Hund schnüffeln abtrainieren

11 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

ich habe mir nicht alle Antworten durchgelesen. Aber das was ich las, ist sooo verkehrt nicht.

Ich versuche es mal zu erklären, wie ich es sehe:

Dein Hund ist also ständig mit der Nase unterwegs. Bedeutet für mich, wenn es mein Hund wäre, dass dies der richtige Weg ist, meinen Hund zu beschäftigen und Spass zu haben, da er ja eh schon so "Nasenträchtig" ist. Ein Hund der gerne Bällen hinter her jagd, dem würde ich das Apportieren trainieren. Es macht Sinn, weil es dem Hund liegt, nach seiner Veranlagung trainiert zu werden. Das bedeutet nicht, dass man Agility und Co aufgibt. Aber für Deinen Hund liegt der Schwerpunkt ganz klar bei Mantrailing, Fährtensuche usw.

Und ja, man kann einen Hund dazu bekommen, dass er nicht schnuppert sondern in dem Moment seine Aufmerksamkeit nur seinem Menschen widmet! Ich denke, mehr willst Du ja auch gar nicht erreichen. Ein Hund, für den sein Mensch das Interessanteste ist, was es gibt, wird mit allem anderen aufhören, wenn er merkt: UIii, jetzt wirds spannend!

Ich finde es toll, dass Du in Deinen jungen Jahren, Dich so toll um Deinen Hund kümmerst! Hut ab! Aber bitte vergiss nie, dass IMMER das Wohl des Hundes im Vordergrund stehen sollte! Sowas geht manchmal unter, wenn einen der Ehrgeiz zu sehr packt ;) Das ist menschlich und bitte nicht als Vorwurf zu verstehen!

Ein Hund muss nicht den ganzen Tag bespasst werden. Habe ich auch erst lernen müssen, sah das vor Kurzem noch anders, wurde aber eines besseren belehrt. Aber wenn er 2-3 Mal die Woche gefördert und gefordert wird, ist das eine prima Sache. Heisst nicht, dass man ihm den Rest der Woche in Ruhe lässt, kleine Spiele und ein einfaches "Zusammensein" mit Spass ist ja immer drinnen.

Viel Spass Dir und Deiner Fellnase weiterhin :)

So, ich hoffe, das wird der letzte Beitrag, haha. ^^ Ich danke für deine Antwort! Klar ist es so, dass der Hund nicht durchgehend beschäftigt werden sollte, das wäre ja auch ganz und gar nicht angenehm für ihn, und die Zeit dazu hätte ich beispielsweise schon mal gar nicht! Ich finde einfach, egal welcher Hund, welche Tendenzen er zu Ausprägungen seiner natürlichen Gegebenheiten hat, dass es problemlos und erlaubter Weise durchaus forderbar ist, mehr Aufmerksamkeit zu verlangen und möchte damit nicht sagen, dass ich meinem Hund keinerlei Schnüffelei gönne. Wenn er mit mir trainiert, ist das vielleicht sogar schon etwas Besonderes für ihn, da ich selbst wirklich nicht sehr viel Zeit habe. Bitte jetzt nicht damit kommen, dass er unzureichend gehalten wird, meine Familie kümmert sich selbstverständlich auch noch um ihn. Wenn wir mit dem Hund unterwegs sind, verstecken wir uns unterwegs, schmeißen Leckerlibeutel, spielen mit dem Ball, rennen zusammen und so weiter. Der Hund ist nicht darauf ausgerichtet, zu funktionieren. Er hat Spaß im Leben, bekommt Pausen, Denkarbeiten, Sportaufträge und Phasen, in denen er nach meiner Pfeife "tanzen" muss. Er arbeitet gern mit seinen Menschen und es ist nicht so, dass er dauerhaft Unterordnung machen muss, er hat es womöglich besser als der Hund einer alten Dame, die vielleicht oft mit dem Hund spazieren geht, ihn jedoch nicht fordert und fördert. Ja, genau das meine ich, etwas mehr Aufmerksamkeit. Danke, dass du das hier noch mal schreibst! Ich sehe es glaube ich genauso wie du! Ich hoffe, es kommt jetzt nicht noch einmal jemand an und meint, mich als Hundesonstwas zu bezeichnen. Haha, ich nehme mir die Dinge eventuell auch zu sehr zu Herzen. Fühlte mich schon schlecht, obwohl ich auf meiner Meinung harren bleibe. ^^ Ich danke dir wirklich sehr für deine Antwort! :)

2
@IsabellKre

Auch wenn ich mir damit keine Freunde mache, aber eine Tendenz gleich immer vom schlimmsten auszugehen, ist im www oft zu beobachten und zwar steigend.

Ich selbst musste mir auch erst einmal Deine Frage mehrmals durchlesen ;)

Lass es Dir nicht so zu Herzen gehen! Im Grunde meinen es alle nur gut aber dadurch das es auch einige User gibt, die mit den unmöglichsten Fragen kommen, die unmöglichsten Statements abgeben, wird selbst der coolste und lockerste Hundefreund mal ein wenig engstirnig und sieht dann den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Viel Spass weiterhin mit Deiner Fellnase und ich kann es nur wiederholen: es ist prima, wie Du Dich in so jungen Jahren schon so intensiv um Deinen Hund kümmerst! Und Dir so viele Gedanken machst.

0
@Tatia

Vielen, vielen lieben Dank für deine Worte! :)

0

Du musst deinen Wunsch nach Pokalen in den Hintergrund stellen und auf das Wohl deines Hundes achten.

Du willst ihm einen seiner stärksten Instinkte austreiben, auch wenn es nur für diese Situation ist. Das ist absolut unnatürlich. In einer Hund-Mensch-Beziehung sollte es nicht darum gehen dass der Mensch möglichst dominant ist und seinen Willen durchsetzt sondern dass beide gut miteinander leben können und glücklich sind.

Du solltes das Schnüffeln als eine große Fähigkeit ansehen und mit ihm viele Schnüffelspiele machen, damit er sich austoben kann. Das macht nicht nur dir sondern auch ihm Spaß. :)

" Die sogenannte “Nasenarbeit” ist übrigens nicht nur eine tolle, artgerechte Beschäftigung, die allen Hunden Spaß macht und uns Menschen staunen lässt, sondern sie besitzt auch viele weitere positive Nebeneffekte:

  • Der Einsatz der Nase hat einen enorm starken Auslastungseffekt – schließlich wollen all die gewonnenen Eindrücke auch verarbeitet werden!

  • Schnüffelspiele gelten zudem als Beschäftigung mit Beruhigungseffekten und eignen sich hervorragend, unruhige Geister herunterzufahren.

  • Jagdhunde schätzen die Nasenarbeit als wertvolle Ersatzbeschäftigung.

  • Sie ist ein Garant für zufriedene, ausgeglichene Hunde "

Schau mal hier: http://www.spass-mit-hund.de/spielefieber/einfach-schnueffeln/

Viel Spaß mit deinem Vierbeiner! :)

Danke schön!

Ja, mit Nasenarbeiten und Aufträgen, um dem Schnüffeldrang außerhalb der "Schnüffel-Tabu"-Aufgaben gerecht zu werden, habe ich auch vor, mich mehr zu beschäftigen, damit der Hund merkt, dass er mit mir auch Spaß haben kann, obwohl er rumschnuppert, nämlich als Team, indem wir auch in diesem Bereich gemeinsam arbeiten. Und zwischendrin gibt es dann halt auch mal Zeiten, in denen er sich aufmerksamer und gezielter verhalten muss. Bitte, kann mir mal jemand sagen, dass ich damit nichts Schlechtes tu?! ^^ Danke:)!

0
@IsabellKre

Wieso MUSS er das? Weil du es willst? Bitte denk darüber nach, es geht um ein Miteinander und er ist keine Maschine.

Und sorry du tust etwas Schlechtes, wenn du es ihm abtrainierst. Da redet dir hoffentlich niemand gut zu.

1
@Kuhmaus

Ich behandle meinen Hund auch nicht wie eine Maschine, habe auch nicht vor, ihn zu einer zu machen. Es geht ihm gut, er ist mit Freude beim Training und ich hab grad langsam keine Lust mehr, mich hier zu rechtfertigen, haha.

1

Einstellungssache. Wenn du zuguckst während er schnüffelt wird sich daran nichts ändern.

Siehst du es hingegen als Respektlosigkeit deines Hundes dir gegenüber an wenn du mit ihm kommunizierst und er meint, dabei schnüffeln zu können, wirst du ganz anders reagieren und er wird schnell zu schnüffeln aufhören und auf dich achten. Sobald er zu dir schaut, bist du freundlich, schnüffelt er oder interessiert er sich für anderes, wirst du unfreundlich. Der Wechsel muss halt hundgerecht-schnell gehen. Das lernt jeder Hund innerhalb von wenigen Minuten. Selbstbewusstsein / Selbstsicherheit beim Halter vorausgesetzt. ;D

Ja, so machen wir es auch schon! Das ist natürlich das Mindeste^^. Also ich zubbel dann auch an der Leine, mache ihm kein großes Kino, sondern nerve ihn dann eigentlich ein bisschen, wenn er mich dann anschaut, also die Nase oben ist, bekommt er wieder Aufmerksamkeit und natürlich Lob, Bestätigung. In dieser Weise arbeite ich natürlich stets, aber ich versuche mal, ob man noch was anderes tun kann!

Danke für deine Antwort!:)

Ja, haha, am Halter scheiterts auch oft!^^

0

wie sieht das "unfreundlich werden" dann aus?

1

Sorry, aber solche Tipps sind wieder mal was für die Tonne!!!!

Wo ist der Hund respektlos, wenn er schnüffelt? Bist Du respektlos Deinem Hund gegenüber, wenn Du vor dem PC sitzt?

Schnüffeln ist natürlich und elementar wichtig für einen Hund, ergo ist es absolut keine Respektlosigkeit, wenn er den Dingen nach geht, die für ihn lebenswichtig erscheinen!!!!

Sollte sie doch lieber das schnüffeln benennen, man kann super gut mit einem schnüffeln belohnen.

Meine bekommen das für ein Umorientierungssignal und ich trainiere das auch an Stellen, wo der Hund schnüffeln möchte, erst an nicht soo interessanten Dingen und hinterher steigert man die Ablenkung, so hat man einen Hund, der gerne kommuniziert und der sich dann auch mal gerne vom schnüffeln umorientieren lässt um dann z.B. als Verstärkung der Umorientierung woanders schnüffeln zu dürfen!!!

Unfreundlich werden, schüchtert den Hund ein und hält ihn von für ihn elementar wichtigen Dingen ab und das ist nicht Sinn und Zweck der Übung, denn für das Agility wäre es sehr nachteilig, wenn der Hund dann den Spaß am Agility verliert, so wird er den Pacour mit der Zeit wohl eher immer schlechter laufen.

Liebe Grüße Anda

3
@Anda2910

Hoffentlich schreibe ich hier jetzt nicht wieder was, was später alle kritisieren...^^ Aber: Meinst du in deinem Absatz mit Umorientierungssignal, den Hund gezielt diesem Schnüffelreiz auszsetzen und währenddessen den Versuch zu starten, seine Aufmerksamkeit auf dich zu lenken? :) LG zurück

1
@IsabellKre

Ja ganz genau so meine ich das, hier im vorliegendem Beispiel ist der funktionale Verstärker das schnüffeln, dass ist das, was der Hund im Moment am aller liebsten möchte...

...also mache ich mir das zu nutzen und lasse ihn dafür etwas tun und er wird mit der Zeit richtige Freude daran entwickeln, denn er weiß, er darf weiterhin den ihm wichtigen Dingen hinterher gehen.

Im Grund genommen meine ich das so "ähnlich"...

Erst benennst Du das schnüffeln mit einem Wort, welches hinterher für den Hund zu einem Signal für das Schnüffeln wird, bei uns ist es ganz einfach wirklich das Wort "schnüffeln".

Dann solltest Du schon schauen, dass es Reize sind, wo der Hund nicht solch ein riesen Interesse daran hat, dass er Dein Umorientierungssignal überhört, wäre fürs Training natürlich kontraproduktiv ;-)

Aufbauen würde ich das UO auch erst einmal in der Wohnung, also dort wo kaum bis gar keine Reize vorhanden sind, dass sind aber 2 separate Trainingsschritte, Du baust das UO separat auf und das Wort welches Du für das schnüffeln nutzen möchtest. Bei uns ist das UO ein "Schaust Du".

Dann verlegst Du das ganze nach draussen, erst immer in Momenten, wo sowieso die Aufmerksamkeit auf Dir liegt "Schaust Du" - markern - "schnüffeln"

Schaust Du = UO

Marker = Lobwort (sollte zur besseren Verständlichkeit, falls Du das noch nicht nutzt, immer das gleiche sein)

Schnüffeln = Verstärker für die Umorientierung ergo einfachheitshalber gesagt die eigentliche Belohnung

Dann steigerst Du den Reiz schrittweise, zu Anfang sollte nicht unbedingt eine Schnüffelstelle sein, wo z.B. vorher eine läufige Hündin hin uriniert hat, dann wirds wohl nicht klappen.

Schau wo Dein Hund mal eben kurz schnüffeln und kurz bevor er den Blick zu Dir hebt sagst Du z.B. "Schaust Du".

Das braucht alles ein wenig Zeit um es aufzutrainieren, lohnt sich aber gerade im Alltag und erst Recht, wenn man den Hund nicht ständig weiter ziehen möchte und m.M.n. sollte man das auch nicht. Vor allen Dingen aber arbeitest Du dann bedürfnisbefriedigend, warum sollte man sich solche tollen Dinge, wenn der Hund sie eh schon anbietet, nicht nutzen und sie als Verstärker für erwünschtes Verhalten einsetzen!?

Also deshalb oben so "ähnlich", nicht den Versuch starten, zu viele Fehlkombinationen drin und es wird ein Wischi-Waschi-Signal, machst Du das geschickt, steigerst die Ablenkung schrittweise und achtest darauf, dass es eben keine zu großen Schritte sind, wird das ein zuverlässiges Umorientierungssignal werden und das kann man dann sogar nutzen, wenn es um andere Dinge geht, wie z.B. Fressbares oder ähnliches, aber bitte auch hier wieder bedenken, es muß wirklich schrittweise trainiert werden und nicht 5 X oder so "Schaust Du" rufen, dass hätte keinen sittlichen Nährwert, sondern würde dazu führen, dass der Hund meint, er müßte erst die 5 X rufen abwarten ;-)

Ich hoffe ich habs einigermaßen verständlich erklärt... ;-)

LG Anda

2
@Anda2910

Danke für deine Erklärung, ich war mich nicht komplett sicher, was hinter dem Begriff steckt^^! :) Haha, dann machen wir es ja seine ganze Lebenszeit schon richtig. Wir haben ihn nicht in der Hundeschule erzogen, sondern sozusagen "auf eigene Faust", mit dem, was wir von Hunden verstehen. Genauso mache ich es immer mit ihm, also wiedermal "aneinander vorbei geredet" oder wie man das nennt. ^^ LG :)

1

ich glaube, du hast noch nicht begriffen, wie wichtig das schnüffeln für deinen hund ist. da geht es nicht nur um spaß, sondern er orientiert sich doch mit seiner nase.

für ein tier gibt es keine pokale und keinen hundeplatz, sondern nur die umwelt, dich und ihn selbst. durch schnüffeln orientiert er sich, er findet heraus, wer hier vorher war, ob gefahr droht, ob beute oder eine läufige hündin in der nähe sind... es ist so, als würdest du verlangen, dass er die augen zumacht. völlig unangebracht in seinen augen. er kann dich, wenn du ihn davon abhalten willst, doch gar nicht mehr ernst nehmen. du wirst für ihn eine figur, die ihn in seiner natur behindert.

er mag wohl spaß an den sachen haben, die ihr zusammen macht, aber du solltest mit so einem hund pokale völlig vergessen. sonst tust du ihm nichts gutes. das schnüffeln ist nunmal teil seiner persönlichkeit, und wenn er so wie er ist, nichts gewinnt, dann lass es gut sein, macht es aus spaß an der freude!

liebe grüße!

Ich will meinen Hund nicht grundlegend verändern und ihm seine Veranlagerungen abtrainieren. Ich suchte lediglich nach weiteren Möglichkeiten, die Aufmerksamkeit meines Vierbeiners noch mehr auf mich zu ziehen. Es geht mir wie bereits erwähnt nicht um Pokale oder sonstiges, klar, ich freue mich, wenn ich an Prüfungen teilnehmen darf und dann sogar noch gut abschneide, aber das Erfahrungsammeln zählt und die Motivation von Hundführer und Hund, welche vorhanden ist.

1
@IsabellKre

nana, da relativierst du aber ganz schön. wenn ich an deine frage erinnern darf:

  1. es muss ja auch für uns einen Weg geben, die Schnüffelei aus ihm heraustreiben zu können.

  2. Wollen ja die ersten sein, die mit soner Schnüffelrakete^^ mehr als die Bronze schaffen

merkste was? überdenk deinen antrieb nochmal!

1
@taigafee

Ich habe schon bemerkt, dass ich die Frage etwas missverständlich und blöd formuliert habe, sorry dafür. Ich darf doch Pläne verfolgen wollen und mir etwas als Ziel setzen. Was spricht denn dagegen, dass ich das möchte. Es ist doch nicht überraschend, dass ich das toll finden würde. Über sowas freut sich jeder. Ich tu meinem Hund damit ja nichts schlechtes. Ich fordere auch keine abnormal schnellen Erfolge und Verhaltensweisen von meinem Hund. Ich möchte lediglich eine Verbesserung und gehe die Ziele in diesem Bereich mit Ehrgeiz an. Das ist dann wohl auch der einzige Bereich in meinem Leben, an dem ich denke, was erreichen zu können. Lass mir doch die völlig unbedenkwürdige Arbeit mit meinem Hund, haha.

0
@IsabellKre

Dumm nur, daß dein Hund deinen Ehrgeiz nicht teilt. Ob er Spaß hat, kannst du gar nicht wissen. Dein Ehrgeiz verhindert den klaren Blick auf den Hund. Haha. (Scheint ja dein Lieblingsausdruck zu sein, haha.)

0
@Terezza

Nein, normalerweise bin ich nicht sehr ehrgeizig. Ich bin auch nicht von mir selbst überzeugt, geschweigedenn sicher, dass ich alles schaffen kann. Und du kannst es noch schlechter beurteilen. Warum kann nicht einfach mal jemand hinnehmen, dass es nichts Kriminelles ist, was ich hier erfragt habe, ich verstehe euer Problem nicht, bzw. verstehe ich die Argumente, kann eure Meinungen aber nicht teilen. Naja, ist jetzt auch mal gut, ich will mich hier wirklich nicht wieder und wieder rechtfertigen müssen. Ich sehe keine Problematik in meiner Hundeerziehung. Ich bin nicht von Ehrgeiz geprägt, sondern eher ein selbstbewusstseinsgestörtes Mädchen, das in der Arbeit mit ihrem Hund sehr viel Freude und Kraft gefunden hat, Mut, was schaffen zu können und es ist durchaus nicht so, dass ich meinem Hund damit Schlimmes tu, oke?:) Danke. ._.

0

Hmmm... ich sehe schon, du bist sehr engagiert und das ist auf jeden Fall lobenswert und definitiv eine wesentlich bessere Art und Weise mit einem Hund umzugehen als solche Leute, die sich einen Jack-Russel anschaffen und am Tag ein Stündchen mit ihm spazieren gehen.

Aber nur mal als kleiner Denkanstoß: Man sagt Hundeleistungssportlern gerne mal nach, sie sähen ihre Hunde nur als Sportgeräte. Generell ist das ein Vorurteil und trifft natürlich bei weitem nicht auf jeden zu. Die meisten Hundesportplätze (die ich kenne) arbeiten nach der Devise die größtmögliche Harmonie zwischen Hund und Halter durch Arbeit und Auslastung erreichen zu wollen. Aber es gibt sie durchaus noch, die Leute, die Spaß daran haben ein Tier zweimal in der Woche zu dressieren und den Hund die restliche Zeit in einen Zwinger zu stecken und ansonsten nichts neues über Hunde zu lernen. Meist sind das dann auch dieselben Leute, die noch der ganz konservativen Dominanztheorie anhängen, jede Kritik mit: "Ich hab schon 30 Jahre Hundeerfahrung" abschmettern, aber ansonsten ganz schnell dabei sind, andere zu belehren. Ich kenne Leute, die glauben alles richtig zu machen und in Wirklichkeit sind deren Hunde todunglücklich. Und diese Denke findet sich - manchmal auch nur subtil - auf vielen Hundesportplätzen. Selbst Trainer die sich gewaltfreies Training auf die Fahnen geschrieben haben, setzen gerne mal alle Hunde auf dieselbe Stufe. Nach dem Motto: Jeder Hund kann alles lernen. Der Halter muss nur wollen.

Dabei wird aber das Wichtigste vergessen: In erster Linie muss immer der Hund wollen!

Das solltest du dir vor Augen halten. Du kannst natürlich versuchen, deinem Hund mit viel positiver Bestätigung, Konsequenz und Geduld davon abzuhalten etwas zu tun, was er leidenschaftlich gerne tut. Es wird nur etwas länger dauern als üblich. Aber setz dich damit auseinander, ob es das wirklich wert ist.

Etwas worüber du auch nachdenken könntest: Du gehst das Traning nach dem Prinzip Zuckerbrot und Peitsche-Weg an (nerven, wenn der Hund was falsch macht und loben, wenn er´s richtig macht). Es geht aber mit viel Elan und Spucke (positive Bestätigung) auch komplett ohne Peitsche. Ich sage nicht, dass das der einzig richtige Weg ist, aber es ist eine Option.

Wow, vielen Dank für die tolle Antwort! Ich wollte hierzu auch noch sagen, dass der Hund keines Wegs Missgefallen an den Dingen hat, die ich mit ihm trainiere, er ist mit Spaß dabei und ansonsten würde es mir als Hundeführerin ja auch deutlich weniger Spaß bereiten! Wir machen es beide gern und ich bin mir wirklich bewusst, dass der Hund kein Objekt ist und auch kein Gegenstand, an dem ich einem Drang zur Perfektion freien Lauf lassen kann! Ich arbeite selbstverständlich mit Zeit und auch mit Rücksicht auf den Hund, er wird körperlich und geistig ausreichend gefordert und wenn es ihm keinen Spaß bereiten würde, hätte ich wohl schon längst aufhören müssen. Ich danke dir, dass du das hier schreibst, das kann Augen öffnen und Einsicht bei manchen schenken. Ich sehe mein Ziel jetzt mal so an, wie einem Hund das Bellen abzugewöhnen, wenn jemand klingelt, auch wenn er den Drang zum Hüten und vielleicht zur Kontrolle hat. Border und co.. Ich hoffe, keiner hat mich hier falsch verstanden und ihr denkt alle, ich kann nicht gut und artgerecht mit Hunden. :S Das, was du im letzten Absatz beschrieben hast, machen wir bereits, ich dachte nur, es gibt eentuell noch etwas anderes. :)

1
@IsabellKre

Bitteschön! Und wie gesagt, das glaube ich auch gar nicht von dir. Es ging mir vor allem darum - wie du schon schreibst - darauf hinzuweisen, dass die Freude des Hundes beim Training das Wichtigste ist.

Ich denke auch nicht, dass alle anderen Antwortenden dich sofort in diese Schublade stecken würden. Aber ich hake da nach, weil ich eben weiß, dass es genügend Leute gibt, die das mit dem "Führen" einfach nicht so wirklich kapieren wollen. Führen heißt eben nicht, dass der Hund alles tun muss was man will, selbst wenn es gegen sein gesamtes Wesen geht.

3
@niska

Ja, aber da muß ich ihm nicht abverlangen. Ein Hündischer Rudel"führer" täte das auch nicht, denn was gegen die Natur eines Mitglieds der sozialen Gruppe geht, geht gegen die ganze Gruppe, weil es das Mitglied schwächt. Gegen die Natur heißt in letzer Konsequenz Selbstmord. Warum sollte ein Mensch Spaß daran haben, von seinem Hund etwas zu verlangen, was völlig gegen dessen Natur geht? Auf so einen Gedanken käm ich gar nicht. Das ist immer kontraproduktiv. Die Menschen haben sich aus Wölfen HUnde gezogen, weil sie gerade die Natur der Tiere nutzen konnten, ihre Wachsamkeit, Ihre Wehrbereitschaft gegen Raubzeug, ihre Kraft und ihre Pelze, wenn nötig. Aber nicht, um sie gegen ihre Natur zu Nutzen, das ist doch widersinnig.

1
@Terezza

Ich stimme dir wirklich voll und ganz zu, aber ich finde dennoch, dass es nicht verwerflich ist, Aufmerksamkeit von meinem Hund abzuverlangen.

;)..

1
@IsabellKre

nein, das ist es nicht, aber "abverlangen" klingt halt so, als ob der hund nicht so recht mag, klingt nach nötigen, und das ist der falsche Weg. Laß dir was einfallen, um dich für deinen Hund interessant zu machen, so daß der dir gern "folgt", daß er den Kontakt genießt.

Und wenn er nicht soooo pefekt bei Fuß geht, dann laß es halt sein. Für ein gutes Leben mit Hund, für beide, ist sowas doch gar nicht nötig. Darum sollte es doch gehen, wenn man einen Hund hat, und nicht darum, was der Hund alles perfekt kann. Um Preise. Das ist doch Quatsch. Hol dir Preise bei einer Nasengruppe, da wirds garantiert einfacher :) Oder beim Sportfest in der Schule, Streng dich selber an.

1
@Terezza

Anscheinend nutze ich nur falsche Worte hier. o.O Ich nötige den Hund keinesfalls! Ich gehe in diesem Punkt beispielsweise so vor, dass ich ihm einfach öfter Lob zuspreche, wenn er mich von sich aus anschaut. Er weiß ja selbst, dass er Aufmerksamkeit von mir bekommt, wenn er mir seine gibt. Ich präge das jetzt nur weiter aus. Es ist meiner Meinung nach also keine Nötigung, er folgt mir auch gern! :) Haha, ja, ich denke, die Anstrengnung liegt hier nicht nur beim Hund, schließlich ist es der Mensch, der die Fehler macht, nicht der Hund. Der Hund kann eigentlich alles, ihn trifft da so gut wie keine Schuld.

0

Was möchtest Du wissen?