Hund und sehr ängstliche Katze: Welche Eigenschaften sollte der Hund haben, damit die beiden sich verstehen?

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4 Antworten

Bei einer sehr ängstlichen Katze würde ich persönlich darauf verzichten, einen Hund dazuzuholen. Oder du holst dir einen erwachsenen, bereits sehr gut erzogenen Hund, den du zuverlässig davon abhalten kannst, hinter der Katze hinterherzujagen und sie in Ruhe zu lassen.

Mit einem jungen, ungestümen Hund/Welpen könnte das schwierig werden. Wenn deine Katze ein Freigänger ist, kann dieser Hund, der Unruhe in ihr Heim bringt, dazu führen, dass sie sich einen neuen Dosenöffner sucht.

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Hallo,

die Katze einer Freundin ist auch sehr "speziell". Fremde findet sie vollkommen überflüssig und alles andere Lebende eigentlich auch. Da ich viel bei ihr bin und meinen Hund nicht immer alleine lassen mag, haben wir in probehalber mal mitgenommen. Die Katze hatte immer die Möglichkiet sich komplett zurückzuziehen und der Hund war nur in einem Raum.

Katze war eher wenig begeistert. Den Hund habe ich jetzt fünf Jahre und seit vier Jahren kennen die beiden sich - eine dicke Freundschaft wird es nie, aber eine kurze Begrüßung ist drin und man kan auch einträchtig unerlaubterweise auf dem Bett nächtigen ;-) Als Dauerzustand, hätte ich der Katze aber wohl keinen Hund zugemuttert, obwohl meiner Katzen kennt (und auch mit denen Zusammenwohnt) und sowviel Jagdtrieb hat, wie eine Nacktschnecke.

Gibt es keinen gut erzogenen Hund in deinem Freundeskreis mit dem mal vorsichtig "angetestet" werden kann, wie deien Katze auf einen Hund reagiert?

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Hallo. Also ich würde dir raten zu einem Tierheim zu gehen und da zu fragen ob es erwachsene Hunde mit "Katzenerfahrung" gibt die auch etwas gelassener vom Wesen sind.
Katzen sind an sich recht neugierig also wird sie sich wohl annähern, wenn sie aber ängstlich ist und der Hund keine Katzen kennt und ungestüm ist kann das leicht in die Hose gehen.
Aber eine Zusammenführung kann schon mal einige Zeit brauchen, damit alle wirklich ganz entspannt sind.
Wichtig ist immer, dass die Katze die Möglichkeit hat sich zurückzuziehen wenn sie sich unwohl fühlt, also vielleicht ein Raum wo der Hund in erster Zeit jedenfalls keinen zutritt hätte.
Aber wie gesagt, mit einem ruhige, gelassenen Hund der Katzen kennt könnte das denke ich klappen.

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Als Prinzesschen oder Diva wird keine Katze geboren. Es gibt Draufgänger oder zurückhaltende, die entsprechend bedient werden. Auf entsprechendes Wesen ist Rücksicht zu nehmen, man sollte es jedoch niemals fördern, sondern ausgleichen.

Mimöschen hat ihre Dienerschaft sicher im Griff. Mit Veränderungen generell wird sie sich sehr schwer tun. Wenn jetzt noch Erzfeind Hund dazu kommt, versteht sie garnichts mehr und wird ihre meiste Zeit damit verbringen, sich in Sicherheit zu bringen. D.h. unterm Bett, auf dem Schrank, in dunkelsten Ecken. Ihr Leben wird von nun an von Angst geprägt sein, was keinerlei Lebensqualität mehr hat.

Keine geregelte Futteraufnahme, alles überwältigender Stress wird ihrem Immunsystem zusetzen, mit Folge von Erkrankung und Unsauberkeit.

Also müsst Ihr versuchen die Miez mit Arbeit zu stabilisieren (Clickertraining, Fummelbrett, Katzenangel, gesicherter Ausblick aus Fenster/Balkon). Das wird sich über Monate hinziehen.

Erst wenn Euch gelungen ist, sie mental zu stärken, könnt Ihr an Hundeanschaffung denken. Macht sie dann erst mit Hundegeruch bekannt. Streichelt Hunde, legt eine gebrauchte Hundedecke hin. Schaut wie sie darauf reagiert. Ladet Euch Bekannte mit sehr gut erzogenen Hund mit Katzenerfahrung zum Kurzbesuch ein oder borgt so einen Hund mal kurz aus. Katze darf allerdings nicht frontal mit ihm bekannt gemacht werden, sie bleibt im gesicherten Rückzugsgebiet. Wiederholt mehrfach und entscheidet danach, ob Hundeanschaffung Sinn macht.

Denkt daran, dass eine ängstliche Katze auch sehr aggressiv werden kann- Mut der Verzweiflung. Damit ist keinem Hund gedient.

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