Hund rastet Silvester total aus. Was kann ich tun?

12 Antworten

Ja - das kenn ich nur zu gut. Ich hatte auch mal so einen Kandidaten. Ich bin Silvester um Mitternacht mit dem Hund auf der Autobahn hin und hergefahren - 3 Stunden lang...

Oder habe mich Silvester in einem "Waldhotel" einquartiert - weit weg vom nächsten Ort.

Oder hab Silvester im Keller verbracht mit dem Hund..

Einen Hund der so panisch ist, bekommst Du nicht beruhigt. Schon gar nicht mit Bachblüten oder irgendwelchen Mittelchen. Den müßte man dann schon in Vollnarkose legen...

Bitte auf keinen Fall Medikamente geben - das macht es noch schlimmer.

Such ein Zimmer das möglichst schallgedämpft ist, Jalousien runter, Radio an, laß den Hund dahin gehen wo er will. Und wenn es das Kinderzimmer ist. Er wird nichts kaputtmachen in dem Zustand. Da hat er andere Sorgen. Dann laß ihn nicht allein. Setz Dich zu ihm, aber mach kein Theater. Wenn er keinen Körperkontakt will, dann laß ihn. Ich weiß das ist ganz furchbar das Tier so leiden zu sehen. Ich vermute jetzt mal der Hund kommt aus dem Ausland und weiß was das Knallen bedeutet...

Bei uns hat ein Ortswechsel immer noch am besten geholfen. Für die Hunde ist es am schlimmsten, wenn sie diese Angst an dem Ort aushalten müssen wo sie sich eigentlich sicher fühlen (zuhause). Sie können dort nicht flüchten. Wenn ich Silvester woanders verbracht habe, konnten wir dort wieder gehen und der Hund hatte das Gefühl von dem Ort "fliehen" zu können und war zuhause wieder normal.

Ich wünsch Dir gute Nerven und einen "guten Rutsch" :-)

Meine Hündin hat eine sehr schleche Erfahrung gemacht (mit knapp 4 Monaten einen Böller ins Gesicht bekommen) und reagiert auf jeden Böller mit zittern und verkriechen.
Wir jaben in den nächsten jahren alles durchprobiert: Beruhigungsmittel (körperlich platt aber dadurch noch panischer), ignorieren (bringt nichts und fühlt sich falsch an), betüdeln (bringt nchts aber man hat zumindest das Gefühl was zu tun), ins Auto setzen und wegfahren (klappt relativ gut, sie liebt das Auto), der Versuch den Hund mit Hilfe von Feuerwerksgräuschen anzuhärten brachte gar nichts, sie verpennt die Videos und dreht bei jeden echten "plöff" durch.
So schließen wir unsere Türen ab (letztes Jahr hat sie sich mehrere aufgemacht und ist abgehauen), versuchen den Hund dazu zu überreden bis zum Auto zu gehen und fahren auf einen Hügel weit abseits von allem. Der Hund bleibt im Auto, wir treffen und mit anderen Hundehaltern, machen ein Feuerchen und warten ab bis das Feuerwerk rundrum weniger wird. So ruhig wie im Auto ist der Hund sonst nirgends, sie zittert nichtmal.

Hey, dieses Jahr ist es ja schon zu spät, aber nächstes Jahr müsst ihr ihn daran gewöhnen. Ich habe das mit all meinen Tieren gemacht (Hunde, Katzen, Pferde, teilweise sogar Kühe und Hühner) und Silvester ist keine große Aufregung mehr.

Dazu braucht ihr den Hund, Leckerlies (oder eine sonstige Belohnung), Raketengeräusche (aus dem Handy) und euch selbst. Wenn ihr Zeit habt, stellt die Geräusche an (am Anfang immer nur ganz leise, bei jedem Training ein bisschen steigern) und wenn er die ganze Zeit lang ruhig war, bekommt er am Ende sein Leckerchen, Lieblingsspielzeug usw. Das könnt ihr immer machen, einfach im Hintergrund die Geräusche spielen lassen, und selbst keinen Wirbel drum machen. Desto öfter ihr das macht, desto mehr gewöhnt er sich dran.

Dieses Jahr einfach Licht an, damit man das Leuchten nicht so sieht. Evtl. auch den Fernseher oder Radio. Super ist es, wenn ihr dem Vierbeiner eine Höhle in einem Zimmer baut, indem er wenig vom Wirbel draußen mitbekommt. Ansonsten aber nicht trösten, wenn er Angst habt, da er sonst Bestätigung bekommt, dass draußen etwas schlimmes ist, sonder ganz normal verhalten. Vielleicht mit viel Spielen am Tag etwas ermüden? Auf Beruhigungstapletten und Pülverchen verzichten, die ,,beruhigen'' nur den Körper, aber nicht die Gedanken und all das.

Viel Erfolg

Was möchtest Du wissen?