Hund uriniert nur bei mir. Angst? Unterwürfigkeit? Haben schon alles Probiert

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9 Antworten

Das ist schon schwierig. Denn auch wenn man die Situation/Handlung, die das Urinieren auslöst, abbricht, bestätigt man den Hund ja damit in seinem unterwürfigen Verhalten. Da sollte vielleicht mal ein "Fachmann/-frau" vor Ort ein Auge drauf werfen.

Interessante Ausführung zu dem Thema hier:

http://www.glup.de/texte/urinieren.pdf

Du hast ein komplexes Problem - das kann man - trotz deiner ausführlichen Beschreibung - ohne vor Ort euch und den Hund bei den Interaktionen zu sehen, nicht "aus der Ferne" eindeutig lösen.

Ein Hundeverhaltens-Fachmann/ Frau sollte sich bei euch vor Ort das ansehen und danach einen Lösungsansatz entwickeln.

http://www.animal-learn.de

Rufe dort an und lasse Dir einen geeigneten Fachmenschen in deiner Region nennen.

Ein Lösungsansatz zur Abstellung dieser Problematik konnte auch nicht in der Hundeschule gefunden werden da sich, wie Du schreibst jenes Problem ja nur im heimischen Umfeld zeigt. Aus der Ferne ist da auch nichts anderes als eine Mutmaßung möglich. Wäre es nicht ratsam eine Einzelbetreuung, Begleitung durch eine qualifizierte Fachkraft wahrzunehmen? Dies ist wirklich der einzige Lösungsansatz den ich sehe.

Hallo Brun 2009,

am besten wäre es ein Hundetrainer würde mal zu Euch kommen und sich das Verhalten genau anschauen. So wie es sich liest, scheint es so zu sein, dass sich sein Verhalten mischt. Es gibt durchaus Mischformen. Also bei Eurem Hund einmal Angst/ Unsicherheit und auf der anderen Seite Verteidigung/ Klar machen der Ressourcen. Mal einige Frage:

Du schreibst Morgends und Abends, was passiert vorher ( also bevor er macht) Und was passiert nachher? Also ist das immer vor dem Füttern? Ist es immer vor dem Rausgehen oder nach dem Rausgehen? Kommt er von alleine mal zu Dir? Lässt er sich von Dir anfassen? Wie hat er reagiert, also Ihr ihn dafür bestraft habt? Wie her er auf das Ignorieren reagiert? Sind viele Fragen würde aber helfen wenn ich da zu allem eine Antwort hätte.

Schwierig: Mit dem normalen ignorieren, wie du ja selbst schon festgestellt hast, kommst du da wahrscheinlich nicht weiter.

Du bist für ihn ein Eindringling, in sein Revier, in seine Ressourcen (deine Freundin hat jetzt nicht nur Hundeinteressen, sondern er muss sie mit dir teilen).

Du musst seinen Respekt gewinnen und da musst du dich mit deiner Freundin abstimmen dass ihr beide gleich reagiert.

Was du tun kannst/musst und für den Rest seines Lebens durchziehen oder beibehalten solltest, ist eigentlich ganz einfach.

Du/Sie startest/beendest jede Aktivität (spielen, gassigehen oder streicheln/schmusen). Niemals vom Hund Starten/beenden ausgehen lassen oder wenn er keine Lust mehr hat, du beendest Alles. Lass dich auch nicht durch die "treuen" Hundeaugen z.B. durch betteln erweichen.

Denn du/sie bist und bleibst der/die Chef/Chefin und nicht er, er ist das geringste Glied in euerer Rangordnung.

Wenn du/ihr das auch noch in liebevoller Konsequenz machst, sprichst du Hundesprache pur, die er schon von seiner Mutter kennt. Dann werdet ihr bald ein gutes Team und du hast einen zufriedenen Hund.

Denn Hunde wollen klar geführt werden, von ihrer Natur her. Das gibt ihnen Sicherheit.

Um deine Spezielle Position noch zu unterstützen/verstärken, kannst du Folgendes tun.

Jeden Engpass gehst du zuerst durch (Türen, Treppen, enge Parklücken, "Gamssteig"), niemals er, also hinter dir.

Das würde der Leitwolf/(in) auch tun, denn er (der Chef, Du ) ist für die Sicherheit des Rudels verantwortlich und sein Respekt vor dir steigt.

den lösungsansatz mit dem "hundeprofi" haben wir auch schon in erwägung gezogen und werden es auch machen (müssen/wollen) wenn gar nichts anderes hilft.

@sophia40 Du schreibst Morgends und Abends, was passiert vorher ( also bevor er macht) Und was passiert nachher? er zeigt kurz vorher immer eine angsthaltung oder wedelt mit dem schwanz...aber eher unentschlossen und nicht aus freude ( obwohl er das auch schon gemacht hat).auch eine übertrieben freundlich helle stimmlage meinerseits bringt dann nichts. es ist also eigentlich zu 80% bereits auf der treppe oder v.a. in unserem flur nach dem rein kommen vom gassi gehen, zu 10%vor dem raus gehen und zu 10% in der wohnung beim spielen oder v.a. rufen

Also ist das immer vor dem Füttern? nein nicht vor dem füttern. manchmal wenn ich ihm eine scheibe wurst abgeben möchte passiert es aber auch schonmal

Ist es immer vor dem Rausgehen oder nach dem Rausgehen? vor dem rausgehen auch manchmal wenn ich ihm das halsband umlege.dann aber besonders, wenn ich mich zu ihm runter setzte um mich nicht über ihn zu beugen, sodass ich nicht bedrohlich wirke, also wenn es wieder gegen seinen normal gekannten tagesablauf geht(stichwort autist)

Kommt er von alleine mal zu Dir? draußen kommt er von alleine zu mir. besonders wenn wir grillen etc, es also was zu essen gibt, obwohl er genau weiß, dass er bei mir nicht betteln braucht, schon gar nicht vom tisch. und wenn er müde ist kommt er auch zu mir (draußen). aber drinnen nie wenn ich ihn nicht rufe.

Lässt er sich von Dir anfassen? ja ohne weiteres

Wie hat er reagiert, also Ihr ihn dafür bestraft habt? er hat es sofort nach der bestrafung nicht! weiter laufen lassen. dieser zustand (des nicht-pinkelns) hat dann auch ein paar tage angehalten. allerdings war er danach auch ,verständlicherweise, ängstlicher als vorher. da es vor allem im flur vorkommt...kann es sein, dass er durch die bestrafung meinerseits damals im flur ein trauma erlebt hat?

Wie her er auf das Ignorieren reagiert? das ging ebenfalls nach geraumer anlaufphase vielleicht mal zwei wochen gut und dann hat er wieder wie aus heiterem himmel damit angefangen und bei weiterer ignoranz verschwand es dann mal wieder, dann kam es wieder, aber nach einem halben jahr der ignoranz haben wir es dann auch aufgegeben

so...alle fragen beantwortet. jetzt bleibt mir noch die hoffnung auf eine lösung. danke

Oh, das ist wirklich sehr komplex. Ich rate Euch zu einem Trainer. Ich dachte man kann vielleicht doch etwas finden und helfen aber das ist unverantworltich wenn man es nicht gesehen hat.

Also Angst hat er vor Dir keine. Sonst würde er gar nicht zu Dir kommen.Das ist schon mal gut. Habt Ihr schon mal überlegt ob es mit der Treppe zusammen hängt? Ich habe es so verstanden, dass Ihr die Treppe runter müssts fürs rausgehen und zum reingehen wieder hoch.Da Du schreibst es ist oft vor dem Rausgehen oder kurz danach kann ein Teil auch mit der Treppe zusammen hängen. In deiner Frage hattest Du die Treppe auch erwähnt.

Ich würde mal schauen,. ob er Probleme hat mit der Treppe. ob sie eventuell zu rutschig ist oder er generell Angst vor dem Treppen laufen hat. An sonsten müsste dann doch ein Trainer ganz genau schauen und es sich vor Ort ansehen. Das ist wirklich das Beste.Ich schaue nachher mal nach einem Link und stelle ihn rein.

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die treppe ist es auch nicht. manchmal kann er es gar nicht erwarten raus zu kommen und fliegt förmlich die treppe runter, oder auch schonmal rauf wenn der körper schneller als die füße sind;-) also werden wir uns mal auf die suche nach einem qualifizierten hundetrainer/psychologen machen. danke

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@Bruno2009

Ja, dann ist es besser nach einem Trainer zu schauen.Hier ein Link diese Leute sind sehr gut ausgebildet.Schau doch mal ob einer dabei ist in Deiner Nähe.Da kannst Du Dich drauf verlassen, dass die was können. Sind alle ausgebildet.

http://www.teamfrey-hundeschule.info/mag-isch/index.html

Oder schau mal in Net nach Hundeakademie Perdita Lübbe.Wenn Du das eingibst dann bekommst Du ihre Homepage. Einfach mal anrufen und nach einem guten Trainer in Deiner Nähe fragen. Auf die Aussagen der Hundeakademie kannst Du dich verlassen. Viel Glück bei allem. Dass sich alles regelt.

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@küchentiger danke für den link. das abbrechen der handlung werden wir in zukunft nicht mehr machen.

@portbatus das mit dem eindringling dachten wir uns auch schon, da er auch seitdem ich eingezogen bin, er nicht mehr mit im bett schlafen darf sondern im nebenzimmer. dortiges markierungspinkeln hat er aber nach einiger zeit eingestellt. seinen respekt habe ich in vollem umfang und er hört super auf mich bei jedem kommando. ebenso beende ich auch alles und gehe immer als erster durch die tür, und er setzt sich auch selbständig vor die tür, da ich/meine freundin ja die alpha tiere sind. so haben wir es in der hundeschule auch gelernt. aber was meinst du mit liebevoller konsequenz? ihn zu belohnen wenn er nicht pinkelt? manchmal klappt es ja auch zwei drei wochen lang und dann ist wieder alles beim alten. dazu zu sagen ist, dass ich auch eine sehr dominante art habe.

vielen dank für die vielen vorschläge nach über einem halben jahr klappt jetzt alles "trocken" die lösung war ihm einfach nicht mehr in die augen zu sehen. ich beherrsche mich jetzt und sehe ihm einfach nicht mehr direkt in die augen...und das kann schwer fallen ,da es ja ein automatismus ist jmd direkt anzusehen. aber es klappt wunderbar. danke nochmal

ich finde, du hast das toll analysiert. hunde lieben rituale. wenn alles jeden tag gleich abläuft, sind sie glücklich, weil sie ihnen sicherheit geben. da er auf dich sowieso ängstlich reagiert, würde ich annehmen, dass er rituale verstärkt benötigt - sogar fordert.

ändere doch mal alles, was ihm angst macht. kannst du zb. bevor du ins haus kommst, ihn rausrufen und ihm ein leckerli geben? so dass er dich erst im garten begrüßt, bevor du dann vor ihm reingehst? schau ihm dabei nicht in die augen und begrüße ihn nicht ganz ruhig, du musst nichtmal etwas sagen.

leg doch mal, wenn es dir nicht zu viel mühe macht, so viele rituale wie möglich fest, und schau, ob das was bringt.

viel glück!

und begrüße ihn nicht ganz ruhig,

entschuldige: begrüße ihn ganz ruhig, meinte ich.

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