Hund und Katze aneinander gewöhnen aber wie am besten?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Hallo Luna.

Wie TheVega schon meinte, darf man den Neuzugang nicht bevorzugen. Wenn man den kleinen Welpen mehr Beachtung schenkt und die älteren Tiere dadurch mehr ignoriert, ist es klar, dass der ältere Kater nicht gerade freundlich zu dem Welpen ist. Er denkt dann wahrscheinlich, das der Welpe das sonst so friedliche Familienleben kaputt macht und will ihn deswegen los werden.

Mein Tipp währe, wenn der Kater immer noch so aggressiv reagiert, dass man die zwei nicht 24 Stunden zusammentut. Klar müssen sie sich aneinander gewöhnen, aber das es ist ja: Wenn man die zwei nur einen halben Tag zusammentut (oder etwas weniger am Anfang. Kommt darauf an, wie extrem es zurzeit ist), weil der Kater sich dann so langsam aber sicher denkt, dass er kein Einbrecher oder Feind ist, sondern ein neuer Freund.

(Am besten sollte man die zwei Nachts immer trennen und Tagsüber wieder zusammentun. Wenn der Kater friedlich zu dem Hund ist, muss man dies logischerweise nicht mehr tun.)

Aber Vorsicht: wenn die zwei sich sehen, muss immer jemand darauf achten, wie sie Reagieren. Wenn der Kater gerade angreifen will, muss man logischerweise dazwischen gehen. Das gleiche gilt für den Hund. 

Zudem sollte man beide ein Leckerli geben (oder nur dem Kater, wie ihr wollt), wenn die in einem längeren Zeitraum, sagen wir mal zwischen 1-3 Stunden in der nähe oder neben einander sein können, ohne sich gegenseitig die Kopfe abzureißen.

Zumal sollte man auch aufpassen, dass der Hund durch den Kater sich keine negativen Eigenschaften angewöhnt, wie herum bellen oder andere Tiere/Menschen anknurren. Bei kleinen Hunden kann dies nämlich schnell passieren, wenn man nicht aufpasst. 

Was das Adoptieren angeht... Wenn der Hund keinen Chip ect. hat, dann müsst ihr ihn aber dennoch Anmelden. Sprich: die Papiere für den Besitz dieses Hundes haben. Zumal würde ich raten ihn chippen zulassen, wenn er sonst niemandem gehört.

Und wie Dogmama hier so schön schreibt: Nur wenn sich der Eigentümer melden sollte (was ich ganz ehrlich sehr stark bezweifel), muss man ihn abgeben, ob man will oder nicht. Aber wie gesagt, nur wenn sich ein Besitzer meldet und es auch vorweisen kann. Von dem her, dass der Welpe in einer Tüte war und man frische Welpen in der Regel nie raus lässt, wird sich wohl wirklich keiner melden.

Wenn ihr meint, dass dieser Tipp nicht funktioniert oder ihr ein Fehler meiner Seits entdeckt, dann schreibt es ruhig~. ^^

LG Cat

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo luna..., die Sache ist eigentlich ganz klar...:
Katzen sind ausnahmlos ausgeprägte Reviertiere. Und durch diese Augen magst du das Verhalten des Katers besser verstehen, "...der Hund will ihm gar nichts tun!"
Doch-doch, luna, der harmlose, süße Hund ist nun durch dich zum "...aggressiven Eindringling" für den revierverteidigenden Kater geworden, verstehst du? Sag nichts, der Kater hat halt seine eigene Einschätzung. Und diese Einschätzung klingt auch immer sehr laut und schrecklich feindselig. :- )

Da hilft jetzt nur eines - erstmal sowieso die schon angegebene Meldung beim Tierheim oder Tierschutzverein eures Ortes. Das muss sein. Okay, es wird sich wohl herausstellen, dass der Hund nun sein neues Zuhause fand, jedoch offiziell sollte es eben schon laufen! Vielleicht kann man dem Hund einen weiteren Stress im Tierheim ja vermeiden. Schenkt ihm auch eure Zuneigung und beruhigende Worte (nicht zu oft, die beiden sollen sich ja kennenlernen).

So, und zum Umgang miteinander hilft NUR Geduld!
Bei jeder Begegnung der beiden muss/wird der Kater seinen Revieranspruch fauchend geltend machen. Der braucht das jetzt wirklich! Kann auch tatsächlich sein, dass da Dominanzen ausgespielt werden. Das ist schon okay so.
Natürlich kraztzt und beißt er euch...! Hoy, ihr könnt ihn doch nicht beim Verteidigen seines/eures Reiches behindern... der arme Kater hat jetzt extremen Stress! Lobt ihn.

Aber, je mehr es eben solche ungefährlich gefauchten Begegnungen -auch auf Distanz von Raum-zu-Raum- gibt, desto 'normaler wirds für den Kater. Es mag etwas dauern, deshalb haltet ihr euch besser zurück. Es ist gut, wenn die beiden ihre Dominanzen aushandeln.

Ich weiß es sehr gut - es ist immer ein Drama, wenn Hundi schwanzwedelnd und ohrschlackernd freundlich auf die Katze losschnauft und prompt einen Satz heißer Wangen einfängt. Jo, so verständigen die sich. Tiere sind weder nachtragend noch gehässig. Es wird halt nur eben eine klare Sprache gesprochen. Und wenn die beiden Platz bei euch zum Ausweichen haben, ists gut. Wäre schön, wenn ihr einen Raum fürs Hundi irgendwie vorsehen könntet, dass er da wenigstens einen Rückzugsort hat und schlafen kann. Kater wird da schon sowieso neugierig linsen kommen... wie gesagt, diesen Stress müsst ihr nun eine Weile ertragen.

Je 'natürlicher' so etwas ohne zusätzlichen Stress durch eingreifende Menschen (nur im blutigen Notfall) abläuft, desto besser. Es war bisher immer meine Erfahrung, dass die Viecher überraschend vernünftig und auch schnell friedlich akzeptiert miteinander umgehen. Sie müssen nur eben ihre Grenzen abstecken und verteidigen. :- )

Ach so - bitte getrennt füttern!


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hunde die gefunden werden dürfen nicht einfach behalten werden, auch wenn klar ist das man sie los werden wollte.

Fund Hunde müssen ans Tierheim übergeben werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

So pauschale Antworten gehen nicht. Eigentlich fast nie. Das sind immer nur Hilfsantworten die aber niemals individuell angebracht werden können. 
Generell kann man sagen, dass man zuerst einmal das Bestandstier etwas bevorzugen muss. Der neue muss sich erst eingliedern. Er muss höflich sein und man muss sich mit dem alten solidarisch zeigen. Beide sollten einen festen Platz haben, gern mit etwas Raum dazwischen, damit die beiden sich auch aus dem Weg gehen können. 

Das Miteinander genau beobachten und Stress vermeiden. Aber sich selbst nicht stressen und daher unsicher wirken. Es hilft, alles lächend und positiv zu verbinden... Stimmungsübertragung nennt sich das. 
Man muss nun die Waage zwischen "das machen die unter sich", über "gerecht reglementieren" bis hin zu "der alte wird bevorzugt" finden. Das kann kniffelig sein. Das Bestandstier sollte auch nicht anfangen den neuen zu mobben (machen Katzen mal ganz gern) ... auch das muss man erst einmal erkennen können. Das Problem ist, dass Hunde sehr diplomatisch sind und gefallen wollen, Katzen weniger. Heißt, da prallen auch intersoziale Welten aufeinander.
Bestrafungen immer nur durch den Entzug von etwas. Immer etwas positives hinzufügen bei gewünschtem Verhalten (Lob) oder etwas gewolltes entziehen bei unerwünschtem Verhalten. Immer konsequent, aber nie "primatenhaft hart" sein.
Ein Hund wird nicht aktiv bestraft, es wird nicht laut geschimpft und nichts aversives verwendet, heißt auch kein Halsband, sondern ein Geschirr nutzen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die katze oder der hund willst ned ins heim geben?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?