Hund verteidigt Revier?

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4 Antworten

Wenn sich die Hunde sonst mit anderen Hunden gut verstehen. Dann könntet Ihr mit den beiden Hunden miteinander spazieren gehen. Vielleicht gibt es ja ein neutrales Gelände auf dem ihr sie ohne Leine laufen lassen könnt und sie sich näher kennenlernen können.

LG

Um noch mal zu verdeutlichen: 

Sinnvoll wäre von Anfang an gewesen, die Hunde hätten sich das erste mal auf neutralem Gelände kennen lernen können. Dann hätten sie sich austauschen können und so fort. Ich vermute, diese Gelegenheit gab es nicht. 

Nun verabredet Euch also. Hier steht dann die Frage im Raum:

Sind sich die Hunde schon mal draußen begegnet? Ich vermute nicht. 

Sicherlich kennst Du einen Platz, wo die Hunde ohne Leine einander in Ruhe kennen lernen können. Verabrede mit Deiner Nachbarin, dass Du vor gehst und sie nachkommt. Behalte Deinen Hund an der Leine,, löst beide Leinen gemeinsam im Blickkontakt. Und dann haltet Euch bitte beide erst mal raus. 

Jetzt wird sich einige Energie angestaut haben, manche Diskussion zu führen steht bei den Hunden wohl schon länger an. Da mag es passieren, dass sie sich zunächst mal so richtig in die Haare bekommen. Das liegt aber dann nicht an den Hunden. Die Ursache liegt dann ganz klar bei Euch Menschen. Denn Ihr habt dann verhindert, dass sie sich erst mal in Ruhe kennen lernen konnten bevor sie sich auf dem jeweiligen Garten begegneten. 

Schreitet nur ein, wenn es zu ernsthaften Verletzungen kommt. Wovon ich nicht ausgehe. Es mag Beißereien geben. Aber in der Regel beschränken sie sich auf das Fell und Zwickereien in der Haut. 

Ist es von einer Seite aus zur Unterwerfungsgeste gekommen, ist das Thema im Wesentlichen mal grundsätzlich zwischen den Hunden ausdiskutiert, aber noch lange nicht beendet. 

Sehr sinnvoll ist, für diese erste Begegnung einen erfahrenen Hundetrainer zur Seite zu haben. Denn das Problem sind nicht die Hunde sondern die Menschen. 

douschka 30.06.2016, 00:59

Grunsätzlich der richtige Ansatz, aber ich würde niemals den Hunden eine Selbstregelung in Konfrontation überlassen. Bei zwei die sich nicht mögen und wo sich einiges aufgestaut hat, geht das nach hinten los. Nicht nur schwere Verletzungen als Folge, es werden dann wirkliche Erzfeinde fürs Leben. Stell Dir das mal bei großen Rassen/Mixen vor. Als Doggenhalter sehe ich das äußerst kritisch. Besser mit Abstandsveränderung und angeleint arbeiten. Erst wenn die Hunde sich völlig entspannt geben und friedlich nebeneinander laufen, kann man ableinen. Ohne soliden Grundgehorsam geht eh nichts.

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xAdmiralAckbarx 02.07.2016, 10:13
@douschka

Solche Spaziergänge sind ebenfalls absolut  ncith empfehlen.. Wer sowas empfiehlt hat m.E. keine Ahnung von Hunden und deren Reaktionen und Körpersprachen. An der Leine hat ein Hund IMMER einer völlig andere Körpersprache. Das entspannte Laufen bedeutet alleine, dass er in der Situation das macht was der Halter erwartet und keinesfalls dass er den anderen Hund und dessen Körpersprache richtig einordnet.. 

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xAdmiralAckbarx 02.07.2016, 10:11

Wenn bereits eine solche mehrfache Konfrontation stattgefunden hat ist absolut nicht zu empfehlen, dass die Hunde sich auf neutralem Gebiet begegnen. Nicht bevor die Situation am Zaun neutralisiert wurde.  

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Lasst die Hunde sich auf neutralen Gelände begegnen und versucht bei Sympathie regelmäßige Spaziergänge einzuhalten.

Manchmal funktioniert Sypathie wirklich nicht, das wäre normal, wenn außerhalb der Reviere es zu keiner friedlichen Einigung kommt. Wir Menschen mögen ja auch nicht alle.

Kabelei am Gartenzaun zu entgegnen hift nur guter Grundgehorsam. D.h. Abruf usw. zu trainieren. Rummotzen ist tabu.

Mit Belohnungsystem kann ein Rivale auch geschickt attracktiv gemacht werden. Da ist allerdings Fingerspitzengefühl angesagt. Belohnung zum falschen Zeitpunkt, verstärkt negatives Verhalten. Strafe sowieso.

Nicht so einfach zu erklären, es ist Sekundensache und da hilft ein geschickter Trainer vorort.

Revierverhalten hin und her. Der Mensch hat es zu lenken und in die richtigen Bahnen zu leiten. Es geht mit Härte (lehne ich ab) oder mit Motivation.

xAdmiralAckbarx 29.06.2016, 09:07

Hier geht es um ein wirkliches Problem und nicht um einfaches Training. Wie Pfötchengeben etc... Die reine pos. Verstärkung ist daher völlig fehl am Platz. 

Was bei Kindern nicht funktioniert hat, soll jetzt beim Hund mit scharfen Zähnen funktionieren. Für mich nicht nachvollziehbar.. 


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autmsen 29.06.2016, 15:51
@xAdmiralAckbarx

Aber natürlich geht es mit positivem Verstärken. Genau wie ausgeführt. 

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xAdmiralAckbarx 02.07.2016, 10:08
@autmsen

Die pos. Verstärkung gerät extrem schnell an die Grenzen. Sie ist nicht geeignet für Problemsituationen. Das kann logisch betrachtet schon überhaupt nicht funktionieren. Der Hund hinterfragt und warten jeden Tag auf die Entscheidung des Halters... Der Halter aber wartet jeden Tag auf das richtige Verhalten und will dieses Belohnen.. Tolle Wurst!!!! Eine Erziehungsmethode die bei menschlichen Kindern bereits sowas von gescheitert ist, soll jetzt aber bei einem Hund mit scharfen Zähnen funktionieren.. 

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xAdmiralAckbarx 02.07.2016, 10:09
@douschka

Ist doch alles der selbe Unsinn.. Funktionert nicht bei Problemfällen.. Es gibt KEINEN nachgewiesen Fall wo diese Methode wirklich bei einem Problemhund gänzlich geholfen hat.

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douschka 03.07.2016, 05:32
@xAdmiralAckbarx

Keine Asche aufs Haupt, doch ich arbeite seit 1974 beruflich mit Tieren und habe junge Menschen später daraufhin ausgebildet. Natürlich hatte ich auch Bretter vorm Kopf bis sich für mich klare Linien abzeichneten. Meine Erfahrung in der Arbeit mit Tieren und Menschen und auch als Reitlehrer hilft mir bei meiner heutigen Tätigkeit als Erzieher. Struktur und ganz viel Gefühl fürs richtige Timing auch für behinderte Kinder, gibt mir Recht. Keiner mag es hören -  Kinder und Tiere sind nicht soweit im Handling auseinander. Glasklare Struktur und Herzenswärme ist das A und O. Die Tiere haben mich belehrt. Ich danke es ihnen.

Problemfälle wird es immer geben und auch dafür eine Lösung. Ich meine, Du solltest Dich intensiver mit Umkonditionierung beschäftigen. Der kurze Weg führt nicht, automatisch zum langanhaltenden Erfolg.

Proplemhunde sind mein Gebiet, habe selber wieder einen "Gebrauchten" mit 76 kg Kampfgewicht und davor unzählige als ich noch selständig tätätig war.  Mit Umkonditionierung bin ich am schnellsten ans Ziel gelangt. Mit dem Fazit, dass sich diese Mühe nachhaltig lohnt.

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Ich würde den Zaun zum generellen absoluten Tabubereich machen. Ich kenne deine örtlichen Gegebenheiten nicht. Würde das aber als Beispiel wie folgt machen. So ca. 1-2m vor dem Zaun eine imaginäre Grenze ziehen und eben aktiv und generell unterbinden, dass sich die Hündin in Zukunft über dieser Grenze also am Zaun befindet. Egal ob der andere Hund da ist oder nicht. Das lernen Hunde sehr schnell z.B. unter anderem mit zurückschieben als Hilfsmittel. Also sobald sich die Hündin über der Grenze befindet aktiv sie mit der offenen Hand am Brustkorb über die Grenze zurück schieben. Hat sie das drinne, dann folgt der nächste Schritt. Sobald sie dennoch über die Grenze geht. Hingehen... kommentarlos am Halsband etc. nehmen und die Hündin aktiv auf ihren Platz in der Wohnung bringen. Wo sie dann erst mal bleiben muss. Du darfst selbstverständlich auch sauer sein. Anbrüllen etc. ist nicht nötig.

Bei "Streit" am Zaun dann ähnlich verfahren. Solange der Streit noch überschaubar ist, am Halsband nehmen und wieder in die Wohnung auf den Platz. Völlig egal was mit dem anderen Hund ist. Macht deine Stress gehts rein.. Ist der Streit richtig im Gange kannst du auch die Wasserflasche nutzen.. Dies aber nur um den Hund von dem negativen Verhalten gerade abzubringen. Weil aktiv mit der Hand eingreifen, könnte durchaus auch gefährlich sein. Danach wieder selbes Prozedere.. Sie auf ihren Platz bringen.

Hat sie einen solchen Platz auch schon bereits im Garten, dann kannst du grundsätzlich auch diesen verwenden. Das Prozedere wird einige Zeit dauern. Fordert zu dem auch eine entsprechenden Grundgehorsam. Ziel des Ganzen ist es dem Hund klar zu machen, dass du mit der Entscheidung der "Revierverteidigung" nicht einverstanden bist und du entscheidest, dass es ok ist dass sich der "fremde" Hund am Zaun und im anderen Garten frei bewegen darf. Mit dieser klaren Konsequenz bekommst du zusätzlich noch Ruhe in den Hund rein. Eben weil ihm bereits die Entscheidung abgenommen wurde. Eigentlich dürfte jetzt auch der andere Hund sehr viel ruhiger werden. Wenn dem nicht so ist, dann ist die Nachbarin gefragt. Erst wenn der ruhige Zustand am Zaun erreicht ist, kann man darüber nachdenken die Hunde auf einem Spaziergang bekannt zu machen.. 

Bekommst du das alleine nicht hin, dann würde ich mir die Hilfe von einem Hundetrainer oder Schule etc. holen. Dann dort aber darauf achten, dass dort nicht nur mit der reinen pos. Verstärkung also im Umkehrschluss mit einer Erziehung ohne Konsequenzen gearbeitet gearbeitet wird. 

douschka 30.06.2016, 01:11

a la C.M.?! Ruheplatz als "Strafbank"? Konsequente, gefühlvolle Erziehung mit oder ohne Tabuzonen ja, was sich aber mehr auf den Menschen bezieht. Konsequenzen im Sinne von Strafe am Tier, nein. Wasserspritzen und Co. , schmerzhaftes Wegziehen am Halsband (ziehen am Hals ist immer unangenehm), verstärkt eher die Wut auf den Rivalen = negative Belegung

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xAdmiralAckbarx 02.07.2016, 10:03
@douschka

Absoluter Blödsinn und völlig überzogen dargestellt. Eine liebevolle Erziehung MUSS klare Konsequenzen beinhalten.. Die Konsequenz in diesem Fall ist es dass nicht nur der Teilbereich sondern eben der Rest des Gartes oder eben komplett als Tabuzone erklärt wird.  So funktioniert Erziehung! Ich habe mit keinem Wort irgenwas von schmerzhaften Wegziehen geschrieben. Was du hier beschreibst hat nicht im Entferntesten etwas mit dem zu tun was ich geschrieben habe. Konsequenz heißt eben auch Strafe.. 

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