Hund vor 2 Jahren gestorben aber immernoch nicht darüber hinweg...?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Liebes Werwolfgirl, eine anrührende Geschichte, die Du hier geschrieben hast. Sie hat alte Erinnerungen wieder in mein Bewußtsein gebracht und damit einhergehend auch tiefe Empfindungen. Ich wuchs ebenfalls mit Tieren auf, mit ständigem Kontakt zu unseren Vierbeinern und auch Zweibeinern mit Flügeln. Meine Mutter stammt aus der Landwirtschaft, daher bin ich an die ständige Präsenz von Tieren vieler Arten gewöhnt und auch an den engen Kontakt auf verschiedenen Eben, seit es mich gibt. Dieser "Umstand" hat mich maßgeblich geprägt - und darüber bin ich äußerst froh und dankbar.

Nach Deiner Geschichte war DEin Hund zu Beginn Deines Lebens bereits da und das ist das Besondere und auch das besonders Schöne daran. Dieser Verlust Deines vierpfotigen Freundes ist auch aus diesem Grunde besonders schmerzhaft, denn für Dich war er ja immer schon da. Vielleicht hast Du zeitweise tatsächlich alles mit ihm geteilt. Immer war da eine schnaufende, mehr oder weniger nasse Hundeschnauze mit diesen kitzelnden "Barthaaren". Sein Fell, das beim Streicheln auch Deine Hände gestreichelt hat. Dein Hund wird Dich vermutlich besser gekannt haben, als Du Dich selbst, denn glaube mir, er hat Dich fortwährend beobachtet. Da waren zwei Augen auf Dich gerichtet, hinter denen eine Menge ablief. Er spürte Deine Stimmungen vermutlich so manches mal, noch bevor Dir selber klar war, was mit Dir gerade los war. Du hast mit ihm getobt, vielleicht auch sogar mal ein kleines Abenteuer durchgestanden und war es auch nur kurz. Vielleicht warst Du auch manchmal genervt oder wütend auf Deinen Hund und hast ihm vielleicht auch mal unrecht getan. Vielleicht hast Du auch mal um ihn gebangt, weil andere Hunde kamen . . . . . oder Menschen (?). . . . . naja, und noch viel mehr.

Es gibt da nichts, über das Du hinweg kommen mußt - eine solche Situation existiert gar nicht. Deine Lebenswirklichkeit war nun mal so, wie sie war und Du wirst sie mit Sicherheit auch anerkennen - früher oder später. Du wirst feststellen, daß es Dir gut tut, wenn Du Deinen Freund, welcher nach seinem langen Leben aufgrund einer schweren Krankheit Deine Gegenwart verlassen hat, nun auch wirklich ruhen läßt, ihn in Ruhe läßt.

Ich bin Sicher, daß Dir Dein Hund so manche Lehre geschenkt hat, so manche Erkenntnis ermöglicht, für die Du dankbar sein wirst. Vielleicht hat er Dir selbst am Schluß seines Lebens sogar eine der meiner Ansicht nach wichtigsten Lehren beschert.

Du durftest in aller Deutlichkeit erfahren, daß das Leben in der uns bekannten, körperlichen Daseinsform endlich ist und daß es nicht nur unmöglich ist alles und jeden zu kontrollieren (zu wollen), sondern auch unsinnig und schädlich.

Du wirst erleben, daß Dich diese Erfahrung letzlich gestärkt und Deine Wahrnehmung, Deinen Blick geschärft hat. Hat ein Mensch die Endlichkeit dieses Erdenlebens wirklich mit dem Herzen begriffen, so bedeutet dies in aller Regel, daß dieser Mensch einen positiven Wandel erfährt, sehr lebensbejahend wird, falls dies noch nicht so ist. Wir können den anderen ihr Leben, ihren Lebensweg gönnen und werden bestrebt sein, niemandem Steine in den (Lebens-) Weg zu legen, weil wir selbst auch froh und dankbar dafür sind, wenn wir frei und unbehelligt unseren Lebensweg gehen dürfen und unsere begrenzte Erdenzeit nicht mit dem Wegräumen von Steinen oder gar Felsbrocken vergeuden müssen, die uns irgendwelche Mitbewohner dieses Planeten in den Weg gelegt haben, weil sie ihre Kontrollsucht befriedigen wollen oder müssen.

". . . .er war ja fast wie ein Bruder für mich . . . .was kann ich tun?"

Zum einen wirst Du früher oder später erkennen (falls noch nicht geschehen), daß alle Lebewesen dieser Erde Brüder sind(!) - und nicht nur fast und zum anderen brauchst Du auch kein Tier so ins Herz zu schließen, wie Deinen Hund, denn schließlich sind wir alle verschieden :-) . . . . und Dein Hund war dementsprechend unverwechselbar, einzigartig - genau wie Du und alle anderen Bewohner der Erde. Das bedeutet, daß Du zu Deinem nächsten vierpfotigen Freund eine andere "Beziehung" haben wirst, als Du sie zu Deinem verstorbenen Hund hattest, aber genauso intensiv oder gar noch herzlicher. Das entwertet nicht die Zeit mit Deinem ersten Hund, denn sie hat Dich reifen und wachsen lassen.

Wenn von Freiheit geredet wird, ist meistens nur die Freiheit des Menschen gemeint. Alle Lebewesen dieses Planeten werden geboren und sie sterben. Allein diese fundamentale Gemeinsamkeit macht alle zu Brüdern und so meine ich, daß alle Lebewesen, alles Lebendige die Freiheit verdient hat (mindestens), die die Menschheit für sich selbst beansprucht.

Die meisten Hunde werden als Kind ihrer Mutter ungefragt entrissen und herausgerissen aus dem Kreis ihrer Hundegeschwister, wenige Wochen nach ihrer Geburt. Danach müssen sie alles mögliche ihr Leben lang ertragen. Hunde sind unsere Brüder, aber es sind eben trotzdem Hunde und keine Menschen.

Du schaffst es ganz sicher.

Du MUSST noch gar nicht darüber hinweg sein. Ein so lieber Freund, ein Hausgenosse, ist ja sowas wie ein Familienmitglied. Du hast die längste Zeit Deines Lebens mit diesem Tier verbracht, wie könnte der Verlust nach zwei Jahren schon verdaut sein?! Nimm Dir Zeit, an Deinen Hund zu denken. Auf diese Weise ist er noch bei Dir und Du kannst Dich an die Zeit mit ihm erinnern. Teile Deinen Kummer mit anderen Menschen, schau mit ihnen gemeinsam Fotos an, falls Du welche hast, erzählt Euch Geschichten über Deinen Freund. Das hilft, den Schmerz ein wenig "weicher" zu machen. Denk an die guten Zeiten, die Du hattest und behalte Deinen Hund so in Erinnerung. Er wird immer ein Teil Deines Lebens sein. Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, daß der Schmerz über den Verlust mit den Jahren (es sind etliche!) weniger wird; er wird aber niemals ganz aufhören. Aus dem großen Kummer wird irgendwann ein kleiner. Aber vermissen wirst Du Deinen Hund immer, wie jedes Lebewesen, was Du einmal geliebt hast und was Du verloren hast - das wird später einmal gelegentlich auf Dich zukommen.

Ich weiß nicht, ob Du einen Glauben hast, der Dir sagt, daß Dein Hund jetzt an einem guten Ort ist. Wenn das der Fall ist, dann kannst Du Dich damit trösten, daß nichts und niemand verlorengeht. Alles Gute, q.

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Liebe/r quopiam,

eine schöne Antwort von Dir.

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