Hund, Trauer und leben danach?

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8 Antworten

Ein Hund ist für viele Menschen ein enges Familienmitglied. Oft lebt man enger mit seinem Hund zusammen als mit Verwandten.

Leider billigt unsere Gesellschaft uns, beim Tode unseres geliebten Hundes, keine Trauerzeit zu.

Oft wird lapidar gesagt: 

  • Nimm dich zusammen
  • das war doch nur ein Tier
  • das geht vorbei

Es ist aber wichtig, wenn man einen derart engen Sozialpartner verliert, Trauerarbeit zu leisten.

Manchmal braucht man eventuell auch Hilfe von außen um "darüber hinweg zu kommen".

Ich leide immer extrem wenn ich einen meiner Hunde verloren habe. Ganz schlimm aber war es bei meinem Rüden der mich begleitete, als ich nach schwerer Krankheit das Laufen wieder neu lernen musste.

Dieser Hund war bei jedem Schritt dabei, bis wir ihn erlösen mussten. Er hatte eine Spinalkanallähmung und Organversagen.

Auch heute noch, nach sechs Jahren weine ich um ihn. Es geht bei manchen Hunden "niemals vorbei" sie gehen immer mit uns mit, unser gesamtes Leben.

Aber: "Immer wenn ein Lebewesen stirbt - kommt ein neues Lebewesen auf die Welt"

Das haben früher immer die "Alten" gesagt wenn jemand mit den Füßen zuerst aus einem Haus getragen wurde. Und ich hab als Kind damals ganz genau aufgepasst - Und es stimmte!

Also geh mit offenen Augen durch die Welt achte und beachte alle Lebewesen. Eines Tages läuft er Dir in Gestalt eines anderen Lebewesens wieder über den Weg...

Und wenn Du gut zu ihm warst, kann es sein, daß Du Deinen vierbeinigen Sozialpartner, in anderer Gestalt, aber doch wieder bekommst.

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Kommentar von spikecoco
26.12.2016, 07:43

Heul, wie schön geschrieben, du sprichst mir wieder einmal aus dem Herzen. Auch ich leide noch sehr unter dem Tod meines Spikes der ja vor 2 Jahren zu Weihnachten erlöst wurde.

Und auch bei deinen letzten Zeilen kann ich dir nur zustimmen. Meine Tochter hat  eine kleine Tierschutzhündin aufgenommen. Mein Aussie starb am 25.12 2014 und die kleine Maus wurde laut Impfpass am 26.12.2014 geboren. Sie zeigt Verhaltensweisen und Eigenarten, die ich von meinem Großen nur zu gut kenne, so das es mir oft schon unheimlich wurde. Sogar mein sehr realistisch denkender Mann spricht schon von einer Reinkarnation unseres geliebten Spikes.

 

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Ja ich verstehe Dich total, es ist ein großer Schmerz den Du erlitten hast und Du wirst noch eine Weile brauchen um das zu verarbeiten. Der Trost es wird mit jeden Tag weniger wird Dir nicht helfen. Ein neuer Hund könnte Dich ablenken und Dir über den Verlußt hin weg helfen, allerdings ist er nur eine Hilfe er wird Dir deinen geliebten Hund nicht ersetzten und das ist auch richtig so denn ein geliebtes Tier oder auch Mensch kann man nicht ersetzten es bleibt immer ein dunkles Loch im Herzen. Ich würde Dir aber trotzdem zu einen neuen Hund raten der Dir über die Trauer hilft. Du hast jetzt gelernt das das Leben nicht ewig hier auf Erden dauert und es eine Trennung gibt die wir den Tod nennen, es ist ungerecht das rings um Dich herum die Menschen weiterhin lachen, wo es Dich doch innerlich zerreißt. Ja so ist es und das ist nun mal das Leben mit allem was dazu gehört. Nie , niemals wirst Du Deinen geliebten Hund vergessen denn er ist und bleibt ein Teil von Dir und Du darfst froh darüber sein das er nicht mehr leiden muß. Es gibt so viele Momente die Ihr gemeinsam hattet erinnere Dich daran denn solang Du Dich an ihn erinnerst ist er bei Dir im Herzen und da wird er immer sein Platz haben. Mit der Zeit wirst Du wenn Du Dich erinnerst ein lächeln im Gesicht spüren sei dankbar für die gemeinsame Zeit die Ihr hattet. Trauere um ihn Du darfst es und sei Dankbar für den Dienstag an dem er endlich keine Schmerzen mehr hatte und zu Ruhe gekommen ist. 

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Hallo Sarah! Erstmal herzliches Beileid - jeder der einen Hund so lange hatte kann Dir nachfühlen was das bedeutet. Und gerade, wenn man das nicht kommen sieht und es aus heiterem Himmel passiert zieht es einem den Boden weg.

Auf der anderen Seite durftest Du ein langes Hundeleben lang ohne grosse Krankheiten (nehme ich wenigstens an) mit ihm verbringen - das ist nicht jedem vergönnt. Es ist nun mal so, dass uns unsere Hundis nicht unser ganzes Leben begleiten können und ihr Weg kürzer ist. Aber ich denke nicht, dass ein Hund mit der Erwartung geht, dass Du so traurig bist sondern er möchte bestimmt, dass Du wieder glücklich wirst so wie es war als ihr zusammen wart. Und ich finde es eine schöne Vorstellung dass man sich irgendwann irgendwie wieder sieht - google mal nach dem Gedicht "die Regenbogenbrücke". Lasse ihn jetzt seinen Weg gehen, denke mit Liebe an ihn und freue Dich, dass er solange sein Leben mit Dir teile durfte. Und: immerhin musste er keine lange Leidenszeit aushalten. Ich weiss, das ist alles kein wirklicher Trost, aber glaub mir, es wird mit der Zeit leichter, wenn Du nicht mit Trauer dass er nicht mehr da ist sondern mit Freude, dass er bei Dir sein durfte an ihn denkst. Nimm Dir die Zeit die Du brauchst um ihn gehen lassen zu können. Alles Liebe Don

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Mit laufen die Tränen mein Hund ist vor 3 Monaten gestorben. Ich bin 15 mein Hund war 13 und halb als ich 2 war kam sie in mein Leben sie war mein Lebens Grund. Ich verstehe dich ich hab diesen Schmerz immer noch. Du wirst es niemals vergessen. Es werden dich auch nicht viele verstehen ich mache das aber. Du musst so denken du hast deinem Hund eine schöne Zeit Geschenk , ich habe sehr viele Hunde gesehen die am leiden warne in der Türkei unsere Hunde hatten Glück und wir auch wir haben das erlebt was viele nicht erlebt hätten aber es hat seine Folgen wir sind traurig mit der Zeit wirst du dich beherrschen ich habe es immer noch nicht gemacht aber denk an eure schöne Zeit die ihr hattet und dein Hund hatte sehr Glück dich zu haben.!!

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Diese Trauer, diesen Schmerz, diese Bodenlosigkeit kennen die meisten Hundehalter, die ihren geliebten Hund über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten. Worte zum Trost gibt es eigentlich nicht. Die Trauerzeit ist eine anstrengende Arbeit mit sich selbst. Einem anderen Tier seine Liebe zu geben kann sehr hilfreich sein. Neue Aufgaben, Ablenkung, Freude, im Bewußtsein, dass es kein Ersatz ist, sondern eine andere Tierpersönlichkeit mit ihren Ansprüchen. Das Leben geht weiter. Mit der Zeit verblasst die Trauer, auch wenn es momentan unvorstellbar ist.

Musste meinen Hund im Januar erlösen lassen. Wir waren so sehr eins. Er hat mir bis zuletzt seine Pfote gereicht und tief in die Augen geschaut. Er versuchte mich zu trösten. Ich weine noch heute um ihn, so wie um alle meine Hunde ab und an. Kann wieder lachen in Erinnerung um die schönen Zeiten und den ganzen Blödsinn, den sie angestellt haben.

Du hältst das auch aus und wirst Dich später immer wieder gern an ihn erinnern, ein Leben lang. Sei tapfer, ihm geht es da, wo auch immer er ist besser. Es ist ihm viel Leid erspart geblieben.

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Einen Hund zu verlieren ist für sehr viele Menschen gleichwertig zu dem Verlust von engen Familienmitgliedern. Je nach deinem bisherigen Lebensweg kann dich dieser Verlust härter treffen oder weniger hart.
Stell dir deine Psyche einfach mal wie einen Eimer vor. Alle schlechten und traumatische Erfahrungen, alle Probleme füllen diesen Eimer. Durch Prägungen wie Erziehung (Dazu gehört auch die Schule) und gesellschaftliche Vorgaben neigen wir dazu Probleme und traumatische Erfahrungen nicht richtig zu verarbeiten. Der Eimer ist irgendwann einfach voll. Ich pers. würde mir bei dem Verlust meines Hundes sofort in prof. Hilfe begeben. Das kann die Lebenshilfe bei der Caritas, der Pfarrer aber auch der Hausarzt, Psychiater und wenn der es für nötig hält auch eien entsprechende Therapie. Ich würde meine Trauerbewältigung nicht auf die Hilfe von Freunden und Familie beschränken sondern von Profis mich aktiv in der Phase begleiten lassen und mir auch so viel Zeit nehmen wie ich brauche und mit deren Hile meinen eigenen Weg suchen um mit der Situationen umzugehen. Wenn ein neuer Hund die Wahl der Mittel ist, dann kann es eben auch ein neuer Hund sein..... Vielleicht hilft es aber auch sich einfahc nur die Geschichte der Regenbogenbrücke immer und immer wieder durchzulesen.. Finde deinen Weg und mach es nciht alleine ist mein Rat.. 

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Das ist nicht schlimm. Dascwas du machst ist eine normale trauer Verarbeitung. Wichtig ist nicht einzugreifen sondern die Gefühle zuzulassen. Nur wenn du sie empfindest kannst du sie verarbeiten. Wird man das erste mal mit dem Tod konfrontiert trifft das einen immer hart weil wir es zwar kennen aber nicht selbst erlebt haben. Setzte dir kleine Ziele zb Dienstags etwas zu machen das dich sonst auch immer zufrieden stimmt.

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