Hund reagiert auf Angst Anderer, was könnte dahinter stecken?

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3 Antworten

Hi, hast du ein Kangal oder sowas? 

Um den anderen erstmal die größte Angst zu nehmen, würde ich eher mal ein Maulkorb empfehlen. Wenn du mit ihm zuhause in Ruhe übst, muss das für ihn nix schlimmes sein. So kann die Tierärztin zB sich auf ihre Arbeit konzentrieren und fühlt sich sicherer. 

Würde mit den Problem auch eher mal zu Hundetrainer gehen, so sieht niemand hier was dein Hund kommuniziert. Kann Unsicherheit sein aber es kann auch was anderes dahinter stecken, das kann einer der live dabei ist, besser beurteilen. 

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Kommentar von Felizmaria
13.12.2015, 21:41

Das ist ein interessanter Einwand. Der Ärztin gegenüber haben wir den Maulkorb angeboten, den wir trainiert hatten für ihren Besuch, aber sie fand ihn überflüssig. Sie sei noch nie gebissen worden, sagt sie und sie habe unseren Hund in seinem Gebaren auch nicht ernst genommen. Dann wollte sie, dass wir das Angefasstwerden mit Fremden üben, was wir gemacht haben, was aber sinnlos ist, weil niemand, den ich darum bitte, dem Hund gegenüber angespannt ist. Er lässt sich problemlos anfassen, Ohren, Zähne, Pfoten, außer, die Leute haben Angst, aber das lässt sich nicht inszenieren. Ich frage mich auch nur: was fühlt er dann, wenn andere Angst haben und er bemerkt es? Er bemerkt es im Übrigen sofort. Im konkreten und aktuellen Fall ging es um eine alte Dame, die ihn von oben auf den Kopf streicheln wollte - was wir jedes Mal erklären, dass es so nicht geht - und die die Habd weggezogen hat, als der Hund den Kopf Richtung Hand bewegt hat. Nachdem die Lage sich beruhigt hatte, hat der Hund sich um die Frau bemüht, hat sich an sie gelehnt, sie zum Spielen aufgefordert, als wollte er ihr zeigen, dass er nicht gefährlich ist, obwohl die Dame den ganzen Abend weiter ängstlich war. Vielleicht gibt es darauf auch so einfach keine Antwort. Unser Trainer, mit dem wir schon seit Februar arbeiten, hatte auf die ganze Sache, dass der Hund auf Energie aller Art zu reagieren scheint, keine rechte Antwort.

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Kommentar von Felizmaria
13.12.2015, 21:42

Er ist übrigens ein Mischling, dominant ist der Hovawart in ihm.

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Kommentar von Abuterfas
13.12.2015, 22:02

Vielleicht ist es so einfach, wie naheliegend: Er mag "die Angst" anderer einfach nicht. So wie manch Hund das Gekreische von Kindern nicht mag. Vielleicht möchte er auch schlicht ausdrücken"Lass die Angst stecken, das nervt mich. Schau doch, ich bin ein ganz ruhiger Vertreter!". Leider steckt man nicht drin :-)

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Mein Rüde reagiert so aus Unsicherheit. Er kann mit der angst von anderen nicht umgehen und geht dann nach vorne.

Für ihn ist angriff die beste Verteidigung. Es funktioniert ja auch, die anderen gehen alle weg.

Was ich nicht verstehe: wieso behandelt jemand Hund wenn er angst vor ihnen hat?

Meistens haben Hunde mit Angriff den besten Erfolg. Die Leute ziehen ihre Hunde weiter. Die Angst verschwindet.

Viele Leute denken sie schaffen es den Hund zustreicheln, wenn er nicht hin schaut, schaut er dann bekommen sie doch kalte Füße. Oft handeln wir auch instinktiv wenn wir angst haben

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So ganz schlau werde ich daraus nicht. Ich schreibe einfach mal frei von der Leber weg.

Warum Du nicht die Globuli gibst, musst Du schon Dich selbst fragen.

Ein "Fehlverhalten" bei Hunden gibt es in der Form nicht bzw. nur sehr selten. Wenn der andere nicht gerade alleine, im dunkeln und ohne Kontakt aufgewachsen ist, kommunizieren sie, wie sie es schon immer getan haben.

Wenn Du weißt, dass Dein Hund reagiert, wie er reagiert, warum läßt man andere Menschen trotzdem gewähren?

Welche Anzeichen, außer die genannten, sendet und zeigt Dein Hund noch? Hinlegen kann u.U. bedeuten, dass Dein Hund zum "Angriff" bereit ist.

Ich kenne Euch nicht, daher sind Ferndiagnosen immer mit Vorsicht zu genießen, aber Du solltest die Signale Deines Hundes deuten lernen. Beobachte ihn richtig und achte auf Kleinigkeiten. Die "Sprache" der Hunde ist sehr vielschichtig.

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Kommentar von Felizmaria
13.12.2015, 21:25

Obwohl ich dir für dein Bemühen danke, geht deine Antwort leider an meiner Frage vorbei. Die Frage lautet "was steckt dahinter?" Erst mal nur das. Mir ist das Muster auch erst gestern klar geworden, als ich es einmal eindeutig so beobachten konnte, als derjenige sich nicht mehr rausreden konnte, er habe gar keine Angst vor dem Hund. Es war genau, wie die vorherige Kommentatorin es beschreibt: sich mehr zugetraut, als am Ende ging. Ich sage immer, bitte nicht von oben auf den Kopf, sie machen es doch und erschrecken sich dann vor der Bewegung des Kopfes. Dass ich Ärztin und Heilpraktikerin nicht reinrede, wenn sie mir nicht das Feld von sich aus überlassen, ist ja wohl klar. Wie anmaßend wäre da denn? Es ist noch nie jemand durch meinen Hund in Gefahr geraten, weil ich ihn gut beaufsichtige und mit ihm arbeite. Ich will nur das Phänomen verstehen, um es bearbeiten zu können.

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Kommentar von Abuterfas
13.12.2015, 21:53

Es kann viel sein. Die Unsicherheit Deines Hundes, weil er mit Ängsten der "anderen" nicht klar kommt. Unsicherheit/Angst Deines Hundes vor diesen Menschen und/oder Hunden(deswegen fragte ich ja nach weiteren Signalen). Es kann sein, das Dein Hund dem vermeintlich nicht ängstlichen schon längst signalisiert hat "Hau ab!" und es schlicht ignoriert wurde, oder es vielleicht an Dir liegt und Du, ohne es zu wissen, Signale sendest, die der Hund für sich deutet. Oder aber er fühlt sich erst recht bestärkt, wenn jemand Angst hat. Man müßte es sehen, um genaues sagen zu können. Alle gut gemeinten Tipps und Ratschläge könnten sein, oder auch nicht. Am besten wäre ein Hundeerfahrener aus Deiner Nähe. Wird etwas falsch gedeutet und darauf ein Tipp gegeben, kann das kontraproduktiv sein. Ich glaube Dir, das Du aufpasst (habe ja nicht das Gegenteil behauptet) aber Hunde können verdammt schnell sein. Du musst energischer sein, wenn es um das Anfassen Deines Hundes geht. Nein (zum Thema nicht von oben) heißt Nein. Am Ende des Tages bekommst Du dann leider den Stress, wenn es dem Hund zu Recht zu blöd wird und dann doch mal "zuzwickt"

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Kommentar von Felizmaria
14.12.2015, 06:13

Da hast du Recht. Das Handhaben an sich ist noch mein Thema, ein schwieriges. Da muss ich der 89jährigen Dame den Kontakt untersagen, die sich zwar für eine Hundeflüsterin hält, wie ja jeder das irgendwie zu tun scheint, aber die die Schuld beim Hund sieht, er würde sie nicht akzeptieren. Schwierig.

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Kommentar von Abuterfas
14.12.2015, 09:04

Untersagen vielleicht nicht, nur Deine Regeln vorgeben. Das ist ja das blöde am Recht hier in Deutschland: Duckannst den besten Hund haben, der rein gar nichts macht und ständig in solch Situationen vorbildlich reagiert, aber wenn er dann wirklich mal, aus Hundesicht vollkommen richtig, zwickt, ist der Hund schuld und Du hast Stress. Leider. Aber an sich sehr interrssante Beobachtung.

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