernen muß, auch ein paar Stunden allein zu bleiben. Wie man das macht -belies dich oder frag speiziell danach. Das wichtigste für den Hund ist es trotzdem, nicht allein zu sein, wenn du ihn mit zur Arbeit nehmen kannst, hat sich das weitgehend erledigt. Du kannst halt nicht mehr Nächtelang feiern und den Hund zu lange allein lassen, ein paar Stunden wird er es lernen können.

Persönlich hab ich festgestellt, daß mein Feierdrang nachgelassen hat, je länger ich Hunde halte, soziale Begegnungen spielten sich teilweise woanders ab, ich war nicht mehr so drauf angewisen, nächtelang in den Clubs abzuhängen, um meinen Bewegungsdrang und das Bedürfnis nach Sozalkontakt zu befriedigen ;).

lies dich ein wenig in das Wesen Hund ein, hol die Erlaubnis von deinem Vermieter schriftlich (!). Laß dir von allen Kollegen versichern, daß sie auch mit dem Hund auf der arbeit einverstanden sind und dann geh in die Tierheime, schau dich um, such dir einen Hund!

Ich hab übrigen einen Boxer-Mix und einen Pointer, alle beide extrem sportlich, da kannst du dich bei einem Boxer auf etwas gefaßt machen. Achte auf die Nase, eigentlich sind Boxer Qualzuchten, mach dich da schlau!

Hallo, also ich gehe eigentlich fast jedes Wochenende aus und das ist kein Problem.Ich starte am Abend gegen 10 uhr und spätestens um 5 uhr schließen alle Locale :) Dann geh ich nachhause und spätestens um halb 8 geh ich mit meinem Hundi spatz oder sogar wandern :) Narürlich ist das jetzt nichts für faule, doch ein Hund ist auch nichts für Faule leute :D und dein Hund muss ja raus sonst macht er dir in die Wohnung ;) wenn du kein problem hast ohne schlaf so wie ich, dann fehlt da nicht viel ;)

Bedenke aber auf der Arbeit, dein Hund macht was er will, seine Blase macht was sie will......am Anfang wirst du da nicht viel zum Arbeiten kommen :D Denn er kenn noch kein Platz also bleibt er dir auch nicht liegen und gibt ruhe, dauert raus damit du nicht ständig seine pipi wegputzen musst :D und am ANfang sollte dein Hzund nicht aleine bleiben, das muss er erst langsam lernen dh mal auf ausgehen verzichten ;) doch für einen lieen HUnd fällt es einem nicht schwer. Da hatte ich unterstützung von meinen Eltern ;)

LG und kauf dir ein Buch über erziehung, such dir eine gute Hundeschue!!!!!wichtig!!!!! und such dir fals nötig für die ersten Monate einen Hundesitter :) fals du ins Kino gehst oder urlaub oder.....

LG BorderFanatin :) Die Rasse hat auch viel zu sagen :)

Bedenke dabei, dass ein Welpe bis zur Pubertät NIE alleine sein darf. Bitte kümmere Dich rechtzeitig um einen Sitter. Unter betreut.de gibt es genügend. Ein Welpe muss alle 2 Stunden raus, was sagt Dein Chef dazu? Und was, wenn er bellt, dort alles vollpinkelt? Bist Du sicher, dass Du dort die nächsten 15 Jahre arbeiten wirst?

Was möchtest Du wissen?